Das „I Quit Sugar“-Müsli

Eines der Kochbücher, das mich in Südafrika am meisten angefixt hat, stammt aus Australien: I Quit Sugar. Unsere Gastgeberin Gia, deren Bald-Mann Carlos Besitzer der Wellness Warehouse-Kette im kaptstädter Raum ist, schwärmte davon. Wellness Warehouse hat das Buch (bislang nur englisch) im Programm und will  Autorin Sarah Wilson demnächst zur Buchpräsentation nach Kapstadt holen. I Quit Sugar ist Rezeptbuch und 8-Wochen-Zucker-Entwöhnungsprogramm in einem. Sarah Wilson, Gesundheits-Coach und prominente Medienfrau (sie war Chefredakteurin der australischen Cosmopolitan, hat die erste Staffel der Kochshow MasterChef Australia moderiert, ist Kolumnistin und hat jetzt einen sehr erfolgreichen Blog), verzichtet seit mehreren Jahren fast vollständig auf Zucker – aus gesundheitlichen Gründen (sie hat eine Autoimmunerkrankung), weil sie das Gefühl hatte, davon abhängig zu sein, und weil sie sich ohne viel wacher, gesünder und klarer fühlt. Warum Zucker „böse“ ist, erklärt sie sehr anschaulich, nicht bis ins letzte Detail, aber fundiert. Das Buch ist optisch toll, die Rezepte sehen überhaupt nicht nach Verzicht aus, sondern sind so wunderbar appetitlich fotografiert, dass ich sofort Lust bekommen habe, sie nachzumachen. Ob ich das Programm durchziehe, weiß ich noch nicht (in der Hardcore-Phase ist noch nicht einmal Obst erlaubt, das schreckt mich etwas ab), aber den Plan, weniger Zucker zu essen, habe ich als Dessert- und Schoko-Junkie schon länger (nicht nur aus gewichtstechnischen Gründen). Bloggerin Katharina von Katharina kocht hat das Programm übrigens schon absolviert, hier schreibt sie darüber.
Das Buch bietet auch einige zuckerfreie süße Alternativen zum Backen und für Desserts. Ich habe es mir vor allem deswegen bestellt, weil Gia so von dem zuckerfreien Himbeer-Nachtisch geschwärmt hat, mit dem sie kürzlich ihre Dinner-Gäste beeindruckt hat.
Mein erster zuckerfrei-Versuch ist ein Müsli, das – wenn man erstmal alle Zutaten beisammen hat – ganz einfach zu machen ist. Im Naturkostladen habe ich alles bekommen, was ich brauchte. Kokosöl, Reissirup, von dessen Existenz ich bislang nichts wusste, und die wundersamen Chia-Samen, von denen ich natürlich schon gehört hatte, die zu besorgen ich aber bislang immer zu faul war. Reissirup und Stevia sind die Zucker-Alternativen, die Wilson benutzt. Reissirup enthält keine Fructose (Fructose ist der eigentliche „Feind“, nicht Zucker per se, wie sie erklärt). Das Müsli? Lecker! Natürlich nicht so süß wie Sarahs leckeres Granola, aber mit Naturjoghurt oder griechischem Joghurt ein feines Frühstück.

ZUCKERFREIES MÜSLI
COCO-NUTTY GRANOLA
Quelle: Sarah Wilson: I Quit Sugar
für ca. 425 g
Zutaten:
175 g Kokoschips
250 g Mandeln, Cashews, Pecannüsse, Walnüsse, Kürbiskerne, grob gehackt (nur eine Sorte, oder mehrere gemischt)
2 EL Chia-Samen
1 TL Zimtpulver (wer mag)
80 – 100 g Kokosöl oder Butter, geschmolzen
3 TL Reissirup (optional)
200 g Haferflocken (optional)
Zubereitung:
Den Ofen auf 120 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Alle Zutaten vermischen, dann auf dem Blech ausbreiten. 15-20 Minuten backen, bis die Masse goldraun ist (hat bei mir etwas länger gedauert, vielleicht beim nächsten Mal mehr Hitze), dabei nach der Hälfte der Zeit einmal durchmischen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Anmerkung: Wenn man die Haferflocken dazu nimmt, braucht man etwas mehr Öl/Butter und Reissirup.

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12 Kommentare zu “Das „I Quit Sugar“-Müsli

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