10 Dinge, die mir gerade gute Laune machen

Huch, was war ich in letzter Zeit blogfaul! Ich stelle gerade fest, dass ich seit Wochen, nein, Monaten, hier nichts geschrieben habe. Vom Winterschlaf direkt in die Frühjahrsmüdigkeit. Kein Sterbenswörtchen über den Februar, den wir in Südafrika verbracht haben. Wer mir auf Facebook oder Instagram folgt, konnte immerhin ein paar Bilder sehen. Das Bild oben zeigt die Strandpromenade von Sea Point. Und vielleicht schaffe ich es hier ja auch noch mit ein paar Recaps. Und ich will auch gar nicht übers Nicht-Schreiben schreiben, sondern lieber wieder mit dem Schreiben anfangen. Ein paar Dinge, die mir gerade gute Laune machen:

  • Digital-Kunst: Es gibt jetzt verschiedene  Frida-Kahlo-Emoji. Wie cool ist das denn, bitte?!
  • Endlich: Ein RomCom-Podcast. In You Had Us At Hello* plaudern zwei Fachleute über das Genre der Romantic Comedy und die neuesten Beispiele: Billy Mernit, Script-Consultant und Autor des Ratgebers Writing the Romantic Comedy, und Drehbuchautorin Tess Morris, die zum Beispiel die sehr nette Komödie Es ist kompliziert…! geschrieben hat (z.B. auf Amazon oder Netflix zu sehen), in der die wunderbare Lake Bell und Simon Pegg mitspielen. Bislang gibt es erst eine Folge, und so ganz haben sie das mit der Lautstärkeregelung noch nicht raus, aber die zwei sind einfach charmant, und für RomCom-Enthusiasten wie mich ist es einfach schön, anderen beim Enthusiasmieren zuzuhören (auf Englisch).
  • Noch ein Podcast, diesmal ein deutscher, den ich gerade erst entdeckt habe: Durch die Gegend. Der Name ist Programm: Journalist und Radiomoderator Christian Möller interviewt Menschen beim gemeinsamen Spaziergang. Ich habe mir die Folge mit Schriftsteller David Wagner angehört. Er sagt „Gehen massiert das Gehirn“. Gefällt mir.
  • Feuerwehr-Drama: Die Serie Chicago Fire hätte ich für Mr. B beinahe mal ruiniert, weil ich anmerkte, dass dort in richtig dramatischen Gesprächen garantiert immer irgendwann der Alarm schrillt und die Mannschaft zu einem Einsatz gerufen wird. Daraufhin guckte er mich erst immer ein wenig vorwurfsvoll, dann belustigt an, wenn das in einer Folge passiert. Aber selbst dieser Dramaturgie-Spoiler konnte unsere Begeisterung für das Leben und Lieben auf der Feuerwache nicht trüben. Wir sind mittlerweile mit Staffel 5 durch und warten auf Nachschub. Bitte, bitte, bitte, noch ein structure fire (Gebäude-Brand), die sind immer so schön dramatisch.
  • Mein neuer Wasserkocher. Gesehen bei Freunden, musste ich dieses tolle Teil von Bosch jetzt auch haben. Guter Grund: Unser vorheriger Wasserkocher hat beim Schütten immer böswillig getropft, so dass oft einiges daneben ging. Aua. Der neue macht das nicht, und ist sogar noch viel toller, weil man bei ihm die gewünschte Temperatur auswählen kann: 70, 80, 90 oder 100 Grad. Tee-Kenner wissen bestimmt genau, bei welcher Temperatur und wie lange irgendein Oolong, Matcha oder sonst etwas gebrüht werden muss, ich weiß nur: bei 70 Grad kann ich meinen Roibos sofort trinken, 80 Grad sind perfekt, wenn ich mir erst noch eine Scheibe Brot toasten und mein Rührei braten will.
  • Koch-Inspiration: Ich hatte schon lange einen Gutschein für den Lebensmittel- und Rezepte-Lieferanten Hello fresh herumliegen und fand das Konzept super: Man bekommt Rezepte mit der genau passenden Menge an Lebensmitteln, allerdings nicht wie beim Kochhaus in einem Laden, sondern direkt nach Hause geliefert. Das will ich jetzt endlich mal ausprobieren. Mit einem Tag Verspätung (weil der Bote es nicht wie gewünscht im Treppenhaus abgestellt hatte) kam heute alles an, und ich freue mich darauf, heute Abend loszukochen.
  • Blaumachen. Auch wenn ich gar nicht so richtig weiß, wie das geht, ist so ein freier Nachmittag hin und wieder doch wirklich eine fantastische Sache.
  • Yoga. Bei der wunderbaren Bärbel von Yogamour. Im Urlaub hatte ich sie auf DVD dabei, jetzt kann ich sie endlich wieder live genießen. Ommmmm.
  • Meine Bücherhalle. Die Stadtbibliothek München, die bei uns in Neuhausen eine super Auswahl hat und einem auch (fast) alles bestellt, was man haben möchte. Ich möchte gerade Eva Menasses Tiere für Fortgeschrittene und den neuesten Tana French-Krimi Gefrorener Schrei haben. Habe ich dann auch bekommen.
  • Backen. Habe ich am letzten Wochenende nach langer Zeit endlich mal wieder gemacht. Hach, war das schön. Das Ergebnis gibt es hoffentlich am Sonntag hier: südafrikanische Rusks.

 

*Natürlich eine Anspielung auf das berühmte Zitat „You had me at hello“, mit dem Renée Zellweger Tom Cruises Liebesmonolog in „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“ beantwortet.

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, die ganz, ganz feste hofft, dass dieses frische Jahr um einiges besser wird als das abgenutzte, das gerade vergangen ist. Nicht nur hier auf dem Blog ging mir zum Ende ein wenig die Puste aus. Zu viel schlimme Nachrichten, zu wenig gute, und dazu noch der ganz normale Alltagsquatsch. Das muss anders werden, auch wenn ich (oder weil ich?) dazu keine lange, schlaue Liste mit Vorsätzen habe. Ich lass das mal. Stattdessen gucke ich lieber, was bis jetzt schon ziemlich schön war:

  • Ein Besuch in Hamburg und Mecklenburg, bei meiner Familie. Auch wenn ich zwischenzeitlich flachgelegen habe, war es doch schön, die vertrauten Gesichter mal wieder zu sehen.
  • Besonders: Nichte und Neffe, die mir begeistert ihren Knetsand à la Frozen vorführten. Ob sie so viel Spaß am von mir mitgebrachten und vorgelesenen Kinderbuch Der Miesepups hatten wie ich? I hope so!
  • Ein neues Sweatshirt von Femme de Marin mit Walt Whitman-Zitat. Genauer: „Oh Captain! My Captain“, wohl besser bekannt als Zitat aus dem tollen Film Der Club der toten Dichter. Gefunden bei Su in der Schanze.
  • Ein großes Lesevergnügen. So schnell bin ich wohl lange nicht mehr durch einen Roman gebrettert, wie durch die herrliche, traurig-schöne Familiensaga Als wir unsterblich waren von Charlotte Roth, von Mama empfohlen.
  • Butterkuchen. In München selten gefunden, in Hamburg dafür umso mehr genossen. Dafür habe ich sogar meine „Kein Zucker“-Parole kurzzeitig gelockert.
  • Serie 1: Call the Midwife: Die Serie über Hebammen im Londoner East End der 50er und 60er Jahre verfolge ich schon seit Staffel 1. Mittlerweile sind es fünf, die sechste soll dieses Jahr kommen, und meine Begeisterung ist ungebrochen. Im aktuellen Holiday-Special reisen sie sogar nach Südafrika. Bei Netflix.
  • Serie 2: Deadbeat: Schönes Kontrastprogramm zu den hochmoralischen Nonnen und Hebammen aus Call the Midwife: Marihuana-Fan und Medium Pac aus der Serie Deadbeat. Der Schluffi mit Plauze kann Geister sehen und sorgt mit unorthodoxen Methoden dafür, dass diese letzte unerledigte Dinge beenden und „ins Licht gehen“ können. Staffel 3 hat eine ganze Reihe Charaktere aussortiert, macht aber noch genauso viel Spaß wie die vorigen. Bei Amazon.
  • Serie 3: Designated Survivor. So, so amerikanisch, aber leider einfach echt fesselnd. Die Serie über einen Hinterbänkler im amerikanischen Kongress, der als (beinahe) einziger Überlebender eines Terror-Angriffs auf die Regierung plötzlich Präsident wird. Und wer würde nicht lieber Kiefer Sutherland als POTUS sehen als Witzfigur Donald Trump? Bei Netflix.
  • Listen machen. Die Vorfreude auf den anstehenden Urlaub in Südafrika wächst, und vor allem meine Liste, welchen tollen Restaurants diesmal besucht werden sollen, wird immer länger. Auf jeden Fall dabei: The Short Market Club, der neueste Streich von Luke Dale-Roberts, Chef des Potluck Club, eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants in Kapstadt.
  • Granatäpfel. Zur Zeit mein liebstes Obst. Nicht nur, weil die rubinroten Kerne so hübsch aussehen, sondern auch, weil sie so köstlich schmecken. Und das Herauspflücken aus der Schale ist eine schöne Meditationsübung.

 

10 Dinge, die mir gerade gute Laune machen

Huch, ist tatsächlich schon wieder über ein Monat vergangen, seit ich das letzte Mal gebloggt habe? Na sowas. Da kam wohl das Leben in die Quere. Und schlechtes Wetter, schlechte Laune, die Arbeit, und, und, und. Aber es ist zwischendrin natürlich auch immer viel Schönes dabei. Und das soll hiermit wieder einmal gewürdigt werden.

  • Yoga mit Bärbel von Yogamour: Viel zu lange habe ich es nicht in ihre schöne Sonntagsstunde geschafft, jetzt war ich wieder dort, und es war so wunderbar. Sie ist einfach der Hit.
  • Adventsrituale: Was nicht fehlen darf: Dass ich genervt bin, weil meine Mutter im November schon wissen will, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Woher soll ich das denn wissen?! (Heimlich freue ich mich natürlich, dass ich einen Wunschzettel schreiben und mich vorfreuen darf.) Was auch nicht fehlen darf: Der schöne Kalender Der andere Advent, den sie mir jedes Jahr schickt. Besinnliches, Poetisches, vom Ersten Advent bis zum Dreikönigstag.
  • Ohrenwärmer: Fast 20 verschiedene Podcasts, die ich mehr oder weniger regelmäßig höre, sind mittlerweile auf meinem iPhone abonniert. Momentan mein Favorit: The Dinner Party Download, eine muntere „Arts & Leasure“-Sendung, in der die Moderatoren  Rico Gagliano und Brendan Francis Newnam mit Prominenten plaudern, Etikette-Fragen beantworten, über Essen reden und Musik und Cocktails vorstellen. Ziemlich runde Sache (auf Englisch).
  • Ein schöner Abend: Sehr viel Spaß hatten wir gestern beim Konzert von Lions Head im Backstage (bis auf das lange Anstehen draußen in der Kälte, kein Spaß). Gute Stimmung, schöne Ohrwürmer (wie When I Wake Up) und eine lustige Wortneuschöpfung von Sänger Iggy: „Schmerzkopf“.
  • Noch ein schöner Abend: Im imposanten Prinzregententheater gaben die Studenten der Bayerischen Theaterakademie das Musical Big Fish zum Besten (genau, wie der Film mit Ewan McGregor). Großartig! Das Filmdrehbuch stammt übrigens aus der Feder von John August, dessen Drehbuch-Podcast Scriptnotes ebenfalls zu meinen Lieblingen zählt.
  • Viele nette Abende: Zur Vorbereitung auf die vier neuen Folgen Gilmore Girls bei Netflix haben Mr. B und ich angefangen, die alten Staffeln (noch einmal) zu gucken. Fastfood, Kaffee ohne Ende, Liebesdramen und die absurd schnellen Dialoge von Lorelai und Rory – ein großer Spaß. Ob ich die neuen Folgen aber dann tatsächlich noch sehen will? Hmmm. Vielleicht doch lieber die schönen Erinnerungen behalten?
  • Souvenir I: Womit die Girls aber auf keinen Fall mithalten können: meiner allerliebsten Lieblingsserie of all time, Friends. Darum habe ich Mr. B den einwöchigen Urlaub in L.A. ohne mich auch sofort verziehen, als er mit einer Central Perk-Tasse (das Stammcafé der Friends) für mich zurückkam.
  • Souvenir II: Vom Zwischenstopp in London hatte er noch das britische Foodie-Magazin olive im Gepäck. Immer eine willkommene Lektüre.
  • New Kid On The Block: In meiner Nachbarschaft in Neuhausen hat ein neues Café (wieder)eröffnet: Der ehemalige Hollabusch ist jetzt das Marita Café (Schulstraße 34). Ich war noch nicht da, freue mich aber über den Neuzugang in der Hood.
  • Good Girls Revolt: Die Amazon-Serie, die uns bereits nach dem Piloten angefixt hatte, haben wir jetzt flott durchgeschaut. Die Story: In den 60ern gehen die Frauen beim Magazin News of the Week auf die Barrikaden, weil sie nicht selbst schreiben und Reporter sein dürfen, sondern nur den Männern unter die Arme greifen. Nach einer wahren Geschichte, spannend und eine Augenweide (die Kostüme! die Frisuren!). 

     

     

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Filme, Filme, Filme – so sah meine Woche aus, bzw. die vergangenen 9 Tage auf dem Münchner Filmfest. 9 Tage und 28 Filme später bin ich erschöpft, aber glücklich (und muss mich dringend mal wieder bewegen). Nicht alle meine Gute-Laune-Macher haben mit dem Filmfest zu tun, aber doch die meisten…

  • Ausnahmezustand: Wenn Filmfest ist, gelten andere Regeln als sonst, das Leben ist aufregender, die Nächte kürzer und die Tage voller. Ich liebe das.
  • Ein Vortrag von Steve Kaplan: „Warum lacht ihr nicht?“, lautete die Frage, die der Comedy-Guru versuchte, in seinem Vortrag zu beantworten. Dabei wurde jedoch wirklich viel gelacht. Lehrreich und lustig.
  • Der münchnerischste Film des Festivals: So zumindest wurde Dinky Sinky in der Vorführung angepriesen. Eine lakonische Komödie, in der das Leben einer Sportlehrerin mit Kinderwunsch aus dem Ruder läuft. Drehbuch und Regie von HFF-Absolventin Mareille Klein, die dafür den Förderpreis Neues Deutsches Kino für das beste Drehbuch bekam. Verdient! Achja, und der Titel erinnert an die Akronyme DINK (double income no kids) und SINK (single income no kids).
  • Ein München-Krimi: Ein weiterer Film aus der von mir sehr geschätzten Reihe „München Mord“ wurde auf dem Filmfest gezeigt: Wo bist du, Feigling?, basierend auf einer wahren Geschichte. Demnächst im TV.
  • Ein Allgäu-Krimi: Im Fernsehen waren die Kommissar Kluftinger-Filme mit Herbert Knaup bislang an mir vorbeigegangen – aber diesmal hatte ich sehr viel Spaß an dem mit viel Gusto westernmäßig inszenierten Schutzpatron.
  • Eine Coming-of-Age-Geschichte: Ein amerikanischer Indie-Film, der in Deutschland spielt, in Heidelberg, um genau zu sein: Dorthin ist der dreizehnjährige Morris aus Amerika mit seinem Vater hingezogen – und hasst es. Er spricht die Sprache kaum, hat keine Freunde – bis er sich in das coolste Mädchen im Jugendclub verliebt… Ab 3. November im Kino.
  • Ein lustiger Kostümfilm: Mein letzter Film auf dem Festival war Love & Friendship, basierend auf der recht unbekannten Jane Austen-Novelle „Lady Susan“ und die wohl bislang witzigste Jane Austen-Verfilmung, die ich gesehen habe. Mit der wundervollen Kate Beckinsale in der Hauptrolle der intriganten Lady Susan. Ab 29. Dezember bei uns im Kino.
  • Eine Gastro-Neuentdeckung: Die netten Mädels von Frieder Film hatten mich auf ihren Empfang eingeladen. Bei der Gelegenheit war ich zum ersten Mal im sehr netten Tagescafé Stenz (Lindwurmstraße 122) in Sendling. Es gab zum Beispiel perfekt geschmortes Gulasch und eine fatale Mousse au Chocolat. Den Laden kann man auch für Veranstaltungen mieten – sehr zu empfehlen!
  • Italien-Flair in München: Jetzt schon nicht mehr so ganz neu, für mich aber schon: Das Eataly in der Schrannenhalle, Restaurant, Feinkostladen und Event-Location. Ich war zur Präsentation des neuen DelikatEssen dort und sehr angetan.
  • Ein Klassiker mal komisch: Erinnert sich noch jemand an die letzte Szene aus „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“? Wie Hugh Grant Andy McDowell im strömenden Regen einen Nicht-Heirats-Antrag macht? In der „Graham Norton Show“ interpretiert Hugh Grant die Szene noch einmal neu, und von Romantik ist hier keine Spur mehr: Großartig, wie sein Gesicht immer wieder zuckt, weil er sich so sehr das Lachen verkneifen muss…

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

In einer eher durchwachsenen Woche gab es doch ein paar schöne Sachen. Meine Highlights:

  • Dieses Bild, das meine Großmutter beim Wandern zeigt. Mit einem roten Schirm! Ist das nicht herrlich? Ich habe es beim Dia-Einscannen entdeckt.
  • Diese Straße: Wir haben einen Kurztrip nach Hamburg gemacht, um den 70. Geburtstag meiner Mutter (noch einmal) zu feiern. Und in der (wenigen) freien Zeit in der Marktstraße Karoviertel in ein paar schöne Shops geschaut, z.B. ins Shirtlab (Marktstraße 16) für originelle T-Shirts und in den Upcycling-Laden Lockengelöt (Marktstraße 114), wo es nicht nur Couchtische aus Ölfässern, sondern auch diese Schlüsselbretter aus alten Büchern gibt, über die ich mich hier vor einer Weile schon mal gefreut hatte. Hier gibt’s noch mehr Tipps fürs Karoviertel vom Hamburger Abendblatt.
  • Podcast 1: Mittlerweile habe ich so viele Podcasts abonniert, dass ich mit dem Anhören kaum hinterherkomme. Aber ich tue mein Bestes! Einer meiner neuen Lieblinge: Dear Sugar Radio von WBUR. Autorin Cheryl Strayed („Der große Trip“) berät zusammen mit Steve Almond Menschen in Lebenskrisen. „Dear Sugar“ gab es früher als Ratgeber-Kolumne (und Cheryl Strayeds Texte dafür dann gesammelt als Buch, jetzt als Der große Trip zu dir selbst auf deutsch erschienen). Hier habe ich schon mal davon geschwärmt. Das Prinzip des Podcasts ist ähnlich: Anonyme Briefeschreiber schildern ein Problem, und Almond und Strayed beraten, erklären und geben Denkanstöße, warmherzig, klug und verständnisvoll. Wirklich toll.
  • Podcast 2: Im Scriptnotes Podcast plaudern die Hollywood Drehbuch-Autoren John August und Craig Mazin kompetent und unterhaltsam (auf englisch) übers Drehbuchschreiben. Von ihnen stammt auch der Tipp für den nächsten Gute-Laune-Macher:
  • Eine Food-Webserie: In The Katering Show parodieren die Australierinnen Kate McLennan und Kate McCartney die typischen überperfekten Youtube-Koch-Shows und nehmen den Hype ums Essen auf die Schippe. Die eine gibt die übereifrige Koch-Enthusiastin, die andere kann wegen ihrer Unverträglichkeiten fast nichts essen, gemeinsam erleben sie „The journey of a food intolerant and an intolerable foodie“. Schräg und herrlich albern. Ein Beispiel? Das Phänomen Thermomix beschreiben sie so: McLennan: „It’s the kind of appliance that your rich mother-in-law gives you as a wedding gift, because she doesn’t think you can cook.“ McCartney: „Or something that you buy yourself because you’ve always wanted to join a cult but you don’t have the energy for the group sex.“ Die sechs Folgen der ersten Staffel kann man for free auf ihrer Website und auf Youtube sehen.
  • Cynthia Barcomis aktuelles Backbuch Cheesecakes, Pies & Tartes (Mosaik) kam im März raus, und vor einer Weile bei mir auf den Tisch. Ich habe noch nichts daraus gebacken, aber beim Durchblättern klingen Rezepte wie die „New York Cheesecake Bars with Cherry Topping“ oder der „Lemon Meringue Pie“ schon wieder absolut himmlisch.
  • Kirschen. Vielleicht mein liebstes Sommerobst. Schön, dass sie wieder da sind.
  • Miracoli: Food-politisch absolut inkorrekt, aber für mich sind die Nudeln mit der Packungssoße immer noch ein Wohlfühlessen, weil sie mich an Kindheit und Mama erinnern. Gibt’s nicht oft, aber wenn, dann mit Genuss.
  • Die neuen Leser, die mich hier oder auf Facebook gefunden haben. Schön, dass ihr da seid!
  • Vorfreude: Nächste Woche geht das Filmfest München wieder los. Eine meiner Lieblingswochen des Jahres. Kino, Kino, Kino von morgens bis abends – ich freu mich drauf! Und im Juli folgt dann das Fünf Seen Filmfestival. Ich war noch nie dort, aber hoffe darauf, es dieses Jahr endlich mal zu schaffen.

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Kurz habe ich überlegt, diese Liste generell in eine „Gute Laune-Liste“ umzuwandeln, weil es manchmal gar nicht so leicht ist, in einer Woche zehn Highlights zusammenzubringen. Aber dann sind mir doch immer mehr Dinge und Erlebnisse eingefallen, die die Liste gefüllt haben – und das waren keine Verlegenheitspunkte. Also, here we go:

  • Gespräche, die wehtun, aber guttun. Weil sie ehrlich sind und zum Nachdenken anregen. Mit echten Freunden geht sowas. Danke dafür.
  • Kaffee am Küchentisch. Eine Kaffeemaschine im Büro habe ich zwar auch, aber viel toller ist es, sich hin und wieder aus dem Büro zu stehlen und bei meiner Freundin Kerstin, die um die Ecke wohnt, einen Cappuccino aus ihrer tollen Maschine serviert zu bekommen. Dazu gibt es neuerdings immer ganz köstliche
  • Mandorlini, die ich jetzt auch mal nachgebacken habe und nächste Woche hier vorstellen werde.
  • Selbstgebackenes Brot: Wird dank Sauerteig-Backkurs jetzt öfter bei uns gegessen. Aufwändig, aber so lecker!
  • Noch ein Foodie-Podcast. Neulich habe ich ja schon vom The Sporkful Podcast geschwärmt, und jetzt habe ich noch KCRW’s Good Food entdeckt. Herrlich, diese Sendung für Food-Nerds. Da wird dann mal schnell zum Wochenmarkt (in Santa Monica) geschaltet, um über das Gemüse der Woche zu plaudern, ein Rezept für Blumenkohl-Tatar verraten oder ausführlich über die Geschichte des Spritz geredet. Love it.
  • Das Schlüsselbrett, das meine Freundin Jule in ihrer Wohnung hat (hier gibt’s ein ähnliches). Und ihre Gastfreundschaft!
  • Unkompliziert reisen. Mein Kurztrip nach Stuttgart, um eine Führung über historische Kriminalfälle mitzumachen und Jule wiederzusehen war eine schöne Abwechslung. Hin ging es mit dem Megabus,  günstig und pünktlich – die Deutsche Bahn wurde dagegen auf der Rückfahrt allen Vorurteilen gerecht…
  • Mal wieder einen Krimi verschlingen. Die beste Methode, um die Wartezeit auf einen um anderthalb Stunden verspäteten Zug zu überbrücken. Ich hatte mir Val McDermids „Der Verrat“ aus der Bahnhofs-Buchhandlung geschnappt. Fesselnd.
  • Die Pizza im L.A. Signorina, Stuttgart  – und der Antipasti-Teller auch! Ein netter, hipper und freundlicher Laden am Marienplatz. Hier die Facebook-Page.
  • Filme mit Tanz und Gesang. In Cuban Fury kämpft sich ein übergewichtiger Spießer mit Salsa zurück ins Leben, in Make My Heart Fly geht es zur Musik der Proclaimers („…and I would walk five hundred miles…“) um Lieben und Leiden in Edinburgh (beide bei Amazon Prime). Großartig für einen verregneten Nachmittag.

Kehrwoche2

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Auf das Wetter als Gute-Laune-Macher kann man sich diese Tage ja nicht so recht verlassen, aber ich habe ein paar andere Dinge, die mich beglücken:

  • Kinoglück: Gerade habe ich entdeckt, dass der Münchner Drehbuchautor und Regisseur Ralf Westhoff, dessen Filme „Shoppen“ und „Wir sind die Neuen“ ich einfach großartig finde, im Münchner Monopol Kino eine Filmreihe kuratiert: Beste Gute Filme nennt sich das, und soll Aufmerksamkeit auf tolle Filme lenken, die sonst vielleicht ein wenig untergehen/gegangen sind. Aber auch wer nicht in München wohnt, kann sich die Filmtipps als Newsletter schicken lassen oder auf der Website stöbern und die Filme anschließend online, auf DVD oder teilweise noch im Kino gucken. Die Filmreihe im Monopol läuft immer sonntags um 19.30 Uhr. Das kollidiert natürlich mit dem „Tatort“, aber ich hoffe, dass ich es trotzdem bald mal dort hin schaffe. Am 17.4. läuft „Whiplash“, am 24.4. vermutlich „The Lobster“.
  • Theaterrestaurant: Seit ein paar Monaten ist das Restaurant beim Münchner Volkstheater (vormals Volksgarten, dann Volksküche) neu bestückt: Es heißt jetzt Meschugge und wird von     den Betreibern des „Schmock“ geführt. Auf der Karte: eine Mischung aus israelischen, arabischen und internationalen Gerichten. Wir hatten unter anderem die israelisch-arabischen Vorspeisen mit Hummus, nein „Chummus“, Falafel und Tabbouleh (15 Euro) und waren sehr zufrieden. Nette Location, super netter Service.
  • Handgemachtes: Nach dem Meschugge ging es ein paar Schritte weiter, ins Volkstheater. Da las im Rahmen von Krimi im Foyer diese Woche Friedrich Ani, der coole Hund, aus seinem neuesten Tabor Süden-Roman, „Der einsame Engel“, und die Max Bronski Band ließ es krachen.
  • Vorfreude: Ich habe mich gerade ein wenig auf Kindle-Diät gesetzt, weil das unkontrollierte Auffüllen meines E-Readers die Kosten doch ein wenig in die Höhe getrieben hat. Jetzt leihe ich wieder aus der Stadtbibliothek – und genieße das schöne Gefühl, auf den Lesegenuss erst einmal ein wenig warten zu müssen, wenn ich ein neues Buch in meine Neuhausener-Filiale bestellt habe. Heute kann ich zum Beispiel „Amerikanische Gefühle“ von Susanne Heinrich abholen.
  • Nachfreude: Schön, wenn man in alten Notizbüchern liest und dabei kleine vergessene Schätze entdeckt. Sprüche und Gedanken, die ich mal notiert und jetzt wieder gemocht habe.
  • Kirschblüten: Immer noch, auch wenn sie jetzt bald wieder weggeweht sind: Wie herrlich ist diese kurze, intensive Blütenpracht!
  • Noch mehr Frühlingszeichen: Die Statuen im Nymphenburger Park sind wieder ausgepackt und in der Patisserie Lehmann (Holzstraße 22) haben sie endlich wieder die Eistheke rausgeholt (und befüllt).
  • Granatapfel und Rhabarber: Beides liebe ich und beides steckt in diesem Rezept von der I Quit Sugar- Website, das bestimmt bald in meiner Küche gebacken wird.
  • Beisammensein: Um sich in einer größeren Gruppe gut zu unterhalten, ist es im Augustiner Klosterwirt ein wenig zu laut, aber das Essen war gut, die Bedienung fix und das dortige Treffen unseres Dinnerclubs war trotzdem mal wieder ein wunderbarer Abend.
  • Wie lustig Wein macht: Das zeigt diese Fotoserie von Marcos Alberti mit Porträts nach null, einem Glas, zwei oder mehr Gläsern Wein. Großartig.