Fernweh-Freitag: Mäuse, Tauben, Schnecken und mehr

Oh Mann! What a ride! In den Tagen, die der Lieblingsneffe zu Besuch war, blieb vom Alltag nicht viel übrig. Alles war anders. Und das war auch gut so! Denn auf einmal habe ich nicht mehr tausend Dinge gleichzeitig gemacht, gedacht, geklickt. Sondern eins. nach. dem. anderen. Irgendwie intensiver, nachhaltiger als sonst. Zum Beispiel eine ganze (einstündige) Autofahrt lang „Ich sehe was, was du nicht siehst“ gespielt, ohne dass einem von uns beiden langweilig wurde. Außerdem haben wir einen Segelflugplatz und das Verkehrszentrum des Deutschen Museums besucht, auf dem Gang zum Bäcker Tram-Signale analysiert und Tauben gejagt („verscheucht euch!“), Geschichten nacherzählt (sein Favorit zur Zeit: wie Knatter-Toni und Polizeiauto Nick Monstertruck Marwin das Handwerk legen: Die wilde Autobande), Bilder gemalt, Briefe geschrieben und Luftballon-Tennis gespielt. Stundenlang wurde der Ballon hin und her gepritscht, und am schönsten war es, wenn er in irgendeiner Ecke landete und wieder herausgefischt werden musste. Dann durfte ich den kleinen Mann an den Trägern seiner Latzhose festhalten, während er abtauchte, und unter lauten Kreisch-Lachen wieder hochziehen. Mann, was für ein tolles Kind! Ich bin total verknallt. Und so traurig, dass er knapp 800 Kilometer von mir entfernt wohnt. Jetzt sitzt er mit Omi im Zug gen Heimat, und ich bin völlig durch den Wind. Hocke zuhause, starre in den trüben Himmel und in den Regen und weiß nicht, wohin mit mir. Beim Anblick des orangefarbenen Luftballons mit der Maus drauf, der einsam auf dem Bett liegt und langsam die Luft verliert, kriege ich einen dicken Kloß im Hals. Die Wohnung ist leer, Mr. B in der Arbeit, und ich muss mich irgendwie trösten. Also hole ich jetzt mal den Fernweh-Freitag nach, der wegen Kinderprogramm ausfiel:

  • Gestern war der Tag der Zimtschnecke oder auch Kanelbullens Dag, habe ich bei Visit Sweden gelesen. Also quasi ein schwedischer Nationalfeiertag, denn die runden Teile isst man dort ja überall. Dieses Rezept von der IKEA-Website hebe ich mir auf, den Zimtschnecken liebe ich sehr. In München gibt es zwar keine Franzbrötchen, die ich aus Hamburg sehr vermisse, aber Zimtschnecken als veritablen Ersatz. Zum Beispiel von der Zimtschneckenfabrik. Im Hungrigen Herz habe ich sie schon gegessen. Yum!
  • Von meinem Besuch in Amsterdam habe ich ja nur wenig berichtet. Vielleicht hole ich das noch nach, aber bis dahin kann ich diese Tipps empfehlen: Vor allem den umfangreichen Guide von Desiree vom Interior Design-Blog Vosgesparis, der mich super durch die Stadt geführt hat. Die New York Times hat ein 36-Stunden-Programm zusammengestellt. Und Frankie von As the Bird flies hat eine sehr persönliche Wunschliste von Sachen, die sie diesmal in Amsterdam unternehmen will.
  • Autor Marcel Winatschek regt sich auf Neue Elite über (manche) Reiseblogger auf: Hier.
  • Essen und trinken gibt (unter anderem kulinarische) Tipps für Salzburg.
  • Zweimal Ideen für einen Besuch in New Orleans: der Beginner’s Guide to New Orleans von AFAR und ein Artikel im Travel Diary des New York Times Style Magazine.
  • Frankreichfan und Bloggerin Sandy von Confiture de Vivre erzählt von ihrer Reise ins Languedoc.
  • Zwischen 1873 und 1934 beförderte die Red Star Line bis zu 2,5 Millionen Passagiere (unter anderem Albert Einstein) von Antwerpen nach New York. Der Geschichte dieser Schiffahrtsgesellschaft widmet sich jetzt das neue Red Star Line Museum in Antwerpen. Der Guardian zeigt ein paar Bilder dazu. Dass Antwerpen eine Reise wert ist, habe ich ja schon hier erzählt.
  • Als bräuchte es noch einen Grund, mal wieder nach New York zu fliegen: Hier ist eine Liste von tollen Foodfestivals, die dort im Herbst stattfinden. Seufz.
  • Vielleicht veranstalte ich auch einfach mein eigenes Foodfestival: US-Kulinarikmagazin bon appétit hat Tipps für die perfekte Pie-Party. Das ist doch mal eine gute Idee!
  • Und nochmal apropos Essen: Die New York Times schwärmt vom Foodie-Paradies Portland.

Habt ein zauberhaftes Rest-Wochenende! Und danke fürs Zuhören beziehungsweise Lesen: jetzt geht es mir schon viel besser.

 

 

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