Sonntags-Gulasch

Seit einiger Zeit ist unser Gefrierfach voller Rindfleisch. Gulasch, Hackfleisch, Suppenfleisch, Steak, und, und, und. Katharina von Valentinas-Kochbuch.de hatte nämlich auf Facebook von der Website kaufnekuh.de geschwärmt, über die man Fleisch von „glücklichen“ Kühen ordern kann, portionsweise verpackt und gefroren. Super Sache, dachte ich. Wenn schon Fleisch essen, dann doch bitte mit gutem Gewissen. Und so haben Mr. B und ich dann auch eine Fuhre Fleisch bestellt – und an der essen wir jetzt bereits seit Monaten. Die Steaks waren natürlich als erstes weg, aber auch mit dem Gulasch, das hier in den Topf gewandert ist, waren wir sehr happy. Dieses Szegediner Gulasch, nach einem Rezept von Elisabeth Raether aus ihrer Wochenmarkt-Kolumne im ZEIT Magazin, ist wirklich perfekt für einen Sonntag (oder Feiertag – wir habe es Weihnachten zuerst ausprobiert): Man schnippelt ein bisschen Fleisch, Paprika und Zwiebel, brät alles an und lässt es dann mit ordentlich Gewürzen und Sauerkraut schmoren. Während es vor sich hinköchelt, liest man gemütlich die Zeitung oder ein Buch, und wenn man dann so richtig Hunger hat, ist es fertig. Perfekt. Bislang mochte ich die Szegediner Gulasch-Variante (nämlich die mit Sauerkraut) nicht, aber vermutlich war einfach nie lang genug gekocht. Wenn es so richtig mürbe gekocht ist, so wie hier, schmeckt es einfach herrlich. Habt einen gemütlichen Sonntag!

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SZEGEDINER GULASCH
Quelle: ZEIT Magazin, Wochenmarkt
für 4 Portionen
Zutaten:
Sonnenblumenöl (oder ein anderes neutrales Pflanzenöl)
600 g Rindergulasch
400 g rote Paprika
1 Zwiebel
250 ml Wasser (oder Rotwein, nach Belieben)
1 Dose geschälte Tomaten (400 g, von mir hinzugefügt)
eine Prise Salz
1 TL Kümmel (1/2 reicht, finde ich – bin nicht so der Kümmel-Fan)
1 TL mildes Paprikapulver (bei mir: scharf!)
1 TL biber salçası (Paprikamark, eine leicht säuerliche Paste, die man im türkischen Supermarkt bekommt. Ich habe stattdessen Sumach verwendet)
1 Lorbeerblatt
300 g Sauerkraut aus dem Beutel (oder der Dose)
1 Becher Schmand
Zubereitung:
Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Die Paprika waschen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden, die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen. Das Fleisch darin kurz anbraten, aus dem Topf nehmen, beiseitestellen. Im verbliebenen Fett in Paprika und Zwiebel anschwitzen, umrühren, damit nichts anbrennt. Mit Wasser und/oder Rotwein ablöschen. Salz, Kümmel, Paprikapulver, Paprikamark (oder Sumach oder weglassen), Lorbeer und das angebratene Fleisch dazugeben. Sauerkraut abtropfen lassen, in den Topf geben. 2 Stunden (oder länger, je nachdem, wie weich das Fleisch schon ist) bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Wer mag, nimmt 20 Minuten vor Ende den Topf ab, um die Soße noch etwas dicker einkochen zu lassen. Mit Schmand und  vielleicht ein paar Pellkartoffeln servieren. Oder einfach pur essen.

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2 Kommentare zu “Sonntags-Gulasch

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