Sonntagsbäckerei: So eine Art Bananenbrot

Huch! Da wurde aus einer kurzen Sommerpause doch tatsächlich eine fast dreimonatige Auszeit. Viel Arbeit und ein wenig Ratlosigkeit, was ich hier eigentlich mache, was ich eigentlich will mit diesem Blog, waren wohl die Gründe dafür. So ganz weiß ich immer noch nicht, wie „Frau Lehmann“ in Zukunft aussehen soll, aber irgendwie will ich doch, dass es weitergeht. Außerdem schrieb mir eine Leserin, dass ich vermisst werde. Das tat gut.
Aber bevor dieser Post gar nicht fertig wird, weil ich ihn immer wieder umschreibe und lösche, halte ich ihn lieber kurz und komme endlich zum Rezept, das den heutigen Aufmacher bildet: Ein Rezept aus dem sehr schönen und umfangreichen I Quit Sugar. Simplicious von Sarah Wilson, das ich Anfang des Jahres aus dem Urlaub in Australien mitgebracht hatte. Mal wieder ein Bananenbrot (hier und hier habe ich bereits welches gemacht), diesmal ein zuckerfreies. Wir hatten mal wieder zwei schrumpelige Bananen übrig, die ich nicht wegwerfen wollte, und genau so viele braucht man für dieses Rezept. Außerdem mit drin: Pastinaken. Ein schönes Wintergemüse, das ich viel zu selten esse. Den Rest gab’s anschließend als Püree.
Und das Bananenbrot? Lecker, bananig, wenig süß, aber ein bisschen feucht, auch nach verlängerter Backzeit. Vielleicht hilft es, während des Backens mit einem Spieß ein paar Löcher hineinzustechen, damit die Flüssigkeit entweichen kann. Das würde ich beim nächsten Mal ausprobieren. Aber wenn man es scheibenweise auftoastet, geht es auch so.

EINE ART BANANENBROT
Not quite banana bread 
Quelle: Sarah Wilson: I Quit Sugar. Simplicious
Zutaten:
2 große, sehr reife Bananen
150 g geraspelte Pastinaken
4 Eier
75 g Kokosnussöl
3 EL Kokosmilch
1 1/2 TL Zimt, gemahlen
1/2 TL Ingwer, gemahlen
1/2 TL Muskat, gemahlen
1/2 TL Piment, gemahlen
1/2 TL Vanille, gemahlen (gibt’s z.B. im Bioladen)
3 TL Chia-Samen, eingerührt in 250 ml Wasser, 10 Minuten stehenlassen
55 g Kokosmehl (ich habe Kokosraspel genommen)
4 EL Buchweizen- oder Quinoa-Mehl
1 1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine kleine Kastenform einfetten und mit Backpapier auslegen. (Sarah Wilson verwendet eine 23 x 13 cm große, meine ist nur 21 x 13 cm, daher habe ich noch zwei kleine Muffins extra gemacht. Beim nächsten Mal würde ich aber evtl. die nächstgrößere, 30 x 13 cm nehmen, so dass das Brot nicht ganz so hoch ist aber vielleicht besser durchbackt.)
Die Bananen, Pastinaken-Raspel, Eier, Kokosöl, Kokosmilch und Gewürze in einer Küchenmaschine zu einer weichen Masse pürieren. Anschließend die Chia-Pampe hinzufügen und kurz untermixen. Dann alles in eine Schüssel umfüllen und schnell Mehl, Backpulver und Salz unterheben. In die Kastenform geben und 1 Stunde backen. Evtl. nach 45 Minuten mit Backpapier abdecken, falls das Bananenbrot zu schnell braun wird. Mit einem Holzspieß kontrollieren, ob es durch ist. (Wie gesagt, ich würde evtl. zwischen durch das Brot anpieksen, damit die Flüssigkeit entweichen kann). Aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.
Im Kühlschrank aufbewahren oder scheibenweise einfrieren.
Anmerkung: Wer mag, dekoriert das Brot vor dem Backen mit Pastinakenscheiben. Sarah Wilson nimmt außerdem „Activated Groaties“ zum Verzieren, also Buchweizen-Körner, über Nacht eingeweicht und anschließend im Ofen bei 50 Grad ca. 8 Stunden getrocknet.

 

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2 Kommentare zu “Sonntagsbäckerei: So eine Art Bananenbrot

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