Chocolate Chip Cookie Dough-Kugeln (vegan)

Aus meiner Zeit als Austauschschülerin in den USA habe ich einige fatale kulinarische Präferenzen mitgebracht. Seit damals, in den 90ern, stehe ich auf trashiges Texmex-Fastfood à la Taco Bell, auf Mac ’n‘ Cheese (feiste Käse-Maccaroni, natürlich aus der Packung) – und Chocolate Chip Cookies. Genauer gesagt, den Teig, aus dem diese Cookies gemacht werden. Den Chocolate Chip Cookie Dough gab es, wie in eine Wurstpelle in Plastik eingeschweißt, in großen Stangen im Supermarkt zu kaufen. Von denen schnitt man Scheiben herunter, um sie zu backen. Wenn es denn überhaupt so weit kam. Meist aßen wir den Teig einfach roh. Was für eine geile Schweinerei. Oder auch Cookie Dough in Eiscreme von Ben & Jerry’s, für mich damals eine echte Offenbarung. Mittlerweile habe ich seit Jahren kein Mac ’n‘ Cheese mehr gegessen, und auch den Cookie Dough verkneife ich mir meistens. Aber als ich im veganen Kochbuch von Oh She Glows ein Rezept für Peanut Butter Cookie Dough Bites entdeckt habe, konnte ich nicht widerstehen. Aus „all natural ingredients“ sind sie gemacht, vegan und glutenfrei. So richtig gesund deswegen natürlich noch lange nicht – aber vielleicht nicht ganz so fies wie der Teig aus der Plastikpelle. Ich habe Erdnussbutter durch Mandelmus ersetzt und statt Haferflocken Reismehl verwendet, weil mir das Ganze zu sehr nach Müsliriegel schmeckte. Jetzt gefallen sie mir so gut, dass ich mich wirklich arg zusammenreißen muss, um sie nicht alle allein zu essen…

CHOCOLATE CHIP COOKIE DOUGH-KUGELN
für ca. 20 Stück

Zutaten:
2 EL Kokosöl
2 EL Mandelmus
70 g Ahornsirup
1 Msp gemahlene Vanille
125 g Reismehl*
60 g gemahlene Mandeln
1/4 TL Salz
2 EL Schokotröpfchen

Zubereitung:
Kokosöl, Mandelmus, Ahornsirup und Vanille in einer Schüssel mit dem Mixer verquirlen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Nach und nach die restlichen Zutaten hinzufügen und vermischen, ganz zum Schluss die Schokotröpfchen. Mit den Händen walnussgroße Kugeln daraus formen. Die Kugeln ins Gefrierfach geben und etwa 5 bis 10 Minuten fest werden lassen. Danach kann man sie in einem Gefrierbeutel im Kühlfach aufbewahren.

 

*Wer nichts gegen Weizen hat, kann natürlich auch Weizenmehl verwenden.

 

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Sonntagsbäckerei: Veganes Banana Bread

Weil ich mich in letzter Zeit vor allem in meinem Newsletter tummele, war es hier auf dem Blog ein wenig still. Aber dieses Rezept ist so gut, das muss ich einfach teilen. Ich habe es bei Minimalist Baker gefunden und ein wenig abgewandelt – vor allem, weil ich finde, dass in ein ordentliches Banana Bread unbedingt Walnüsse gehören. Eier dagegen müssen, wie ich jetzt festgestellt habe, nicht unbedingt sein, die kann man wunderbar durch eingeweichte Chiasamen ersetzen. Da dieses Bread ja nun mehr Kuchen als Brot ist, schmeckt es sehr gut zum Kaffee oder Tee, auch als süßes Frühstück. Ein bisschen Butter drauf ist lecker, aber natürlich nicht vegan. Dann vielleicht stattdessen Mandelmus nehmen. Der Kuchen ist saftig und sehr gehaltvoll, mit ein bisschen Crunch durch die Walnüsse.

VEGANES BANANA BREAD
für eine Kastenform

Zutaten:
3 mittelgroße, sehr reife Bananen
1 Msp gemahlene Vanille
1 Chia-Ei: 1 EL Chiasamen, eingeweicht in 2,5 EL Wasser, bis die Masse eine gelartige Konsistenz hat
3 EL Kokosöl, flüssig
110 g brauner Zucker
3/4 TL Salz
1/2 TL Zimt
120 ml cup Hafer- oder Mandelmilch, ungesüßt (evtl. etwas mehr, wenn der Teig zu trocken ist)
150 g Reismehl
120 g gemahlene Mandeln
100 g Haferflocken
1 Päckchen Backpulver

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden. Die Bananen in einer Rührschüssel mit dem Stabmixer pürieren. Vanille, Chia-Ei, Zucker, Salz, Zimt und Hafermilch unterrühren. Reismehl, Mandeln, Haferflocken und Backpulver in einer zweiten Schüssel vermischen, dann nach und nach unter die Flüssigmischung geben. Evtl. mehr Hafermilch dazugeben, wenn der Teig zu trocken wirkt. 60 bis 75 min backen; mit Backpapier abdecken, wenn der Kuchen zu dunkel wird. Aus dem Ofen nehmen und eine Stunde auskühlen lassen, damit er beim Schneiden nicht zerbröselt. In Scheiben geschnitten, lässt sich das Banana Bread gut einfrieren und im Toaster wieder auftauen.

 

Sonntagsbäckerei: Cynthia Barcomis New York Cheesecake

Sag zum Abschied leise „Cheesecake!“. Morgen bin ich zum letzten Mal in der Redaktion, in der ich die letzten Monate als Urlaubs- und Schwangerschaftsvertretung aushelfen durfte. Als kleines Dankeschön an die Kolleginnen  und Kollegen werde ich diesen Cheesecake in die Küche stellen und dann mal gucken, was passiert. Das Rezept stammt, wie so oft, wenn ich backe, von Cynthia Barcomi. Good old Cynthia! Ihr Banana Cheesecake with Blueberry Topping war das erste, was ich jemals für den Blog gebacken habe. Sie weiß einfach, wie das geht. Auf einem Pressetermin habe ich sie schon einmal live erlebt, sie ist wirklich eine force of nature, es macht einfach Spaß, ihr dabei zuzusehen, wie sie in der Küche herumwirbelt. Außerdem habe ich gerade Fernweh, da klingt alles mit „New York“ im Titel ziemlich verlockend (trotz Trump). Der Boden wird eigentlich mit Keksbröseln gemacht, aber da es bei uns ja keine „Graham Cracker“ gibt, imitiert Cynthia sie (verdammt gut). Der Cheese-Teil besteht aus zwei Schichten, einer „Füllung“ mit Frischkäse und einer „Glasur“ mit Saurer Sahne, die etwas weicher ist. Alles zusammen schmilzt wunderbar im Mund zusammen, das habe ich an einem kleineren Probe-Cheesecake getestet. Das Kirsch-Topping dazu stammt aus einem anderen Rezept, passt aber wunderbar (und sieht gut aus). Happy Sunday!

NEW YORK CHEESECAKE
Quelle: Cynthia Barcomi: Cheesecakes, Pies & Tartes
für eine Backform mit 23 cm Durchmesser
Zutaten:
Für den Graham-Cracker-Boden:
90 g Mehl
50 g Weizenvollkornmehl
15 g Weizenkleie
45 g Muscovado-Zucker (ich habe einfach normalen braunen Zucker genommen)
1/4 TL Vanillesalz (oder einfach Salz mit einer Prise Vanillepulver)
1/4 TL Zimt
1/4 TL Natron
1/4 TL Backpulver
120 g Butter, weich
1 EL Honig (oder etwas weniger, ist sehr süß)
1 TL Vanilleextrakt
Für die Füllung:
430 g Frischkäse
110 g Zucker
2 Eier
1 TL Zitronensaft
1/2 TL Vanillesalz
Für die Glasur:
460 g Saure Sahne
2 EL und 1 TL Zucker
1 Prise Salz
1/2 TL Vanilleextrakt
Abrieb von einer unbehandelten Zitrone
Zubereitung:
Graham-Cracker-Boden: Ofen auf 175 Grad Umluft oder Unterhitze vorheizen. Backform reinbuttern. Beide Mehlsorten, Weizenkleie, Muscovado-Zucker, Vanillesalz, Zimt, Natron und Backpulver in einer Schüssel vermengen. Mit Küchenmaschine oder Handmixer Butter und Honig einarbeiten, gefolgt von Vanilleextrakt. Nur kurz vermengen. Den Teig fest an den Boden der vorbereiteten Backform drücken. 12 Minuten backen, bis er fest ist. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter in der Form auskühlen lassen.
Füllung: Ofentemperatur auf 190 Grad erhöhen. Den Frischkäse mit Küchenmaschine oder Handmixer cremig aufschlagen. Zucker hinzugeben und ein Ei nach dem anderen unterrühren, gefolgt von Zitronensaft und Vanillesalz. Die Füllung auf dem vorgebackenen Boden verteilen. 20 Minuten im unteren Drittel des Backofens backen. Aus dem Ofen nehmen und mit einem dünnen Messer am Rand des Kuchens entlangfahren, um ein Aufreißen zu verhindern. Auf einem Kuchengitter auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Glasur: Ofentemperatur auf 215 Grad erhöhen. Mit Küchenmaschine oder Handmixer alle Zutaten für die Glasur vermengen. Auf dem torgebackenen Kuchen verteilen. 5 Minuten im unteren Drittel des Backofens backen. Aus dem Ofen nehmen, mit einem dünnen Messer wieder am Rand des Kuchens entlangfahren, um Rissen vorzubeugen. 1 bis 2 Stunden auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, bis der Kuchen Zimmertemperatur erreicht hat. Vor dem Servieren im Kühlschrank mindestens 6 Stunden durchkühlen lassen.

CHERRY TOPPING
Zutaten:
300 g gefrorene Kirchen, leicht angetaut
75 g Zucker (ich würde beim nächsten Mal auf 50 g runtergehen)
10 g Maisstärke
1 Prise Salz
Zubereitung:
In einem Topf alle Zutaten unter Rühren langsam aufkochen (evtl. etwas Wasser zugeben). Für ein paar Minuten köcheln lassen, bis die Sauce eindickt. Vom Herd nehmen und eine Minute abkühlen lassen.

Sonntagsbäckerei: Südafrikanische Rusks

Man könnte sagen, Rusks sind so etwas wie der südafrikanische Zwieback. Aber damit würde man diesen wunderbaren Dingern einfach nicht gerecht werden. Rusks sind das, was dir auf einer frühmorgendlichen Safari, für die du in der Dunkelheit fröstelnd aufgestanden bist, den perfekten Moment noch perfekter macht: Die Sonne geht auf, der Geländewagen hält inmitten einer Landschaft mit Büschen und Bäumen, die so ganz anders aussehen als zuhause, viel poetischer. Du siehst vielleicht eine Giraffe herumwackeln oder ein paar Kudus durch die Gegend hüpfen. Jemand schenkt dir einen Kaffee aus der Thermoskanne ein und du greifst in die Metalldose, die herumgereicht wird. In den Kaffee stippen, bis das harte Ding leicht weich wird. Oder einfach an den Ecken knabbern und den süßen Teig im Mund schmelzen lassen. Viel besser geht’s nicht. Es geht auch ohne Geländewagen, ohne Tiere. Mit einem Instant-Kaffee in einer Ferienwohnung in Kysna. Oder ohne Kaffee, einfach aus dem Karton geknabbert, während du durch die Halbwüste Karoo kurvst. Als Snack am Strand im West Coast National Park. Will sagen: Wenn es einen Geschmack gibt, der für mich typisch Südafrika ist (okay, Biltong lassen wir jetzt mal außen vor), dann sind es Rusks, das traditionelle Buren-Gebäck. Südafrikaner essen sie als kleines Frühstück oder zum Kaffee. Und da sie so lange gebacken sind, bis sie vollkommen trocken sind, halten sie sich auch ewig (das war wichtig zu Zeiten, als die Voortrekker noch mit dem Planwagen das große Land durchquerten). Mein Favorit waren bislang die von Ouma, hier in einer Special Edition im Supermarkt.

Im Karoo-Krimi „Recipes for Love and Murder“, den ich diesmal entdeckt habe, backt die Protagonistin, Tannie Maria, auch ständig Rusks, um sie ihren Kolleginnen mit ins Büro zu bringen. Ihre „beskuit“ (das Afrikaans Wort für Rusks) sind allerdings eine Müsli-Variante. Mir sind sie pur lieber. Jetzt habe ich sie zum ersten Mal selbst gebacken, und Mr. B und ich sind uns einig: Sie sind perfekt. An der Form können wir noch arbeiten, aber der Geschmack von Sonne und Wärme ist schon drin. Das Rezept stammt aus dem Buch „Let’s Cook“ der Zeitschrift YOU (sowas wie die südafrikanische Bunte), das mich noch nie enttäuscht hat. Malva Pudding und Bobotie daraus waren ebenfalls toll.

SÜDAFRIKANISCHE RUSKS
Busy cook’s rusks. Aus „Let’s Cook. Top 500 Recipes“
Für 25-35 Rusks
Zutaten:
1 TL Weißweinessig
350-400 ml Milch
1 Ei, Größe L (oder zwei M)
250 g Butter oder Margarine, flüssig
1 kg Weizenmehl
2 Päckchen Backpulver
230-250 g Zucker
eine Prise Salz
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine rechteckige Form, ca. 37 x 27 x 5 cm, einfetten. Weißwein und Milch mischen (nicht wundern: die Milch stockt dann, wie Buttermilch). Das Ei verquirlen und unterrühren. Alles mit der geschmolzenen Butter in eine Rührschüssel geben. Die trockenen Zutaten separat mischen, dann nach und nach zu den flüssigen geben. Erst mit den Rühr-, dann mit den Knethaken zu einem weichen Teig formen (ich habe eher 400 ml Milch gebraucht). Den Teig in die Form geben, gleichmäßig ausrollen. Die Oberfläche mit einem Messer in etwa fingergroße (etwas breiter) Rechtecke einritzen (das ergibt die Rusk-Form). 40 Minuten backen oder so lange, bis das Innere nicht mehr feucht ist und ein reingepiekster Holzspieß sauber wieder rauskommt. Aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Alles aus der Form nehmen, abkühlen lassen und dann in Einzelteile schneiden/brechen. Diese wieder auf das Blech geben und für 4 Stunden bei 100 Grad komplett trocknen lassen. In einer Keksdose o.ä. aufbewahren.

 

10 Dinge, die mir gerade gute Laune machen

Huch, was war ich in letzter Zeit blogfaul! Ich stelle gerade fest, dass ich seit Wochen, nein, Monaten, hier nichts geschrieben habe. Vom Winterschlaf direkt in die Frühjahrsmüdigkeit. Kein Sterbenswörtchen über den Februar, den wir in Südafrika verbracht haben. Wer mir auf Facebook oder Instagram folgt, konnte immerhin ein paar Bilder sehen. Das Bild oben zeigt die Strandpromenade von Sea Point. Und vielleicht schaffe ich es hier ja auch noch mit ein paar Recaps. Und ich will auch gar nicht übers Nicht-Schreiben schreiben, sondern lieber wieder mit dem Schreiben anfangen. Ein paar Dinge, die mir gerade gute Laune machen:

  • Digital-Kunst: Es gibt jetzt verschiedene  Frida-Kahlo-Emoji. Wie cool ist das denn, bitte?!
  • Endlich: Ein RomCom-Podcast. In You Had Us At Hello* plaudern zwei Fachleute über das Genre der Romantic Comedy und die neuesten Beispiele: Billy Mernit, Script-Consultant und Autor des Ratgebers Writing the Romantic Comedy, und Drehbuchautorin Tess Morris, die zum Beispiel die sehr nette Komödie Es ist kompliziert…! geschrieben hat (z.B. auf Amazon oder Netflix zu sehen), in der die wunderbare Lake Bell und Simon Pegg mitspielen. Bislang gibt es erst eine Folge, und so ganz haben sie das mit der Lautstärkeregelung noch nicht raus, aber die zwei sind einfach charmant, und für RomCom-Enthusiasten wie mich ist es einfach schön, anderen beim Enthusiasmieren zuzuhören (auf Englisch).
  • Noch ein Podcast, diesmal ein deutscher, den ich gerade erst entdeckt habe: Durch die Gegend. Der Name ist Programm: Journalist und Radiomoderator Christian Möller interviewt Menschen beim gemeinsamen Spaziergang. Ich habe mir die Folge mit Schriftsteller David Wagner angehört. Er sagt „Gehen massiert das Gehirn“. Gefällt mir.
  • Feuerwehr-Drama: Die Serie Chicago Fire hätte ich für Mr. B beinahe mal ruiniert, weil ich anmerkte, dass dort in richtig dramatischen Gesprächen garantiert immer irgendwann der Alarm schrillt und die Mannschaft zu einem Einsatz gerufen wird. Daraufhin guckte er mich erst immer ein wenig vorwurfsvoll, dann belustigt an, wenn das in einer Folge passiert. Aber selbst dieser Dramaturgie-Spoiler konnte unsere Begeisterung für das Leben und Lieben auf der Feuerwache nicht trüben. Wir sind mittlerweile mit Staffel 5 durch und warten auf Nachschub. Bitte, bitte, bitte, noch ein structure fire (Gebäude-Brand), die sind immer so schön dramatisch.
  • Mein neuer Wasserkocher. Gesehen bei Freunden, musste ich dieses tolle Teil von Bosch jetzt auch haben. Guter Grund: Unser vorheriger Wasserkocher hat beim Schütten immer böswillig getropft, so dass oft einiges daneben ging. Aua. Der neue macht das nicht, und ist sogar noch viel toller, weil man bei ihm die gewünschte Temperatur auswählen kann: 70, 80, 90 oder 100 Grad. Tee-Kenner wissen bestimmt genau, bei welcher Temperatur und wie lange irgendein Oolong, Matcha oder sonst etwas gebrüht werden muss, ich weiß nur: bei 70 Grad kann ich meinen Roibos sofort trinken, 80 Grad sind perfekt, wenn ich mir erst noch eine Scheibe Brot toasten und mein Rührei braten will.
  • Koch-Inspiration: Ich hatte schon lange einen Gutschein für den Lebensmittel- und Rezepte-Lieferanten Hello fresh herumliegen und fand das Konzept super: Man bekommt Rezepte mit der genau passenden Menge an Lebensmitteln, allerdings nicht wie beim Kochhaus in einem Laden, sondern direkt nach Hause geliefert. Das will ich jetzt endlich mal ausprobieren. Mit einem Tag Verspätung (weil der Bote es nicht wie gewünscht im Treppenhaus abgestellt hatte) kam heute alles an, und ich freue mich darauf, heute Abend loszukochen.
  • Blaumachen. Auch wenn ich gar nicht so richtig weiß, wie das geht, ist so ein freier Nachmittag hin und wieder doch wirklich eine fantastische Sache.
  • Yoga. Bei der wunderbaren Bärbel von Yogamour. Im Urlaub hatte ich sie auf DVD dabei, jetzt kann ich sie endlich wieder live genießen. Ommmmm.
  • Meine Bücherhalle. Die Stadtbibliothek München, die bei uns in Neuhausen eine super Auswahl hat und einem auch (fast) alles bestellt, was man haben möchte. Ich möchte gerade Eva Menasses Tiere für Fortgeschrittene und den neuesten Tana French-Krimi Gefrorener Schrei haben. Habe ich dann auch bekommen.
  • Backen. Habe ich am letzten Wochenende nach langer Zeit endlich mal wieder gemacht. Hach, war das schön. Das Ergebnis gibt es hoffentlich am Sonntag hier: südafrikanische Rusks.

 

*Natürlich eine Anspielung auf das berühmte Zitat „You had me at hello“, mit dem Renée Zellweger Tom Cruises Liebesmonolog in „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“ beantwortet.

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, die ganz, ganz feste hofft, dass dieses frische Jahr um einiges besser wird als das abgenutzte, das gerade vergangen ist. Nicht nur hier auf dem Blog ging mir zum Ende ein wenig die Puste aus. Zu viel schlimme Nachrichten, zu wenig gute, und dazu noch der ganz normale Alltagsquatsch. Das muss anders werden, auch wenn ich (oder weil ich?) dazu keine lange, schlaue Liste mit Vorsätzen habe. Ich lass das mal. Stattdessen gucke ich lieber, was bis jetzt schon ziemlich schön war:

  • Ein Besuch in Hamburg und Mecklenburg, bei meiner Familie. Auch wenn ich zwischenzeitlich flachgelegen habe, war es doch schön, die vertrauten Gesichter mal wieder zu sehen.
  • Besonders: Nichte und Neffe, die mir begeistert ihren Knetsand à la Frozen vorführten. Ob sie so viel Spaß am von mir mitgebrachten und vorgelesenen Kinderbuch Der Miesepups hatten wie ich? I hope so!
  • Ein neues Sweatshirt von Femme de Marin mit Walt Whitman-Zitat. Genauer: „Oh Captain! My Captain“, wohl besser bekannt als Zitat aus dem tollen Film Der Club der toten Dichter. Gefunden bei Su in der Schanze.
  • Ein großes Lesevergnügen. So schnell bin ich wohl lange nicht mehr durch einen Roman gebrettert, wie durch die herrliche, traurig-schöne Familiensaga Als wir unsterblich waren von Charlotte Roth, von Mama empfohlen.
  • Butterkuchen. In München selten gefunden, in Hamburg dafür umso mehr genossen. Dafür habe ich sogar meine „Kein Zucker“-Parole kurzzeitig gelockert.
  • Serie 1: Call the Midwife: Die Serie über Hebammen im Londoner East End der 50er und 60er Jahre verfolge ich schon seit Staffel 1. Mittlerweile sind es fünf, die sechste soll dieses Jahr kommen, und meine Begeisterung ist ungebrochen. Im aktuellen Holiday-Special reisen sie sogar nach Südafrika. Bei Netflix.
  • Serie 2: Deadbeat: Schönes Kontrastprogramm zu den hochmoralischen Nonnen und Hebammen aus Call the Midwife: Marihuana-Fan und Medium Pac aus der Serie Deadbeat. Der Schluffi mit Plauze kann Geister sehen und sorgt mit unorthodoxen Methoden dafür, dass diese letzte unerledigte Dinge beenden und „ins Licht gehen“ können. Staffel 3 hat eine ganze Reihe Charaktere aussortiert, macht aber noch genauso viel Spaß wie die vorigen. Bei Amazon.
  • Serie 3: Designated Survivor. So, so amerikanisch, aber leider einfach echt fesselnd. Die Serie über einen Hinterbänkler im amerikanischen Kongress, der als (beinahe) einziger Überlebender eines Terror-Angriffs auf die Regierung plötzlich Präsident wird. Und wer würde nicht lieber Kiefer Sutherland als POTUS sehen als Witzfigur Donald Trump? Bei Netflix.
  • Listen machen. Die Vorfreude auf den anstehenden Urlaub in Südafrika wächst, und vor allem meine Liste, welchen tollen Restaurants diesmal besucht werden sollen, wird immer länger. Auf jeden Fall dabei: The Short Market Club, der neueste Streich von Luke Dale-Roberts, Chef des Potluck Club, eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants in Kapstadt.
  • Granatäpfel. Zur Zeit mein liebstes Obst. Nicht nur, weil die rubinroten Kerne so hübsch aussehen, sondern auch, weil sie so köstlich schmecken. Und das Herauspflücken aus der Schale ist eine schöne Meditationsübung.

 

10 Dinge, die mir gerade gute Laune machen

Huch, ist tatsächlich schon wieder über ein Monat vergangen, seit ich das letzte Mal gebloggt habe? Na sowas. Da kam wohl das Leben in die Quere. Und schlechtes Wetter, schlechte Laune, die Arbeit, und, und, und. Aber es ist zwischendrin natürlich auch immer viel Schönes dabei. Und das soll hiermit wieder einmal gewürdigt werden.

  • Yoga mit Bärbel von Yogamour: Viel zu lange habe ich es nicht in ihre schöne Sonntagsstunde geschafft, jetzt war ich wieder dort, und es war so wunderbar. Sie ist einfach der Hit.
  • Adventsrituale: Was nicht fehlen darf: Dass ich genervt bin, weil meine Mutter im November schon wissen will, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Woher soll ich das denn wissen?! (Heimlich freue ich mich natürlich, dass ich einen Wunschzettel schreiben und mich vorfreuen darf.) Was auch nicht fehlen darf: Der schöne Kalender Der andere Advent, den sie mir jedes Jahr schickt. Besinnliches, Poetisches, vom Ersten Advent bis zum Dreikönigstag.
  • Ohrenwärmer: Fast 20 verschiedene Podcasts, die ich mehr oder weniger regelmäßig höre, sind mittlerweile auf meinem iPhone abonniert. Momentan mein Favorit: The Dinner Party Download, eine muntere „Arts & Leasure“-Sendung, in der die Moderatoren  Rico Gagliano und Brendan Francis Newnam mit Prominenten plaudern, Etikette-Fragen beantworten, über Essen reden und Musik und Cocktails vorstellen. Ziemlich runde Sache (auf Englisch).
  • Ein schöner Abend: Sehr viel Spaß hatten wir gestern beim Konzert von Lions Head im Backstage (bis auf das lange Anstehen draußen in der Kälte, kein Spaß). Gute Stimmung, schöne Ohrwürmer (wie When I Wake Up) und eine lustige Wortneuschöpfung von Sänger Iggy: „Schmerzkopf“.
  • Noch ein schöner Abend: Im imposanten Prinzregententheater gaben die Studenten der Bayerischen Theaterakademie das Musical Big Fish zum Besten (genau, wie der Film mit Ewan McGregor). Großartig! Das Filmdrehbuch stammt übrigens aus der Feder von John August, dessen Drehbuch-Podcast Scriptnotes ebenfalls zu meinen Lieblingen zählt.
  • Viele nette Abende: Zur Vorbereitung auf die vier neuen Folgen Gilmore Girls bei Netflix haben Mr. B und ich angefangen, die alten Staffeln (noch einmal) zu gucken. Fastfood, Kaffee ohne Ende, Liebesdramen und die absurd schnellen Dialoge von Lorelai und Rory – ein großer Spaß. Ob ich die neuen Folgen aber dann tatsächlich noch sehen will? Hmmm. Vielleicht doch lieber die schönen Erinnerungen behalten?
  • Souvenir I: Womit die Girls aber auf keinen Fall mithalten können: meiner allerliebsten Lieblingsserie of all time, Friends. Darum habe ich Mr. B den einwöchigen Urlaub in L.A. ohne mich auch sofort verziehen, als er mit einer Central Perk-Tasse (das Stammcafé der Friends) für mich zurückkam.
  • Souvenir II: Vom Zwischenstopp in London hatte er noch das britische Foodie-Magazin olive im Gepäck. Immer eine willkommene Lektüre.
  • New Kid On The Block: In meiner Nachbarschaft in Neuhausen hat ein neues Café (wieder)eröffnet: Der ehemalige Hollabusch ist jetzt das Marita Café (Schulstraße 34). Ich war noch nicht da, freue mich aber über den Neuzugang in der Hood.
  • Good Girls Revolt: Die Amazon-Serie, die uns bereits nach dem Piloten angefixt hatte, haben wir jetzt flott durchgeschaut. Die Story: In den 60ern gehen die Frauen beim Magazin News of the Week auf die Barrikaden, weil sie nicht selbst schreiben und Reporter sein dürfen, sondern nur den Männern unter die Arme greifen. Nach einer wahren Geschichte, spannend und eine Augenweide (die Kostüme! die Frisuren!).