10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, die ganz, ganz feste hofft, dass dieses frische Jahr um einiges besser wird als das abgenutzte, das gerade vergangen ist. Nicht nur hier auf dem Blog ging mir zum Ende ein wenig die Puste aus. Zu viel schlimme Nachrichten, zu wenig gute, und dazu noch der ganz normale Alltagsquatsch. Das muss anders werden, auch wenn ich (oder weil ich?) dazu keine lange, schlaue Liste mit Vorsätzen habe. Ich lass das mal. Stattdessen gucke ich lieber, was bis jetzt schon ziemlich schön war:

  • Ein Besuch in Hamburg und Mecklenburg, bei meiner Familie. Auch wenn ich zwischenzeitlich flachgelegen habe, war es doch schön, die vertrauten Gesichter mal wieder zu sehen.
  • Besonders: Nichte und Neffe, die mir begeistert ihren Knetsand à la Frozen vorführten. Ob sie so viel Spaß am von mir mitgebrachten und vorgelesenen Kinderbuch Der Miesepups hatten wie ich? I hope so!
  • Ein neues Sweatshirt von Femme de Marin mit Walt Whitman-Zitat. Genauer: „Oh Captain! My Captain“, wohl besser bekannt als Zitat aus dem tollen Film Der Club der toten Dichter. Gefunden bei Su in der Schanze.
  • Ein großes Lesevergnügen. So schnell bin ich wohl lange nicht mehr durch einen Roman gebrettert, wie durch die herrliche, traurig-schöne Familiensaga Als wir unsterblich waren von Charlotte Roth, von Mama empfohlen.
  • Butterkuchen. In München selten gefunden, in Hamburg dafür umso mehr genossen. Dafür habe ich sogar meine „Kein Zucker“-Parole kurzzeitig gelockert.
  • Serie 1: Call the Midwife: Die Serie über Hebammen im Londoner East End der 50er und 60er Jahre verfolge ich schon seit Staffel 1. Mittlerweile sind es fünf, die sechste soll dieses Jahr kommen, und meine Begeisterung ist ungebrochen. Im aktuellen Holiday-Special reisen sie sogar nach Südafrika. Bei Netflix.
  • Serie 2: Deadbeat: Schönes Kontrastprogramm zu den hochmoralischen Nonnen und Hebammen aus Call the Midwife: Marihuana-Fan und Medium Pac aus der Serie Deadbeat. Der Schluffi mit Plauze kann Geister sehen und sorgt mit unorthodoxen Methoden dafür, dass diese letzte unerledigte Dinge beenden und „ins Licht gehen“ können. Staffel 3 hat eine ganze Reihe Charaktere aussortiert, macht aber noch genauso viel Spaß wie die vorigen. Bei Amazon.
  • Serie 3: Designated Survivor. So, so amerikanisch, aber leider einfach echt fesselnd. Die Serie über einen Hinterbänkler im amerikanischen Kongress, der als (beinahe) einziger Überlebender eines Terror-Angriffs auf die Regierung plötzlich Präsident wird. Und wer würde nicht lieber Kiefer Sutherland als POTUS sehen als Witzfigur Donald Trump? Bei Netflix.
  • Listen machen. Die Vorfreude auf den anstehenden Urlaub in Südafrika wächst, und vor allem meine Liste, welchen tollen Restaurants diesmal besucht werden sollen, wird immer länger. Auf jeden Fall dabei: The Short Market Club, der neueste Streich von Luke Dale-Roberts, Chef des Potluck Club, eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants in Kapstadt.
  • Granatäpfel. Zur Zeit mein liebstes Obst. Nicht nur, weil die rubinroten Kerne so hübsch aussehen, sondern auch, weil sie so köstlich schmecken. Und das Herauspflücken aus der Schale ist eine schöne Meditationsübung.

 

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Puh, was für eine Woche, und was für ein Wochenende! Wir haben gerade erst die Koffer wieder in die Wohnung gerollt, zurück von einem fantastischen Kurztrip nach Wien, der deswegen auch als erstes genannt werden muss auf der Liste der Glücklichmacher der Woche:

  • Wien. Viel zu lange nicht da gewesen und gleich wieder verliebt in diese lässige, leiwande Stadt. Melange getrunken (zum Beispiel im Kleinen Café, Franziskanerplatz 3 und im phil), Schnitzel gegessen (im Concordia Schlössl) und das weltbeste Schnittlauchbrot (im Kaffee Alt Wien), lecker gefrühstückt im Wirr und endlich den Unterschied zwischen Krügl, Seidl und Pfiff gelernt (Biergrößen von groß nach klein). Und dazu noch die super Begleitung, eine lustige, entspannte Truppe von Freunden, mit denen der Trip einfach unvergesslich wurde.
  • Meute. Die Techno-Brass Band aus Hamburg spielte beim Mimamusch-Festival in Wien auf – und heizte richtig ein. Unmöglich, da die Füße stillzuhalten. Was für ein Spaß! Hier ist ihre Facebook-Seite.
  • Lesestoff I. Man soll ja seine Bücher nicht nach dem Einband aussuchen. Aber bei Stephanie Danlers Sweetbitter ist sowohl das Cover sexy als auch das, was drinsteckt. Die Coming-of-Age-Geschichte einer jungen Frau, die nach New York kommt und einen Job in einem Szene-Restaurant ergattert. Sex, Drugs & Restaurantgeheimnisse – eine fesselnde Kombination, toll geschrieben.
  • Lesestoff II. Eigentlich nicht aus dieser Woche, aber hey, es ist ein tolles Buch und ich will es empfehlen: Töchter einer neuen Zeit von Carmen Korn beginnt nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und endet nach dem Zweiten. Und spielt noch dazu in Hamburg, um die Ecke von Orten, an denen ich groß geworden bin. Gekonnt verwebt Carmen Korn die Geschichten von vier jungen Frauen, die in dieser wilden Zeit erwachsen werden. So detailreich und süffig habe ich lange nicht(s) Historisches gelesen. Und zwei weitere „Jahrhundert-Romane“ sollen folgen!
  • Bayrisch essen. Sehr schön auf den Geburtstag einer lieben Freundin angestoßen haben wir am Dienstag beim Weinbauer (Fendstraße 5), und dazu gab’s Knödel und Schnitzel. Urig, aber lässig, zwischen Hirschgeweih, Kini-Bildern und Holzvertäfelung.
  • Asiatisch essen. In der Müllerstraße 51 konnte man bis vor kurzem im Corso ein verdammt gutes Tatar essen, darum fand ich es sehr schade, als der Laden dichtmachte. Aber das ist jetzt vergessen, denn mittlerweile hat an gleicher Stelle The Drunken Dragon aufgemacht, wo man köstliche Dumplings naschen kann und an BBQ Pork Ribs in perfekter Hoisin-Knoblauch-Marinade knabbern, die im Mund schmelzen. Noch besser, wenn man sich (wie ich) einladen lässt, denn ganz billig ist der Spaß nicht. Vielen Dank, J & G, ein tolles Geburtstagsgeschenk!
  • Ein Kino um die Ecke. In München Neuhausen, wo ich wohne, wohnt man eigentlich ganz wunderbar, aber eines hat bislang immer gefehlt: Ein richtiges Kino. Das ist jetzt anders, weil vor kurzem das Neue Maxim eröffnet hat. An gleicher Stelle war auch früher schon ein Kino, aber das Programm dort so speziell, dass es mich dort nie hingezogen hat. Jetzt laufen Filme wie Tschick oder Welcome to Norway, und Popcorn gibt es auch. Ich war bislang noch nicht dort, habe mir aber beim Dumpling-Abend im Drunken Dragon sagen lassen, dass ich das bald ändern sollte.
  • Groundhog Day alias „Und täglich grüßt das Murmeltier“ ist einer meiner Lieblingsfilme. Darum habe ich mich sehr gefreut, dass eQuinoxe Europe dessen Drehbuchautor Danny Rubin nach Stuttgart eingeladen hat. Bei einer Masterclass am Montag beschrieb er den Entstehungsprozess des Films – und des Groundhog Day-Musicals, das im Sommer in London uraufgeführt wurde. Oh, das hätte ich gern gesehen, ist aber leider bereits abgespielt.
  • Ein Film, auf den ich mich freue. Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent Mark Duplass, einer meiner absoluten Heroes, hat wieder einen neuen Film gemacht: Blue Jay ist Oh Boy-mäßig in schwarz-weiß gehalten und erzählt von einem Mann und einer Frau, die in der Highschool ein Paar waren und sich jetzt, mittelalt und mittelglücklich, zufällig im Supermarkt wiedertreffen. Auf Amazon Prime kann man ihn streamen, und in der New York Times schreibt Mark Duplass über seine erste große Liebe.
  • Frisches Neulinger-Brot. Für einen Artikel im Magazin Echt Bayern hatte ich vor einer Weile das Vergnügen, den entzückenden Bio-Bäcker Ludwig Neulinger zu interviewen. Seit unserem Gespräch über das Aussterben der Münchner Brotzeitsemmeln und die Pest der Zusatzstoffe in Industriebrot kaufe ich mein Roggen-Vollkornbrot mit noch mehr Enthusiasmus in einer seiner Filialen in der Volkartstraße (Nr. 11 und Nr. 48, er hat noch zwei weitere, u.a. in Haidhausen).

 

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Das Brot, das ich eigentlich heute hier vorstellen wollte, ist noch nicht fertig, deswegen also erst mal ein bisschen was anderes. Meine Gute Laune-Momente der Woche:

  • Ein Kurztrip nach Dresden. Unter anderem mit einer Fahrt in der ältesten Schwebebahn der Welt, Senf-Shopping (Bautzner Straße 79), einem Spaziergang durch die Neustadt und echt leckerem Mittagstisch im hippen Speisewerk (Bautzner Straße 71).
  • Eine Lobhymne auf München. Beziehungsweise gleich mehrere, im aktuellen ZEIT Magazin, das dazu einlädt, München neu zu entdecken. Ja, schon schön hier in meiner Wahlheimat! Siehe auch:
  • Abendbrot im Biergarten. Genervt und unschlüssig standen Mr. B und ich gestern im Supermarkt, konnten nicht entscheiden, was es zu essen geben sollte und kauften dann halbherzig ein paar Vorräte ein. Seine rettende Idee: Lass uns in den Hirschgarten gehen. Das Wetter war noch so herrlich am Abend, das musste man ausnutzen. Wir luden also unsere Vorräte auf die Räder, kauften vor Ort noch ein Radler, und hatten wenig später ein wunderbares Abendbrot am Biertisch unter Kastanien in den letzten Strahlen der Abendsonne.
  • Ein Abend beim Stammitaliener. Draußen sitzen, Teil 2: Mit ein bisschen Fantasie fühlt man sich an den Tischen auf dem Bürgersteig vorm Piacere Nuovo (Donnersberger Straße 54) wie auf einer italienischen Piazza. Wenn Wirt Adrian(o) mit einem Lächeln und einem „Buona sera!“ dann Spritz und Antipasti-Teller serviert, ist die Illusion perfekt. So geht Feierabend.
  • Ein Underground Restaurant. Ein Like, das ich von User „Como en Casa“ für eins meiner Instagram-Bilder bekam, machte mich neugierig. Was ist Como en Casa? Ich habe mich schlau gemacht: Dahinter verbirgt sich eines der wenigen „Underground Restaurants“ in München, also Privatmenschen, die zum Essen bei sich zu Hause einladen. Aktuell gibt es keine neuen Termine (sie sollen bald verkündet werden), aber hier hat Foodfotografin Vivi D’Angelo schon von einem Como en Casa-Abend geschwärmt. Ich will auch!
  • Ein „Soulfood-Diner“: Schon lange wollte ich mal im Little Wolf (Pestalozzistraße 9) vorbeischauen, dem Restaurant, das meine liebe Ex-Kollegin Corinna Götz und ihr Mann Wolfgang nicht weit entfernt von ihrer Blues & Bourbon-Bar „Zum Wolf“ (Pestalozzistraße 22) eröffnet haben. Diese Woche hat es endlich geklappt. Im „Little Wolf“ wird, wohl einmalig in München, das Fleisch schonend im Smoker gegart, bekommt also einen fein rauchigen Geschmack wie bei einem amerikanischen Barbecue. Dazu gibt es ebenfalls typisch amerikanische Beilagen wie Cornbread, Coleslaw oder Mashed Potatoes. Und statt Apfelschorle trinkt man selbst gemachte Waldmeister-Limo.
  • Mein Lieblings-Schreibwarenladen: Nur einen Katzensprung von meinem Büro entfernt und mit fantastischer Auswahl: Beim Weber (Westermühlstraße 1 + 1a) kaufe ich meine Post-its, Briefumschläge und Ordner am liebsten. Eine Postfiliale haben sie auch, und wenn man Glück hat, wird, während man in der Schlange steht, gerade ein zukünftiges Schulkind beim Ranzen-Kauf beraten. Zauberhaft.
  • Die Abschieds-Tournee: Ich gebe zu, ich war ziemlich geknickt, als ich las, dass eine meiner Lieblings-Serien, die Country Music-Saga „Nashville“, nicht verlängert wird. Umso mehr genieße ich jetzt die letzten Folgen von Staffel 4 (bei Amazon Prime). Seufz.
  • Eine Liebschaft: Nachschub für den Serien-Junkie in mir liefert zur Zeit The Affair (ebenfalls bei Amazon Prime), das die Geschichte einer verhängnisvollen Affäre aus zwei Perspektiven erzählt.
  • Noch mehr Podcasts: Im Moment habe ich gern was im Ohr, wenn ich spazierengehe. Ich entdecke immer neue Podcasts (meistens englisch), die mir Spaß machen. Aktuell etwa der Scriptnotes Podcast, in dem Hollywood-Autoren John August und Craig Mazin launig übers Drehbuchschreiben plaudern, die von Schauspielern vorgelesenen Modern Love-Geschichten aus der New York Times und die Wissenschafts-Show Radiolab.

 

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Kurz habe ich überlegt, diese Liste generell in eine „Gute Laune-Liste“ umzuwandeln, weil es manchmal gar nicht so leicht ist, in einer Woche zehn Highlights zusammenzubringen. Aber dann sind mir doch immer mehr Dinge und Erlebnisse eingefallen, die die Liste gefüllt haben – und das waren keine Verlegenheitspunkte. Also, here we go:

  • Gespräche, die wehtun, aber guttun. Weil sie ehrlich sind und zum Nachdenken anregen. Mit echten Freunden geht sowas. Danke dafür.
  • Kaffee am Küchentisch. Eine Kaffeemaschine im Büro habe ich zwar auch, aber viel toller ist es, sich hin und wieder aus dem Büro zu stehlen und bei meiner Freundin Kerstin, die um die Ecke wohnt, einen Cappuccino aus ihrer tollen Maschine serviert zu bekommen. Dazu gibt es neuerdings immer ganz köstliche
  • Mandorlini, die ich jetzt auch mal nachgebacken habe und nächste Woche hier vorstellen werde.
  • Selbstgebackenes Brot: Wird dank Sauerteig-Backkurs jetzt öfter bei uns gegessen. Aufwändig, aber so lecker!
  • Noch ein Foodie-Podcast. Neulich habe ich ja schon vom The Sporkful Podcast geschwärmt, und jetzt habe ich noch KCRW’s Good Food entdeckt. Herrlich, diese Sendung für Food-Nerds. Da wird dann mal schnell zum Wochenmarkt (in Santa Monica) geschaltet, um über das Gemüse der Woche zu plaudern, ein Rezept für Blumenkohl-Tatar verraten oder ausführlich über die Geschichte des Spritz geredet. Love it.
  • Das Schlüsselbrett, das meine Freundin Jule in ihrer Wohnung hat (hier gibt’s ein ähnliches). Und ihre Gastfreundschaft!
  • Unkompliziert reisen. Mein Kurztrip nach Stuttgart, um eine Führung über historische Kriminalfälle mitzumachen und Jule wiederzusehen war eine schöne Abwechslung. Hin ging es mit dem Megabus,  günstig und pünktlich – die Deutsche Bahn wurde dagegen auf der Rückfahrt allen Vorurteilen gerecht…
  • Mal wieder einen Krimi verschlingen. Die beste Methode, um die Wartezeit auf einen um anderthalb Stunden verspäteten Zug zu überbrücken. Ich hatte mir Val McDermids „Der Verrat“ aus der Bahnhofs-Buchhandlung geschnappt. Fesselnd.
  • Die Pizza im L.A. Signorina, Stuttgart  – und der Antipasti-Teller auch! Ein netter, hipper und freundlicher Laden am Marienplatz. Hier die Facebook-Page.
  • Filme mit Tanz und Gesang. In Cuban Fury kämpft sich ein übergewichtiger Spießer mit Salsa zurück ins Leben, in Make My Heart Fly geht es zur Musik der Proclaimers („…and I would walk five hundred miles…“) um Lieben und Leiden in Edinburgh (beide bei Amazon Prime). Großartig für einen verregneten Nachmittag.

Kehrwoche2

Ein Monat in Australien…

…ist ganz schön schnell vergangen. Aber schön war er. Wer mir auf Facebook oder Instagram folgt, konnte schon ein paar Bilder davon sehen. Zum Schreiben bin ich aber währenddessen kaum gekommen. Darum nun hier eine Sammlung meiner Lieblingsmomente aus einem Monat Down Under, im Reiseverlauf von Süd nach Nord die Ostküste hoch (nur der erste Stopp in Brisbane tanzt da etwas aus der Reihe):

Brisbane
Eigentlich blöd, wenn man einen Flieger verpasst. In diesem Fall den Anschlussflug von Brisbane nach Sydney. Super, wenn einen die Airline dafür in einem netten Hotel unterbringt. Auch wenn wir von der Stadt nicht viel mitbekommen haben, die, so das Werbevideo im Flieger, berühmt ist für ihren „al fresco lifestyle“ (aka draußen sein): Das Frühstücksbuffet im Novotel Brisbane war der Hit. Von den frischen Passionsfrüchten träume ich noch immer.

Sydney
Vom Circular Quay die Fähre nach Manly Beach nehmen und dabei mit bestem Blick an der Oper vorbeischippern, diesem skurrilen, faszinierenden Gebäude, das in Wirklichkeit so viel kleiner ist als gedacht: 30 Minuten pures Glück.

Im Freiluftkino Moonlight Cinema im Centennial Park „Trumbo“ (super Film!) gucken, überteuerten, aber köstlichen Weißwein trinken und einer Armada von flying foxes (Flughunden) zugucken, die wieder und wieder durch den Himmel rauscht.

Durch Paddington stromern und die Five Ways erkunden. Im Second Hand-Buchladen/Café Ampersand (78 Oxford Street) vom Keller bis unters Dach spazieren, über die Fülle der Bücher staunen und tollen Kaffee trinken (danke für den Tipp, Meike Winnemuth!). Und dass die Busfahrer hier, wie von Meike geschildert, in Sydney ihre eigene Musik auflegen, ist wirklich lässig. Wir haben ganz unterschiedliche Soundtracks gehört.

Auch wenn er reichlich überlaufen war: Der Coastal Walk von Bronte Beach nach Bondi Beach ist wirklich sehenswert. Wer noch länger laufen will, startet in Cogee.

(Kulinarische) Glücksmomente: 360 Grad-Blick über Sydney vom 47. Stock aus in der O Bar, leckerer amerikanischer Diner-Food in der Bridge St Garage. Die Pizza bei Frankie’s Pizza ist legendär, uns war es in dem kultigen Kellerladen aber ein bisschen zu laut, deswegen kann ich dazu nichts sagen. Ebenfalls nicht geschafft: Das hochgelobte Bistro Three Blue Ducks in Bondi Beach.

Byron Bay
Besser geht’s fast nicht, als in diesem lässigen Surferort abends an der Strandpromenade sitzen und einem Musiker lauschen, der einfach so ein kostenloses Konzert unter freiem Himmel gibt. Dazu impromptu Picknicks überall, einfach toll.

Im Pighouse Flicks Cinema einen schlechten Film gucken (Point Break 2), aber dabei herrlich lässig in der ersten Reihe liegen (!).

Surfers Paradise
Kein Ort, den ich unbedingt noch ein zweites Mal besuchen müsste – aber die Yogastunde im Chameleon hat mich für vieles entschädigt. Und Mr. B war happy, bei Nando`s sein Hühnchen wie in Südafrika essen zu können.

Noosa
Bei unverschämt reichen Bekannten zu Gast sein, die uns auf eine Tour mit ihrem Boot auf dem Noosa River mitnehmen – und auf einer Sandbank im Wok Peri Peri-Shrimps für uns braten, die im Stehen an Ort und Stelle verschlungen werden.

Ein morgendlicher Spaziergang zu den Noosa Heads, schönster Meerblick inklusive (nur die Koalas, die hier hausen, haben wir leider verpasst). Und anschließend Cappuccino trinken, ebenfalls mit Meerblick, im Lieblings-Restaurant unserer Gastgeberin, dem Bistro C (49 Hastings St). Dort machen sie übrigens auch köstlichen Barramundi und Coconut Chicken Salad, wie wir später festgestellt haben.

Fraser Island
Im Geländewagen mit vier Mexikanern, einer Französin, einer Holländerin und einem Südafrikaner (meinem Mr. B) über den Strand cruisen, der hier ein Highway ist, und Hoops von The Rubens hören, aufgelegt von DJ Pax (aka Santiago).

Im Lake McKenzie baden, der einem beim ersten Anblick den Atem verschlägt: Türkisblau, wie das Meer in der Karibik, aber dann ist das Wasser nicht salzig, sondern klar und weich, ein Traum.

Rainbow Beach
Den ersten Hochzeitstag mit neuen Freunden im Arcobaleno on the beach (1 Rainbow Beach Road) mit BYO Prosecco und leckerer hausgemachter Pasta feiern. Stromausfall und Weltuntergangs-Regenschauer gab’s als Effekte für mehr Dramatik noch dazu.

Airlie Beach
Sich im Hostel den Luxus gönnen, vom 6-Bett-Zimmer auf einen private room aufzustocken – für nur 10 Dollar mehr. „It’s the little things in life“, wie Mr. B sagt.

Beste pochierte Eier (für mich) und eine verdammt gute Pizza (für Mr. B) bei Mr. Bones (263 Shute Harbour Road) essen. Tolles Essen, aber null Atmo: Fish D’vine (303 Shute Harbour Road, direkt an einem Kreisverkehr).

Mit GLS Aviation von Airlie Beach aus über die Whitsunday Islands und das Great Barrier Reef fliegen. Neben dem Piloten sitzen und dem unverständlichen Gebabbel zwischen Tower und Pilot lauschen. Bei bestem Wetter das Heart Reef im türkisfarbenen Meer liegen sehen. Surreal und jeden Cent wert.

Whitsunday Islands
Beim ersten Schnorchel-Gang gleich mitten in einem Schwarm Yellow Tail Fusiliers landen und aus dem Staunen über so viel wunderbare Unterwasserwelt nicht mehr herauskommen. Ein paar „Nemos“ (Clownfische) haben wir auch gesehen. Auf den Nachfolgerfilm, „Findet Dorie“, freue ich mich jetzt schon.

Magnetic Island
Eine Mini-Insel (gerade mal 50,92 qkm), auf der herrlich wenig los ist. Perfekt, um einfach mal gar nichts zu machen. Bester Moment: Als wir vom lauten Party-Hostel zum entspannten YHA am anderen Ende der Insel wechseln.

Great Barrier Reef
Das Schnorcheln! Die Korallen! Wie toll die Tablette gegen Seekrankheit wirkt!

Cairns
Die Night Narkets: überschätzt gefunden. Die viel cooleren Rusty’s Markets: leider verpasst. Dafür im Einkaufszentrum das beste Souvenir (bzw. Mitbringsel für mich selbst) bei Target geshoppt (ungefähr so sieht es aus)

Am letzten Abend in Australien endlich „richtig“ australisches Essen entdecken: im Ochre in Cairns. Es gibt Känguru und Wallaby und zum Nachtisch Pavlova, den australischen Nationalnachtisch.

Auf nach Down Under!

Der Schreibtisch ist aufgeräumt, die letzten Artikel abgegeben. Es sieht so aus, als sei der Urlaub tatsächlich in greifbarer Nähe. Am Montag geht es los, wir fliegen für vier Wochen nach Australien. Oh, wie ich mich freue! Wir starten in Sydney und werden uns dann die Ostküste hocharbeiten, viele Strände sehen und hoffentlich mal wieder so richtig abschalten. Zeit wird’s.
Zur Vorbereitung habe ich keine Reiseführer gewälzt, sondern ein paar Dias eingescannt, die ich von meinem Großvater geerbt habe: Er war 1978 in Australien (und davor u.a. in Hongkong und auf den Philippinen) und hat dabei kräftig geknipst. Seine Route war eine ganz andere als unsere, Melbourne und den Uluru (Ayers Rock) werden wir gar nicht sehen. Umso mehr freuen mich diese Souvenirs. Ich wünschte, er hätte mir mehr davon erzählt. So kann ich jetzt nur die Bilder sprechen lassen. Eine kleine Zeit-Reise:

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Australien2Australien3
Australien4
Australien6
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Ich werde mich bestimmt mal von unterwegs melden. Auf bald!

10 Dinge, die mir auf Ibiza gute Laune machen

So eine Woche Urlaub ist ja immer viel zu schnell rum. Ich versuche, sie ein bisschen haltbarer zu machen, indem ich mich an all die netten Dinge erinnere, die wir gemacht haben. Vielleicht sind ja auch ein paar Inspirationen für euch dabei? Was nicht auf der Liste steht: Die viiiiielen Bücher, die ich in den ersten verregneten Tagen verschlungen habe. Aber dazu vielleicht später. Jetzt erstmal: Schönes von der Insel:

Essen mit Meerblick: Im Restaurant La Escollera am Es Cavallet Strand sitzt man wunderbar mit Blick aufs Wasser und kann hervorragend essen. Wenn man draußen sitzt, kann man sogar die Füße in den Strand stecken. Dazu legt ein DJ chillige Musik auf.
Noch mehr Meer: Vom Jockey Club aus hat man auch einen tollen Meer- und Strandblick, auf den Salinas Strand. Wer mag, mietet am Strand davor eine Doppelliege mit Matratze und Sonnenschirm. Herrlich. Nicht weit entfernt, aber im Winter geschlossen: Im Experimental Beach Club am Cap des Falco sollen die Sonnenuntergänge sensationell sein.
Noch mehr lecker Essen: Außer dem Jockey Club hatte mir meine liebe Kollegin und Ibiza-Expertin K. noch ein anderes, neues Restaurant ans Herz gelegt, nämlich die Oleoteca Ses Escoles, an der Straße Richtung Portionatx, in der Nähe von Santa Eulalia del Rio. Wir waren da – und begeistert. Am besten mittags gehen, denn abends soll die Beleuchtung etwas zu hell sein, meinte der Herr am Nebentisch.
Über den Flohmarkt bummeln: Den berühmten Hippie Markt Las Dalias in San Carlos haben wir leider verpasst, weil der anscheinend im Winter nur samstags, nicht aber Sonntagabend, wie es im Reiseführer stand, stattfindet. Aber der riesige Flohmarkt auf der Pferderennbahn in San Jordi (Samstag früh bis ca. 14 Uhr) war auch ein großer Spaß.
Shoppen: Im Hippen Design- und Modeladen Sluiz (Ctra. Ibiza – St. Miquel km4) kann man sich verlaufen, so groß ist er. Wer vom Rumlaufen und Rumgucken müde wird, kann sich im hauseigenen Café erholen.
Stöbern: Etwas kleiner, dafür sehr verwinkelt und hübsch: In der Galeria Elefante entdeckt man in vielen verschiedenen Räumchen lauter hübsche Kleinigkeiten, toll für Geschenke, wenn auch etwas teuer. Ein Yoga-Studio haben sie auch.
Durch Ibiza Stadt schlendern: Durch die Straßen von Eivissa (Ibiza) laufen und sich treiben lassen. Klasse!
Strände entdecken: Damit kann man auf der Insel, die ja eigentlich nicht so groß ist, schon ein paar Tage verbringen. Cala Conta, Cala Olivera, Cala Tarida, Cala Talamanca…
Tapas essen: Natürlich, wir sind ja in Spanien. Meine Freundin T. empfiehlt dafür El Zaguan in Ibiza Stadt (Av de Bartolomé Rosselló, 15), uns hat es am Hafen bei Es Noray (Carrer Lluís Tur i Palau, 12) sehr gut geschmeckt.
Neues essen: Im Superbuono (Passeig De Ses Pitiuses 1Ibiza Stadt) haben wir eine köstliche Zitronen-Mandeltarte gegessen, und die „Coca“ (eine Art salziges Shortbread, oft mit Paprika obendrauf) mit gebratener Aubergine, Zwiebel und Sardellen im Ses Escoles war ebenfalls ein Highlight. Wenn die Koffer (und die Regale zuhause) nicht schon so voll gewesen wären, hätte ich daher glatt noch zwei Ibiza-Kochbücher mitgenommen: Eivissa Food und Glorious Ibiza Food (& Music!).
Gute Tipps: Der englisch-spanische Reiseführer My Ibiza & Formentera von Hjordis Fogelberg hat uns gute Dienste geleistet und bestens informiert.

Übrigens: Auf dem Blog talk around the world gibt es auch noch einen schönen Beitrag mit Tipps für Ibiza in der Nebensaison: Hier.