Meatfree Monday: Reisküchlein mit Sellerie-Kapern-Safran-Salsa

Auch heute habe ich hier wieder ein Resteessen (oder schreibt man das, der Lesbarkeit halber, besser Reste-Essen?). Diesmal gibt es „Gebratene Reisküchlein mit Sellerie-Kapern-Safran-Salsa“ à la Yotam Ottolenghi, mit denen er Reisreste kreativ aufbraucht. Das Rezept habe ich in seiner Kolumne auf Spiegel Online gefunden. Das Highlight ist dabei die Salsa, eine herrlich wilde Aromen-Mischung, wie man sie von Ottolenghi kennt und liebt (ich habe hierhier und hier schon Rezepte von ihm nachgekocht). Für meinen Geschmack hätte es davon ruhig noch etwas mehr sein können – also gerne mit mehr Selleriestangen verlängern. Und vielleicht ein bisschen weniger Öl nehmen, denn damit ist Ottolenghi ja immer sehr großzügig. Ich habe zum Dressing noch etwas Zitronensaft hinzugefügt, die Säure hat mir gut gefallen, vor allem als Kontrast zu den süßen Rosinen in der Salsa. Wer keinen Safran hat, kann darauf auch verzichten, das würde, glaube ich, nicht weiter auffallen. Keinesfalls verzichten sollte man aber auf frische Petersilie, die ist einfach super in der Mischung. Überhaupt, ist frische Petersilie nicht einfach immer genial? Die Küchlein sind im Vergleich zur Salsa fast ein wenig fad, da kann man gut noch mit Gewürzen experimentieren. Aber diese Bratlinge spielen kulinarisch hier ja auch nicht die Hauptrolle, sondern dienen, wie gesagt, vor allem dazu, Reisreste aufzubrauchen. Anstelle von Basmati, so Ottolenghi, eignet sich übrigens auch gut Risotto- oder klebriger Asia-Reis.

GEBRATENE REISKÜCHLEIN MIT SELLERIE-KAPERN-SAFRAN-SALSA
Quelle: Spiegel Online
für 8 Küchlein (3-4 Personen)
Zutaten: 
Reisküchlein:
400 g gekochter Basmatireis (150 g ungekocht)
75 g grob geriebener Parmesan
100 g griechischer Joghurt
2 geschlagene Eier
2 EL Olivenöl
Salz und weißer Pfeffer
Sellerie-Kapern-Safran-Salsa:
75 ml Olivenöl (oder weniger, ich fand es etwas zu viel)
4 Selleriestangen, geschnitten in 1-Zentimeter-Würfel (180 Gramm); die Blätter entfernen, aber zum Garnieren aufbewahren
30 g grob gehackte Pinienkerne (alternativ: Mandelstifte)
40 g Kapern, dazu 2 Esslöffel der Salzlake
10 große grüne Oliven (40 g), entkernt und in 1-Zentimeter-Würfel geschnitten
Eine gute Prise Safran, vermischt mit einem Esslöffel heißem Wasser
1 1/2 Teelöffel Weißweinessig
1/2 Teelöffel Streuzucker
100 g Rosinen, für 10 Minuten in warmes Wasser gelegt
20 g gehackte Petersilie
1 EL fein geriebene Zitronenschale
1 zerkleinerte Knoblauchzehe
Saft einer halben Zitrone (wer mag, habe ich noch hinzugefügt)
Zubereitung:
Für die Salsa das Olivenöl bei hoher Hitze in eine große Bratpfanne geben. Sellerie und Pinienkerne (oder Mandelstifte) hinzufügen und für vier bis fünf Minuten unter häufigem Rühren anbraten, bis die Nüsse braun werden. Vom Herd nehmen und Kapern, Lake, Oliven, Safranwasser, Essig und Zucker hinzugeben. Die Rosinen aus dem Wasser nehmen und mit Petersilie, Zitronenschale, Knoblauch und einer Prise Salz ebenfalls hinzugeben. Umrühren und warmhalten – oder abkühlen lassen und bis zum Gebrauch in den Kühlschrank stellen. Alle Zutaten für die Reisküchlein – abgesehen vom Öl – in eine mittelgroße Schale geben und 0,5 Teelöffel Salz und 0,25 Teelöffel weißen Pfeffer hinzufügen. Gut durchmischen und dann zu acht Bratlingen formen. Jeder sollte etwa 80 Gramm wiegen, einen Durchmesser von sieben Zentimetern und eine Dicke von einem Zentimeter haben. Einen Esslöffel Olivenöl in eine große antihaftbeschichtete Bratpfanne gießen und den Herd auf mittlere Hitze einstellen. Wenn das Öl heiß ist, vier Bratlinge in die Pfanne legen und für acht Minuten anbraten. Nach vier Minuten umdrehen, damit beide Seiten knusprig und braun werden. Die fertigen Bratlinge auf einen mit Küchenpapier bedeckten Teller legen und warmstellen, bis die vier anderen Küchlein fertig gebraten sind. Den verbleibenden Esslöffel Olivenöl nach Bedarf in die Pfanne geben. Die Küchlein bis zum Verzehr warmhalten. Die warmen Reisküchlein auf Teller verteilen und die Salsa mit einem Löffel darüber geben. Mit Sellerieblättern bestreuen, wenn es welche gibt – fertig, servieren.

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