Zitronentarte

Sonntagsbäckerei: Zitronentarte mit (oder ohne) Safran

Wenn das Wetter auch nicht so recht will, kann man sich zumindest mit diesem Kuchen ein wenig Sommer-Feeling herholen. Einen ähnlichen, ist mir dann eingefallen, habe ich hier schon einmal gebacken. Das schadet aber nicht. Zitronentartes kann es, finde ich, gar nicht genug geben. Diese hier hat auch mehr Füllung, einen saftigen Guss mit Buttermilch und Crème double. Ganz wichtig: Das Rezept ist für eine 26 cm-Form. Nimmt man eine zu kleine, passt nicht genug Füllung rein (ich habe es ausprobiert). Aber auch mit der richtigen Form muss man darauf achten, die Ränder möglichst hoch zu ziehen, denn sie sinken beim Backen nach unten – und man hat wieder das Problem, dass nicht genug Guss reinpasst. Achja, und wenn man Safran im Kuchen haben will, sollte man ihn auch hineintun (ich habe es vergessen). Ohne ist er aber auch fein.

ZITRONENTARTE MIT SAFRAN
Quelle: Myself, Mai 2016
für eine Form von 26 cm Durchmesser
Zutaten:
Mürbeteig:
200 g Mehl
2 EL fein gemahlene Mandeln
1 Prise Salz
60 g Zucker
120 g kalte Butter
1 Ei
Fett für die Form
Füllung:
1 Bio-Zitrone
4 Eier
3 Eigelb
200 g Zucker
150 ml Buttermilch
125 Crème double (oder Crème fraiche)
1 Msp. Safran
Für die Deko:
2 Bio-Zitronen
200 ml Wasser
300 g Zucker
Zubereitung:
Mehl, Mandeln, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Kalte Butter in Stückchen und 1 Ei dazugeben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Eine Kugel daraus formen und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, die Backform einfetten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. In die Form legen und dabei einen Rand hochdrücken. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstrichen, damit sich der Teig beim Backen nicht wölbt. Im Ofen auf der mittleren Schiene 25 Minuten backen. Form aus dem Ofen nehmen und den Tarteboden auf einem Gitter abkühlen lassen. Den Backofen auf 160 Grad herunterschalten.
Die Zitrone heiß waschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Die Zitrone auspressen. Eier, Eigelb und Zucker in einer Schüssel mit dem Handrührer zu einer hellgelben, cremigen Masse aufschlagen. Buttermilch und Crème double nach und nach dazugeben und unterrühren. Zitronensaft, -schale und den Safran unter die Masse rühren. Die Füllung auf dem vorgebackenen Boden gleichmäßig verteilen. Auf der mittleren Schiene im Ofen weitere 30 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen.
Nach Belieben: Für die Zitronen-Deko die zwei Bio-Zitronen heiß abwaschen, in dünne Scheiben schneiden. Wasser mit Zucker aufkochen, die Scheiben darin 30 Minuten köcheln und anschließend auf einem Gitter abtropfen lassen. Auf der Tarte verteilen.

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Sonntagsbäckerei: Buchweizen-Süßkartoffelbrot

Zwei Dinge habe ich beim Backen dieses Brotes aus Sarah Wilsons Buch „I Quit Sugar: Simplicious“ gelernt: Erstens: Ich sollte mich mehr auf meinen Kücheninstinkt als auf ein Internet-Wörterbuch verlassen. Das Wörterbuch spuckte mir für die „buckwheat groats“, die Sarah Wilson verwendet, „Buchweizengrütze“ als Übersetzung aus. Diese feinen Flocken waren erstens schwer zu bekommen und zweitens, nunja, fein. Ich dachte mir noch, dass die normalen Buchweizen(Körner), die ich sowieso im Haus hatte, vielleicht besser wären, habe die Grütze dann aber trotzdem verwendet und mich gewundert, dass der Teig so flüssig war – und blieb. Auch nach zwei Stunden im Ofen wollte und wollte daraus kein Brot werden. Ergo: Es waren doch die normalen Buchweizenkörner gemeint. Hmpf. Ich musste also ein zweites Mal ran. Dann klappte es aber.
Zweitens habe ich beim Backen dieses Brotes gelernt, dass es so etwas wie FODMAP gibt. Die Abkürzung steht für „fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols“, was (laut Wikipedia) für vergärbare Mehrfach-, Zweifach- und Einfachzucker sowie mehrwertige Alkohole steht – und der Grund dafür sein könnte, dass man auf Gluten mit Unverträglichkeit reagiert, obwohl man nicht unter Zöliakie oder Weizenallergie leidet.
Dieses Rezept nimmt auf FODMAP-Empfindliche (FODMAPs?) Rücksicht und ist auch für Veganer, Menschen mit Zöliakie und Nussallergie geeignet. Sarah Wilson nennt es daher „My allergy-free bread“. Es ist dank Zwiebel und Süßkartoffel schön herzhaft und saftig – es fehlt nur, wie bei allen nicht „richtigen“ Broten, die knusprige Kruste. Ich glaube, ich muss dringend mal wieder ein Sauerteigbrot backen!

BUCHWEIZEN-SÜSSKARTOFFELBROT
My allergy-free bread
Quelle: Sarah Wilson: I Quit Sugar: Simplicious
Für 1 Laib Brot
Zutaten:
350 g Buchweizen
4 TL Chia-Samen
1 1/2 TL glutenfreies Backpulver
150 g Süßkartoffel, geraspelt
50 g Kokosnussöl
1 Zwiebel, gehackt (für FODMAPS: 2 TL Frühlingszwiebeln plus 75 g extra Süßkartoffel)
1 TL Salz
4 TL Sonnenblumenkerne
Zubereitung:
Die Buchweizenkörner in ein Sieb geben und gut abspülen. Dann in eine Schüssel geben, mit reichlich Wasser bedecken und mindestens vier Stunden (besser: über Nacht) einweichen lassen.
Den Ofen auf 160 Grad vorheizen, eine Kastenform mit Backpapier auslegen. (Anmerkung: Sarah Wilson verwendet eine 23 x 13 cm große Form – das ist etwas größer als unsere kleine Kastenform, daher habe ich lieber eine große verwendet.) Die Chia-Samen mit 250 ml in ein großes Marmeladen- oder Joghurtglas geben. Den Deckel draufgeben und alle paar Minuten schütteln, bis sich nach etwa 10 Minuten oder mehr ein Chia-Gel gebildet hat.
Den Buchweizen in einem Sieb gut abspülen und abtropfen lassen. Mit dem Chia-Gel, Backpulver, Süßkartoffel, Kokosöl, Zwiebel und Salz in einer Schüssel mischen. Anschließend portionsweise in eine Küchenmaschine geben und zu einer festen Paste zerkleinern. (Anmerkung: Wer eine so große Küchenmaschine hat, dass alle Zutaten auf einmal hineinpassen, muss sie natürlich nicht vorher in einer Schüssel mischen.) In die Kastenform füllen, die Oberfläche glattstreichen und mit Sonnenblumenkernen bestreuen. Eine Stunde backen (besser mehr: ich habe noch zwanzig Minuten draufgegeben, weil doch sehr viel Flüssigkeit im Teig ist), dann Garprobe machen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Dann aus der Form nehmen und komplett auskühlen lassen, bevor man das Brot in ca. 1 cm dicke Stücke schneidet. Es soll sich im Kühlschrank 4-5 Tage halten. Man kann es auch in Scheiben geschnitten einfrieren, dann am besten immer ein kleines Stück Butterbrotpapier zwischen die Scheiben legen.

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Filmfest

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Filme, Filme, Filme – so sah meine Woche aus, bzw. die vergangenen 9 Tage auf dem Münchner Filmfest. 9 Tage und 28 Filme später bin ich erschöpft, aber glücklich (und muss mich dringend mal wieder bewegen). Nicht alle meine Gute-Laune-Macher haben mit dem Filmfest zu tun, aber doch die meisten…

  • Ausnahmezustand: Wenn Filmfest ist, gelten andere Regeln als sonst, das Leben ist aufregender, die Nächte kürzer und die Tage voller. Ich liebe das.
  • Ein Vortrag von Steve Kaplan: „Warum lacht ihr nicht?“, lautete die Frage, die der Comedy-Guru versuchte, in seinem Vortrag zu beantworten. Dabei wurde jedoch wirklich viel gelacht. Lehrreich und lustig.
  • Der münchnerischste Film des Festivals: So zumindest wurde Dinky Sinky in der Vorführung angepriesen. Eine lakonische Komödie, in der das Leben einer Sportlehrerin mit Kinderwunsch aus dem Ruder läuft. Drehbuch und Regie von HFF-Absolventin Mareille Klein, die dafür den Förderpreis Neues Deutsches Kino für das beste Drehbuch bekam. Verdient! Achja, und der Titel erinnert an die Akronyme DINK (double income no kids) und SINK (single income no kids).
  • Ein München-Krimi: Ein weiterer Film aus der von mir sehr geschätzten Reihe „München Mord“ wurde auf dem Filmfest gezeigt: Wo bist du, Feigling?, basierend auf einer wahren Geschichte. Demnächst im TV.
  • Ein Allgäu-Krimi: Im Fernsehen waren die Kommissar Kluftinger-Filme mit Herbert Knaup bislang an mir vorbeigegangen – aber diesmal hatte ich sehr viel Spaß an dem mit viel Gusto westernmäßig inszenierten Schutzpatron.
  • Eine Coming-of-Age-Geschichte: Ein amerikanischer Indie-Film, der in Deutschland spielt, in Heidelberg, um genau zu sein: Dorthin ist der dreizehnjährige Morris aus Amerika mit seinem Vater hingezogen – und hasst es. Er spricht die Sprache kaum, hat keine Freunde – bis er sich in das coolste Mädchen im Jugendclub verliebt… Ab 3. November im Kino.
  • Ein lustiger Kostümfilm: Mein letzter Film auf dem Festival war Love & Friendship, basierend auf der recht unbekannten Jane Austen-Novelle „Lady Susan“ und die wohl bislang witzigste Jane Austen-Verfilmung, die ich gesehen habe. Mit der wundervollen Kate Beckinsale in der Hauptrolle der intriganten Lady Susan. Ab 29. Dezember bei uns im Kino.
  • Eine Gastro-Neuentdeckung: Die netten Mädels von Frieder Film hatten mich auf ihren Empfang eingeladen. Bei der Gelegenheit war ich zum ersten Mal im sehr netten Tagescafé Stenz (Lindwurmstraße 122) in Sendling. Es gab zum Beispiel perfekt geschmortes Gulasch und eine fatale Mousse au Chocolat. Den Laden kann man auch für Veranstaltungen mieten – sehr zu empfehlen!
  • Italien-Flair in München: Jetzt schon nicht mehr so ganz neu, für mich aber schon: Das Eataly in der Schrannenhalle, Restaurant, Feinkostladen und Event-Location. Ich war zur Präsentation des neuen DelikatEssen dort und sehr angetan.
  • Ein Klassiker mal komisch: Erinnert sich noch jemand an die letzte Szene aus „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“? Wie Hugh Grant Andy McDowell im strömenden Regen einen Nicht-Heirats-Antrag macht? In der „Graham Norton Show“ interpretiert Hugh Grant die Szene noch einmal neu, und von Romantik ist hier keine Spur mehr: Großartig, wie sein Gesicht immer wieder zuckt, weil er sich so sehr das Lachen verkneifen muss…
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10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

In einer eher durchwachsenen Woche gab es doch ein paar schöne Sachen. Meine Highlights:

  • Dieses Bild, das meine Großmutter beim Wandern zeigt. Mit einem roten Schirm! Ist das nicht herrlich? Ich habe es beim Dia-Einscannen entdeckt.
  • Diese Straße: Wir haben einen Kurztrip nach Hamburg gemacht, um den 70. Geburtstag meiner Mutter (noch einmal) zu feiern. Und in der (wenigen) freien Zeit in der Marktstraße Karoviertel in ein paar schöne Shops geschaut, z.B. ins Shirtlab (Marktstraße 16) für originelle T-Shirts und in den Upcycling-Laden Lockengelöt (Marktstraße 114), wo es nicht nur Couchtische aus Ölfässern, sondern auch diese Schlüsselbretter aus alten Büchern gibt, über die ich mich hier vor einer Weile schon mal gefreut hatte. Hier gibt’s noch mehr Tipps fürs Karoviertel vom Hamburger Abendblatt.
  • Podcast 1: Mittlerweile habe ich so viele Podcasts abonniert, dass ich mit dem Anhören kaum hinterherkomme. Aber ich tue mein Bestes! Einer meiner neuen Lieblinge: Dear Sugar Radio von WBUR. Autorin Cheryl Strayed („Der große Trip“) berät zusammen mit Steve Almond Menschen in Lebenskrisen. „Dear Sugar“ gab es früher als Ratgeber-Kolumne (und Cheryl Strayeds Texte dafür dann gesammelt als Buch, jetzt als Der große Trip zu dir selbst auf deutsch erschienen). Hier habe ich schon mal davon geschwärmt. Das Prinzip des Podcasts ist ähnlich: Anonyme Briefeschreiber schildern ein Problem, und Almond und Strayed beraten, erklären und geben Denkanstöße, warmherzig, klug und verständnisvoll. Wirklich toll.
  • Podcast 2: Im Scriptnotes Podcast plaudern die Hollywood Drehbuch-Autoren John August und Craig Mazin kompetent und unterhaltsam (auf englisch) übers Drehbuchschreiben. Von ihnen stammt auch der Tipp für den nächsten Gute-Laune-Macher:
  • Eine Food-Webserie: In The Katering Show parodieren die Australierinnen Kate McLennan und Kate McCartney die typischen überperfekten Youtube-Koch-Shows und nehmen den Hype ums Essen auf die Schippe. Die eine gibt die übereifrige Koch-Enthusiastin, die andere kann wegen ihrer Unverträglichkeiten fast nichts essen, gemeinsam erleben sie „The journey of a food intolerant and an intolerable foodie“. Schräg und herrlich albern. Ein Beispiel? Das Phänomen Thermomix beschreiben sie so: McLennan: „It’s the kind of appliance that your rich mother-in-law gives you as a wedding gift, because she doesn’t think you can cook.“ McCartney: „Or something that you buy yourself because you’ve always wanted to join a cult but you don’t have the energy for the group sex.“ Die sechs Folgen der ersten Staffel kann man for free auf ihrer Website und auf Youtube sehen.
  • Cynthia Barcomis aktuelles Backbuch Cheesecakes, Pies & Tartes (Mosaik) kam im März raus, und vor einer Weile bei mir auf den Tisch. Ich habe noch nichts daraus gebacken, aber beim Durchblättern klingen Rezepte wie die „New York Cheesecake Bars with Cherry Topping“ oder der „Lemon Meringue Pie“ schon wieder absolut himmlisch.
  • Kirschen. Vielleicht mein liebstes Sommerobst. Schön, dass sie wieder da sind.
  • Miracoli: Food-politisch absolut inkorrekt, aber für mich sind die Nudeln mit der Packungssoße immer noch ein Wohlfühlessen, weil sie mich an Kindheit und Mama erinnern. Gibt’s nicht oft, aber wenn, dann mit Genuss.
  • Die neuen Leser, die mich hier oder auf Facebook gefunden haben. Schön, dass ihr da seid!
  • Vorfreude: Nächste Woche geht das Filmfest München wieder los. Eine meiner Lieblingswochen des Jahres. Kino, Kino, Kino von morgens bis abends – ich freu mich drauf! Und im Juli folgt dann das Fünf Seen Filmfestival. Ich war noch nie dort, aber hoffe darauf, es dieses Jahr endlich mal zu schaffen.
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Sonntagsbäckerei: Life-changing Bread

Ich bin late to the party, wie man so schön neudeutsch sagt. Der „Life-changing loaf of bread“ von Gesund-Bloggerin Sarah Britton ist schon einmal quer durchs Internet getobt, war eine absolute Klick-Sensation. Aber nachdem mir nun auch noch ein Bekannter IRL vorgeschwärmt hat, wie großartig dieses mehlfreie Brot schmeckt und mir das übersetzte Rezept dazu geschickt hat, musste ich es doch auch noch mal selbst ausprobieren. Sarah Britton, bekannt geworden durch ihren Blog My New Roots und besagtes Brot, hat übrigens auch ein Kochbuch herausgebracht, das auch auf deutsch erhältlich ist (und heißt wie ihr Blog). Life-changing oder zumindest (für manche) lebensverbessernd ist ihr LCB wohl vor allem deswegen, weil es schnell zusammengerührt ist, ohne Mehl auskommt und dafür vollgepackt ist mit gesundem Zeug wie Sonnenblumenkernen, Nüssen, Chia-Samen etc. Wer mag, kann es auch in einer glutenfreien Variante herstellen. Es ist zwar eher ein Müsli in Scheiben als ein Brot (also ohne knusprige Kruste), aber lecker ist es auf jeden Fall .

LIFE-CHANGING LOAF OF BREAD
Quelle: Sarah Britton, My New Roots
für eine kleine Kastenform
Zutaten:
135 g Sonnenblumenkerne
90 g Leinsamen
65 g Haselnüsse oder Mandeln
145 g Haferflocken (alternativ, d.h. glutenfrei: Hirseflocken)
2 EL Chia-Samen
4 EL Flohsamenschalen (Bioladen)
1 TL feinkörniges Meersalz
1 EL Ahornsirup (alternativ 2 EL Reissirup)
3 EL Kokosöl
350 ml Wasser
Zubereitung:
Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Alle feuchten Zutaten (Ahornsirup, Kokosöl und Wasser) in einer separaten Schüssel vermische (eventuell muss man das Kokosöl dafür erst flüssig machen, denn bei Zimmertemperatur und drunter hat es eine feste Konsistenz). Dann die flüssigen Zutaten nach und nach über die trockenen geben und alles so lange verrühren, bis alles gut vermischt ist. Falls der Teig zu dickflüssig ist, noch ein bis zwei Teelöffel Wasser unterrühren. Den Brotteig glatt in eine kleine Kastenform streichen und mindestens zwei Stunden – besser über Nacht – bei Zimmertemperatur stehenlassen. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen, das Brot zunächst für 20 Minuten in der Form backen. Dann aus dem Ofen nehmen, das Brot aus der Kastenform lösen und es mit der Oberseite nach unten direkt auf das Ofengitter legen. Weitere 30-40 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn es beim darauf Klopfen hohl klingt. Vor dem Schneiden vollständig abkühlen lassen. Luftdicht verpackt hält das Brot bis zu fünf Tage.

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10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Das Brot, das ich eigentlich heute hier vorstellen wollte, ist noch nicht fertig, deswegen also erst mal ein bisschen was anderes. Meine Gute Laune-Momente der Woche:

  • Ein Kurztrip nach Dresden. Unter anderem mit einer Fahrt in der ältesten Schwebebahn der Welt, Senf-Shopping (Bautzner Straße 79), einem Spaziergang durch die Neustadt und echt leckerem Mittagstisch im hippen Speisewerk (Bautzner Straße 71).
  • Eine Lobhymne auf München. Beziehungsweise gleich mehrere, im aktuellen ZEIT Magazin, das dazu einlädt, München neu zu entdecken. Ja, schon schön hier in meiner Wahlheimat! Siehe auch:
  • Abendbrot im Biergarten. Genervt und unschlüssig standen Mr. B und ich gestern im Supermarkt, konnten nicht entscheiden, was es zu essen geben sollte und kauften dann halbherzig ein paar Vorräte ein. Seine rettende Idee: Lass uns in den Hirschgarten gehen. Das Wetter war noch so herrlich am Abend, das musste man ausnutzen. Wir luden also unsere Vorräte auf die Räder, kauften vor Ort noch ein Radler, und hatten wenig später ein wunderbares Abendbrot am Biertisch unter Kastanien in den letzten Strahlen der Abendsonne.
  • Ein Abend beim Stammitaliener. Draußen sitzen, Teil 2: Mit ein bisschen Fantasie fühlt man sich an den Tischen auf dem Bürgersteig vorm Piacere Nuovo (Donnersberger Straße 54) wie auf einer italienischen Piazza. Wenn Wirt Adrian(o) mit einem Lächeln und einem „Buona sera!“ dann Spritz und Antipasti-Teller serviert, ist die Illusion perfekt. So geht Feierabend.
  • Ein Underground Restaurant. Ein Like, das ich von User „Como en Casa“ für eins meiner Instagram-Bilder bekam, machte mich neugierig. Was ist Como en Casa? Ich habe mich schlau gemacht: Dahinter verbirgt sich eines der wenigen „Underground Restaurants“ in München, also Privatmenschen, die zum Essen bei sich zu Hause einladen. Aktuell gibt es keine neuen Termine (sie sollen bald verkündet werden), aber hier hat Foodfotografin Vivi D’Angelo schon von einem Como en Casa-Abend geschwärmt. Ich will auch!
  • Ein „Soulfood-Diner“: Schon lange wollte ich mal im Little Wolf (Pestalozzistraße 9) vorbeischauen, dem Restaurant, das meine liebe Ex-Kollegin Corinna Götz und ihr Mann Wolfgang nicht weit entfernt von ihrer Blues & Bourbon-Bar „Zum Wolf“ (Pestalozzistraße 22) eröffnet haben. Diese Woche hat es endlich geklappt. Im „Little Wolf“ wird, wohl einmalig in München, das Fleisch schonend im Smoker gegart, bekommt also einen fein rauchigen Geschmack wie bei einem amerikanischen Barbecue. Dazu gibt es ebenfalls typisch amerikanische Beilagen wie Cornbread, Coleslaw oder Mashed Potatoes. Und statt Apfelschorle trinkt man selbst gemachte Waldmeister-Limo.
  • Mein Lieblings-Schreibwarenladen: Nur einen Katzensprung von meinem Büro entfernt und mit fantastischer Auswahl: Beim Weber (Westermühlstraße 1 + 1a) kaufe ich meine Post-its, Briefumschläge und Ordner am liebsten. Eine Postfiliale haben sie auch, und wenn man Glück hat, wird, während man in der Schlange steht, gerade ein zukünftiges Schulkind beim Ranzen-Kauf beraten. Zauberhaft.
  • Die Abschieds-Tournee: Ich gebe zu, ich war ziemlich geknickt, als ich las, dass eine meiner Lieblings-Serien, die Country Music-Saga „Nashville“, nicht verlängert wird. Umso mehr genieße ich jetzt die letzten Folgen von Staffel 4 (bei Amazon Prime). Seufz.
  • Eine Liebschaft: Nachschub für den Serien-Junkie in mir liefert zur Zeit The Affair (ebenfalls bei Amazon Prime), das die Geschichte einer verhängnisvollen Affäre aus zwei Perspektiven erzählt.
  • Noch mehr Podcasts: Im Moment habe ich gern was im Ohr, wenn ich spazierengehe. Ich entdecke immer neue Podcasts (meistens englisch), die mir Spaß machen. Aktuell etwa der Scriptnotes Podcast, in dem Hollywood-Autoren John August und Craig Mazin launig übers Drehbuchschreiben plaudern, die von Schauspielern vorgelesenen Modern Love-Geschichten aus der New York Times und die Wissenschafts-Show Radiolab.

 

Mandorlini

Sonntagsbäckerei: Mandorlini

Kaffee und was zum Knabbern, das ist ja leider eine sehr geile Kombination – siehe diese Cantucci. Das weiß auch meine Freundin Kerstin, die vor einer Weile damit angefangen hat, mir zusätzlich zu ihrem fantastischen Cappuccino auch noch diese kleinen marzipanigen Köstlichkeiten zu servieren. Sie sind ein bisschen knusprig, innen weich, und mandelig-süß. Ähnlich gibt es sie auch an der Kaffeetheke der Vapiano-Restaurants. Das Rezept für diese Teile hat Kerstin bei Good Stuff By Anne gefunden (mit praktischen Schritt-für-Schritt-Fotos) – und das nehme ich jetzt auch als Vorlage. Nur mit etwas weniger Zucker und Marzipan als sie habe ich sie gemacht.

MANDORLINI
Quelle: Good Stuff By Anne
für ca. 40 Stück
Zutaten:
300 g geschälte gemahlene Mandeln
50 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g Puderzucker, plus etwas zum Bestäuben
110 g brauner Rohrzucker
300 g Marzipanrohmasse
2 Eiweiß
1 EL Amaretto
100 g Mandelblättchen
Zubereitung:
Zwei Backbleche mit Backpapier belegen und den Backofen auf 180 Grad vorheizen. In einer Rührschüssel gemahlene Mandeln und Mehl mit dem Backpulver vermischen, dann Zucker und braunen Zucker hinzufügen. Kleine Stücke vom Marzipan abzupfen und hinzugeben, zwischendurch immer mal wieder ein wenig umrühren, um es mit den trockenen Zutaten zu bedecken. Dann Eiweiß und Amaretto hinzufügen und mit den Knethaken des Handrührers alles zu einem klebrigen Teig verarbeiten. Die Mandelblättchen auf einen Teller geben. Mit feuchten Händen aus dem Teig walnussgroße Kugeln formen und anschließend in den Mandelblättchen wälzen.
Die Mandelkugeln auf die Belche setzten und ca. 12 Minuten bei 180 Grad backen, bis die Oberfläche der Kugeln leicht gebräunt und etwas aufgesprungen ist. Etwas abkühlen lassen und dann mit Puderzucker bestäuben.