10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Insgesamt eine eher durchwachsene Woche – umso mehr brauche ich gerade diese kleinen Highlights, die die Stimmung heben:

  • Morgens mit einer Liedzeile im Kopf aufwachen. Und dann den ganzen Tag einen Ohrwurm herumtragen. Zuletzt „Some people wanna fill the world with silly love songs. What’s wrong with that?“ (Paul McCartney)
  • Radio hören. Internetradio, um genau zu sein. Morgens am liebsten PULS (München, „Das junge Programm des Bayerischen Rundfunks“), abends am liebsten WFUV (New York) oder KCRW – Eclectic 24 (Santa Monica). Und samstags auf radioeins (vom rbb) erst „Die Profis“ (ab 9 Uhr), dann „Zwölf Uhr mittags“ (ab 12, na klar), das Filmmagazin.
  • Ins Kino gehen. Zum draußen sitzen ist es abends zur Zeit ja zu kalt (und nass), also lieber in den warmen Kinosaal. Am Dienstag habe ich „Dating Queen“ gesehen, gestern „Taxi Teheran“. Und wenn das Wetter es wieder zulässt, will ich unbedingt bald wieder draußen sitzen. Gerne wieder beim Restaurant Ksara (Haimhauser Straße 7), wo wir kürzlich mit dem Dinnerclub köstliche libanesische Vorspeisen gegessen haben.
  • Spazierengehen. Nach dem Mittagessen eine Runde um den Block drehen? Super! Vor allem, weil ich mich zum Sport gerade überhaupt nicht aufraffen kann.
  • Zum Essen eingeladen werden. Nicht ins Restaurant, sondern nach Hause. Gestern Abend hat mich eine Freundin bekocht – wie toll ist das denn?! Da bekomme ich auch selbst wieder Lust, Gastgeberin zu sein. Das herbstliche Wetter (das ja bald wieder vorbei sein soll) animiert zum Zuhausebleiben.
  • Eine Neuentdeckung. Ich bin gerade über den hübschen Food- und Wohlfühlblog Carrots for Claire gestolpert. Nachkochen will ich unbedingt bald zum Beispiel den Rote Linsen One-Pot mit Spinat. Bald gibt es auch ein Kochbuch dazu: „Gesund kochen ist Liebe“ (ab 29.9.).
  • Eine Einladung. Per Post, wie toll. Auf diese Geburtstagsfeier freue ich mich jetzt schon. Vor allem, weil als Geschenkewunsch draufsteht: „Eine Einladung in dein Lieblingscafé“ – was für eine super Idee!
  • To-Do-Listen schreiben. Aber nicht mit unangenehmen Dingen, sondern mit schönen. Ich liste zum Beispiel gerade auf, welche Cafés und Restaurants ich in München unbedingt bald mal besuchen möchte: Z.B. das Café Clara (Isabellastraße 8), wo es laut meiner Freundin K. den besten Kuchen Münchens gibt, das Café Morso (Nordendstraße 17) und die Cantine Cantona (Schellingstraße 27)
  • Nicht in den Urlaub fahren. Zumindest jetzt nicht. Denn um mich herum fahren sie gerade alle weg und das genügt mir. Ich genieße es, jetzt hier zu sein und freue mich auf:
  • Kleine Fluchten. Heute fahre ich nach Salzburg, um meinen Liebsten dort abzuholen, dann steht noch ein Trip nach Wiesbaden an, um eine spannende Designerin zu interviewen – solche Trips machen mir Spaß. Meine Freundin V. schwärmte gerade sehr von einem kurzen Wochenende in Freiburg, und ich würde unheimlich gern mal nach Tübingen fahren. Langweilig wird es also bestimmt nicht so bald langweilig.
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10 Gründe, warum ich München liebe

Dies ist kein normaler Post. Er ist vielmehr eine Art „Happy Birthday to us“. Ich bin Mitglied der Ironblogger München. Deren Motto lautet: „Mia san Blogger und mia meng Bier.“ Jawoll. Weintrinker wie ich werden aber auch toleriert, sie müssen bloß – wie alle anderen – jede Woche einen Blogpost schreiben – oder andernfalls in die Gemeinschaftskasse zahlen. Die wird dann irgendwann verflüssigt (in besagtes Bier oder Wein). Anlässlich unseres zweijährigen Bestehens haben wir eine Blogparade gestartet. Jeden Tag im Juli schreibt ein anderer Ironblogger über das Thema „München“. Wie man das Thema auslegt, bleibt jedem selbst überlassen.
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Gestern hatte Nicole von revvet Sieben Tipps für Münchner Tierfreunde. Morgen geht das Staffelholz weiter an Irene vom maxvorstadtblog. Und ich nähere mich heute meiner Wahlheimat in Form einer meiner 10er-Listen an. Manchmal ist es ja eine Hassliebe, dieses München und ich. Manchmal finde ich es hier zu piefig, zu sauber, zu teuer, zu vorhersehbar. Wünsche mir die Abgefucktheit von Berlin, den kreativen Spirit von Kapstadt oder die Internationalität von London – und dann wieder denke ich: Ach, München. Was für eine tolle Stadt. Wie gut ich es hier doch habe. 10 Gründe, warum ich München mog, äh, mag:

DIE ISAR. Städte mit Wasser sind einfach gut. Siehe die Elbe zu Hamburg, die Themse in London – und eben München mit der Isar. In der kann man schwimmen, an ihr entlangradeln oder laufen, man kann an ihr auf den Stufen unter der Wittelsbacherbrücke oder unter der Reichenbachbrücke sitzen und die Beine ins Wasser halten, oder am Flaucher grillen. Ein ziemlich toller Fluss, der verdammt viel Lebensqualität schenkt.

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MEINE HOOD: Zu Anfang meiner München-Zeit, als ich aus Hamburg zum Studium hierherkam, bin ich fast alle zwei Jahre umgezogen. Habe so das Westend, Schwabing, Sendling, die Maxvorstadt und die Au kennengelernt. Dann bin ich zu meinem Freund gezogen, der in Neuhausen wohnte – und geblieben. Sechs Jahre sind es mittlerweile. Der Freund ist inzwischen mein Mann, Mr. B. Und mag es hier, sogar sehr. Weil ich auf einen Plausch mit der Marktfrau am Rotkreuzplatz stehenbleiben kann, beim Garibaldi in der Nymphenburger Straße meinen Lieblingswein aus Südafrika bekomme und in der Stadtbibliothek ziemlich viele coole Serien und Bücher. Und weil es eine ganze Reihe toller Cafés und Restaurants hier gibt, in denen ich gerne meine Zeit verbringe: Der Grieche Kyklos (Wilderich-Lang-Straße 10), die Italo-Bar Piacere (Donnersbergerstraße 54), das Café der Hollabusch (ehemals Café Kiki, Schulstraße 34), das tolle Kaffee mit dem etwas sperrigen Namen Kaffee, Espresso & Barista (Schlörstraße 11), die Wohnküche (Lachnerstraße 1) mit ihrer feinen Weinauswahl und herrlichen Käseplatte, und, und, und.

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DAS FILMFEST: Okay, das Filmfest München ist nicht die Berlinale, aber doch eine echte Schau! Das diesjährige Festival ist gerade wieder rum, nächstes Jahr kann man wieder vom 23.6. bis 2.7. 2016 dabeisein. Jede Menge tolle Filme haben wir auch immer hier, und der ein oder andere Promi lässt sich ebenfalls blicken. Dieses Jahr zum Beispiel Viggo Mortensen! Ich habe ihn leider verpasst. Aber seinen Film Den Menschen so fern sehr gemocht. Ein bildgewaltiges Epos aus dem Algerienkrieg 1954, ruhig, langsam, aber fesselnd (läuft jetzt im Kino). Sehr charmant fand ich A Royal Night – Ein königliches Vergnügen (soll am 1.10. im Kino anlaufen), der erzählt, wie die zukünftige Queen Elizabeth und ihre Schwester Margaret aus dem engen Protokoll des Palastes ausbüxen, um mit den ganz normalen Menschen auf der Straße das Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 zu feiern. Die HBO-Serie Togetherness, von der zwei Folgen gezeigt wurden, will ich unbedingt bald im Ganzen sehen (in Deutschland läuft sie bei Sky): schräg, witzig und einfach gute Unterhaltung aus der Feder der Duplass-Brüder. Eine deutsche Indie-Tragikomödie, in Kanada gedreht, ist Coconut Hero (ab 13.8. im Kino). Sehr toll! Das Drehbuch von Elena von Saucen entstand in der Drehbuchwerkstatt München, bei der ich auch Stipendiatin war. Zwei Fernsehproduktionen, die ich empfehlen kann: Sarah Stein – Shalom Berlin, demnächst als neue Krimireihe in der ARD zu sehen, und Der Äthiopier mit Jürgen Vogel, eine Adaption einer Ferdinand von Schirach-Geschichte, vermutlich Anfang 2016 im ZDF. Und das Herz ging mir auf bei Meet Me in Montenegro, einer Independent Produktion eines norwegisch-amerikanischen Pärchens, das ganz, ganz viel Herzblut hineingesteckt hat (dass Rupert Friend mitspielt, schadet natürlich auch nicht). Anders, als der Titel glauben lässt, spielt der Film übrigens zum Großteil in Berlin. Hier die Webseite.

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MIKE’S BIKE TOURS: Auf ihren gemütlichen Cruiser-Rädern sieht man sie regelmäßig über den Odeonsplatz, durch den Hofgarten oder den Englischen Garten radeln: Die Tourguides von Mike’s Bike Tours mit ihren Touri-Gruppen, meistens amerikanische oder australische Touristen. Ich bin großer Fan dieses „Familienunternehmens“ (Gründer Mike ist immer noch dabei). Weil ich über MBT meinen Mann kennengelernt habe, und weil die bunte Crew aus Engländern, Australiern, Kanadiern, US-Amerikanern einen tollen Spirit hat.

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DAS PRINZIP BIERGARTEN: Getrunken wird, was der Wirt verkauft – und essen darf man, was man mag und mitgebracht hat: Diese alte Biergartenregel finde ich einfach super. Ich setze sie gern im Hirschgarten, im Taxisgarten, am Chinesischen Turm oder im Biergarten am Flaucher um. Karin von Wallygusto hatte kürzlich bei ihren Biergarten-Empfehlungen in und um München noch ein paar dabei, die ich nicht kannte. Müssen gleich ausprobiert werden! Immer bringe ich mein Essen übrigens auch nicht mit; vor allem, wenn es leckeren Obatzda zu kaufen gibt, nehme ich auch gern den.

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WEIL MÜNCHEN EINE MEDIENSTADT IST: Ich mag die kleinen Zeitungskästen, die an allerlei Ecken herumstehen und zum Kaufen einladen. Sie sagen: Print lebt! Und ich lebe auch von Print. Trotz allerlei Sparmaßnahmen: In München sind viele der Zeitschriften und Verlage zuhause, für die ich regelmäßig arbeiten darf. Ein Grund mehr, sich hier wohlzufühlen.

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DIE BERG-NÄHE: Als Kind von der Küste (ich bin in Hamburg geboren), ist mir das Meer naturgemäß näher und lieber als die Berge. Aber das weicht so langsam auf. Mittlerweile finde ich es ziemlich schön, im Alpenvorland zu leben und die Berge in der Nähe zu haben. Auch wenn ich davon längst nicht so viel Gebrauch mache wie Stefanie vom Bergblog Gipfelglück (auch eine Ironbloggerin).

Neuschwanstein

DIE RADLBARKEIT: Auch wenn sich Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer nicht immer grün sind, und auch wenn ich auf dem Fahrrad regelmäßig Touristen vom „Radlweg“ wegklingeln muss: In keiner anderen Stadt macht mir das Radfahren so viel Spaß wie in München. Weil fast jede Ecke in Raddistanz liegt und weil die Radwege hier so zahlreich und gut ausgebaut sind. Aber besser geht es natürlich immer – erst kürzlich wurde demonstriert für einen fahrradfreundlichen Ausbau der Rosenheimer Straße. Im Nymphenburger Schlosspark darf man übrigens nicht radeln, aber vor dem Schloss macht sich so ein Rad doch ganz dekorativ, oder?

Nymphenburg

DAS ITALO-FLAIR: München sei die nördlichste Stadt Italiens, heißt es ja. Stimmt. Und zwar nicht nur, weil seit einer Weile auf dem Mittelkanal im Schlosspark von Schloss Nymphenburg eine venezianische Gondel fährt. Ich meine natürlich vor allem das italienische Flair der zahlreichen Restaurants und Cafés. Kulinarisch genieße ich die italienische Atmosphäre am liebsten hier: einen schnellen Cappucino am Morgen oder einen Spritz zum Feierabend in der Bar Centrale (Ledererstraße 23, ab 7.30 Uhr). Den leckersten San Daniele-Schinken (der Rolls Royce unter den Parmaschinken, wie eine Bekannte neulich sagte) und köstlichen saftigen Mozzarella bei Dal Cavaliere am Rosenheimer Platz (Weißenburgerstraße 3), Piazza-Atmosphäre und super Pizza in der Pizzeria Grano am St. Jakobs-Platz (Sebastiansplatz 3). Ebenfalls top für Pizza und mehr: Mozzamo am Romanplatz (Gaßnerstraße 1). Ach, die Liste ließe sich (fast) endlos fortsetzen…

Piacere

MÜNCHNER UND ZUAGROASTE: Last, but not least, liebe ich München natürlich auch wegen der vielen tollen Menschen hier. Nicht alle, aber viele meiner Lieblingsmenschen leben hier und machen das Leben hier so schön. Habt einen schönen Sonntag!

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10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Wenn ich bei diesem stürmischen, regnerischen Wetter aus dem Fenster schaue, ist die Gefahr groß, dass die Laune in den Keller sinkt. Darum erinnere ich mich schnell an all die tollen Sachen, die gerade meine Stimmung heben. Vielleicht ist ja auch eine Idee für euch dabei?

*Ein Abend im Bräustüberl von Giesinger Bräu: Dort kann man für 4,20 Euro „Die kleine Bierprobe“ machen und drei verschiedene Biersorten der coolen Brauerei à la jeweils 0,1 l probieren. Super Idee. Ich mochte vor allem die „Giesinger Erhellung“ und den „Superbock“, äh, „Jubiläumsbock“. Auch fein: der Schweinebraten.
*Anderen zeigen, wie schön München ist: Wenn Gäste zu Besuch sind, gebe ich ihnen gern meine persönliche Stadtführung. Für Neckermann Reisen habe ich jetzt aufgeschrieben, was da alles auf dem Programm steht.
*“Chicago Fire“ gucken. Mr. B hat mal wieder eine Serie aufgetrieben, nach der wir süchtig werden könnten. Er hat schon die erste Staffel geguckt, ich bin erst bei Season 2 rund um Leben und Lieben auf einer Feuerwache in Chicago eingestiegen. Dramen, Rauch und Flammen – was braucht man mehr?!
*Das Buch „Single, Carefree, Mellow“, Kurzgeschichten von Katherine Heiny. Anders als der Titel vermuten lässt, geht es gar nicht nur um Singles. Aber immer sind es Frauen (auch verheiratete), die im Mittelpunkt ihrer Geschichten stehen. Lena Dunham lobte Heinys Erstling mit den Worten: „Katherine Heiny’s work does something magical: elevates the mundane so that it has the stakes of a mystery novel, gives women’s interior lives the gravity they so richly deserve – and makes you laugh along the way.“
*Und noch ein Buch: Da bin ich gerade mittendrin: Gretchen Rubins „Better than before“ (kommt bestimmt auch bald auf deutsch heraus). Die Autorin hat es ja schon mit ihrem Buch „Das Happiness-Projekt“ zu einiger Berühmtheit gebracht, ihrem Bericht über den Versuch, ein Jahr lang alles mögliche auszuprobieren, was Studien als Glücksbringer eruiert haben (hier habe ich darüber geschrieben). Jetzt nimmt sie sich das Thema „Gewohnheiten“ vor. Sie untersucht, wie man es schafft, mehr gute Gewohnheiten ins Leben zu integrieren. Spannend! Zum Thema Gewohnheiten hat mir auch das Buch von Journalist Charles Duhigg sehr gut gefallen.
*Instagram. Ich bin gerade süchtig nach dem Foto-Dienst und all den schönen, inspirierenden Bildern, die da gepostet werden. Ich mag die tollen Food-Fotos von @imfleur, die Aquarellzeichnungen von @roxje und die Vielfalt von @iquitsugar. Hin und wieder veröffentliche ich auch selbst ein Bild dort.
*Mittagspausen. Mit Kolleginnen. Reden und essen, eine gute Kombination.
*Essensplanung. Reichlich spät, aber gerade habe ich richtig Spaß daran, mir zu überlegen, was ich über die Feiertage kochen und backen mag. Vielleicht mal einen Key Lime Pie? Oder wieder Verenas Osterlamm?
*Eine skurrile Mischung: Wie anders ein „Harry Potter“-Trailer wirken kann, wenn man ihn mit der Titelmelodie der Serie Friends unterlegt (eine meiner absoluten Lieblingsserien), sieht man hier. I’ll be there for you…
*Briefe. Oder auch Postkarten. Auf jeden Fall handgeschrieben, mit Liebe. Wenn die im Briefkasten landen, ist das immer ein Grund, sich zu freuen. Danke!

Fernweh-Freitag

Dieses Rubrik habe ich lange nicht befüllt, aber heute habe ich mal wieder Lust dazu. Was gibt es Neues, Schönes, Ansehenswertes rund um die Welt?

  • Eine Freundin postete kürzlich auf Facebook einen Reisetipp: Mit Schlittenhunden durch Alaska. Weitere Highlights des Arktis-Abenteuers: Wandern zu heißen Quellen, Kajak fahren, Sonnenuntergänge und Nordlichter beobachten. Klingt doch nicht schlecht, oder? Wenn man Kälte mag zumindest.
  • Ich sehne mich dagegen schon wieder nach Sonne. Darum entlockt mir auch eher die Pressemitteilung, dass morgen ein neues Boutique-Hotel in Palma de Mallorca eröffnet, ein fröhliches Seufzen. Das Sant Frances Hotel Singular hat 42 Zimmer in der historischen Altstadt und ist laut The Times (UK) eines der „Hot Hotel“ openings 2015. Vermutlich nicht so ganz meine Preisklasse, aber man wird ja noch träumen dürfen.
  • Noch weiter gen Süden: Für Neckermann Reisen habe ich hier (links, unter „Tipps unserer Reiseblogger“) meine Lieblingstipps für Kapstadt und Umgebung aufgeschrieben, ein kleines Best-of der Reisen mit Mr. B in seine Heimat. Und für den nächsten Südafrika-Trip wächst schon wieder die Liste von Restaurants, in denen ich dann unbedingt essen möchte. Zum Beispiel Oep ve Koep in Paternoster (etwa 1,5 Stunden von Kapstadt Richtung Norden), Babylonstoren im Drakenstein Valley und Black Sheep in Kapstadt.
  • Ein wenig näher dran: Am schönen Chiemsee ermittelt wieder Frau Maier: Meine Freundin Jessica Kremser hat den dritten Band ihrer Krimireihe um die „bayerische Miss Marple“ vorgelegt: „Frau Maier sieht Gespenster“. I like!
  • Im ZEIT Magazin haben sie diese Woche das Hotel Charlottenhof in Ahrenshoop (das liegt „an der Grenze zwischen Mecklenburg und Vorpommern“, wie es auf der Hotel-Website heißt) empfohlen. Beim Anblick des reetdachgedeckten Friesenhäuschens wurde ich ganz sehnsüchtig. Da will ich hin!
  • Die Welt am Sonntag widmete sich letzte Woche dem Trend „Brühe to go“: Das Getränk der Stunde sind nicht mehr Kale-Smoothies oder Matcha-Lattes, sondern es ist die gute alte Fleischbrühe, die etwa in hippen Lokalitäten wie brodo in New York oder Bone Daddies in London angeboten wird. Auch die Hemsley-Schwestern empfehlen die bone broth in ihrem Kochbuch wärmstens.
  • Aus dem Newsletter „Checkpoint“, den der Tagesspiegel-Chefredakteur jeden Morgen verschickt, habe ich erfahren, dass Gründonnerstag (2. April) der „Tag der Spitzengastronomie“ ist. Dazu richtet das Facil, ein 2 Sterne-Restaurant in Berlin, ein 5-Gänge-Menü aus, das auch an Sterne-Neulinge anlocken soll: Rote Bete an Sauerklee, Kabeljau in Champagnersauce, Steckrübe mit Sichuanpfeffer und Linumer Kalbsfilet zu Kohlrabi und Meerrettich. Das Ganze für 98 Euro. Das wäre doch mal was.

Und jetzt: Habt ein schönes Wochenende!

 

Foto: The Kitchen @ Maison, Franschhoek, Südafrika (by Mr. B)

Sommer am See: Deininger Weiher

„Ist doch wie am Gardasee hier, oder?“, sagt der Kellner. Hmmm, vielleicht nicht ganz. Der Deininger Weiher, ca. 20 Kilometer südlich von München, ist doch um einiges kleiner und sehr viel brauner als sein großer Bruder südlich der Alpen – aber was das Flair angeht, hat der Kollege durchaus Recht. Zumindest, wenn man wie wir im Restaurant Waldhaus Deininger Weiher sitzt, unter dem Sonnenschirm aufs Wasser blinzelt, ein bisschen Dolce far niente betreibt und gute „Alpenländische Küche“ isst. Da gibt es dann zum Beispiel so feine Sachen wie Pustertaler Speckknödel mit Pfifferlingsbutter oder Linguine mit Spargel und Kirschtomatenragout. Und zum Abschluss vielleicht ein Hollunderkücherl mit Beerenragout und Vanilleeis. Das Leben ist gut.
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Der Kellner, den ich eingangs zitierte, hat übrigens früher in einem meiner Lieblingsrestaurants, dem La Bruschetta, in München gearbeitet, das ich erst kürzlich hier empfohlen hatte. Da ist er einmal an meinem Geburtstag nur knapp einem Blitzschlag entgangen, puh… Auf jeden Fall weiß ich jetzt gar nicht mehr, ob meine La Bruschetta-Empfehlung noch stimmt, denn der bisherige Pächter des Bruschetta, die Familie Tschurtschenthaler, unter der es dort sensationelle Südtiroler Küche gab, hat das Restaurant abgegeben. Dafür sind sie nun hier, am See. Auch schön – nur leider nicht mehr bei mir um die Ecke.
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Und im Bruschetta muss ich wohl auch mal wieder zum Testen vorbeischauen…

WALDHAUS DEININGER WEIHER
www.waldhaus-deiningerweiher.de
Deininger Weiher 4
82064 Straßlach-Dingharting
Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 24 Uhr (warme Küche von 11.30 Uhr bis 21 Uhr)
Für Veranstaltungen (Geburtstage, Hochzeiten) gibt es einen separaten Bereich.
Außerdem: Es gibt auch ein paar Gästezimmer – falls man nach dem Essen dann doch nicht mehr heimfahren will…

Der Deininger Weiher ist ein gemütlicher kleiner Badesee, beliebt bei Familien mit Kindern, weil das Wasser nicht so tief und (relativ) warm ist.

Türöffner-Tag

Wir haben Besuch. Ein junger Mann (mein Lieblingsneffe – und auch mein einziger) und eine ältere Dame (ich hoffe, sie nimmt mir das ältere nicht übel: meine Mutter) sind für ein paar Tage aus Hamburg angereist. Also ist jetzt Kinderprogramm angesagt. Fürs Bloggen bleibt wenig Zeit. Eigentlich hatte ich schon gestern von einer Lauch-Tarte berichten wollen, die ich nachgebacken hatte. Aber die stellte sich dann beim Essen auch noch als wenig berichtenswert heraus. Darum empfehle ich lieber die Tomato Mustard-Tart, die The Wednesday Chef Luisa kürzlich verbloggt hat, und die sich ohnehin viel spannender anhört, und zeige euch ein paar Bilder vom heutigen Tag. Heute ist nicht nur Tag der Deutschen Einheit, sondern – für alle, die es noch nicht wussten – auch noch Türöffner-Tag 2013 der Sendung mit der Maus:
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Das heißt: Deutschlandweit haben 452 Vereine, Institute, Museen und sonstige Einrichtungen neugierige Kinder (und ihre Eltern beziehungsweise Omi und Tante, in unserem Fall) hinter die Kulissen schauen lassen. Von der Kläranlage bis zum Klavierbauer war alles dabei. Mein Neffe liebt Maschinen, Baustellen, Flugzeuge. Wir haben daher die Gelegenheit genutzt, um uns bei den Werdenfelser Segelfliegern im Segelflugzentrum Ohlstadt umzusehen. Die Ausführungen zu Thermik und Technik waren für den Fünfjährigen ein wenig laaangweilig, aber (Winden-)Start und Landung der Segelflieger aus nächster Nähe zu beobachten, fanden wir alle wirklich spannend. Und danach durfte auch noch ein Flugzeug ausgemalt werden! Und Kaffee und Kuchen gab es auch. Das Team vom Flugplatz hatte wirklich eine tolle Rundum-Versorgung für kleine und große Gäste auf die Beine gestellt.
Was mich am meisten beeindruckt hat: die Zahl 40. So viele Entscheidungen muss ein Segelflugpilot pro Minute teilweise fällen. Puh! Und ich finde die Wahl zwischen Mohn- und Sesambrötchen schon anstrengend. Ich glaube, das wäre nichts für mich. Hier ein paar Eindrücke:
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Sorry, für Bildunterschriften war leider keine Zeit mehr: Der Lieblingsneffe muss jetzt ins Bett!
Und sehen die Bilder bei euch auch so klein aus? Keine Ahnung, woran das liegt!

Fernweh-Freitag: Von A wie Apfel bis Z wie Zuagroast

Wenn ich ehrlich bin, habe ich heute eigentlich gar kein Fernweh. Im Gegenteil: Ich freue mich, einfach nur hier zu sein, ein Wochenende zuhause in Aussicht, mit Zeit zum Ausruhen, Lesen, Rumpusseln. Ganz vielleicht schaue ich auch mal auf der Wiesn vorbei, um ein, zwei Lieder anzustimmen. Weil ich aber Rituale mag und die Struktur, die sie dem Leben geben, findet der Fernweh-Freitag heute trotzdem statt. Meine Fundstücke:

      • Passend: Heute ist Welttourismus-Tag. Ich glaube, für morgen werde ich dann den Welt-Pyjama-Tag ausrufen. Oder, etwas kleiner: Meinen ganz persönlichen Pyjama-Tag.
      • Apropos Wiesn i.e. Oktoberfest: Marianna vom Weltenbummler-Mag hat einen kleinen Oktoberfest-Guide verfasst. Die Ochsensemmel vom Spatenbräu, die sie empfiehlt, mag ich auch sehr. Noch eine kleine klugscheißerische Anmerkung für Zuagroaste: „Die Wiesn“ (=Wiese) ist Singular, nicht Plural! Man hat also nicht „viel Spaß auf den Wiesn“, sondern „a Mords-Gaudi auf der Wiesn“.
      • Bei OhLadycakes werden passend zum Oktoberfest Brezn beziehungsweise Pretzels gebacken. Hier geht’s zum Rezept.
      • Auch eine Möglichkeit fürs Wochenende: Mal wieder ins Freilichtmuseum Glentleiten. Dort dreht sich am Samstag und Sonntag alles um historische Obstsorten. Es gibt eine große Obstsortenschau, Infos übers Pressen, Dörren und Verkochen von Früchten und Märchen und Lieder rund ums Obst. Klingt nett!
      • So, und jetzt mal über den Tellerrand von Bayern geguckt: Die (ehemalige) Merkel-Wohnung in Berlin kann man jetzt über Airbnb mieten, ging diese Woche durch die Presse.
      • Am Wochenende war ich ja nicht nur in Amsterdam, sondern auch in der Gemeinde Westland bei meiner Freundin Sanne. Die riesigen Gewächshäuser, in denen Tomaten, Paprika und sonstiges gezüchtet werden, sind dort nicht zu übersehen. Schon bei meinem Aufenthalt habe ich mich gefragt, wie es wohl da drinnen aussieht. Dank des Wurstsack-Blogs weiß ich es jetzt. Dort gibt es nämlich einen feinen Beitrag darüber: Zu Besuch bei den Supermarkt-Tomaten.
      • Wenn ich das hier lese, packt mich jetzt doch wieder das Fernweh: Am 9. Oktober wird in Reykjavík der Imagine Peace Tower zum Leben erweckt. Den hat John Lennons Witwe Yoko Ono entworfen, und passend zu Lennons Geburtstag wird sie ihn am 9.10. eröffnen beziehungsweise einschalten. Dann leuchtet bis zum 8. Dezember (Lennons Todestag) eine gigantische Lichtsäule in den Himmel, aus einem weißen Zylinder, in den in 24 Sprachen die Worte „Imagine Peace“ graviert sind. Betrieben wird er umweltfreundlich mit geothermaler Energie.
      • Neuer Trend in New York: Silent Dining. Wer bei Eat in Brooklyn während des Vier-Gänge-Menüs quatscht, der muss zur Strafe draußen weiteressen. Schön, dass man sich so besser auf sein Essen konzentrieren kann. Aber nicht so toll, dass man nicht mal fragen darf: „Und, wie schmeckt’s dir?“…
      • Nochmal New York: Okka von Slomo hat einen Monat dort Urlaub gemacht und hier ihre besten Tipps verraten. I like!
      • Blogazine Kalinka.Kalinka hat mich auf das Kunstprojekt Station to Station ufmerksam gemacht. Seit dem 6. September ist ein zum kreativen Thinktank umfunktionierter alter Amtrak-Zug unterwegs von New York nach San Francisco, wo er morgen ankommen soll. Unterwegs wurden von Künstlern verschiedenster Genres Events, Konzerte, Performances auf die Beine gestellt, und im Zug selbst wurde auch kreativ gearbeitet, zum Beispiel in einem Tonstudio. Ausgedacht hat sich das ganze Video- und Installationskünstler Doug Aitken aus Los Angeles. Im Blog des Radiosenders KCRW kann man ein paar Fotos von der vorletzten Etappe sehen.
      • Nicht Fernweh, sondern Food: Heute kommt das neue Magazin foodies in den Handel. Klingt gut und sieht hübsch aus. Mal sehen, ob ich es irgendwo finden kann.

Habt ein schönes Wochenende!

Foto: in den Cederberg Mountains, Südafrika