Der Potluck Club, Teil 1: Selleriesuppe mit Maronen

Wir haben im Freundeskreis eine nette Einrichtung – noch ein paar Mal mehr, und man kann von einer Tradition sprechen – die allen Beteiligten Zeit und Nerven spart und trotzdem einen leckeren Abend beschert. Bitte? Etwas einfacher ausgedrückt: Beim Potluck Dinner treffen wir uns zu sechst, es gibt drei Gänge und jeden davon bereitet ein anderes Team beziehungsweise Paar zu. Das ist extrem entspannt, weil man nicht den ganzen Tag in der Küche steht (was ich, wenn ich die Zeit habe, aber auch gern mal mache) und trotzdem ein ganzes Menü durchfuttern kann. Kompliziert wird es nur manchmal, wenn man mit Sack und Pack durch die Stadt tingelt, je nachdem, was man halt so alles vorbereitet hat. Als wäre man auf dem Weg zu einer WG-Party, nur dass man statt simplem Kartoffelsalat jetzt Kuchenteig, -förmchen, Puderzucker und ein Sieb dabei hat. Wobei, zu einer WG-Party habe ich früher auch schon mal eine Schüssel mit Cookie-Teig angeschleppt, um die Dinger dann vor Ort zu backen. Die Schüssel habe ich, daran wurde ich neulich erinnert, nie zurückbekommen. Das macht aber nichts, sie ist in guten Händen.
The Pot Luck Club ist übrigens auch eines meiner Lieblingsrestaurants in Kapstadt. Der Hammer, was die da auf den Tisch zaubern!
Aber zurück zum Thema. Am vergangenen Samstag war wieder Potluck angesagt, das hatten wir gefühlte Monate im Voraus vereinbart, und diesmal gab es auch ein Motto (das von den Gastgebern, die es ausgerufen hatten, dann jedoch kurzerhand köstlich ignoriert haben), nämlich Herbst. Als Vorspeise zauberte Freundin Irene (die leider auf ihren Teamkollegen Gatten verzichten musste, weil die Kinder special care brauchten) ein wunderbar samtiges Selleriesüppchen aus ihrer Thermoskanne, frisch vor Ort wurden noch die Maronen fürs Topping karamellisiert. Das Rezept gibt es gleich hier unten, vorher aber noch kurz zu eine Vorschau auf die restlichen Gänge, die ich dann in den nächsten Tagen verblogge: Hauptspeise war ein (marokkanisches) Huhn mit grünen Oliven & eingelegten Zitronen, und als Nachspeise machte ich mit etwas Lampenfieber Schokoküchlein mit (hoffentlich) flüssigem Kern und einer – hier kommt wieder der Herbst ins Spiel – Granatapfelsoße. Jetzt also auf zum ersten Gang:

Selleriesuppe

SELLERIESUPPE MIT MARONEN
Quelle: Suppen & Eintöpfe
für 6 Portionen
Zutaten:
600 g Knollensellerie
1 große Kartoffel (ca. 180 g)
300 g Staudensellerie
1 Zwiebel
2 1/2 EL Butter
750 ml Gemüsebrühe
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
350 g Sahne
200 ml Cidre (oder Apfelsaft)
80 g Maronen (vakuumverpackt)
1 EL Zucker
Zubereitung:
Knollensellerie und Kartoffel schälen und würfeln. Staudensellerie putzen, abspülen und in Stücke schneiden. Zwiebel abziehen und würfeln. 1 1/2 EL Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Beide Selleriesorten und die Kartoffelwürfel zugeben und kurz mitdünsten. Brühe zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten kochen. Sahne und Cidre zugeben und alles aufkochen lassen. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe mit dem Stabmixer pürieren und durch ein Sieb gießen. Die Maronen grob würfeln. Restliche Butter und Zucker in einer Pfanne schmelzen. Die Maronen zugeben und leicht bräunen (karamellisieren). Zum Servieren die karamellisierten Maronen über die Suppe streuen.
Anmerkung: Irene hat das Verhältnis von Kartoffel und Sellerie etwas zugunsten der Kartoffel verändert, weil sie den Selleriegeschmack sonst zu intensiv findet. Das hat prima funktioniert. Die Sache mit dem „durch ein Sieb gießen“ ist etwas zeitaufwändiger, weil man eben nicht nur einfach gießt, sondern immer wieder etwas nachhelfen muss, aber es lohnt sich geschmacklich aber auf jeden Fall! Und unbedingt bereits geschälte Maronen verwenden, spart Zeit.

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4 Kommentare zu “Der Potluck Club, Teil 1: Selleriesuppe mit Maronen

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