Mandela Day

Heute wird Nelson Mandela 95 Jahre alt. Er ist immer noch im Krankenhaus, die Folgen einer Lungenentzündung im Juni. Zu Ehren der 67 Jahre, die er gegen soziale Ungerechtigkeit gekämpft hat, sind die Südafrikaner heute aufgerufen, 67 Minuten ehrenamtliche wohltätige Arbeit zu leisten. Mandela Day wurde 2009 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen.
Mr. B und ich sind auf unseren Reisen in Südafrika Nelson Mandelas Lebensstationen gefolgt: Das Haus im Township von Soweto, in dem er lange gelebt hat, haben wir besucht, das Gefängnis auf Robben Island vor Kapstadt, in dem er inhaftiert war, und schließlich das Apartheid-Museum in Johannesburg, das seine wichtige Rolle in der Überwindung der Apartheid dokumentiert. Bald wird er nicht mehr da sein. Er wird Südafrika fehlen, und er wird der Welt fehlen.

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Eingang zum Mandela House in Soweto
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Mandelas Haus von 1946 bis in die 1990er. Hier lebte er zunächst mit seiner ersten Frau Evelyn, später mit seiner zweiten Frau Winnie.
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Auch vor zwei Jahren, als wir dort waren, war Mandela schwer krank.

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Der Eingang zum Gefängnis auf Robben Island vor Kapstadt
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Eine der Zellen. So hat auch Mandela gelebt.
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Der Innenhof, in dem die Gefangenen zusammenkamen. Mandela unterrichtete seine Mitgefangenen, und sogar manche Wärter, weil er sah, dass Bildung der Schlüssel zur Überwindung von Vorurteilen und Grenzen ist. Was man hier nicht sieht: Die Steinbrüche, in denen er viele Jahre arbeiten musste. In der Sonne ist das Weiß der Felsen unerträglich weiß, darunter hat sein Augenlicht später sehr gelitten. Wie er trotz all der Jahre hier nicht bitter, verzweifelt und rachsüchtig wurde, ist wirklich unglaublich, bemerkenswert. Seine Gefangenennummer, 46664, ist mittlerweile der Name einer Wohltätigkeitsorganisation, die sich alle Anliegen auf die Fahnen geschrieben hat, die auch Nelson Mandela wichtig sind: HIV/AIDS-Prävention, soziale Gerechtigkeit, Bildung, und, und und.
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So nah, und doch Welten entfernt: die Waterfront von Kapstadt.
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Der Tafelberg.

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Das Apartheid Museum in Johannesburg ist sehr, sehr sehenswert und bereitet die Geschichte so anschaulich auf, dass es manchmal schon beklemmend ist.
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Zum Beispiel am Eingang, wenn man mit der Eintrittskarte mitgeteilt bekommt, ob man schwarz oder weiß ist, und dann durch den entsprechenden Eingang gehen muss.
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Und dann noch meine beiden Lieblingszitate von Nelson Mandela (hier gibt es noch mehr):

It always seems impossible until it’s done.

The world is truly round and seems to start and end with those we love.

Happy Birthday, Madiba.
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Ein Kommentar zu “Mandela Day

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