10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Viel Grüße aus Asheville, North Carolina. Ich habe mal wieder ein paar Dinge aufgeschrieben, die mir das Leben gerade schöner machen. Wie sieht es bei euch aus?

  • In einer anderen Zeitzone sein
    Ich bin gerade auf Besuch bei meiner ehemaligen Gastfamilie aus dem Schüleraustausch. Damals lebten sie alle in Concord, North Carolina, jetzt haben sie sich kreuz und quer verteilt: Eine Gastschwester lebt mit Mann und Tochter in der Nähe von Boston, Massachusetts (dort war ich letzte Woche), die andere in Asheville, North Carolina (dort bin ich gerade), der Gastbruder in Durham, North Carolina, und schließlich die Gasteltern in der Nähe von Washington, D.C.. Ich klappere sie alle nacheinander ab und bin dabei eine Art digital nomad, arbeite also ein bisschen aus der Ferne für meine deutschen Auftraggeber. Das Tolle daran: Wenn ich hier so gegen halb sieben aufstehe, ist der Tag in Deutschland schon halb rum – und die E-Mails, die ich sonst alle einzeln abgefangen hätte, kommen jetzt in einem Batzen. Nur zu bestimmten Zeiten meine Mails zu checken, wollte ich mir schon längst mal angewöhnen, denn so ist das viel effektiver. Vielleicht klappt die Umstellung ja jetzt. Auch irgendwie sehr schön: Die Vorstellung, dass in Deutschland schon alle schlafen, während hier Nachmittag und Abend in vollem Gange sind.
  • Im Alltag mitschwimmen
    Ich klappere hier also meine Lieblingsamis ab. Die lassen mich in ihren Gästezimmern schlafen und sorgen für Entertainment – müssen aber ganz normal arbeiten. Ich finde das wunderbar, denn so bekomme ich mit – wie damals beim Schüleraustausch – wie das so ist, das ganz normale Leben hier in den USA. Von der Kinderbetreuung (die Anderthalbjährige ist in der Daycare, die sie gruseliger Weise „school“ nennen, als könne der Ernst des Lebens nicht früh genug beginnen) über die Podcasts, die sie hören, die Nachrichten, die sie gucken (Comey-Investitgation, Basketball Playoffs sind gerade die großen Themen), die Jobs, die sie haben, und das Essen, das sie kochen. Meine Gastschwester Melissa ist ganz begeistert von ihrem „Instantpot“, eine Mischung aus Slow Cooker und Schnellkochtopf, und Bethany hat mir im Slow Cooker ihren Lieblings-Linseneintopf gekocht. Viele kleine Schnipsel, aus denen ich ein Bild bastele, wie es ihnen so geht, und mit denen wir uns einander wieder annähern.
  • Ein neuer Podcast-Fund
    Der Mann meiner Gastschwester ist wie ich ein großer Podcast-Fan. Wir haben unsere Playlists verglichen, und ein paar seiner Empfehlungen habe ich gleich aufgenommen. Allen voran: Wait Wait…Don’t Tell Me! Eine Comedy-Quiz-Show, die aktuelle Nachrichten in Entertainment verwandelt – intelligent und urkomisch.
  • Kino-Dekadenz
    Auch wenn ich hier „nur so halb“ im Urlaub bin, gönne ich mir doch ein paar schöne Auszeiten. Gestern zum Beispiel eine Kinovorstellung am Nachmittag. Eigentlich wollten wir ja „Wonder Woman“ sehen, aber dafür gab es nur noch Plätze in der ersten Reihe. Deswegen sind wir auf „Baywatch“ umgeschwenkt. Sehr albern, aber lustig. Das Beste aber war das Kino, in dem wir waren: Da konnte man die Sitze zurückfahren, eine Fußstütze hoch – wie zuhause auf dem Sofa. Ein kleines Klapptischchen fürs Popcorn und Halterungen für die XXL-Getränkebecher gab es natürlich auch.
  • Film-Vorfreude
    Apropos Kino: Wenn ich zurück bin in München, beginnt bald das Filmfest München – meine Lieblingswoche des Jahres. Ich bin schon eifrig dabei, mir mit Hilfe des Festivalplaners mein Programm zusammenzustellen. Kino von morgens bis abends – ein Traum!
  • Zwei gute Stunden
    Eine Film-Empfehlung: Im Kleinstadtkino von Dedham, Massachusetts, habe ich mir, ebenfalls in einer Nachmittagsvorstellung, den Film Their Finest (deutsch: Ihre beste Stunde) angesehen. Ich dachte eigentlich, dass ich keine Zweiter Weltkrieg-Filme mehr sehen kann, aber das Thema, eine Frau, die ins Drehbuchgeschäft stolpert, hat mich interessiert, und Hauptdarstellerin Gemma Arterton mag ich auch sehr. Und dann wurde ich so richtig schön emotional durchgewalkt, wie ich es mag, und hatte zwei wirklich gute Stunden mit diesem Film. Ab 6. Juli auch in Deutschland zu sehen (und kurz vorher auf dem Filmfest München).
  • Ein Roman mit Boston-Flair
    Zufällig sehr passend: Ich hatte mir den Roman Since We Fell von Dennis Lehane auf den Kindle geladen, ohne zu wissen, dass der zu einem großen Teil in Boston spielt, wo ich mich gerade befand. Die Story: Eine Liebesgeschichte samt Psychothriller.
  • Kulinarische Nostalgie
    Diese Reise ist für mich auch ein „trip down memory lane“: Immer wieder schwappen Gedanken hoch an mein siebzehnjähriges Selbst, das damals zum Schüleraustausch hier ankam. Ganz eng verknüpft sind diese Erinnerungen mit dem Essen, das es damals gab. Aus dieser Zeit stammt zum Beispiel meine Vorliebe für Chocolate Chip Cookies, Tex-mex-Küche, Thanksgiving Dinner und mehr. Meine Gastschwester Melissa hat mir ein kulinarisches Willkommenspaket zusammengestellt, und darin befand sich außer einem Chocolate Chip Cookie-Mix und anderen Süßigkeiten auch ein Sixpack Sun Drop. Das ist eine neongelbe Limonade, die in den Südstaaten sehr beliebt ist, irre viel Koffein enthält und so ähnlich schmeckt wie Mountain Dew (falls das jemandem etwas sagt). Was habe ich die damals geliebt! In Concord gab es eine Sun Drop-Fabrik, die wurde jedoch letztes Jahr geschlossen, wie ich jetzt gelernt habe. Mittlerweile gehört die Marke zur Dr Pepper Snapple Group und ich habe mir Softdrinks total abgewöhnt. Aber für Sun Drop musste ich natürlich eine Ausnahme machen. Tja, was soll ich sagen: Die Erinnerung war besser als der tatsächliche Geschmack. Wie gut, dass sich manche Dinge eben doch ändern…
  • Kulinarische Neuentdeckungen
    In Massachusetts haben sie versucht, mich für Lobster Rolls zu begeistern, die lokale Spezialität. Bei Marvel’s Lunch Box in Hull gab’s ganz gute, aber mein neuer Lieblingssnack wird das nicht. Dann schon eher „Shrimp and Grits“, eine Südstaaten-Spezialität, die Melissas Mann Bary gestern Abend für uns gezaubert hat.
  • Yoga mal anders
    Auch wenn ich meine Yogalehrerin quasi dabei habe (in Form der Yogamour-DVDs von Bärbel Mießner), schnuppere ich doch gern mal in fremde Studios rein. Bei Yoga Now in Dedham muss man durch einen Coffeeshop gehen, um zum Übungsraum zu gelangen. Bei Inspired Change Yoga in Asheville bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen und musste eine Weile rätseln, warum die Lehrerin immer „Sayonara“ murmelte, nachdem sie uns in den nach unten schauenden Hund geleitet hatte. Bis ich dann darauf kam. Sie meinte: „Sigh out.“ – tief ausatmen. Das sollte man in der Tat nicht vergessen. Habt ein schönes Wochenende!

10 Dinge, die mir auf Ibiza gute Laune machen

So eine Woche Urlaub ist ja immer viel zu schnell rum. Ich versuche, sie ein bisschen haltbarer zu machen, indem ich mich an all die netten Dinge erinnere, die wir gemacht haben. Vielleicht sind ja auch ein paar Inspirationen für euch dabei? Was nicht auf der Liste steht: Die viiiiielen Bücher, die ich in den ersten verregneten Tagen verschlungen habe. Aber dazu vielleicht später. Jetzt erstmal: Schönes von der Insel:

Essen mit Meerblick: Im Restaurant La Escollera am Es Cavallet Strand sitzt man wunderbar mit Blick aufs Wasser und kann hervorragend essen. Wenn man draußen sitzt, kann man sogar die Füße in den Strand stecken. Dazu legt ein DJ chillige Musik auf.
Noch mehr Meer: Vom Jockey Club aus hat man auch einen tollen Meer- und Strandblick, auf den Salinas Strand. Wer mag, mietet am Strand davor eine Doppelliege mit Matratze und Sonnenschirm. Herrlich. Nicht weit entfernt, aber im Winter geschlossen: Im Experimental Beach Club am Cap des Falco sollen die Sonnenuntergänge sensationell sein.
Noch mehr lecker Essen: Außer dem Jockey Club hatte mir meine liebe Kollegin und Ibiza-Expertin K. noch ein anderes, neues Restaurant ans Herz gelegt, nämlich die Oleoteca Ses Escoles, an der Straße Richtung Portionatx, in der Nähe von Santa Eulalia del Rio. Wir waren da – und begeistert. Am besten mittags gehen, denn abends soll die Beleuchtung etwas zu hell sein, meinte der Herr am Nebentisch.
Über den Flohmarkt bummeln: Den berühmten Hippie Markt Las Dalias in San Carlos haben wir leider verpasst, weil der anscheinend im Winter nur samstags, nicht aber Sonntagabend, wie es im Reiseführer stand, stattfindet. Aber der riesige Flohmarkt auf der Pferderennbahn in San Jordi (Samstag früh bis ca. 14 Uhr) war auch ein großer Spaß.
Shoppen: Im Hippen Design- und Modeladen Sluiz (Ctra. Ibiza – St. Miquel km4) kann man sich verlaufen, so groß ist er. Wer vom Rumlaufen und Rumgucken müde wird, kann sich im hauseigenen Café erholen.
Stöbern: Etwas kleiner, dafür sehr verwinkelt und hübsch: In der Galeria Elefante entdeckt man in vielen verschiedenen Räumchen lauter hübsche Kleinigkeiten, toll für Geschenke, wenn auch etwas teuer. Ein Yoga-Studio haben sie auch.
Durch Ibiza Stadt schlendern: Durch die Straßen von Eivissa (Ibiza) laufen und sich treiben lassen. Klasse!
Strände entdecken: Damit kann man auf der Insel, die ja eigentlich nicht so groß ist, schon ein paar Tage verbringen. Cala Conta, Cala Olivera, Cala Tarida, Cala Talamanca…
Tapas essen: Natürlich, wir sind ja in Spanien. Meine Freundin T. empfiehlt dafür El Zaguan in Ibiza Stadt (Av de Bartolomé Rosselló, 15), uns hat es am Hafen bei Es Noray (Carrer Lluís Tur i Palau, 12) sehr gut geschmeckt.
Neues essen: Im Superbuono (Passeig De Ses Pitiuses 1Ibiza Stadt) haben wir eine köstliche Zitronen-Mandeltarte gegessen, und die „Coca“ (eine Art salziges Shortbread, oft mit Paprika obendrauf) mit gebratener Aubergine, Zwiebel und Sardellen im Ses Escoles war ebenfalls ein Highlight. Wenn die Koffer (und die Regale zuhause) nicht schon so voll gewesen wären, hätte ich daher glatt noch zwei Ibiza-Kochbücher mitgenommen: Eivissa Food und Glorious Ibiza Food (& Music!).
Gute Tipps: Der englisch-spanische Reiseführer My Ibiza & Formentera von Hjordis Fogelberg hat uns gute Dienste geleistet und bestens informiert.

Übrigens: Auf dem Blog talk around the world gibt es auch noch einen schönen Beitrag mit Tipps für Ibiza in der Nebensaison: Hier.

Fernweh-Freitag: Schokolade, Seattle und Südafrika

Hier im Blog bin ich schon länger nicht in die Ferne geschweift, dabei tue ich das in Gedanken fast täglich. Diese Woche noch einmal mehr, denn da haben ein paar Events mein Fernweh geschürt. Also, auf geht’s…

…nach Seattle: Bei einem sehr netten Dinner hat sich das Team von Visit Seattle diese Woche in München vorgestellt – und wirklich Lust auf ihre Stadt gemacht. Nicht unwesentlich dazu beigetragen haben auch die fantastischen Weine aus der Region, mitgebracht von Steve Warner, President & CEO von Washington State Wine und das köstliche Essen, das Chefkoch Ethan Stowell mit seinem Team auf den Tisch gebracht hat. Ethan ist in Seattle eine Lokalgröße, führt mit seiner Frau Angela, die auch mit dabei war, insgesamt 12 Restaurants. Das neueste ist die Goldfinch Tavern im Four Seasons, dem einzigen Fünf Sterne-Hotel Seattles. Aber man kann auch Pizza (in der Bar Cotto) oder Pasta (im Tavolàta) à la Ethan essen.

Space Needle & Ferry from Elliott Bay - credit Howard Frisk

Quelle: Howard Frisk für Visit Seattle

Pike Place Market with Ferry & Elliott Bay - credit Howard Frisk

Quelle: Howard Frisk für Visit Seattle

…in die Ferne: Auf dem Visit Seattle-Dinner war auch ein sehr netter Journalisten-Kollege, der das Roadtrip Magazin herausbringt, ein digitales Reisemagazin mit Fernweh-Garantie. Unbedingt mal reinschauen!

…in den Dschungel: Aus Peru, Bolivien, Ecuador, der Dominkanischen Republik, dem Kongo und Indonesien stammen die Kakaobohnen, die zu den köstlichen Tafeln von Original Beans verarbeitet werden. Gründer Philipp Kauffmann stellte sie diese Woche bei einem Schoko-Tasting in München vor und erzählte auch, wie das Unternehmen die edlen und seltenen Kakaosorten für die nachhaltige Schokolade sucht. Bis auf bei der Sorte „Grand Cru Blend No. 1“ werden für die Schokoladen immer nur Bohnen aus einem Anbaugebiet verwendet, zum Beispiel die „Beni Wild Harvest“ aus bolivianischem Wildkakao aus der Beni Savanne. Dazu kommt wenig anderes: Kakaobutter, Zucker und teilweise Milch, keine Zusätze wie Lecithin oder Vanille. Und die Schokoladen sind wirklich fein! Für jede verkaufte Tafel wird ein Baum im Regenwald gepflanzt (mit einem Code auf der Verpackung kann man sehen, in welchem Gebiet), Folie und Verpackung sind kompostierbar. Das rechtfertigt auch den Preis (um 4 Euro). Die Schokoladen sind im ausgewählten Feinkosthandel, in Biofachläden wie Alnatura, basic oder denn’s sowie in Onlineshops wie bosfood.de oder tastybox.de erhältlich.

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Quelle: Original Beans


…nach Südafrika:
Eine meiner Lieblingsbands, The Parlotones, kommt nach München, wie ich gerade mit Freude gesehen habe. Sie stammen aus Johannesburg und touren jetzt im Oktober durch Deutschland. Unter anderem auch in Hamburg, Köln und Leipzig treten sie auf. Mehr Info: hier. Ohrwurm-Garantie bei diesem Lied: Fly to the Moon.

…nach Ibiza: Ich bin reif für die Insel! Übernächste Woche geht es los, eine Woche Urlaub auf Ibiza. Ich war noch nie da. Hat jemand Tipps?

 

Quelle Titelbild: Original Beans

10 Dinge, die mich diese Woche glücklich machen

Ich bin ein wenig aus der Übung, was das Bloggen angeht, es war doch eine ganze Weile still hier. Darum groove ich mich jetzt erstmal mit einer kleinen Liste wieder ein. Here you go: 10 Dinge, die mich, gerade happy machen.

  • Nachfreude. Fast so schön wie Vorfreude. Am vergangenen Samstag haben Mr. B und ich uns noch einmal das Ja-Wort gegeben, diesmal nicht allein zu zweit am Strand, sondern in der Kirche und mit lieben Freunden und Verwandten bei einer verrückten, fröhlichen Feier (im Waldhaus Deininger Weiher, sehr schön!). Daran denke ich jetzt oft beglückt zurück.
  • Die Event Booth als Party-Spaß. Danke an Matt & Rob, die diese lustige Fotokiste und jede Menge Verkleidungsutensilien bei unserer Hochzeitsfeier aufgestellt hatten! Die Ergebnisse der Fotosessions bringen mich immer noch zum Grinsen.
  • Der Hirschgarten. Den Park in meiner „Hood“, Neuhausen, habe ich diese Woche mal wieder ziemlich oft genutzt: Für einen schönen Biergarten-Abend mit unseren südafrikanischen Freunden, für eine everfits-Bootcamp-Session und beim Yoga für einen guten Zweck (Kreative Hilfe für Flüchtlinge).
  • Blumen. Als überraschendes Geschenk von einer lieben Kollegin und als wundervolle Hochzeits-Deko. Die Lady von der Blumenwerkstatt am Josephsplatz hat toll gezaubert!
  • Eis essen. In der Patisserie Lehmann in der Holzstraße gibt es traumhaftes Mango-Sorbet, weiße Schokolade-Eis mit Brownies, und, und, und. Herrlich!
  • Die Therme Erding. Allein wäre ich nie auf die Idee gekommen, dorthin zu fahren, aber um unseren südafrikanischen Besuch zu erfreuen, sind wir in diesen „Waterpark“ gefahren – und es war ein großer Spaß. Wie herrlich, sich auf der Poolnoodle in den Wellen treiben zu lassen, im Gummireifen die Rutsche hinunterzusausen oder an der Poolbar im Wasser auf einem Barhocker zu flätzen. Urlaub zu Hause – sollte man viel öfter machen.
  • Noch mehr Wasser. Eine weitere Lektion aus dem Unterwegs-sein-mit-Touristen: Bei diesem heißen Wetter immer mal wieder in die Isar oder in den Eisbach im Englischen Garten zu springen, macht irre Spaß. Auch wenn man, wie ich, nur zuschaut. Zum Baden in Münchner Gewässern hat übrigens auch Irene vom Maxvorstadtblog ein paar Tipps.
  • Radfahren. Schlicht und einfach die beste Fortbewegungsart der Welt.
  • Abends draußen sitzen. Zum Beispiel wieder mal bei meinem Lieblingsgriechen, dem Kyklos.
  • Vorfreude. Auf den nächsten Urlaub. Der „große“ soll im Februar wieder nach Südafrika gehen, die Heimat von Mr. B, aber vielleicht kombinieren wir ihn auch noch mit einem Abstecher nach Namibia. Jetzt, wo es keine Hochzeit mehr zu planen gibt, kann ich ja wieder Reisepläne schmieden.

 

Fernweh-Freitag

Ich breche morgen auf zu einer kleinen Auszeit im Allgäu. Hier sind noch ein paar andere Ideen, wo man sich in der Welt so herumtreiben könnte:

  • In Bozen beginnt heute das dreitägige „Genussfestival Südtirol“. Dabei werden Südtiroler Qualitätsprodukte wie Äpfel, Speck und Weine gefeiert. An verschiedenen Orten rund um den Waltherplatz (oder auch: die „Piazza Walther“) gibt es Kostproben, Musik und Entertainment, auch für Kinder (z.B. die Märchenlesungen im „Apfelparadies“). Klingt doch gut, oder? Mehr Infos unter genussfestival.it
  • Noch ein Genuss-Event, das man sich als Bierliebhaber schon mal vormerken könnte: Das „Wochenende der Bierleidenschaft“ („Bierpassie Weekend“) in Antwerpen vom 26. bis 28. Juni. Mehr als 200 Biere von 32 belgischen Brauereien gibt es da auf dem historischen Groenplats zu verkosten. Antwerpen ist auf jeden Fall eine Reise wert, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Na denn, Prost! bierpassieweekend.be
  • Auch für Genussmenschen: Ab sofort laden in der Steiermark drei neue „RezepTouren“ ein, regionale Produkte und Köstlichkeiten zu entdecken. Die „ManufakTour“, die „MixTour“ und die „NaTour“ führen Kulinarik-Fans zu jeweils bis zu zehn Genussstationen, etwa einer Fischzucht, einer Vinothek oder einer Fromagerie. Dort gibt es zum Beispiel Führungen und Verkostungen, außerdem liegen Rezepte zum Mitnehmen und Sammeln aus. Die „kulinarischen Routenpläne“ mit Karte bekommt man in Hotels und anderen Unterkünften oder bei den Tourismus-Verbänden.
  • Wie es aussieht, denke ich gerade nur an das eine: Essen. Ich höre gleich auf, versprochen. Nur noch ganz kurz: In Schottland begeht man gerade das „Year of Food and Drink“… Was das bedeutet, kann man hier lesen.
  • Termintipp: Am 25. Juni startet wieder das Münchner Filmfest. Eine Woche und viiiiiele Filme: Ich freue mich drauf!
  • Und zum Schluss noch eine skurrile Geschichte: Ein chinesischer „Friends“-Fan hat das Kult-Café aus der Serie, das Central Perk, in Peking nachgebaut (und seinen Sohn Joey genannt…). Hier gibt’s eine kurze Doku dazu.

So viel für heute. Habt ihr auch Fernweh?

 

 

 

 

Fernweh-Freitag

Dieses Rubrik habe ich lange nicht befüllt, aber heute habe ich mal wieder Lust dazu. Was gibt es Neues, Schönes, Ansehenswertes rund um die Welt?

  • Eine Freundin postete kürzlich auf Facebook einen Reisetipp: Mit Schlittenhunden durch Alaska. Weitere Highlights des Arktis-Abenteuers: Wandern zu heißen Quellen, Kajak fahren, Sonnenuntergänge und Nordlichter beobachten. Klingt doch nicht schlecht, oder? Wenn man Kälte mag zumindest.
  • Ich sehne mich dagegen schon wieder nach Sonne. Darum entlockt mir auch eher die Pressemitteilung, dass morgen ein neues Boutique-Hotel in Palma de Mallorca eröffnet, ein fröhliches Seufzen. Das Sant Frances Hotel Singular hat 42 Zimmer in der historischen Altstadt und ist laut The Times (UK) eines der „Hot Hotel“ openings 2015. Vermutlich nicht so ganz meine Preisklasse, aber man wird ja noch träumen dürfen.
  • Noch weiter gen Süden: Für Neckermann Reisen habe ich hier (links, unter „Tipps unserer Reiseblogger“) meine Lieblingstipps für Kapstadt und Umgebung aufgeschrieben, ein kleines Best-of der Reisen mit Mr. B in seine Heimat. Und für den nächsten Südafrika-Trip wächst schon wieder die Liste von Restaurants, in denen ich dann unbedingt essen möchte. Zum Beispiel Oep ve Koep in Paternoster (etwa 1,5 Stunden von Kapstadt Richtung Norden), Babylonstoren im Drakenstein Valley und Black Sheep in Kapstadt.
  • Ein wenig näher dran: Am schönen Chiemsee ermittelt wieder Frau Maier: Meine Freundin Jessica Kremser hat den dritten Band ihrer Krimireihe um die „bayerische Miss Marple“ vorgelegt: „Frau Maier sieht Gespenster“. I like!
  • Im ZEIT Magazin haben sie diese Woche das Hotel Charlottenhof in Ahrenshoop (das liegt „an der Grenze zwischen Mecklenburg und Vorpommern“, wie es auf der Hotel-Website heißt) empfohlen. Beim Anblick des reetdachgedeckten Friesenhäuschens wurde ich ganz sehnsüchtig. Da will ich hin!
  • Die Welt am Sonntag widmete sich letzte Woche dem Trend „Brühe to go“: Das Getränk der Stunde sind nicht mehr Kale-Smoothies oder Matcha-Lattes, sondern es ist die gute alte Fleischbrühe, die etwa in hippen Lokalitäten wie brodo in New York oder Bone Daddies in London angeboten wird. Auch die Hemsley-Schwestern empfehlen die bone broth in ihrem Kochbuch wärmstens.
  • Aus dem Newsletter „Checkpoint“, den der Tagesspiegel-Chefredakteur jeden Morgen verschickt, habe ich erfahren, dass Gründonnerstag (2. April) der „Tag der Spitzengastronomie“ ist. Dazu richtet das Facil, ein 2 Sterne-Restaurant in Berlin, ein 5-Gänge-Menü aus, das auch an Sterne-Neulinge anlocken soll: Rote Bete an Sauerklee, Kabeljau in Champagnersauce, Steckrübe mit Sichuanpfeffer und Linumer Kalbsfilet zu Kohlrabi und Meerrettich. Das Ganze für 98 Euro. Das wäre doch mal was.

Und jetzt: Habt ein schönes Wochenende!

 

Foto: The Kitchen @ Maison, Franschhoek, Südafrika (by Mr. B)

Fernweh-Freitag: Schnipsel

Diese Rubrik habe ich in den letzten Wochen etwas vernachlässigt – höchste Zeit, sie wiederzubeleben! Da ich gerade fleißig am Ausmisten bin, sammeln sich hier diese Woche Schnipsel aus meinem Zeitschriften- und Zeitungsstapel. Was man so alles findet…

  • In der Grazia: Weil Fotografin Suzanne Heintz es leid war, ständig erklären zu müssen, warum sie eigentlich noch nicht verheiratet sei, und weil ihre Antwort „Eine Familie kann man sich nicht kaufen“ sie auf eine Idee brachte, startete sie das ironische Fotoprojekt „Life Once Removed“. Gemeinsam mit ihrer gekauften „Familie“, nämlich zwei Schaufensterpuppen (Mann und Kind) posiert Heintz auf ihren Familienfotos. So sieht man sie zum Beispiel mit entrücktem Lächeln vor dem Eiffelturm oder in einem Pariser Café. Damit will sie zeigen, dass jeder selbst entscheiden kann, wie das Leben aussehen soll, dass er lebt.
  • Gelesen in der Welt am Sonntag: Weniger sperrig ist die Reisebegleitung, die die Berliner Fotokünstlerin Kiki Kausch gewählt hat: Bei jedem Bild, dass sie in noblen Hotels rund um die Welt macht, muss ihre rote Handtasche zu sehen sein. Im Hotel de Rome in Berlin kann man noch bis Ende Juni in der Ausstellung „Personal“ ihre Werke sehen. Die Handtaschen-Fotoserie heißt „Follow The Red Bag“.
  • Entdeckt in der Laviva, kommt auf meine To-Do-Liste für den nächsten Hamburg-Besuch: Yoga an der Alster, zum Beispiel Donnerstagmorgen von 7.30-8.30 Uhr dem Bootssteg des Café Barca.
  • Im spannenden Sachbuch „Overwhelmed. Love, work and play when no one has time“ von Brigid Schulte schildert die Autorin einen Besuch bei den Initiatorinnen von Mice at Play in New York, die „Playdates“ für Frauen organisiert. Das sind aber keine Verabredungen, bei denen es darum geht, die Kinder zusammen spielen zu lassen, sondern Veranstaltungen, auf denen die Frauen selbst „spielen“, also entspannt Neues ausprobieren, Freizeit genießen, kreativ werden. Zum Beispiel, in dem sie lernen, Eiscreme selbst zu machen, auf eine erotische Schnitzeljagd durch Manhattan gehen oder sich in Trapez-Artistik versuchen. Cool – allerdings sind aktuell gerade keinen neuen Veranstaltungen angekündigt. Das wird doch nicht etwa eingeschlafen sein?
  • In der Zeit: Brisbane, die Hauptstadt des australischen Bundesstaates Queensland, die außerdem den unrühmlichen Titel der „Hautkrebs-Haupstadt der Welt“ trägt, lockt Menschen in den Schatten. Damit sie bei besonders hoher UV-Belastung nicht in der Sonne herumspazieren, gibt es im New Farm Park das Shade Cinema: Über Wifi-Sender in den Bäumen kann man sich mittels einer App aktuelle Kinofilme auf dem Smartphones ansehen – allerdings nur, so lange man sich wirklich im Schatten befindet, denn das misst die App auch. Super Idee!