Fernweh-Freitag

Ihr Lieben, eine Woche neigt sich wieder ihrem Ende, nein, ihrem Höhepunkt zu. Für das Wochenende erwarten uns hier in München wohl Rekordtemperaturen, bevor wir dann wieder ein bisschen durchatmen können.  Aber ich will gar nicht meckern, Sommer ist super. Ich war heute früh – endlich! – das erste Mal in diesem Jahr im Freibad und dachte danach wieder: Mensch, warum machst du das nicht öfter?! Für ein paar kurze, wunderbare Minuten war ich sogar ganz allein im Becken. Herrlich. Dann aus dem Wasser steigen, in ein Handtuch hüllen, das man bald danach schon nicht mehr braucht, weil es so warm ist, hinlegen, in die Sonne blinzeln und ein gutes Buch lesen (bei mir zur Zeit Gone Girl von Gillian Flynn, ab 22.8. auf deutsch. Dazu in Kürze mehr in einem eigenen Bücher-Update). Ich glaube, ich habe da auch gerade mein Programm fürs Wochenende zusammengefasst. Fazit: Manchmal ist das Gute tatsächlich so nah. In der Ferne passieren aber auch ganz spannende Dinge:

  • Wo wir gerade beim Thema Schwimmen sind: In Miesbach kann man in der Bayerischen Meerjungfrauen Schwimmschule lernen, wie man sich als Nixe elegant durchs Wasser bewegt. Flossen inklusive! Männer sind natürlich auch erlaubt.
  • Noch mehr Mädchenkram: In San Diego eröffnet demnächst das Sushi Restaurant Bang Bang, dessen Damentoilette eine einzige große Hommage an Ryan Gosling ist: Sämtliche Wände sind mit Bildern des Schauspielers tapeziert. Uiuiui. Bei den Herren dagegen ist Godzilla das Design-Element.
  • Was für eine tolle Idee: In England trifft man sich zum Sketchmob statt zum Flashmob. Regelmäßig kommen an wechselnden Orten Menschen zusammen, um gemeinsam zu zeichnen. Nächstes Event: Am 3. August in der Serpentine Gallery in Kensington Gardens, London. Super!
  • Bestimmt kennt ihr Humans of New York, die wunderbare Website, auf der täglich faszinierende Menschen mit Bild und Mini-Porträt gezeigt werden? Hier ist etwas Ähnliches: Auf Someone once told me zeigt Initiator Mario Cacciottolo Menschen, die ein Blatt Papier mit einem für sie bedeutsamen Zitat halten. Von versöhnlich bis verstörend, abgebildet in Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Angefangen hat Mario mit seinen Porträts in London, aktuell ist er auf einer World Tour, gerade in Südafrika. Deutschland stand auch auf seiner Route, ich konnte aber nicht herausfinden, ob er schon hier war, oder erst noch herzukommen plant.
  • Vor lauter RoyalBaby aka Prince George-Berichterstattung hat dieses Event viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen: Am 21.7. wurde ein neuer Riverdance Weltrekord aufgestellt! Jawoll! In Dublin ertanzten 1693 Tänzer aus 44 Ländern in einer kilometerlangen Menschenschlange den Titel. Gleichzeitig und synchron! Dafür muss man die Iren doch einfach lieben, oder? Beim Guardian gibt es ein Video.
  • Wir Deutschen dagegen kommen in diesem Video nicht besonders gut weg: How German Sounds Compared to Other Languages macht sich reichlich übertrieben, aber sehr amüsant, über unsere Aussprache lustig: Viel ccccchhhh, rrrrr und so.
  • Damals & heute: Passend zum Wetter gibt es hier 30 Fotos aus New York im „Summer of 69“ – spannend! Wer wissen möchte, wo man aktuell einen guten Cocktail in NYC bekommt, klickt hier.
  • Und zum Schluss ein Text auf jetzt.de, der mich nachdenklich macht: Fernweh ist eine Illusion. Tenor: Weglaufen gilt nicht. Man muss es doch auch anderswo immer nur wieder mit der Person aushalten, vor der man nicht weglaufen kann: Sich selbst.

Kann und darf Reisen trotzdem Spaß machen? Aber hallo! Auch, wenn die Reise nur bis zum nächsten Schwimmbad geht. Ich wünsche euch ein fabelhaftes Wochenende!

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