10 Dinge, die mir gerade gute Laune machen

Huch, ist tatsächlich schon wieder über ein Monat vergangen, seit ich das letzte Mal gebloggt habe? Na sowas. Da kam wohl das Leben in die Quere. Und schlechtes Wetter, schlechte Laune, die Arbeit, und, und, und. Aber es ist zwischendrin natürlich auch immer viel Schönes dabei. Und das soll hiermit wieder einmal gewürdigt werden.

  • Yoga mit Bärbel von Yogamour: Viel zu lange habe ich es nicht in ihre schöne Sonntagsstunde geschafft, jetzt war ich wieder dort, und es war so wunderbar. Sie ist einfach der Hit.
  • Adventsrituale: Was nicht fehlen darf: Dass ich genervt bin, weil meine Mutter im November schon wissen will, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Woher soll ich das denn wissen?! (Heimlich freue ich mich natürlich, dass ich einen Wunschzettel schreiben und mich vorfreuen darf.) Was auch nicht fehlen darf: Der schöne Kalender Der andere Advent, den sie mir jedes Jahr schickt. Besinnliches, Poetisches, vom Ersten Advent bis zum Dreikönigstag.
  • Ohrenwärmer: Fast 20 verschiedene Podcasts, die ich mehr oder weniger regelmäßig höre, sind mittlerweile auf meinem iPhone abonniert. Momentan mein Favorit: The Dinner Party Download, eine muntere „Arts & Leasure“-Sendung, in der die Moderatoren  Rico Gagliano und Brendan Francis Newnam mit Prominenten plaudern, Etikette-Fragen beantworten, über Essen reden und Musik und Cocktails vorstellen. Ziemlich runde Sache (auf Englisch).
  • Ein schöner Abend: Sehr viel Spaß hatten wir gestern beim Konzert von Lions Head im Backstage (bis auf das lange Anstehen draußen in der Kälte, kein Spaß). Gute Stimmung, schöne Ohrwürmer (wie When I Wake Up) und eine lustige Wortneuschöpfung von Sänger Iggy: „Schmerzkopf“.
  • Noch ein schöner Abend: Im imposanten Prinzregententheater gaben die Studenten der Bayerischen Theaterakademie das Musical Big Fish zum Besten (genau, wie der Film mit Ewan McGregor). Großartig! Das Filmdrehbuch stammt übrigens aus der Feder von John August, dessen Drehbuch-Podcast Scriptnotes ebenfalls zu meinen Lieblingen zählt.
  • Viele nette Abende: Zur Vorbereitung auf die vier neuen Folgen Gilmore Girls bei Netflix haben Mr. B und ich angefangen, die alten Staffeln (noch einmal) zu gucken. Fastfood, Kaffee ohne Ende, Liebesdramen und die absurd schnellen Dialoge von Lorelai und Rory – ein großer Spaß. Ob ich die neuen Folgen aber dann tatsächlich noch sehen will? Hmmm. Vielleicht doch lieber die schönen Erinnerungen behalten?
  • Souvenir I: Womit die Girls aber auf keinen Fall mithalten können: meiner allerliebsten Lieblingsserie of all time, Friends. Darum habe ich Mr. B den einwöchigen Urlaub in L.A. ohne mich auch sofort verziehen, als er mit einer Central Perk-Tasse (das Stammcafé der Friends) für mich zurückkam.
  • Souvenir II: Vom Zwischenstopp in London hatte er noch das britische Foodie-Magazin olive im Gepäck. Immer eine willkommene Lektüre.
  • New Kid On The Block: In meiner Nachbarschaft in Neuhausen hat ein neues Café (wieder)eröffnet: Der ehemalige Hollabusch ist jetzt das Marita Café (Schulstraße 34). Ich war noch nicht da, freue mich aber über den Neuzugang in der Hood.
  • Good Girls Revolt: Die Amazon-Serie, die uns bereits nach dem Piloten angefixt hatte, haben wir jetzt flott durchgeschaut. Die Story: In den 60ern gehen die Frauen beim Magazin News of the Week auf die Barrikaden, weil sie nicht selbst schreiben und Reporter sein dürfen, sondern nur den Männern unter die Arme greifen. Nach einer wahren Geschichte, spannend und eine Augenweide (die Kostüme! die Frisuren!). 

     

     

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Puh, was für eine Woche, und was für ein Wochenende! Wir haben gerade erst die Koffer wieder in die Wohnung gerollt, zurück von einem fantastischen Kurztrip nach Wien, der deswegen auch als erstes genannt werden muss auf der Liste der Glücklichmacher der Woche:

  • Wien. Viel zu lange nicht da gewesen und gleich wieder verliebt in diese lässige, leiwande Stadt. Melange getrunken (zum Beispiel im Kleinen Café, Franziskanerplatz 3 und im phil), Schnitzel gegessen (im Concordia Schlössl) und das weltbeste Schnittlauchbrot (im Kaffee Alt Wien), lecker gefrühstückt im Wirr und endlich den Unterschied zwischen Krügl, Seidl und Pfiff gelernt (Biergrößen von groß nach klein). Und dazu noch die super Begleitung, eine lustige, entspannte Truppe von Freunden, mit denen der Trip einfach unvergesslich wurde.
  • Meute. Die Techno-Brass Band aus Hamburg spielte beim Mimamusch-Festival in Wien auf – und heizte richtig ein. Unmöglich, da die Füße stillzuhalten. Was für ein Spaß! Hier ist ihre Facebook-Seite.
  • Lesestoff I. Man soll ja seine Bücher nicht nach dem Einband aussuchen. Aber bei Stephanie Danlers Sweetbitter ist sowohl das Cover sexy als auch das, was drinsteckt. Die Coming-of-Age-Geschichte einer jungen Frau, die nach New York kommt und einen Job in einem Szene-Restaurant ergattert. Sex, Drugs & Restaurantgeheimnisse – eine fesselnde Kombination, toll geschrieben.
  • Lesestoff II. Eigentlich nicht aus dieser Woche, aber hey, es ist ein tolles Buch und ich will es empfehlen: Töchter einer neuen Zeit von Carmen Korn beginnt nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und endet nach dem Zweiten. Und spielt noch dazu in Hamburg, um die Ecke von Orten, an denen ich groß geworden bin. Gekonnt verwebt Carmen Korn die Geschichten von vier jungen Frauen, die in dieser wilden Zeit erwachsen werden. So detailreich und süffig habe ich lange nicht(s) Historisches gelesen. Und zwei weitere „Jahrhundert-Romane“ sollen folgen!
  • Bayrisch essen. Sehr schön auf den Geburtstag einer lieben Freundin angestoßen haben wir am Dienstag beim Weinbauer (Fendstraße 5), und dazu gab’s Knödel und Schnitzel. Urig, aber lässig, zwischen Hirschgeweih, Kini-Bildern und Holzvertäfelung.
  • Asiatisch essen. In der Müllerstraße 51 konnte man bis vor kurzem im Corso ein verdammt gutes Tatar essen, darum fand ich es sehr schade, als der Laden dichtmachte. Aber das ist jetzt vergessen, denn mittlerweile hat an gleicher Stelle The Drunken Dragon aufgemacht, wo man köstliche Dumplings naschen kann und an BBQ Pork Ribs in perfekter Hoisin-Knoblauch-Marinade knabbern, die im Mund schmelzen. Noch besser, wenn man sich (wie ich) einladen lässt, denn ganz billig ist der Spaß nicht. Vielen Dank, J & G, ein tolles Geburtstagsgeschenk!
  • Ein Kino um die Ecke. In München Neuhausen, wo ich wohne, wohnt man eigentlich ganz wunderbar, aber eines hat bislang immer gefehlt: Ein richtiges Kino. Das ist jetzt anders, weil vor kurzem das Neue Maxim eröffnet hat. An gleicher Stelle war auch früher schon ein Kino, aber das Programm dort so speziell, dass es mich dort nie hingezogen hat. Jetzt laufen Filme wie Tschick oder Welcome to Norway, und Popcorn gibt es auch. Ich war bislang noch nicht dort, habe mir aber beim Dumpling-Abend im Drunken Dragon sagen lassen, dass ich das bald ändern sollte.
  • Groundhog Day alias „Und täglich grüßt das Murmeltier“ ist einer meiner Lieblingsfilme. Darum habe ich mich sehr gefreut, dass eQuinoxe Europe dessen Drehbuchautor Danny Rubin nach Stuttgart eingeladen hat. Bei einer Masterclass am Montag beschrieb er den Entstehungsprozess des Films – und des Groundhog Day-Musicals, das im Sommer in London uraufgeführt wurde. Oh, das hätte ich gern gesehen, ist aber leider bereits abgespielt.
  • Ein Film, auf den ich mich freue. Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent Mark Duplass, einer meiner absoluten Heroes, hat wieder einen neuen Film gemacht: Blue Jay ist Oh Boy-mäßig in schwarz-weiß gehalten und erzählt von einem Mann und einer Frau, die in der Highschool ein Paar waren und sich jetzt, mittelalt und mittelglücklich, zufällig im Supermarkt wiedertreffen. Auf Amazon Prime kann man ihn streamen, und in der New York Times schreibt Mark Duplass über seine erste große Liebe.
  • Frisches Neulinger-Brot. Für einen Artikel im Magazin Echt Bayern hatte ich vor einer Weile das Vergnügen, den entzückenden Bio-Bäcker Ludwig Neulinger zu interviewen. Seit unserem Gespräch über das Aussterben der Münchner Brotzeitsemmeln und die Pest der Zusatzstoffe in Industriebrot kaufe ich mein Roggen-Vollkornbrot mit noch mehr Enthusiasmus in einer seiner Filialen in der Volkartstraße (Nr. 11 und Nr. 48, er hat noch zwei weitere, u.a. in Haidhausen).

 

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Das Brot, das ich eigentlich heute hier vorstellen wollte, ist noch nicht fertig, deswegen also erst mal ein bisschen was anderes. Meine Gute Laune-Momente der Woche:

  • Ein Kurztrip nach Dresden. Unter anderem mit einer Fahrt in der ältesten Schwebebahn der Welt, Senf-Shopping (Bautzner Straße 79), einem Spaziergang durch die Neustadt und echt leckerem Mittagstisch im hippen Speisewerk (Bautzner Straße 71).
  • Eine Lobhymne auf München. Beziehungsweise gleich mehrere, im aktuellen ZEIT Magazin, das dazu einlädt, München neu zu entdecken. Ja, schon schön hier in meiner Wahlheimat! Siehe auch:
  • Abendbrot im Biergarten. Genervt und unschlüssig standen Mr. B und ich gestern im Supermarkt, konnten nicht entscheiden, was es zu essen geben sollte und kauften dann halbherzig ein paar Vorräte ein. Seine rettende Idee: Lass uns in den Hirschgarten gehen. Das Wetter war noch so herrlich am Abend, das musste man ausnutzen. Wir luden also unsere Vorräte auf die Räder, kauften vor Ort noch ein Radler, und hatten wenig später ein wunderbares Abendbrot am Biertisch unter Kastanien in den letzten Strahlen der Abendsonne.
  • Ein Abend beim Stammitaliener. Draußen sitzen, Teil 2: Mit ein bisschen Fantasie fühlt man sich an den Tischen auf dem Bürgersteig vorm Piacere Nuovo (Donnersberger Straße 54) wie auf einer italienischen Piazza. Wenn Wirt Adrian(o) mit einem Lächeln und einem „Buona sera!“ dann Spritz und Antipasti-Teller serviert, ist die Illusion perfekt. So geht Feierabend.
  • Ein Underground Restaurant. Ein Like, das ich von User „Como en Casa“ für eins meiner Instagram-Bilder bekam, machte mich neugierig. Was ist Como en Casa? Ich habe mich schlau gemacht: Dahinter verbirgt sich eines der wenigen „Underground Restaurants“ in München, also Privatmenschen, die zum Essen bei sich zu Hause einladen. Aktuell gibt es keine neuen Termine (sie sollen bald verkündet werden), aber hier hat Foodfotografin Vivi D’Angelo schon von einem Como en Casa-Abend geschwärmt. Ich will auch!
  • Ein „Soulfood-Diner“: Schon lange wollte ich mal im Little Wolf (Pestalozzistraße 9) vorbeischauen, dem Restaurant, das meine liebe Ex-Kollegin Corinna Götz und ihr Mann Wolfgang nicht weit entfernt von ihrer Blues & Bourbon-Bar „Zum Wolf“ (Pestalozzistraße 22) eröffnet haben. Diese Woche hat es endlich geklappt. Im „Little Wolf“ wird, wohl einmalig in München, das Fleisch schonend im Smoker gegart, bekommt also einen fein rauchigen Geschmack wie bei einem amerikanischen Barbecue. Dazu gibt es ebenfalls typisch amerikanische Beilagen wie Cornbread, Coleslaw oder Mashed Potatoes. Und statt Apfelschorle trinkt man selbst gemachte Waldmeister-Limo.
  • Mein Lieblings-Schreibwarenladen: Nur einen Katzensprung von meinem Büro entfernt und mit fantastischer Auswahl: Beim Weber (Westermühlstraße 1 + 1a) kaufe ich meine Post-its, Briefumschläge und Ordner am liebsten. Eine Postfiliale haben sie auch, und wenn man Glück hat, wird, während man in der Schlange steht, gerade ein zukünftiges Schulkind beim Ranzen-Kauf beraten. Zauberhaft.
  • Die Abschieds-Tournee: Ich gebe zu, ich war ziemlich geknickt, als ich las, dass eine meiner Lieblings-Serien, die Country Music-Saga „Nashville“, nicht verlängert wird. Umso mehr genieße ich jetzt die letzten Folgen von Staffel 4 (bei Amazon Prime). Seufz.
  • Eine Liebschaft: Nachschub für den Serien-Junkie in mir liefert zur Zeit The Affair (ebenfalls bei Amazon Prime), das die Geschichte einer verhängnisvollen Affäre aus zwei Perspektiven erzählt.
  • Noch mehr Podcasts: Im Moment habe ich gern was im Ohr, wenn ich spazierengehe. Ich entdecke immer neue Podcasts (meistens englisch), die mir Spaß machen. Aktuell etwa der Scriptnotes Podcast, in dem Hollywood-Autoren John August und Craig Mazin launig übers Drehbuchschreiben plaudern, die von Schauspielern vorgelesenen Modern Love-Geschichten aus der New York Times und die Wissenschafts-Show Radiolab.

 

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

An einem Tag wie diesem, an dem die Sonne scheint, der Himmel blau ist und zudem noch Wochenende, ist es nicht schwer, gut Laune zu haben. Und es tragen noch ein paar andere Dinge dazu bei:

  • Die Saison der Hofflohmärkte ist wieder eröffnet, und in meiner Hood, in Neuhausen, ging es los. Auch wenn ich nichts gekauft habe, das Stöbern und Spazieren hat Spaß gemacht.
  • Die Franzbrötchen im „Kitchen 2 Soul“. Auf dieses zauberhafte Café in der Schlörstraße hat mich meine Freundin Marion aufmerksam gemacht, mit der ich dort heute Nachmittag in der Sonne saß. Super netter Service, leckeres Essen – und endlich, endlich ein paar saftige, süße Franzbrötchen gefunden, die mit denen in meiner Heimatstadt Hamburg mithalten können.
  • Und noch ein Café mit Herz: Das Lohner und Grobitsch im Westend, eingezogen in einen ehemaligen Tante-Emma-Laden, macht mich sehr froh.
  • Die Lange Nacht der Musik, die heute wieder stattfindet und hoffentlich regen Zuspruch findet.
  • Frühlingsgefühle. Es grünt und blüht überall und ich kann einfach nicht an mich halten und muss auf Instagram andauernd hübsche Zweige und Sträucher posten. Zu schön.
  • Vorfreude: Bei einer Recherche bin ich auf eine spannende Stadtführung gestoßen, die die Stuttgart-Marketing GmbH anbietet: bei Mord’s Geschichten aus Stuttgart dreht sich zwei Stunden lang alles um historische Kriminalfälle. Da habe ich mich gleich angemeldet.
  • Skurrile Buchtitel: Apropos Kriminalfälle – der Titel eines Werkes 1935, über das ich gestolpert bin, hat mich sehr schmunzeln lassen: „Über den Zusammenhang zwischen Heimweh und Kriminalität“. Aha.
  • Mein „Stamm“. „Find your Tribe“ titelte eine britische Frauenzeitschrift mal vor Jahren (ich glaube, es war die Psychologies), und beschrieb, warum es so wichtig ist, Menschen um sich zu haben, mit denen man auf einer Wellenlänge ist. Ein schönes Gefühl, so einen Tribe um sich zu wissen.
  • Matzen. Eine Folge des Podcasts The Sporkful über dieses Gebäck brachte mich dazu, mal wieder Matzen zu knabbern. Koschere Kräcker, die eigentlich nach gar nichts schmecken, irgendwie aber auch süchtig machen. Anscheinend sind sie gerade wieder sehr angesagt.
  • Foodie-Humor. Noch eine Sporkful-Folge, die mich sehr zum Lachen gebracht hat: mit Comedienne Maria Bamford. Wie sie den Unterschied zwischen Restaurant-Bestellungen in Los Angeles und Minnesota beschreibt, ist einfach großartig.

 

 

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Auf das Wetter als Gute-Laune-Macher kann man sich diese Tage ja nicht so recht verlassen, aber ich habe ein paar andere Dinge, die mich beglücken:

  • Kinoglück: Gerade habe ich entdeckt, dass der Münchner Drehbuchautor und Regisseur Ralf Westhoff, dessen Filme „Shoppen“ und „Wir sind die Neuen“ ich einfach großartig finde, im Münchner Monopol Kino eine Filmreihe kuratiert: Beste Gute Filme nennt sich das, und soll Aufmerksamkeit auf tolle Filme lenken, die sonst vielleicht ein wenig untergehen/gegangen sind. Aber auch wer nicht in München wohnt, kann sich die Filmtipps als Newsletter schicken lassen oder auf der Website stöbern und die Filme anschließend online, auf DVD oder teilweise noch im Kino gucken. Die Filmreihe im Monopol läuft immer sonntags um 19.30 Uhr. Das kollidiert natürlich mit dem „Tatort“, aber ich hoffe, dass ich es trotzdem bald mal dort hin schaffe. Am 17.4. läuft „Whiplash“, am 24.4. vermutlich „The Lobster“.
  • Theaterrestaurant: Seit ein paar Monaten ist das Restaurant beim Münchner Volkstheater (vormals Volksgarten, dann Volksküche) neu bestückt: Es heißt jetzt Meschugge und wird von     den Betreibern des „Schmock“ geführt. Auf der Karte: eine Mischung aus israelischen, arabischen und internationalen Gerichten. Wir hatten unter anderem die israelisch-arabischen Vorspeisen mit Hummus, nein „Chummus“, Falafel und Tabbouleh (15 Euro) und waren sehr zufrieden. Nette Location, super netter Service.
  • Handgemachtes: Nach dem Meschugge ging es ein paar Schritte weiter, ins Volkstheater. Da las im Rahmen von Krimi im Foyer diese Woche Friedrich Ani, der coole Hund, aus seinem neuesten Tabor Süden-Roman, „Der einsame Engel“, und die Max Bronski Band ließ es krachen.
  • Vorfreude: Ich habe mich gerade ein wenig auf Kindle-Diät gesetzt, weil das unkontrollierte Auffüllen meines E-Readers die Kosten doch ein wenig in die Höhe getrieben hat. Jetzt leihe ich wieder aus der Stadtbibliothek – und genieße das schöne Gefühl, auf den Lesegenuss erst einmal ein wenig warten zu müssen, wenn ich ein neues Buch in meine Neuhausener-Filiale bestellt habe. Heute kann ich zum Beispiel „Amerikanische Gefühle“ von Susanne Heinrich abholen.
  • Nachfreude: Schön, wenn man in alten Notizbüchern liest und dabei kleine vergessene Schätze entdeckt. Sprüche und Gedanken, die ich mal notiert und jetzt wieder gemocht habe.
  • Kirschblüten: Immer noch, auch wenn sie jetzt bald wieder weggeweht sind: Wie herrlich ist diese kurze, intensive Blütenpracht!
  • Noch mehr Frühlingszeichen: Die Statuen im Nymphenburger Park sind wieder ausgepackt und in der Patisserie Lehmann (Holzstraße 22) haben sie endlich wieder die Eistheke rausgeholt (und befüllt).
  • Granatapfel und Rhabarber: Beides liebe ich und beides steckt in diesem Rezept von der I Quit Sugar- Website, das bestimmt bald in meiner Küche gebacken wird.
  • Beisammensein: Um sich in einer größeren Gruppe gut zu unterhalten, ist es im Augustiner Klosterwirt ein wenig zu laut, aber das Essen war gut, die Bedienung fix und das dortige Treffen unseres Dinnerclubs war trotzdem mal wieder ein wunderbarer Abend.
  • Wie lustig Wein macht: Das zeigt diese Fotoserie von Marcos Alberti mit Porträts nach null, einem Glas, zwei oder mehr Gläsern Wein. Großartig.

 

Meatfree Monday: Rote-Linsen-Bällchen

Ich bin kein Sparfuchs, aber irgendwie freue ich mich immer wieder diebisch, wenn ich statt einem mickerigen, in Plastik eingetüteten Bündchen Petersilie für 1,99 € im Supermarkt einen ganzen, Blumenstrauß-großen Bund Petersilie im türkischen Gemüseladen für sensationelle 0,99 € bekomme. Und ein ganz anderes Einkaufserlebnis ist es obendrein, sich an einem Samstag in das Gewimmel von „Klein-Istanbul“ hier in München zu stürzen, also die Ecke nahe des Hauptbahnhofes rund um Landwehr- und Goethestraße. Da gibt es zum Beispiel den Verdi Supermarkt (Landwehrstraße 46), wo ich gerne einkaufe. Die Döner dort sind legendär, Obst und Gemüse toll, und man bekommt halal Fleisch. Auch Kichererbsen sind dort viel günstiger als im normalen Supermark. Neben dem Petersilie-Strauß habe ich diesmal auch Pul Biber (türkisches Chilipulver) und Salça, eine Mischung aus Paprika- und Tomatenmark bekommen, die ich für dieses Rezept brauchte. Das habe ich in der Zeitschrift meine Familie & ich gefunden. Es stammt von Orkide und Orhan Tançgil, die auf kochdichtürkisch.de bloggen, einen Laden in Düsseldorf haben und Autoren diverser türkischer Kochbücher sind, u.a. „Türkei vegetarisch“. Sie richten die Bällchen mit Salat an, bei uns gab es Ofengemüse dazu.

ROTE-LINSEN-BÄLLCHEN
Quelle: Meine Familie & ich 2/2016
Für 4 Portionen
Zutaten:
300 g rote Linsen
Salz
1 Lorbeerblatt
130 g feiner Bulgur
1 Zwiebel
Olivenöl
1 EL Salça (ersatzweise Tomatenmark)
1/2 TL Kreuzkümmel
Saft von 1 Zitrone
1/4 TL Pul Biber (Chilipulver)
1/2 Bund glatte Petersilie
2-3 Lauchzwiebeln
2 Romanasalatherzen
30 g Sesam
Zubereitung:
Linsen mit ca. 700 ml Wasser, 1/2 TL Salz und Lorbeer aufkochen. Schaum abschöpfen, Linsen bei mittlerer Hitze 15-20 Minuten kochen. Sobald sie komplett zerkocht sind (nicht anbrennen lassen!), vom Herd nehmen, mit Bulgur mischen. Topf abdecken, den Mix 20 Minuten quellen lassen.
Währenddessen Zwiebel abziehen, würfeln. In einer Pfanne Öl erhitzen, Zwiebel darin anbraten. Salça und Kreuzkümmel 1-2 Minuten mitbraten. Mit etwas Zitronensaft und Pul Biber zur Linsen-Mischung geben. Masse mit den Händen gut durchkneten. Petersilie fein hacken. Lauchzwiebeln waschen, putzen, samt Grün sehr klein schneiden. In die abgekühlte Linsenmasse geben. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
Salatblätter abtrennen, waschen. Besam in einer Pfanne leicht rösten, sodass er Farbe bekommt. Aus der Linsenmasse kleine Bällchen formen, in Sesam und Petersilie wälzen. Mit Salat und evtl. Zitronenspalten (Bio) anrichten.

Petersilie übrig? Die macht sich toll in dieser Gremolata.

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Auch wenn ihr hier wahrscheinlich lieber Rezepte lesen würdet (am Montag gibt es ein neues, versprochen!), mal wieder eine Glücks-Liste, einfach, damit ich diese Momente nicht vergesse:

  • Besuch haben. Viel zu kurz, aber schön war es, dass Papa mal wieder vorbeigeschaut hat.
  • Spaziergänge machen.
  • Die Statuen im Nymphenburger Schlosspark, die jetzt zum Frühling endlich wieder ausgepackt werden.
  • Neues entdecken. Die Schwanthalerstraße bin ich schon so oft hinauf- und hinabgefahren, aber erst jetzt ist mir beim Vorbeilaufen eine wunderschöne Jugendstil-Häuserfassade aufgefallen.
  • Auf Ideen kommen. Mal sehen, was daraus wird.
  • Neuen Lesestoff haben. Ich freue mich sehr auf Die Strömung von Calla & Rolf Björlind, frisch aus der Bücherei entliehen. Die Vorgängerromane Die Springflut und Die dritte Stimme habe ich hier ja bereits vorgestellt.
  • Guter Kaffee und gute Gespräche. Die Rösterei gangundgäbe (Kapuzinerstraße 12) ist der perfekte Ort für beides zusammen.
  • Nachmittags ins Kino gehen. Im Himmel trägt man hohe Schuhe mit Toni Colette und Drew Barrymore gesehen und geheult wie ein Schlosshund, sehr kathartisch. Es geht darum, wie eine Krebserkrankung die Freundschaft der beiden Frauen auf die Probe stellt.
  • (Spät-)Abends ins Kino gehen. Und überrascht feststellen, wie viele Leute um 21.15 Uhr Hail, Caesar! sehen wollen. Ja, kann man gucken, muss man aber nicht.
  • Vorfreude. In diesem Fall auf das Dokumentarfilmfestival DOK.fest im Mai.

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