10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Bei diesem herrlichen Wetter gut drauf zu sein, ist wirklich nicht schwer. Noch ein paar andere Dinge, die mir diese Woche ein Lächeln ins Gesicht zaubern:

  • Die Sonne. Ja, sie muss noch einmal genannt werden, weil sie heute so wunderbar ist, dass ich am liebsten den ganzen Tag im Straßencafé sitzen und Eis essen möchte. Tue ich nicht, aber man wird ja noch träumen dürfen…
  • Schuhe kaufen. Auch wenn ich sonst eher ungern (Klamotten & Co) gehe: So herrliches Wetter rechtfertigt doch einen Sandalen-Kauf, oder?
  • Kirschblüten. Sind sie nicht einfach wunderschön? Schade, dass sie immer so schnell wieder verblüht sind.
  • Der Geruch von frischem Bärlauch, wenn man durch den Englischen Garten radelt. Hier gibt es ein leckeres Rezept dazu vom letzten Jahr.
  • Das Buch Lady Bag von Liza Cody. Ich hatte es schon länger auf meinem Kindle, jetzt erst geöffnet – und verschlungen. Eine solch skurrile Protagonistin habe ich noch nie erlebt: Sie ist verbittert, obdachlos, Alkoholikerin und traut niemandem außer ihrer Hündin Electra. Und hat eine ganz eigene, schrullige Art, das Leben zu betrachten und zu beschreiben. Als sie zufällig ihren ehemaligen Liebhaber wiedersieht, den  „Teufel“, der einer der Gründe dafür ist, dass sie auf der Straße lebt, nimmt ihr Leben eine Wende. Ein Roadmovie in den Straßen Londons, auch eine Art Krimi. Traurig und hoffnungsvoll zugleich. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen. Ob die herrlichen Wortkreationen (wie „Momster“, eine Mischung aus Mom und Monster) im Deutschen erhalten geblieben sind?
  • Ein Ohrwurm. Lange nicht gehört, aber gleich wieder in ihn verliebt: Henry Macinis „Baby Elephant Walk“. Hier gibt es zum Beispiel ein Video dazu.
  • Ingolstadt entdecken. Am Wochenende hat uns ein Freund durch „seine“ Stadt geführt – und uns jede Menge Cafés und Bars empfohlen, in die er gerne geht: Die Bar Due am Münster für einen Feierabenddrink, The Golden für Burger in hipper Atmosphäre, die Bar Centrale für exzellenten Café und Italo-Schlager und das Café Tagtraum für immer wieder.
  • Newsletter. Vielleicht ein bisschen altmodisch, sich in Zeiten von Facebook, Twitter und WhatsApp noch Nachrichten in sein E-Mail-Postfach schicken zu lassen – aber ich mag das. Ich mag schön zusammengestellte („kuratierte“, sagt man heute, oder?) Sammlungen, die meinen Horizont erweitern, mich an Ecken (des Internets) führen, auf die ich sonst nie gekommen wäre. Zum Beispiel den wöchentlichen Newsletter von US-Autor und Kreativ-Guru Austin Kleon und die Zitate aus ausgewählten Artikeln der Sonntagsausgabe der New York-Times, die Matt Thomas jede Woche verschickt. Oder den mentorless-Newsletter, der sich an Filmemacher und Drehbuchautoren richtet. Diese drei sind auf englisch, aber einen deutschen Favoriten habe ich auch: Obwohl ich in München lebe, mag ich den täglichen Berlin-Newsletter „Checkpoint“ von Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt, weil er informativ, lustig und bissig ist. Und tolle Restaurant-Tipps hat!
  • Mark Duplass. Den amerikanischen Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur (ergo: Filmemacher) verehre ich, seit ich ihn in dem herrlich skurrilen und schmerzhaft ehrlichen Film „Humpday“ vor Jahren auf dem Münchner Filmfest gesehen habe. Man kennt ihn vielleicht auch aus Indie-Filmen wie „Safety Not Guaranteed“ (auf „deutsch“ unter dem Titel „Journey of Love“ veröffentlich) oder „Meine beste Freundin, ihre Schwester und ich“ (der Titel so lala, der Film super!). Er hat jetzt die Serie „Togetherness“ für HBO kreiert (auf die wir in Deutschland wohl leider noch eine Weile warten müssen. Der Trailer sieht auf jeden Fall schon mal vielversprechend aus. Sein Bruder Jay, mit dem er viel zusammenarbeitet, ist gerade in der hochgelobten Web-Serie Transparent zu sehen (über Amazon auch in Deutschland). Und für Filminteressierte: Auf dem Festival South by Southwest in Austin, Texas, hat Mark Duplass einen spannenden Vortrag gehalten. Er erzählt von seinem Werdegang und wie man als junger Filmemacher einen Einstieg ins Business findet. Und ganz am Ende verrät er, wie er die „this is no good“-Stimme umgeht, wenn er Drehbücher schreibt.
  • Noch ein Buch: „Her“ von Harriet Lane (bislang nur auf englisch). Unheimlich, aber unheimlich fesselnd, ist es zu lesen, wie sich eine erfolgreiche Künstlerin in das Leben einer jungen, überforderten Mutter einschleicht, die sie von früher kennt – die sich aber nicht an sie erinnert. Was die beiden miteinander verbindet, erfährt man erst sehr spät. Schwer zu beschreiben, was für ein Genre das eigentlich ist? Ein milder Thriller vielleicht, mit sehr klugen psychologischen Beobachtungen.

 

 

 

 

 

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Ein Kommentar zu “10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

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