10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Viel Grüße aus Asheville, North Carolina. Ich habe mal wieder ein paar Dinge aufgeschrieben, die mir das Leben gerade schöner machen. Wie sieht es bei euch aus?

  • In einer anderen Zeitzone sein
    Ich bin gerade auf Besuch bei meiner ehemaligen Gastfamilie aus dem Schüleraustausch. Damals lebten sie alle in Concord, North Carolina, jetzt haben sie sich kreuz und quer verteilt: Eine Gastschwester lebt mit Mann und Tochter in der Nähe von Boston, Massachusetts (dort war ich letzte Woche), die andere in Asheville, North Carolina (dort bin ich gerade), der Gastbruder in Durham, North Carolina, und schließlich die Gasteltern in der Nähe von Washington, D.C.. Ich klappere sie alle nacheinander ab und bin dabei eine Art digital nomad, arbeite also ein bisschen aus der Ferne für meine deutschen Auftraggeber. Das Tolle daran: Wenn ich hier so gegen halb sieben aufstehe, ist der Tag in Deutschland schon halb rum – und die E-Mails, die ich sonst alle einzeln abgefangen hätte, kommen jetzt in einem Batzen. Nur zu bestimmten Zeiten meine Mails zu checken, wollte ich mir schon längst mal angewöhnen, denn so ist das viel effektiver. Vielleicht klappt die Umstellung ja jetzt. Auch irgendwie sehr schön: Die Vorstellung, dass in Deutschland schon alle schlafen, während hier Nachmittag und Abend in vollem Gange sind.
  • Im Alltag mitschwimmen
    Ich klappere hier also meine Lieblingsamis ab. Die lassen mich in ihren Gästezimmern schlafen und sorgen für Entertainment – müssen aber ganz normal arbeiten. Ich finde das wunderbar, denn so bekomme ich mit – wie damals beim Schüleraustausch – wie das so ist, das ganz normale Leben hier in den USA. Von der Kinderbetreuung (die Anderthalbjährige ist in der Daycare, die sie gruseliger Weise „school“ nennen, als könne der Ernst des Lebens nicht früh genug beginnen) über die Podcasts, die sie hören, die Nachrichten, die sie gucken (Comey-Investitgation, Basketball Playoffs sind gerade die großen Themen), die Jobs, die sie haben, und das Essen, das sie kochen. Meine Gastschwester Melissa ist ganz begeistert von ihrem „Instantpot“, eine Mischung aus Slow Cooker und Schnellkochtopf, und Bethany hat mir im Slow Cooker ihren Lieblings-Linseneintopf gekocht. Viele kleine Schnipsel, aus denen ich ein Bild bastele, wie es ihnen so geht, und mit denen wir uns einander wieder annähern.
  • Ein neuer Podcast-Fund
    Der Mann meiner Gastschwester ist wie ich ein großer Podcast-Fan. Wir haben unsere Playlists verglichen, und ein paar seiner Empfehlungen habe ich gleich aufgenommen. Allen voran: Wait Wait…Don’t Tell Me! Eine Comedy-Quiz-Show, die aktuelle Nachrichten in Entertainment verwandelt – intelligent und urkomisch.
  • Kino-Dekadenz
    Auch wenn ich hier „nur so halb“ im Urlaub bin, gönne ich mir doch ein paar schöne Auszeiten. Gestern zum Beispiel eine Kinovorstellung am Nachmittag. Eigentlich wollten wir ja „Wonder Woman“ sehen, aber dafür gab es nur noch Plätze in der ersten Reihe. Deswegen sind wir auf „Baywatch“ umgeschwenkt. Sehr albern, aber lustig. Das Beste aber war das Kino, in dem wir waren: Da konnte man die Sitze zurückfahren, eine Fußstütze hoch – wie zuhause auf dem Sofa. Ein kleines Klapptischchen fürs Popcorn und Halterungen für die XXL-Getränkebecher gab es natürlich auch.
  • Film-Vorfreude
    Apropos Kino: Wenn ich zurück bin in München, beginnt bald das Filmfest München – meine Lieblingswoche des Jahres. Ich bin schon eifrig dabei, mir mit Hilfe des Festivalplaners mein Programm zusammenzustellen. Kino von morgens bis abends – ein Traum!
  • Zwei gute Stunden
    Eine Film-Empfehlung: Im Kleinstadtkino von Dedham, Massachusetts, habe ich mir, ebenfalls in einer Nachmittagsvorstellung, den Film Their Finest (deutsch: Ihre beste Stunde) angesehen. Ich dachte eigentlich, dass ich keine Zweiter Weltkrieg-Filme mehr sehen kann, aber das Thema, eine Frau, die ins Drehbuchgeschäft stolpert, hat mich interessiert, und Hauptdarstellerin Gemma Arterton mag ich auch sehr. Und dann wurde ich so richtig schön emotional durchgewalkt, wie ich es mag, und hatte zwei wirklich gute Stunden mit diesem Film. Ab 6. Juli auch in Deutschland zu sehen (und kurz vorher auf dem Filmfest München).
  • Ein Roman mit Boston-Flair
    Zufällig sehr passend: Ich hatte mir den Roman Since We Fell von Dennis Lehane auf den Kindle geladen, ohne zu wissen, dass der zu einem großen Teil in Boston spielt, wo ich mich gerade befand. Die Story: Eine Liebesgeschichte samt Psychothriller.
  • Kulinarische Nostalgie
    Diese Reise ist für mich auch ein „trip down memory lane“: Immer wieder schwappen Gedanken hoch an mein siebzehnjähriges Selbst, das damals zum Schüleraustausch hier ankam. Ganz eng verknüpft sind diese Erinnerungen mit dem Essen, das es damals gab. Aus dieser Zeit stammt zum Beispiel meine Vorliebe für Chocolate Chip Cookies, Tex-mex-Küche, Thanksgiving Dinner und mehr. Meine Gastschwester Melissa hat mir ein kulinarisches Willkommenspaket zusammengestellt, und darin befand sich außer einem Chocolate Chip Cookie-Mix und anderen Süßigkeiten auch ein Sixpack Sun Drop. Das ist eine neongelbe Limonade, die in den Südstaaten sehr beliebt ist, irre viel Koffein enthält und so ähnlich schmeckt wie Mountain Dew (falls das jemandem etwas sagt). Was habe ich die damals geliebt! In Concord gab es eine Sun Drop-Fabrik, die wurde jedoch letztes Jahr geschlossen, wie ich jetzt gelernt habe. Mittlerweile gehört die Marke zur Dr Pepper Snapple Group und ich habe mir Softdrinks total abgewöhnt. Aber für Sun Drop musste ich natürlich eine Ausnahme machen. Tja, was soll ich sagen: Die Erinnerung war besser als der tatsächliche Geschmack. Wie gut, dass sich manche Dinge eben doch ändern…
  • Kulinarische Neuentdeckungen
    In Massachusetts haben sie versucht, mich für Lobster Rolls zu begeistern, die lokale Spezialität. Bei Marvel’s Lunch Box in Hull gab’s ganz gute, aber mein neuer Lieblingssnack wird das nicht. Dann schon eher „Shrimp and Grits“, eine Südstaaten-Spezialität, die Melissas Mann Bary gestern Abend für uns gezaubert hat.
  • Yoga mal anders
    Auch wenn ich meine Yogalehrerin quasi dabei habe (in Form der Yogamour-DVDs von Bärbel Mießner), schnuppere ich doch gern mal in fremde Studios rein. Bei Yoga Now in Dedham muss man durch einen Coffeeshop gehen, um zum Übungsraum zu gelangen. Bei Inspired Change Yoga in Asheville bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen und musste eine Weile rätseln, warum die Lehrerin immer „Sayonara“ murmelte, nachdem sie uns in den nach unten schauenden Hund geleitet hatte. Bis ich dann darauf kam. Sie meinte: „Sigh out.“ – tief ausatmen. Das sollte man in der Tat nicht vergessen. Habt ein schönes Wochenende!
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10 Dinge, die mir gerade gute Laune machen

Huch, was war ich in letzter Zeit blogfaul! Ich stelle gerade fest, dass ich seit Wochen, nein, Monaten, hier nichts geschrieben habe. Vom Winterschlaf direkt in die Frühjahrsmüdigkeit. Kein Sterbenswörtchen über den Februar, den wir in Südafrika verbracht haben. Wer mir auf Facebook oder Instagram folgt, konnte immerhin ein paar Bilder sehen. Das Bild oben zeigt die Strandpromenade von Sea Point. Und vielleicht schaffe ich es hier ja auch noch mit ein paar Recaps. Und ich will auch gar nicht übers Nicht-Schreiben schreiben, sondern lieber wieder mit dem Schreiben anfangen. Ein paar Dinge, die mir gerade gute Laune machen:

  • Digital-Kunst: Es gibt jetzt verschiedene  Frida-Kahlo-Emoji. Wie cool ist das denn, bitte?!
  • Endlich: Ein RomCom-Podcast. In You Had Us At Hello* plaudern zwei Fachleute über das Genre der Romantic Comedy und die neuesten Beispiele: Billy Mernit, Script-Consultant und Autor des Ratgebers Writing the Romantic Comedy, und Drehbuchautorin Tess Morris, die zum Beispiel die sehr nette Komödie Es ist kompliziert…! geschrieben hat (z.B. auf Amazon oder Netflix zu sehen), in der die wunderbare Lake Bell und Simon Pegg mitspielen. Bislang gibt es erst eine Folge, und so ganz haben sie das mit der Lautstärkeregelung noch nicht raus, aber die zwei sind einfach charmant, und für RomCom-Enthusiasten wie mich ist es einfach schön, anderen beim Enthusiasmieren zuzuhören (auf Englisch).
  • Noch ein Podcast, diesmal ein deutscher, den ich gerade erst entdeckt habe: Durch die Gegend. Der Name ist Programm: Journalist und Radiomoderator Christian Möller interviewt Menschen beim gemeinsamen Spaziergang. Ich habe mir die Folge mit Schriftsteller David Wagner angehört. Er sagt „Gehen massiert das Gehirn“. Gefällt mir.
  • Feuerwehr-Drama: Die Serie Chicago Fire hätte ich für Mr. B beinahe mal ruiniert, weil ich anmerkte, dass dort in richtig dramatischen Gesprächen garantiert immer irgendwann der Alarm schrillt und die Mannschaft zu einem Einsatz gerufen wird. Daraufhin guckte er mich erst immer ein wenig vorwurfsvoll, dann belustigt an, wenn das in einer Folge passiert. Aber selbst dieser Dramaturgie-Spoiler konnte unsere Begeisterung für das Leben und Lieben auf der Feuerwache nicht trüben. Wir sind mittlerweile mit Staffel 5 durch und warten auf Nachschub. Bitte, bitte, bitte, noch ein structure fire (Gebäude-Brand), die sind immer so schön dramatisch.
  • Mein neuer Wasserkocher. Gesehen bei Freunden, musste ich dieses tolle Teil von Bosch jetzt auch haben. Guter Grund: Unser vorheriger Wasserkocher hat beim Schütten immer böswillig getropft, so dass oft einiges daneben ging. Aua. Der neue macht das nicht, und ist sogar noch viel toller, weil man bei ihm die gewünschte Temperatur auswählen kann: 70, 80, 90 oder 100 Grad. Tee-Kenner wissen bestimmt genau, bei welcher Temperatur und wie lange irgendein Oolong, Matcha oder sonst etwas gebrüht werden muss, ich weiß nur: bei 70 Grad kann ich meinen Roibos sofort trinken, 80 Grad sind perfekt, wenn ich mir erst noch eine Scheibe Brot toasten und mein Rührei braten will.
  • Koch-Inspiration: Ich hatte schon lange einen Gutschein für den Lebensmittel- und Rezepte-Lieferanten Hello fresh herumliegen und fand das Konzept super: Man bekommt Rezepte mit der genau passenden Menge an Lebensmitteln, allerdings nicht wie beim Kochhaus in einem Laden, sondern direkt nach Hause geliefert. Das will ich jetzt endlich mal ausprobieren. Mit einem Tag Verspätung (weil der Bote es nicht wie gewünscht im Treppenhaus abgestellt hatte) kam heute alles an, und ich freue mich darauf, heute Abend loszukochen.
  • Blaumachen. Auch wenn ich gar nicht so richtig weiß, wie das geht, ist so ein freier Nachmittag hin und wieder doch wirklich eine fantastische Sache.
  • Yoga. Bei der wunderbaren Bärbel von Yogamour. Im Urlaub hatte ich sie auf DVD dabei, jetzt kann ich sie endlich wieder live genießen. Ommmmm.
  • Meine Bücherhalle. Die Stadtbibliothek München, die bei uns in Neuhausen eine super Auswahl hat und einem auch (fast) alles bestellt, was man haben möchte. Ich möchte gerade Eva Menasses Tiere für Fortgeschrittene und den neuesten Tana French-Krimi Gefrorener Schrei haben. Habe ich dann auch bekommen.
  • Backen. Habe ich am letzten Wochenende nach langer Zeit endlich mal wieder gemacht. Hach, war das schön. Das Ergebnis gibt es hoffentlich am Sonntag hier: südafrikanische Rusks.

 

*Natürlich eine Anspielung auf das berühmte Zitat „You had me at hello“, mit dem Renée Zellweger Tom Cruises Liebesmonolog in „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“ beantwortet.

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, die ganz, ganz feste hofft, dass dieses frische Jahr um einiges besser wird als das abgenutzte, das gerade vergangen ist. Nicht nur hier auf dem Blog ging mir zum Ende ein wenig die Puste aus. Zu viel schlimme Nachrichten, zu wenig gute, und dazu noch der ganz normale Alltagsquatsch. Das muss anders werden, auch wenn ich (oder weil ich?) dazu keine lange, schlaue Liste mit Vorsätzen habe. Ich lass das mal. Stattdessen gucke ich lieber, was bis jetzt schon ziemlich schön war:

  • Ein Besuch in Hamburg und Mecklenburg, bei meiner Familie. Auch wenn ich zwischenzeitlich flachgelegen habe, war es doch schön, die vertrauten Gesichter mal wieder zu sehen.
  • Besonders: Nichte und Neffe, die mir begeistert ihren Knetsand à la Frozen vorführten. Ob sie so viel Spaß am von mir mitgebrachten und vorgelesenen Kinderbuch Der Miesepups hatten wie ich? I hope so!
  • Ein neues Sweatshirt von Femme de Marin mit Walt Whitman-Zitat. Genauer: „Oh Captain! My Captain“, wohl besser bekannt als Zitat aus dem tollen Film Der Club der toten Dichter. Gefunden bei Su in der Schanze.
  • Ein großes Lesevergnügen. So schnell bin ich wohl lange nicht mehr durch einen Roman gebrettert, wie durch die herrliche, traurig-schöne Familiensaga Als wir unsterblich waren von Charlotte Roth, von Mama empfohlen.
  • Butterkuchen. In München selten gefunden, in Hamburg dafür umso mehr genossen. Dafür habe ich sogar meine „Kein Zucker“-Parole kurzzeitig gelockert.
  • Serie 1: Call the Midwife: Die Serie über Hebammen im Londoner East End der 50er und 60er Jahre verfolge ich schon seit Staffel 1. Mittlerweile sind es fünf, die sechste soll dieses Jahr kommen, und meine Begeisterung ist ungebrochen. Im aktuellen Holiday-Special reisen sie sogar nach Südafrika. Bei Netflix.
  • Serie 2: Deadbeat: Schönes Kontrastprogramm zu den hochmoralischen Nonnen und Hebammen aus Call the Midwife: Marihuana-Fan und Medium Pac aus der Serie Deadbeat. Der Schluffi mit Plauze kann Geister sehen und sorgt mit unorthodoxen Methoden dafür, dass diese letzte unerledigte Dinge beenden und „ins Licht gehen“ können. Staffel 3 hat eine ganze Reihe Charaktere aussortiert, macht aber noch genauso viel Spaß wie die vorigen. Bei Amazon.
  • Serie 3: Designated Survivor. So, so amerikanisch, aber leider einfach echt fesselnd. Die Serie über einen Hinterbänkler im amerikanischen Kongress, der als (beinahe) einziger Überlebender eines Terror-Angriffs auf die Regierung plötzlich Präsident wird. Und wer würde nicht lieber Kiefer Sutherland als POTUS sehen als Witzfigur Donald Trump? Bei Netflix.
  • Listen machen. Die Vorfreude auf den anstehenden Urlaub in Südafrika wächst, und vor allem meine Liste, welchen tollen Restaurants diesmal besucht werden sollen, wird immer länger. Auf jeden Fall dabei: The Short Market Club, der neueste Streich von Luke Dale-Roberts, Chef des Potluck Club, eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants in Kapstadt.
  • Granatäpfel. Zur Zeit mein liebstes Obst. Nicht nur, weil die rubinroten Kerne so hübsch aussehen, sondern auch, weil sie so köstlich schmecken. Und das Herauspflücken aus der Schale ist eine schöne Meditationsübung.

 

10 Dinge, die mir gerade gute Laune machen

Huch, ist tatsächlich schon wieder über ein Monat vergangen, seit ich das letzte Mal gebloggt habe? Na sowas. Da kam wohl das Leben in die Quere. Und schlechtes Wetter, schlechte Laune, die Arbeit, und, und, und. Aber es ist zwischendrin natürlich auch immer viel Schönes dabei. Und das soll hiermit wieder einmal gewürdigt werden.

  • Yoga mit Bärbel von Yogamour: Viel zu lange habe ich es nicht in ihre schöne Sonntagsstunde geschafft, jetzt war ich wieder dort, und es war so wunderbar. Sie ist einfach der Hit.
  • Adventsrituale: Was nicht fehlen darf: Dass ich genervt bin, weil meine Mutter im November schon wissen will, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Woher soll ich das denn wissen?! (Heimlich freue ich mich natürlich, dass ich einen Wunschzettel schreiben und mich vorfreuen darf.) Was auch nicht fehlen darf: Der schöne Kalender Der andere Advent, den sie mir jedes Jahr schickt. Besinnliches, Poetisches, vom Ersten Advent bis zum Dreikönigstag.
  • Ohrenwärmer: Fast 20 verschiedene Podcasts, die ich mehr oder weniger regelmäßig höre, sind mittlerweile auf meinem iPhone abonniert. Momentan mein Favorit: The Dinner Party Download, eine muntere „Arts & Leasure“-Sendung, in der die Moderatoren  Rico Gagliano und Brendan Francis Newnam mit Prominenten plaudern, Etikette-Fragen beantworten, über Essen reden und Musik und Cocktails vorstellen. Ziemlich runde Sache (auf Englisch).
  • Ein schöner Abend: Sehr viel Spaß hatten wir gestern beim Konzert von Lions Head im Backstage (bis auf das lange Anstehen draußen in der Kälte, kein Spaß). Gute Stimmung, schöne Ohrwürmer (wie When I Wake Up) und eine lustige Wortneuschöpfung von Sänger Iggy: „Schmerzkopf“.
  • Noch ein schöner Abend: Im imposanten Prinzregententheater gaben die Studenten der Bayerischen Theaterakademie das Musical Big Fish zum Besten (genau, wie der Film mit Ewan McGregor). Großartig! Das Filmdrehbuch stammt übrigens aus der Feder von John August, dessen Drehbuch-Podcast Scriptnotes ebenfalls zu meinen Lieblingen zählt.
  • Viele nette Abende: Zur Vorbereitung auf die vier neuen Folgen Gilmore Girls bei Netflix haben Mr. B und ich angefangen, die alten Staffeln (noch einmal) zu gucken. Fastfood, Kaffee ohne Ende, Liebesdramen und die absurd schnellen Dialoge von Lorelai und Rory – ein großer Spaß. Ob ich die neuen Folgen aber dann tatsächlich noch sehen will? Hmmm. Vielleicht doch lieber die schönen Erinnerungen behalten?
  • Souvenir I: Womit die Girls aber auf keinen Fall mithalten können: meiner allerliebsten Lieblingsserie of all time, Friends. Darum habe ich Mr. B den einwöchigen Urlaub in L.A. ohne mich auch sofort verziehen, als er mit einer Central Perk-Tasse (das Stammcafé der Friends) für mich zurückkam.
  • Souvenir II: Vom Zwischenstopp in London hatte er noch das britische Foodie-Magazin olive im Gepäck. Immer eine willkommene Lektüre.
  • New Kid On The Block: In meiner Nachbarschaft in Neuhausen hat ein neues Café (wieder)eröffnet: Der ehemalige Hollabusch ist jetzt das Marita Café (Schulstraße 34). Ich war noch nicht da, freue mich aber über den Neuzugang in der Hood.
  • Good Girls Revolt: Die Amazon-Serie, die uns bereits nach dem Piloten angefixt hatte, haben wir jetzt flott durchgeschaut. Die Story: In den 60ern gehen die Frauen beim Magazin News of the Week auf die Barrikaden, weil sie nicht selbst schreiben und Reporter sein dürfen, sondern nur den Männern unter die Arme greifen. Nach einer wahren Geschichte, spannend und eine Augenweide (die Kostüme! die Frisuren!). 

     

     

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Filme, Filme, Filme – so sah meine Woche aus, bzw. die vergangenen 9 Tage auf dem Münchner Filmfest. 9 Tage und 28 Filme später bin ich erschöpft, aber glücklich (und muss mich dringend mal wieder bewegen). Nicht alle meine Gute-Laune-Macher haben mit dem Filmfest zu tun, aber doch die meisten…

  • Ausnahmezustand: Wenn Filmfest ist, gelten andere Regeln als sonst, das Leben ist aufregender, die Nächte kürzer und die Tage voller. Ich liebe das.
  • Ein Vortrag von Steve Kaplan: „Warum lacht ihr nicht?“, lautete die Frage, die der Comedy-Guru versuchte, in seinem Vortrag zu beantworten. Dabei wurde jedoch wirklich viel gelacht. Lehrreich und lustig.
  • Der münchnerischste Film des Festivals: So zumindest wurde Dinky Sinky in der Vorführung angepriesen. Eine lakonische Komödie, in der das Leben einer Sportlehrerin mit Kinderwunsch aus dem Ruder läuft. Drehbuch und Regie von HFF-Absolventin Mareille Klein, die dafür den Förderpreis Neues Deutsches Kino für das beste Drehbuch bekam. Verdient! Achja, und der Titel erinnert an die Akronyme DINK (double income no kids) und SINK (single income no kids).
  • Ein München-Krimi: Ein weiterer Film aus der von mir sehr geschätzten Reihe „München Mord“ wurde auf dem Filmfest gezeigt: Wo bist du, Feigling?, basierend auf einer wahren Geschichte. Demnächst im TV.
  • Ein Allgäu-Krimi: Im Fernsehen waren die Kommissar Kluftinger-Filme mit Herbert Knaup bislang an mir vorbeigegangen – aber diesmal hatte ich sehr viel Spaß an dem mit viel Gusto westernmäßig inszenierten Schutzpatron.
  • Eine Coming-of-Age-Geschichte: Ein amerikanischer Indie-Film, der in Deutschland spielt, in Heidelberg, um genau zu sein: Dorthin ist der dreizehnjährige Morris aus Amerika mit seinem Vater hingezogen – und hasst es. Er spricht die Sprache kaum, hat keine Freunde – bis er sich in das coolste Mädchen im Jugendclub verliebt… Ab 3. November im Kino.
  • Ein lustiger Kostümfilm: Mein letzter Film auf dem Festival war Love & Friendship, basierend auf der recht unbekannten Jane Austen-Novelle „Lady Susan“ und die wohl bislang witzigste Jane Austen-Verfilmung, die ich gesehen habe. Mit der wundervollen Kate Beckinsale in der Hauptrolle der intriganten Lady Susan. Ab 29. Dezember bei uns im Kino.
  • Eine Gastro-Neuentdeckung: Die netten Mädels von Frieder Film hatten mich auf ihren Empfang eingeladen. Bei der Gelegenheit war ich zum ersten Mal im sehr netten Tagescafé Stenz (Lindwurmstraße 122) in Sendling. Es gab zum Beispiel perfekt geschmortes Gulasch und eine fatale Mousse au Chocolat. Den Laden kann man auch für Veranstaltungen mieten – sehr zu empfehlen!
  • Italien-Flair in München: Jetzt schon nicht mehr so ganz neu, für mich aber schon: Das Eataly in der Schrannenhalle, Restaurant, Feinkostladen und Event-Location. Ich war zur Präsentation des neuen DelikatEssen dort und sehr angetan.
  • Ein Klassiker mal komisch: Erinnert sich noch jemand an die letzte Szene aus „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“? Wie Hugh Grant Andy McDowell im strömenden Regen einen Nicht-Heirats-Antrag macht? In der „Graham Norton Show“ interpretiert Hugh Grant die Szene noch einmal neu, und von Romantik ist hier keine Spur mehr: Großartig, wie sein Gesicht immer wieder zuckt, weil er sich so sehr das Lachen verkneifen muss…

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

In einer eher durchwachsenen Woche gab es doch ein paar schöne Sachen. Meine Highlights:

  • Dieses Bild, das meine Großmutter beim Wandern zeigt. Mit einem roten Schirm! Ist das nicht herrlich? Ich habe es beim Dia-Einscannen entdeckt.
  • Diese Straße: Wir haben einen Kurztrip nach Hamburg gemacht, um den 70. Geburtstag meiner Mutter (noch einmal) zu feiern. Und in der (wenigen) freien Zeit in der Marktstraße Karoviertel in ein paar schöne Shops geschaut, z.B. ins Shirtlab (Marktstraße 16) für originelle T-Shirts und in den Upcycling-Laden Lockengelöt (Marktstraße 114), wo es nicht nur Couchtische aus Ölfässern, sondern auch diese Schlüsselbretter aus alten Büchern gibt, über die ich mich hier vor einer Weile schon mal gefreut hatte. Hier gibt’s noch mehr Tipps fürs Karoviertel vom Hamburger Abendblatt.
  • Podcast 1: Mittlerweile habe ich so viele Podcasts abonniert, dass ich mit dem Anhören kaum hinterherkomme. Aber ich tue mein Bestes! Einer meiner neuen Lieblinge: Dear Sugar Radio von WBUR. Autorin Cheryl Strayed („Der große Trip“) berät zusammen mit Steve Almond Menschen in Lebenskrisen. „Dear Sugar“ gab es früher als Ratgeber-Kolumne (und Cheryl Strayeds Texte dafür dann gesammelt als Buch, jetzt als Der große Trip zu dir selbst auf deutsch erschienen). Hier habe ich schon mal davon geschwärmt. Das Prinzip des Podcasts ist ähnlich: Anonyme Briefeschreiber schildern ein Problem, und Almond und Strayed beraten, erklären und geben Denkanstöße, warmherzig, klug und verständnisvoll. Wirklich toll.
  • Podcast 2: Im Scriptnotes Podcast plaudern die Hollywood Drehbuch-Autoren John August und Craig Mazin kompetent und unterhaltsam (auf englisch) übers Drehbuchschreiben. Von ihnen stammt auch der Tipp für den nächsten Gute-Laune-Macher:
  • Eine Food-Webserie: In The Katering Show parodieren die Australierinnen Kate McLennan und Kate McCartney die typischen überperfekten Youtube-Koch-Shows und nehmen den Hype ums Essen auf die Schippe. Die eine gibt die übereifrige Koch-Enthusiastin, die andere kann wegen ihrer Unverträglichkeiten fast nichts essen, gemeinsam erleben sie „The journey of a food intolerant and an intolerable foodie“. Schräg und herrlich albern. Ein Beispiel? Das Phänomen Thermomix beschreiben sie so: McLennan: „It’s the kind of appliance that your rich mother-in-law gives you as a wedding gift, because she doesn’t think you can cook.“ McCartney: „Or something that you buy yourself because you’ve always wanted to join a cult but you don’t have the energy for the group sex.“ Die sechs Folgen der ersten Staffel kann man for free auf ihrer Website und auf Youtube sehen.
  • Cynthia Barcomis aktuelles Backbuch Cheesecakes, Pies & Tartes (Mosaik) kam im März raus, und vor einer Weile bei mir auf den Tisch. Ich habe noch nichts daraus gebacken, aber beim Durchblättern klingen Rezepte wie die „New York Cheesecake Bars with Cherry Topping“ oder der „Lemon Meringue Pie“ schon wieder absolut himmlisch.
  • Kirschen. Vielleicht mein liebstes Sommerobst. Schön, dass sie wieder da sind.
  • Miracoli: Food-politisch absolut inkorrekt, aber für mich sind die Nudeln mit der Packungssoße immer noch ein Wohlfühlessen, weil sie mich an Kindheit und Mama erinnern. Gibt’s nicht oft, aber wenn, dann mit Genuss.
  • Die neuen Leser, die mich hier oder auf Facebook gefunden haben. Schön, dass ihr da seid!
  • Vorfreude: Nächste Woche geht das Filmfest München wieder los. Eine meiner Lieblingswochen des Jahres. Kino, Kino, Kino von morgens bis abends – ich freu mich drauf! Und im Juli folgt dann das Fünf Seen Filmfestival. Ich war noch nie dort, aber hoffe darauf, es dieses Jahr endlich mal zu schaffen.

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Kurz habe ich überlegt, diese Liste generell in eine „Gute Laune-Liste“ umzuwandeln, weil es manchmal gar nicht so leicht ist, in einer Woche zehn Highlights zusammenzubringen. Aber dann sind mir doch immer mehr Dinge und Erlebnisse eingefallen, die die Liste gefüllt haben – und das waren keine Verlegenheitspunkte. Also, here we go:

  • Gespräche, die wehtun, aber guttun. Weil sie ehrlich sind und zum Nachdenken anregen. Mit echten Freunden geht sowas. Danke dafür.
  • Kaffee am Küchentisch. Eine Kaffeemaschine im Büro habe ich zwar auch, aber viel toller ist es, sich hin und wieder aus dem Büro zu stehlen und bei meiner Freundin Kerstin, die um die Ecke wohnt, einen Cappuccino aus ihrer tollen Maschine serviert zu bekommen. Dazu gibt es neuerdings immer ganz köstliche
  • Mandorlini, die ich jetzt auch mal nachgebacken habe und nächste Woche hier vorstellen werde.
  • Selbstgebackenes Brot: Wird dank Sauerteig-Backkurs jetzt öfter bei uns gegessen. Aufwändig, aber so lecker!
  • Noch ein Foodie-Podcast. Neulich habe ich ja schon vom The Sporkful Podcast geschwärmt, und jetzt habe ich noch KCRW’s Good Food entdeckt. Herrlich, diese Sendung für Food-Nerds. Da wird dann mal schnell zum Wochenmarkt (in Santa Monica) geschaltet, um über das Gemüse der Woche zu plaudern, ein Rezept für Blumenkohl-Tatar verraten oder ausführlich über die Geschichte des Spritz geredet. Love it.
  • Das Schlüsselbrett, das meine Freundin Jule in ihrer Wohnung hat (hier gibt’s ein ähnliches). Und ihre Gastfreundschaft!
  • Unkompliziert reisen. Mein Kurztrip nach Stuttgart, um eine Führung über historische Kriminalfälle mitzumachen und Jule wiederzusehen war eine schöne Abwechslung. Hin ging es mit dem Megabus,  günstig und pünktlich – die Deutsche Bahn wurde dagegen auf der Rückfahrt allen Vorurteilen gerecht…
  • Mal wieder einen Krimi verschlingen. Die beste Methode, um die Wartezeit auf einen um anderthalb Stunden verspäteten Zug zu überbrücken. Ich hatte mir Val McDermids „Der Verrat“ aus der Bahnhofs-Buchhandlung geschnappt. Fesselnd.
  • Die Pizza im L.A. Signorina, Stuttgart  – und der Antipasti-Teller auch! Ein netter, hipper und freundlicher Laden am Marienplatz. Hier die Facebook-Page.
  • Filme mit Tanz und Gesang. In Cuban Fury kämpft sich ein übergewichtiger Spießer mit Salsa zurück ins Leben, in Make My Heart Fly geht es zur Musik der Proclaimers („…and I would walk five hundred miles…“) um Lieben und Leiden in Edinburgh (beide bei Amazon Prime). Großartig für einen verregneten Nachmittag.

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