Geguckt, geklickt, gelesen

Diese Woche war es so still hier, entschuldigt. Irgendwie kam ich vor lauter Arbeit nicht dazu. Aber so viel Zeit muss jetzt sein, um zumindest mal kurz von den schönen Bücher, Filmen und Websites zu schwärmen, die mir gerade so über den Weg laufen:

*Ich entdecke immer mehr meine Liebe zum Dokumentarfilm. Finding Vivian Maier hat mich diese Woche sehr begeistert, ein Film über eine zu Lebzeiten völlig unbekannte Fotografin (sie verdiente ihr Geld als Kindermädchen) in den USA. Ein junger Historiker, der Fotos aus ihrem Nachlass ersteigerte, machte sich auf Spurensuche. Bei Spiegel Online hatte ich schon vor einer Weile darüber gelesen.

*Seit ich diese Filmkritik gelesen habe, will ich auch unbedingt den Doku-Film Vom Ordnen der Dinge sehen. Wobei ich gar nicht weiß, ob der noch läuft, er startete nämlich schon Ende Mai.

*Ja, ein Buch, in dem regelmäßig und unverkrampft Worte wie „Pupsen“ und „Kacken“ vorkommen, kann lesenswert sein (und auf der Bestsellerliste stehen). Geschrieben hat es ja auch kein Kindergartenkind, sondern eine sehr sprachgewandte Medizinerin. „Darm mit Charme“ von Guilia Enders liest sich wirklich gut, und man lernt eine Menge über sein Innenleben. Nochmal Spiegel Online: Die haben ein lesenswertes Interview mit Giulia Enders geführt.

*Klatschpresse und Promi-News gehören für mich als Journalistin ja irgendwie zur Pflichtlektüre, aber manchmal frage ich mich schon, warum mich das Leben von wildfremden Menschen so brennend interessiert. Ganz so weit wie US-Autorin Rachel Bertsche bin ich aber noch nicht: Die schildert in ihrem Buch „Jennifer, Gwyneth & Me“ ihr ganz eigenes Promi-Projekt: Ähnlich wie Gretchen Rubin mit ihrem Happiness Project, versucht Bertsche, ihr Leben zu verbessern. Aber nicht wie Rubin, indem sie sich an der Forschung orientiert, sondern indem sie sich Stars zum Vorbild nimmt: gesund essen wie Gwyneth Paltrow, Sport treiben wie Jennifer Aniston und eine tolle Beziehung führen wie Jennifer Garner, das hat sie vor. Das liest sich unterhaltsam, und man erfährt auch einiges Interessantes über die Celebrity-Kultur, auch wenn man bei weitem nicht so viele gute Tipps mitnimmt mit wie beim Happiness Project. Zwischendurch schildert Bertsche auch noch, wie sie und ihr Mann vergeblich versuchen, ein Kind zu bekommen. Das fand ich anfangs etwas befremdlich und zu intim, am Ende ergibt es aber doch einen Sinn (Spoiler: als sie überlegt, welches Frauenbild sie ihrer Tochter vermitteln möchte).

*Tina Fey ist eine lustige Frau. Sie war Gagschreiberin bei Saturday Night Life, Erfinderin und Hauptdarstellerin der Serie „30 Rock“ und ist eine versierte Sarah Palin-Imitatorin. In Deutschland kennt man sie vermutlich am ehesten aus dem Film „Date Night“. Ihre Memoiren „Bossypants“ habe ich gern gelesen, auch wenn mir der rote Faden der (wirklich witzigen) Anekdoten aus ihrem Leben nicht immer ganz klar war.

*Drehbuchautor Dustin Lance Black (hat z.B. „Milk“ geschrieben) schildert in diesem 7-minütigen Video seinen Arbeitsprozess. Fand ich sehr spannend!

*Zwei junge New Yorkerinnen, die in L.A. nach dem spirituellen Sinn des Lebens suchen: Die Web-Serie Be Here Nowish macht mir Spaß.

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