Winner winner chicken dinner! Ein Bill Granger-Salat

Im Moment habe ich es irgendwie mit Bill Granger. Der „australische Jamie Oliver“ beziehungsweise seine Rezepte haben es mir echt angetan. Gestern Abend gab es wieder eins. Aber erstmal eine kleine Enttäuschung: Der leckere Salat, der auf dem Cover von Basics abgebildet ist, ist ja gar nicht im Buch zu finden?! Fies!
Basics
Zum Glück hat jedoch Grangers deutscher Verlag, Collection Rolf Heyne, das Rezept auf seiner Website. Es stammt nämlich aus Bill Grangers Easy Asia Kochbuch. Nachdem das geklärt war, wurde es wieder ein sehr leckerer Abend mit exotischem Huhn (leider nicht vom Grill, nur aus der Pfanne, aber immerhin), Ananas und Salat. Nichts zu meckern! Was es mit dem Winner winner… auf sich hat? Das sagt Mr. B immer, wenn er mit etwas sehr zufrieden ist. Urban Dictionary erklärt diesen Ausspruch so: The legend tells that years ago every casino in Las Vegas had a three-piece chicken dinner with a potato and a veggie for $1.79. A standard bet back then was $2, hence when you won a bet you had enough for a chicken dinner. 

SALAT MIT HÄHNCHEN VOM GRILL, ANANAS UND BASILIKUM
Quelle: Bill Granger: Easy Asia
für 4 Personen
Zutaten:
3 Knoblauchzehen, geschält und mit dem stumpfen Messerrücken zerquetscht
1 EL brauner Zucker
3 EL mildes Öl
2 EL Fischsauce
2 EL Limettensaft, frisch gepresst
1 TL Kurkumapulver
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
800 g Hähnchenschenkel ohne Knochen, in große Stücke zerteilt (bei mir: Hähnchenbrust)
1 Eisbergsalat, zerkleinert
1 Handvoll Basilikumblätter
1 kleine Ananas (etwa 1 kg), Schale und Strunk entfernt, in lange Keile geschnitten
Cashewrelish (Rezept siehe unten)
Zubereitung:
Den Knoblauch, den braunen Zucker, 2 EL vom Öl, die Fischsauce, den Limettensaft, das Kurkumapulver und den Pfeffer in einer Schüssel miteinander verrühren, die Hähnchenstücke dazugeben und alles zugedeckt 15 Minuten lang im Kühlschrank marinieren lassen. Den Kohlegrill (I wish!) oder eine Grillpfanne auf mittlere bis hohe Temperatur erhitzen. Die Hähnchenstücke mit dem restlichen Öl beträufeln und auf jeder Seite 5-6 Minuten lang grillen, bis sie gut durchgebraten sind. Die Hähnchenstücke in ca. 1 cm dicke Streifen schneiden (wir haben sie einfach ganz gelassen). Den Salat, die Basilikumblätter und die Ananaskeile auf eine Servierplatte legen, die Hähnchenstücke darauflegen und mit dem Cashewrelish servieren.

CASHEWRELISH
Zutaten:
1 große Gurke, geschält, entkernt und in Würfel geschnitten
1 rote Chilischote (bei mir: Jalapenos), in feine Ringe geschnitten
1 EL Fischsauce
1 TL extrafeiner Zucker
3 EL Limettensaft, frisch gepresst
100 g geröstete Cashewkerne, gehackt
Zubereitung:
Die Gurke, den Chili, die Fischsauce, den Zucker, den Limettensaft und die Cashewkerne in einer Schüssel miteinander verrühren. Beiseitestellen.

Song of the Day:
Here We Go Magic: How Do I Know

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Fernweh-Freitag

Die Deutschen kaufen so viele Reiseführer wie noch nie, sagt Media Control. Fernweh, anyone? Ich hätte da ein paar Vorschläge:

  • Ab dem 7. September finden in Hamburg wieder kostenlose Film(vor)Führungen statt. Unter dem Motto A Wall Is A Screen laufen den Teilnehmer von einem Kurzfilm zum nächsten durch die Stadt. Die Filme unterschiedlichster Genre werden an Hauswände projiziert. Die Tour dauert rund anderthalb Stunden, eine tolle Mischung aus Stadtführung und Filmfestival. Alle Termine hier.
  • Der 12hrs Blog, gestaltet von einer Deutschen, Anna Peuckert, und einem Dänen, Søren Jepsen, widmet sich nach East London diesmal ganz London: Ein klasse ratzfatz Reiseführer. Ich will unbedingt bald mal wieder hin! Wo wir gerade auf der Insel sind: Visit Britain hat jetzt eine neue, hübsche Website, die LoveWall.
  • Merian nimmt uns mit in die Weite von Saskatchewan in Kanada. Da liegt auch Saskatoon, und da muss ich sofort an Saskatoon Tonight denken, einen meiner Lieblings- Ohrwürmer der kanadischen Country-Sängerin Carolyn Mark & NQ Arbuckle. Unten könnt ihr ihn euch anhören!
  • Am 23. August feiert die Kleine Meerjungfrau, also die Bronzestatue in Kopenhagen, ihren 100. Geburtstag. GetyourGuide empfiehlt passend dazu eine Joggingtour durch die Stadt: 8 Kilometer mit einem durch Kopenhagen laufen. Alternativ: Eine kulinarische Tour, das klingt auch nicht schlecht! Ebenfalls am 23. August gibt es übrigens noch einen Grund zu feiern: Da startet nämlich wieder das Foodfestival Copenhagen Cooking (bis 1. September). Und wenn man schon mal da ist, kann man ja ein wenig einkaufen gehen (am besten vor dem Essen). Journelles hat dafür einen Shopping Guide.
  • Nein, in den USA gibt es nicht nur Fastfood – sondern auch richtig gutes Essen. Das Food Magazin bon appétit hat jetzt die Best New Restaurants in America 2013 gewählt. Die Sieger sind zum Beispiel in Los Angeles, Nashville und Portland.
  • Einen Blick hinter Schleier und Klischees wirft das Buchprojekt Iranian Living Room, organisiert von Fabrica, dem Zentrum für Kommunikationsforschung der Benetton Group. Verschiedene junge Fotografen haben Menschen im Iran in ihren Wohnungen porträtiert. Spannend! Das Kunstmagazin Monopol berichtet darüber, hier auch die Welt am Sonntag.
  • Über Nelson Mandela habe ich ja schon hier geschrieben. Jetzt ehrt ihn eine ganz besondere Ausstellung, das Mandela Poster Project. Künstler aus aller Welt waren aufgerufen, ein Plakat zu Mandela zu entwerfen, 700 Entwürfe gab es, von denen 95 (so alt ist Mandela jetzt) ausgewählt wurden. Im Juli wurden sie bereits in Pretoria gezeigt, jetzt wandern sie nach Kapstadt, wo sie vom 23. bis 31. August im Rahmen von Design is for All-Ausstellung zu sehen ist.

Habt einen guten Freitag und ein wunderbares Wochenende!
Hier noch der versprochene Ohrwurm:

Sonntagsbäckerei: Käse-Kirschkuchen mit Mohn

Ja, dieses Wochenende ist irgendwie mohn(o)thematisch bei mir… Aber als ich das Rezept in der aktuellen Brigitte sah, konnte ich einfach widerstehen. Wobei die Wahl zwar eindeutig, aber nicht einfach war, denn in dem Heft gab es gleich acht Rezepte für Kuchen mit Sommerfrüchten, die alle super aussehen. Aber Kirschen sind nun einmal mein allerliebstes Sommerobst – knackig, süß, und dann darf man auch noch herrlich kindisch die Kerne ausspucken, wenn man fertig ist. Das macht mir einfach immer gute Laune. Kerne ausspucken ging bei diesem Rezept natürlich nicht, deswegen bin ich jetzt auch stolze Besitzerin eines Kirschentkerners. Schönen Sonntag!
Käse-Kirschkuchen2
KÄSE-KIRSCHKUCHEN MIT MOHN
Quelle: Brigitte 15/2013
16 Stücke
Zutaten:
250 g weiche Butter
350 g Zucker
6 Eier
1 EL Mehl
1 TL Backpulver
2 Päckchen Sahnepuddingpulver à 40 g
1 kg Speisequark (20%)
180 g Mohnback (backfertige Mohnmischung)
500g Sauerkirschen (süße gehen auch)
Fett für die Form
Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührers etwa 5 Minuten cremig rühren. In einer anderen Schüssel Eier, Mehl, Backpulver und das Puddingpulver mit einem Schneebesen glatt rühren. Zu der Zuckermischung geben und alles gründlich miteinander verrühren.
Den Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3 vorheizen.
6 EL von der Quarkmasse abnehmen und mit dem Mohnback glatt rühren. Die restliche Quarkmasse in eine gefettete Springform (28 cm Ø) geben. (Und gut verschließen! Sonst tropft es raus. Habe ich selbst ausprobiert…) Den Mohnquark daraufgeben und mit einem Löffel unterrühren, so dass ein Marmormuster entsteht. Kuchen im Backofen auf der unteren Schiene etwa 1 Stunde backen. Währenddessen die Kirschen abspülen, trocken tupfen und entsteinen. Kirschen nach etwa 25 Minuten Backzeit auf dem Kuchen verteilen und fertig backen. Den Backofen ausschalten und den Kuchen noch etwa 1 Stunde darin stehen lassen. Den Ofen dabei geschlossen halten. Den Käsekuchen auf einem Kuchengitter in der Form vollständig abkühlen lassen. Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben
Zwei Tipps gab es noch dazu: Den Kuchen im Kühlschrank aufbewahren, dann lässt er sich auch besser schneiden. Für einen Blechkuchen die Zutaten verdoppeln und den Kuchen eventuell nur 40 Minuten backen.

Soundtrack: Devendra Banhart: Mala

Ein Fest, dieses Filmfest!

So, jetzt mal bitte alle den Kalender rausnehmen und folgendes Datum eintragen: 9. September 2013. Warum? Weil da der wunderbare Film Stuck in Love anläuft. Ich habe ihn am Samstag auf dem Filmfest gesehen und war hin und weg: Gelacht, geweint und noch lange darüber nachgedacht – was mehr kann/will man von einem Film erwarten? Hier gibt es den Trailer zu sehen.
Worum geht es? Um eine Familie, in der nach der Scheidung der Eltern jeder verwirrt seinen Weg sucht: Vater William Borgens (Greg Kinnear), ein angesehener Schriftsteller, schleicht lieber nachts vor dem Haus seiner Ex-Frau (Jennifer Connelly) und deren neuem Mann herum, als zu schreiben. Tochter Samantha (Lily Collins) ist eine männermordende Zynikerin und redet seit der Trennung nicht mehr mit ihrer Mutter. Und Sohn Rusty (Nat Wolff), ein linkischer Romantiker, verschenkt sein Herz an eine Mitschülerin mit Drogenproblemen. Wie alle vier mit ihren Sorgen und mit der Liebe kämpfen, ist wunderbar warmherzig und liebevoll erzählt. Dass viele Szenen in einem riesigen Haus am Strand spielen (gefilmt wurde in North Carolina), schadet natürlich auch nicht. Und der Soundtrack, der Soundtrack! Das wunderbare Liebeslied „I Won’t Love You Any Less“ von Nat & Alex Wolff kriege ich seit Samstag nicht mehr aus dem Kopf. Hier ein kleiner Eindruck:

Außerdem noch gesehen: Nick Cassavetes‘ Yellow  – was für ein Trip! Heute Nachmittag gehe ich in den ZDF-Film München Mord. Es bleibt spannend.