Dip, Dip, die Zweite: Erbsen-Guacamole

Grün ist meine Lieblingsfarbe, daher kam ich an diesem Rezept nicht vorbei. Das Foto im New York Times Diner’s Jounal sah einfach zu gut aus. Wie so oft – Anfängerfehler – hatte ich die genaueren Instruktionen dazu jedoch nur kurz überflogen. Sonst hätte ich vielleicht gesehen, dass die Zubereitungszeit (für eine Guacamole!) mit 45 Minuten doch eher aufwändig lang ist, und dass dafür nicht nur Erbsen gepult enthülst werden müssen, sondern auch noch eine Jalapeño schwarz geröstet und danach gepult von der Schale befreit werden soll. So kompliziert wollte ich es nicht haben. Die Jalapeños stammen bei mir aus dem Glas und sind unbearbeitet in der Mischung gelandet. Die Erbsen habe ich pflichtbewusst frisch gekauft und gepult enthülst, vermute aber, dass das Rezept mit Tiefkühlerbsen genauso gut funktioniert. Weil die Marktfrau es besonders gut mit mir meinte, bzw. weil in der Hitze einige Sachen etwas gelitten hatten und kurz vor Feierabend wegmussten, saß ich auch nicht nur mit einem halben Kilo Erbsen, wie im Rezept angegeben, sondern der dreifachen Menge da, außerdem vier Schalen Erdbeeren (die waren ein Schnäppchen!), die ich dann kurzerhand zu Marmelade verarbeitet habe. Das Erbsenpulen kann ich jedoch sehr empfehlen – wunderbar meditativ. Man fühlt sich ein bisschen wie Aschenputtel (die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen), wenn die Erbsen in die Schüssel kullern, die Hände sind beschäftigt, der Geist wird ruhiger. Aber was mache ich jetzt mit all den  übrigen Erbsen? Die Guacamole war übrigens sehr lecker, scharf und exotisch, Erbsen und Koriander geben einen interessanten Kontrast ab. Hier steht das Original-Rezept, ich habe die Mengen und Mischung etwas verändert.
Die beste Mahlzeit gestern waren jedoch die vollkommen unprätentiösen Spaghetti mit Olivenöl, Parmesan und frischen Tomaten, die ich von meiner Freundin Jessica zum Mittagessen serviert bekam. Dazu gab es ein offenes Ohr und das unwiderstehliche Lachen ihres kleinen Sohnes aus dem über und über mit Karotten-Gulasch-Brei verschmierten Gesicht. Besser geht’s nicht. Danke, du Gute!

ERBSEN-GUACAMOLE
Quelle: New York Times Diner’s Journal/ABC Cocina
Zutaten:
(für 2 Personen)
500 g frische Erbsen, mit Schale gewogen (oder TK)
einige Scheibchen Jalapeño aus dem Glas
2 EL gehackter Koriander
1 reife Avocado, zerdrückt
1 Frühlingszwiebel, in dünnen Scheiben (nur das Weiße)
abgeriebene Schale von einer Limette
Saft von einer Limette
Tortilla Chips
Salz
Zubereitung:
Die gepulten enthülsten Erbsen in Salzwasser ca. 2 Minuten kochen, dann mit eiskaltem Wasser abschrecken, damit sie schön grün bleiben, und abtropfen lassen. Einige Erbsen als Deko aufheben, den Rest in einer Küchenmaschine mit Jalapeño, Koriander und Salz pürieren, bis ein noch leicht stückiger Brei entsteht. In einer Schüssel das Erbsenpüree mit der zerdrückten Avocado (ich habe sie mit einem Stabmixer püriert), Frühlingszwiebel, Limettensaft und -schale vermischen. Mit Salz abschmecken und mit Tortilla Chips/Nachos servieren. Wer mag, gibt noch Sonnenblumenkerne für den Crunch darüber.
Klingt doch ganz easy „peasy“, oder?

Soundtrack:
Jenny O.: Automechanic

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Ein Kommentar zu “Dip, Dip, die Zweite: Erbsen-Guacamole

  1. Pingback: Erbsensuppe mit Minze | Frau Lehmann

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