Lieblingsmomente in San Francisco

Mr. B und ich sind dem Münchner Winter entflohen. Bei sonnigen 20 Grad haben wir die letzten vier Tage in San Francisco verbracht. 70000 Schritte später (sagt der Schrittzähler) sind wir hundemüde, aber sehr happy. „Es macht einen Unterschied, wenn die Bewohner einer Stadt ihre Stadt lieben. Das tun wir! Anders als die New Yorker“, sagte eine Verkäuferin, mit der wir ins Gespräch kamen. Das kann man spüren. So viel gute Vibes wie in San Francisco habe ich selten erlebt. Meine Highlights:

  • Fitness-Freaks bewundern: Ein skurriler Anblick: Wir haben nicht schlecht gestaunt, als bei einer Kaffeepause beim Dynamo Kaffeekiosk am Yachthafen plötzlich eine ganze Horde joggender Frauen mit Kinderwagen um die Ecke bog. Baby bootcamp nennt man so etwas wohl, oder auch „stroller fitness“. In einer stillen Ecke machten sie dann schweißtreibende Übungen mit allerlei Gerätschaften, bevor sie erneut eine Runde um das Gelände drehten. Überhaupt, die Jogger: So viele rennende Menschen wie hier in San Francisco habe ich selten gesehen. Überall, zu jeder Zeit. Und das trotz all der Hügel!
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  • Bücher finden: Eine nette Geste: Beim Buchladen Dog Eared Books im Mission District steht eine Kiste mit ausrangierten Büchern, aus der man sich umsonst bedienen darf. Und in Nob Hill haben wir einen „Automaten“ entdeckt, in dem man Bücher deponieren und finden kann.Buchautomat
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  • Mit den Locals trinken: Die Bar International Sports Club (1000 Columbus Avenue) war eine Empfehlung von einer Mitarbeiterin des Fahrradverleihs bei Blazing Saddles und ein echter Hit. An den Wänden flattern fröhlich 1 Dollar-Noten, das restliche Interieur ist ziemlich abgeranzt, aber viele Locals kommen immer wieder gern hierher. Zum Billardspielen oder Quatschen. „Touristen sind hier normalerweise nicht“, sagte Amerikaner Travis, den wir mit seinem Kollegen Zack an der Bar kennenlernten. Zack machte uns mit dem „Red Eye“ bekannt: Eine Mischung aus Bier und Tomatensaft. Vielleicht so benannt, weil er gern auf „Red Eye“-Flügen (also denen spät nachts, nach denen man mit rotgeränderten Augen ankommt) gemischt wird? Nicht so ganz mein Geschmack, aber nunja.
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  • Tipps bekommen: Wann immer wir mit Leuten in San Francisco ins Gespräch kamen, bekamen wir neue tolle Anregungen für unseren Besuch: Die Foodtrucks von Off the Grid, die sich an unterschiedlichen Orten in der Stadt versammeln. Das Restaurant Radish im Mission District. Oder auch der scharf-süße Cocktail „Pasión“ mit Chili-Tequila („Habanero infused“), Passionsfrucht und Limette im Tacolicious (741 Valencia Street) im Mission District waren Empfehlungen von freundlichen Fremden.
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  • Die Golden Gate Bridge radeln: San Francisco ohne die Golden Gate Bridge? Unvorstellbar. Wir haben sie bei einer Tour mit Blazing Saddles auf dem Fahrrad überquert und sind dann weiter nach Sausalito geradelt.
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  • Durchs Foodie-Paradies schlendern: Beim Ferry Building am Embarcadero starten nicht nur die Fähren nach Marine County, innen drin gibt es auch jede Menge schicker Delikatessen-Lädchen. Ob Honig oder Fleisch, Schokolade oder kale chips, hier gibt es Leckeres zu entdecken.
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  • Nicht auf die Uhr schauen: Viel zu oft habe ich auf Reisen eine (viel zu umfangreiche) To-Do-Liste im Kopf. Um so schöner ist es dann, die einfach mal zu vergessen und ziellos umherzustreifen. Im Mission Distrikt zwischen Guerrero, Valencia und Mission Street kann man stundenlang umherlaufen und entdecken. Super fand ich zum Beispiel Fayes Video & Espresso Bar (3614 18th Street), eine Mischung aus Kaffee und Videothek – genial. Und immer wieder kunstvoll-crazy Wandbilder (murals).
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  • Einen Abstecher am Fisherman’s Wharf machen: Der Fisherman’s Wharf mit den berühmten Robben, die am Pier 39 herumlümmeln und seinen zahlreichen Geschäften ist natürlich eine echte Touristenfalle (das Krebsfleisch-Sandwich für 17 Dollar? Nein, danke). Aber man kann hier auch mit wenig Geld viel Spaß haben: Im Musée Méchanique (Pier 45, am Ende der Taylor Street) reicht oftmals schon ein Vierteldollar (Quarter). In dem skurrilen „Museum“ (der Eintritt ist frei) finden sich zahlreiche historische Spielautomaten, Fotoautomaten und mechanische Wahrsagerinnen, die man für ein paar Münzen benutzen darf. Zum Beispiel eine Pinball Machine von 1962 oder ein elektrisches Klavier von 1910.
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  • Tacos essen: Wenigstens einmal muss man Mexikanisch essen, wenn man in San Francisco ist. Hier wurde schließlich – im Misson District – der Mission Burrito erfunden (in München kann man den übrigens sehr gut bei der Burrito Company essen). Und wenn man jemanden fragt, wo es den besten Burrito gibt, schicken einen alle zu El Farolito (2779 Mission Street, Ecke 24th Street). Das ist eine ziemliche Kaschemme, aber immer rappelvoll, und der Burrito groß wie mein Unterarm. Fast noch besser geschmeckt haben mir aber die Tacos Al Pastor (mit Schweinefleisch und Ananas). Sehr lecker waren auch die Tacos zu später Stunde in North Beach bei Pistos Tacos.
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Danke, San Francisco, schön war’s! Und jetzt: Maui. Wir sind noch 4000 Kilometer weiter westlich geflogen und wollen sehen, was Hawaii so alles zu bieten hat…
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