Sonntagsbäckerei: Cynthia Barcomi’s Cinnamon Rolls

In letzter Zeit ging es hier auf dem Blog sehr gesund zu, habe ich beim Durchsehen meiner letzten Beiträge festgestellt. Vegan, glutenfrei, zuckerfrei – alles gut, ich probiere gern Dinge aus. Aber damit das Ganze nicht zu dogmatisch wird, und damit auch die neuen Leser wissen, woran sie hier sind (willkommen!, schön, dass ihr da seid), kommt hier mal wieder ein Werk, das so gar nichts von alldem ist: Weizenmehl ist drin, Milch auch (die zu Unrecht in letzter Zeit ein so schlechtes Image hat, wie Jenny Hoch kürzlich in der Süddeutschen Zeitung schrieb), Ei, Zucker… Das Ergebnis ist perfekt für ein spezielles Sonntagsfrühstück: süße, fluffige Zimtschnecken.
Noch ein origineller Bestandteil: Kartoffelpüree, und zwar nicht das aus der Tüte, sondern selbstgemacht. Das macht den Hefeteig besonders luftig, verspricht Cynthia Barcomi. Stimmt auch, und rausschmecken kann man die Kartoffel(n) am Ende überhaupt nicht mehr. Am besten schmecken die Zimtschnecken noch warm, frisch aus dem Ofen.

CINNAMON ROLLS
Zimtschnecken
Quelle: Cynthia Barcomi’s Backbuch
Für ca. 12 Stück
Zutaten:
Flüssige Zutaten:
125 ml Kartoffelpüree
60 g weiche Butter
1 großes Ei
125 ml Milch, Zimmertemperatur
125 ml Buttermilch
Trockene Zutaten:
650 g Mehl
35 g Zucker
3/4 TL Salz
40 g Rosinen
1 Würfel frische Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe)
Füllung:
2 EL Sirup (CB empfiehlt Zuckerrübensirup wie Grafschafter Goldsaft, ich habe Ahornsirup genommen)
60 g Butter
1 EL Zimt
4 EL Zucker
Glasur:
2 EL Milch
70 g Puderzucker
Zubereitung:
Zunächst das Kartoffelpüree herstellen: Dazu ca. 125 g Kartoffeln schälen, in Wasser weichkochen, abgießen und mit einer Gabel zerdrücken, bis der Brei glatt ist. Dann die Butter unterrühren, so lange der Brei noch warm ist. Dann Ei, Milch und Buttermilch dazugeben. Die Hefe dazugeben und gut vermischen. Alle trockenen Zutaten in einer großen Rührschüssel vermischen. Die flüssigen zu den trockenen Zutaten geben, mit dem Handmixer (Knethaken!) alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig dann noch einmal mit den Händen etwa 5 Minuten auf der Arbeitsplatte durchkneten, bis er weich und elastisch ist. Die Rührschüssel ein wenig einbuttern und den Teig zurück hineinlegen. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Inzwischen den Ofen auf 190 Grad vorheizen und die Füllung vorbereiten: Sirup und Butter zusammen schmelzen, z.B. in der Mikrowelle oder in einem kleinen Topf auf dem Herd. Zimt und Zucker mischen. Boden und Seiten einer Springform einbittern (sie sollte 26 cm Durchmesser haben – meine war 28 cm, das hat aber auch gut funktioniert).
Wenn der Teig lange genug gegangen ist und sich etwa verdoppelt hat, kurz zusammenkneten, dann aus der Schüssel nehmen und auf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen. Ca. 2 cm dick, sodass ein Rechteck von ca. 35 cm Länge und 30 cm Breite entsteht.
Mit dem Buttersirup einpinseln, am Rand jeweils 1 cm fei lassen. (Anmerkung: Ich hatte danach so ziemlich viel Buttersirup übrig. Damit habe ich die Schnecken bepinselt, bevor ich sie in den Ofen geschoben habe.) Mit einem großen Löffel den Zimtzucker gleichmäßig großzügig über dem Sirup verteilen. Den Teig vom vorderen Ende her (die längere Seite) gleichmäßig und fest aufrollen, wie einen Teppich. Mit einem scharfen Messer 3-4 cm dicke Scheiben abschneiden und dicht nebeneinander in die Springform legen. Sie sollten gerade so alle miteinander hineinpassen. Die Cinnamon Rolls noch mal 30 Minuten gehen lassen und dann etwa 30 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Wichtig: Auf einem Backblech, nicht dem Gitter in den Ofen schieben, denn es könnte sein, dass etwas Butter ausläuft, und das qualmt dann fürchterlich. Ich habe es ausprobiert, nicht schön.
Nach dem Backen die Schnecken 10 Minuten auskühlen lassen, dann aus der Form nehmen. Wer mag, beträufelt sie dann, vor dem Zerteilen in einzelne Schnecken, noch mit der Glasur. Ich habe darauf verzichtet, fand sie auch ohne Topping süß genug. Möglichst frisch essen!

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4 Kommentare zu “Sonntagsbäckerei: Cynthia Barcomi’s Cinnamon Rolls

    • Cynthia Barcomi ist eine Amerikanerin, die in Berlin lebt, insofern hat das Rezept vielleicht einen deutschen „Touch“ bekommen. Wobei, den Zuckerguss, den sie vorschlägt, habe ich einfach weggelassen 😉

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