10 Dinge, die mir auf Ibiza gute Laune machen

So eine Woche Urlaub ist ja immer viel zu schnell rum. Ich versuche, sie ein bisschen haltbarer zu machen, indem ich mich an all die netten Dinge erinnere, die wir gemacht haben. Vielleicht sind ja auch ein paar Inspirationen für euch dabei? Was nicht auf der Liste steht: Die viiiiielen Bücher, die ich in den ersten verregneten Tagen verschlungen habe. Aber dazu vielleicht später. Jetzt erstmal: Schönes von der Insel:

Essen mit Meerblick: Im Restaurant La Escollera am Es Cavallet Strand sitzt man wunderbar mit Blick aufs Wasser und kann hervorragend essen. Wenn man draußen sitzt, kann man sogar die Füße in den Strand stecken. Dazu legt ein DJ chillige Musik auf.
Noch mehr Meer: Vom Jockey Club aus hat man auch einen tollen Meer- und Strandblick, auf den Salinas Strand. Wer mag, mietet am Strand davor eine Doppelliege mit Matratze und Sonnenschirm. Herrlich. Nicht weit entfernt, aber im Winter geschlossen: Im Experimental Beach Club am Cap des Falco sollen die Sonnenuntergänge sensationell sein.
Noch mehr lecker Essen: Außer dem Jockey Club hatte mir meine liebe Kollegin und Ibiza-Expertin K. noch ein anderes, neues Restaurant ans Herz gelegt, nämlich die Oleoteca Ses Escoles, an der Straße Richtung Portionatx, in der Nähe von Santa Eulalia del Rio. Wir waren da – und begeistert. Am besten mittags gehen, denn abends soll die Beleuchtung etwas zu hell sein, meinte der Herr am Nebentisch.
Über den Flohmarkt bummeln: Den berühmten Hippie Markt Las Dalias in San Carlos haben wir leider verpasst, weil der anscheinend im Winter nur samstags, nicht aber Sonntagabend, wie es im Reiseführer stand, stattfindet. Aber der riesige Flohmarkt auf der Pferderennbahn in San Jordi (Samstag früh bis ca. 14 Uhr) war auch ein großer Spaß.
Shoppen: Im Hippen Design- und Modeladen Sluiz (Ctra. Ibiza – St. Miquel km4) kann man sich verlaufen, so groß ist er. Wer vom Rumlaufen und Rumgucken müde wird, kann sich im hauseigenen Café erholen.
Stöbern: Etwas kleiner, dafür sehr verwinkelt und hübsch: In der Galeria Elefante entdeckt man in vielen verschiedenen Räumchen lauter hübsche Kleinigkeiten, toll für Geschenke, wenn auch etwas teuer. Ein Yoga-Studio haben sie auch.
Durch Ibiza Stadt schlendern: Durch die Straßen von Eivissa (Ibiza) laufen und sich treiben lassen. Klasse!
Strände entdecken: Damit kann man auf der Insel, die ja eigentlich nicht so groß ist, schon ein paar Tage verbringen. Cala Conta, Cala Olivera, Cala Tarida, Cala Talamanca…
Tapas essen: Natürlich, wir sind ja in Spanien. Meine Freundin T. empfiehlt dafür El Zaguan in Ibiza Stadt (Av de Bartolomé Rosselló, 15), uns hat es am Hafen bei Es Noray (Carrer Lluís Tur i Palau, 12) sehr gut geschmeckt.
Neues essen: Im Superbuono (Passeig De Ses Pitiuses 1Ibiza Stadt) haben wir eine köstliche Zitronen-Mandeltarte gegessen, und die „Coca“ (eine Art salziges Shortbread, oft mit Paprika obendrauf) mit gebratener Aubergine, Zwiebel und Sardellen im Ses Escoles war ebenfalls ein Highlight. Wenn die Koffer (und die Regale zuhause) nicht schon so voll gewesen wären, hätte ich daher glatt noch zwei Ibiza-Kochbücher mitgenommen: Eivissa Food und Glorious Ibiza Food (& Music!).
Gute Tipps: Der englisch-spanische Reiseführer My Ibiza & Formentera von Hjordis Fogelberg hat uns gute Dienste geleistet und bestens informiert.

Übrigens: Auf dem Blog talk around the world gibt es auch noch einen schönen Beitrag mit Tipps für Ibiza in der Nebensaison: Hier.

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Fernweh-Freitag: Schokolade, Seattle und Südafrika

Hier im Blog bin ich schon länger nicht in die Ferne geschweift, dabei tue ich das in Gedanken fast täglich. Diese Woche noch einmal mehr, denn da haben ein paar Events mein Fernweh geschürt. Also, auf geht’s…

…nach Seattle: Bei einem sehr netten Dinner hat sich das Team von Visit Seattle diese Woche in München vorgestellt – und wirklich Lust auf ihre Stadt gemacht. Nicht unwesentlich dazu beigetragen haben auch die fantastischen Weine aus der Region, mitgebracht von Steve Warner, President & CEO von Washington State Wine und das köstliche Essen, das Chefkoch Ethan Stowell mit seinem Team auf den Tisch gebracht hat. Ethan ist in Seattle eine Lokalgröße, führt mit seiner Frau Angela, die auch mit dabei war, insgesamt 12 Restaurants. Das neueste ist die Goldfinch Tavern im Four Seasons, dem einzigen Fünf Sterne-Hotel Seattles. Aber man kann auch Pizza (in der Bar Cotto) oder Pasta (im Tavolàta) à la Ethan essen.

Space Needle & Ferry from Elliott Bay - credit Howard Frisk

Quelle: Howard Frisk für Visit Seattle

Pike Place Market with Ferry & Elliott Bay - credit Howard Frisk

Quelle: Howard Frisk für Visit Seattle

…in die Ferne: Auf dem Visit Seattle-Dinner war auch ein sehr netter Journalisten-Kollege, der das Roadtrip Magazin herausbringt, ein digitales Reisemagazin mit Fernweh-Garantie. Unbedingt mal reinschauen!

…in den Dschungel: Aus Peru, Bolivien, Ecuador, der Dominkanischen Republik, dem Kongo und Indonesien stammen die Kakaobohnen, die zu den köstlichen Tafeln von Original Beans verarbeitet werden. Gründer Philipp Kauffmann stellte sie diese Woche bei einem Schoko-Tasting in München vor und erzählte auch, wie das Unternehmen die edlen und seltenen Kakaosorten für die nachhaltige Schokolade sucht. Bis auf bei der Sorte „Grand Cru Blend No. 1“ werden für die Schokoladen immer nur Bohnen aus einem Anbaugebiet verwendet, zum Beispiel die „Beni Wild Harvest“ aus bolivianischem Wildkakao aus der Beni Savanne. Dazu kommt wenig anderes: Kakaobutter, Zucker und teilweise Milch, keine Zusätze wie Lecithin oder Vanille. Und die Schokoladen sind wirklich fein! Für jede verkaufte Tafel wird ein Baum im Regenwald gepflanzt (mit einem Code auf der Verpackung kann man sehen, in welchem Gebiet), Folie und Verpackung sind kompostierbar. Das rechtfertigt auch den Preis (um 4 Euro). Die Schokoladen sind im ausgewählten Feinkosthandel, in Biofachläden wie Alnatura, basic oder denn’s sowie in Onlineshops wie bosfood.de oder tastybox.de erhältlich.

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Quelle: Original Beans


…nach Südafrika:
Eine meiner Lieblingsbands, The Parlotones, kommt nach München, wie ich gerade mit Freude gesehen habe. Sie stammen aus Johannesburg und touren jetzt im Oktober durch Deutschland. Unter anderem auch in Hamburg, Köln und Leipzig treten sie auf. Mehr Info: hier. Ohrwurm-Garantie bei diesem Lied: Fly to the Moon.

…nach Ibiza: Ich bin reif für die Insel! Übernächste Woche geht es los, eine Woche Urlaub auf Ibiza. Ich war noch nie da. Hat jemand Tipps?

 

Quelle Titelbild: Original Beans

Schon schön… – im Allgäu!

Weil das Wetter so schön ist und der See ruft, fasse ich mich heute kurz. Aber der unerbittliche Bot der Ironblogger München (zu denen ich auch gehöre) hat mich gestern daran erinnert, dass ich diese Woche noch gar nichts gepostet habe. Das geht natürlich nicht!

Darum schwärme ich hier jetzt mal ein bisschen wortlos, dafür visuell von einer wunderschönen Woche im Allgäu, die hinter mir liegt. Wir waren quasi im unteren Knick zwischen Ostallgäu und Oberallgäu, in der Nähe von Wertach. Auf die österreichische Seite, ins Tannheimer Tal, haben wir bei Wanderungen aber auch öfter rübergemacht. So viel schöne Landschaft! Traumhaft.

Falls ihr mal in der Gegend seid: Die Alpe Sorg 1 (es gibt auch eine 2, da waren wir nicht) auf 1017 m wunderbar gastfreundlich und Wirt Hans ein echtes Original. Einen selbstgebrannten „Sorg Schnaps“ mit Marille für 10 Euro haben sie auch. Ich habe ihn nicht probiert, aber er soll sehr gut sein.
Köstlichen allgäuer Käse gibt es in Wertach bei der Hofsennerei s‘ Molkefässle.
Das Hotel Pfeffermühle ist nicht modern oder schick, aber günstig und mit viel Herz – und ein perfekter Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen.

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Blick von der Sorg Alpe

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Morgens vom Gebimmel der Kuhglocken geweckt werden? Großartig!

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Sorg Alpe 1

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Im Tannheimer Tal, auf dem Weg zum Vilsalpsee

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Vilsalpsee

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Vilsalpsee

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Blick vom Neunerköpfle (1862 m)

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Vom Neunerköpfle starten auch viele Paraglider

Fernweh-Freitag

Ich breche morgen auf zu einer kleinen Auszeit im Allgäu. Hier sind noch ein paar andere Ideen, wo man sich in der Welt so herumtreiben könnte:

  • In Bozen beginnt heute das dreitägige „Genussfestival Südtirol“. Dabei werden Südtiroler Qualitätsprodukte wie Äpfel, Speck und Weine gefeiert. An verschiedenen Orten rund um den Waltherplatz (oder auch: die „Piazza Walther“) gibt es Kostproben, Musik und Entertainment, auch für Kinder (z.B. die Märchenlesungen im „Apfelparadies“). Klingt doch gut, oder? Mehr Infos unter genussfestival.it
  • Noch ein Genuss-Event, das man sich als Bierliebhaber schon mal vormerken könnte: Das „Wochenende der Bierleidenschaft“ („Bierpassie Weekend“) in Antwerpen vom 26. bis 28. Juni. Mehr als 200 Biere von 32 belgischen Brauereien gibt es da auf dem historischen Groenplats zu verkosten. Antwerpen ist auf jeden Fall eine Reise wert, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Na denn, Prost! bierpassieweekend.be
  • Auch für Genussmenschen: Ab sofort laden in der Steiermark drei neue „RezepTouren“ ein, regionale Produkte und Köstlichkeiten zu entdecken. Die „ManufakTour“, die „MixTour“ und die „NaTour“ führen Kulinarik-Fans zu jeweils bis zu zehn Genussstationen, etwa einer Fischzucht, einer Vinothek oder einer Fromagerie. Dort gibt es zum Beispiel Führungen und Verkostungen, außerdem liegen Rezepte zum Mitnehmen und Sammeln aus. Die „kulinarischen Routenpläne“ mit Karte bekommt man in Hotels und anderen Unterkünften oder bei den Tourismus-Verbänden.
  • Wie es aussieht, denke ich gerade nur an das eine: Essen. Ich höre gleich auf, versprochen. Nur noch ganz kurz: In Schottland begeht man gerade das „Year of Food and Drink“… Was das bedeutet, kann man hier lesen.
  • Termintipp: Am 25. Juni startet wieder das Münchner Filmfest. Eine Woche und viiiiiele Filme: Ich freue mich drauf!
  • Und zum Schluss noch eine skurrile Geschichte: Ein chinesischer „Friends“-Fan hat das Kult-Café aus der Serie, das Central Perk, in Peking nachgebaut (und seinen Sohn Joey genannt…). Hier gibt’s eine kurze Doku dazu.

So viel für heute. Habt ihr auch Fernweh?

 

 

 

 

10 Dinge, die mir diese Woche (auf Maui) gute Laune machen

Aloha, ihr Lieben! Weil ich gerade im Urlaub bin und mir meine Kollegin „verboten“ hat, allzu viel Zeit im Internet zu verbringen, halte ich mich heute kurz. Aber ein bisschen was (mit)teilen möchte ich doch. Wer mir auf Facebook folgt, weiß es schon: Ich habe geheiratet. Hier in Maui, am Strand. Und da sind wir auch schon mittendrin, bei meinen Glücklich-Machern der Woche:

  • Heiraten. Den richtigen Mann, am richtigen Ort. Unsere Zeremonie am Ulua Beach wurde von einem hawaiianischen Reverend gehalten, der die Trauung eröffnete, indem er in alle vier Himmelsrichtungen in ein Muschelhorn blies. Das war anfangs so unwirklich, so unglaublich – und dann so warm und herzlich, das wir das Lächeln gar nicht mehr aus dem Gesicht bekamen. Glücklich, rundum.
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  • Freunde und Familie. Auch wenn wir am anderen Ende der Welt waren, waren unsere Liebsten doch ganz nah: Weil sie gemailt, gesmst und sogar ein kleines Video von einem hawaiianischen Abend gedreht haben, den sie uns zu Ehren veranstaltet haben. Und als der Reverend dann noch sagte, dass es in Hawaii heißt, dass Freunde und Familie in Gedanken bei einem sind, wenn der Wind weht – und der Wind dabei um uns wirbelt – da habe ich dann doch ein paar Tränchen verdrückt.
  • Yoga am Morgen. Das Yoga-Studio Maui Yoga Path ist nur etwa 10 Minuten Fußweg entfernt von unserem Apartment in Kihei und bietet jeden Morgen um 7 Uhr eine Stunde „Sunset Yoga“ im Iyengar-Stil direkt am Meer an. Auch wenn es jetzt, wo der Jetlag überwunden ist, nicht mehr so leicht ist, so früh aufzustehen, lohnt es sich doch immer wieder. Allein für diesen Ausblick:
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  • Der Gesang der Wale. Auf einer Whale Watching-Exkursion mit der Pacific Whale Foundation habe ich sie zum ersten Mal gehört, diese wunderbaren, außerirdischen Klänge, über ein Unterwasser-Mikrofon, das die Crew über Bord gehängt hatte. Und gestern am Strand wieder: Wenn man es schafft, tief genug unter Wasser zu tauchen und möglichst still zu sein, hört man die Wale singen. Irre!
  • Das Shaka-Zeichen. Die „Hang Loose“-Geste mit von der Faust ausgestrecktem Daumen und kleinem Finger ist hier tatsächlich total gebräuchlich: Immer wieder grüßen uns hier Menschen damit. Sehr lässig.
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  • Palmen. Sind das nicht einfach die ästhetischsten Bäume, die man sich vorstellen kann?
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  • Ananas, Papaya, Melonen – all die herrlichen Früchte, die man hier so günstig bekommen kann (alles andere ist hier ganz schön teuer!). Und auch dem Weg zu den Seven Sacred Pools habe ich zum ersten Mal einen Ananas-Baum gesehen. Großartig!
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  • Fish Tacos. Am Big Beach gibt es sie frisch vom Jawz Taco-Truck auf die Hand. So lecker!
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  • Bier auf Hawaii. „In“ Hawaii müsste es eigentlich heißen, habe ich jetzt gelernt, weil Hawaii ein Staat ist. Aber „auf“ Maui. Und anders als es in dem bekannten Schlager heißt, gibt es hier jede Menge Bier. Mit lustigen Namen und in farbenfrohen Flaschen und Dosen. Manches wird sogar mit Ananassaft gebraut und würde mir zu Hause vermutlich überhaupt nicht schmecken. Aber hier, eiskalt, mit Blick auf den Himmel und ein paar Palmen, gibt es am Abend nichts besseres.
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  • Im Hier und Jetzt sein. Lange habe ich mich nicht mehr so frei und fröhlich gefühlt wie gestern beim Herumtoben in den Wellen am Poolenalena Beach: Zusammen mit dem frischgebackenen Ehemann hochhüpfen, wenn eine kleine Welle kommt, und untertauchen, um die großen Brecher über einen hinwegrauschen zu lassen: Ein Riesenspaß!

So, das war’s für heute. Ich schicke euch ein dickes Aloha und viele Grüße!

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Lieblingsmomente in San Francisco

Mr. B und ich sind dem Münchner Winter entflohen. Bei sonnigen 20 Grad haben wir die letzten vier Tage in San Francisco verbracht. 70000 Schritte später (sagt der Schrittzähler) sind wir hundemüde, aber sehr happy. „Es macht einen Unterschied, wenn die Bewohner einer Stadt ihre Stadt lieben. Das tun wir! Anders als die New Yorker“, sagte eine Verkäuferin, mit der wir ins Gespräch kamen. Das kann man spüren. So viel gute Vibes wie in San Francisco habe ich selten erlebt. Meine Highlights:

  • Fitness-Freaks bewundern: Ein skurriler Anblick: Wir haben nicht schlecht gestaunt, als bei einer Kaffeepause beim Dynamo Kaffeekiosk am Yachthafen plötzlich eine ganze Horde joggender Frauen mit Kinderwagen um die Ecke bog. Baby bootcamp nennt man so etwas wohl, oder auch „stroller fitness“. In einer stillen Ecke machten sie dann schweißtreibende Übungen mit allerlei Gerätschaften, bevor sie erneut eine Runde um das Gelände drehten. Überhaupt, die Jogger: So viele rennende Menschen wie hier in San Francisco habe ich selten gesehen. Überall, zu jeder Zeit. Und das trotz all der Hügel!
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  • Bücher finden: Eine nette Geste: Beim Buchladen Dog Eared Books im Mission District steht eine Kiste mit ausrangierten Büchern, aus der man sich umsonst bedienen darf. Und in Nob Hill haben wir einen „Automaten“ entdeckt, in dem man Bücher deponieren und finden kann.Buchautomat
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  • Mit den Locals trinken: Die Bar International Sports Club (1000 Columbus Avenue) war eine Empfehlung von einer Mitarbeiterin des Fahrradverleihs bei Blazing Saddles und ein echter Hit. An den Wänden flattern fröhlich 1 Dollar-Noten, das restliche Interieur ist ziemlich abgeranzt, aber viele Locals kommen immer wieder gern hierher. Zum Billardspielen oder Quatschen. „Touristen sind hier normalerweise nicht“, sagte Amerikaner Travis, den wir mit seinem Kollegen Zack an der Bar kennenlernten. Zack machte uns mit dem „Red Eye“ bekannt: Eine Mischung aus Bier und Tomatensaft. Vielleicht so benannt, weil er gern auf „Red Eye“-Flügen (also denen spät nachts, nach denen man mit rotgeränderten Augen ankommt) gemischt wird? Nicht so ganz mein Geschmack, aber nunja.
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  • Tipps bekommen: Wann immer wir mit Leuten in San Francisco ins Gespräch kamen, bekamen wir neue tolle Anregungen für unseren Besuch: Die Foodtrucks von Off the Grid, die sich an unterschiedlichen Orten in der Stadt versammeln. Das Restaurant Radish im Mission District. Oder auch der scharf-süße Cocktail „Pasión“ mit Chili-Tequila („Habanero infused“), Passionsfrucht und Limette im Tacolicious (741 Valencia Street) im Mission District waren Empfehlungen von freundlichen Fremden.
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  • Die Golden Gate Bridge radeln: San Francisco ohne die Golden Gate Bridge? Unvorstellbar. Wir haben sie bei einer Tour mit Blazing Saddles auf dem Fahrrad überquert und sind dann weiter nach Sausalito geradelt.
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  • Durchs Foodie-Paradies schlendern: Beim Ferry Building am Embarcadero starten nicht nur die Fähren nach Marine County, innen drin gibt es auch jede Menge schicker Delikatessen-Lädchen. Ob Honig oder Fleisch, Schokolade oder kale chips, hier gibt es Leckeres zu entdecken.
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  • Nicht auf die Uhr schauen: Viel zu oft habe ich auf Reisen eine (viel zu umfangreiche) To-Do-Liste im Kopf. Um so schöner ist es dann, die einfach mal zu vergessen und ziellos umherzustreifen. Im Mission Distrikt zwischen Guerrero, Valencia und Mission Street kann man stundenlang umherlaufen und entdecken. Super fand ich zum Beispiel Fayes Video & Espresso Bar (3614 18th Street), eine Mischung aus Kaffee und Videothek – genial. Und immer wieder kunstvoll-crazy Wandbilder (murals).
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  • Einen Abstecher am Fisherman’s Wharf machen: Der Fisherman’s Wharf mit den berühmten Robben, die am Pier 39 herumlümmeln und seinen zahlreichen Geschäften ist natürlich eine echte Touristenfalle (das Krebsfleisch-Sandwich für 17 Dollar? Nein, danke). Aber man kann hier auch mit wenig Geld viel Spaß haben: Im Musée Méchanique (Pier 45, am Ende der Taylor Street) reicht oftmals schon ein Vierteldollar (Quarter). In dem skurrilen „Museum“ (der Eintritt ist frei) finden sich zahlreiche historische Spielautomaten, Fotoautomaten und mechanische Wahrsagerinnen, die man für ein paar Münzen benutzen darf. Zum Beispiel eine Pinball Machine von 1962 oder ein elektrisches Klavier von 1910.
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  • Tacos essen: Wenigstens einmal muss man Mexikanisch essen, wenn man in San Francisco ist. Hier wurde schließlich – im Misson District – der Mission Burrito erfunden (in München kann man den übrigens sehr gut bei der Burrito Company essen). Und wenn man jemanden fragt, wo es den besten Burrito gibt, schicken einen alle zu El Farolito (2779 Mission Street, Ecke 24th Street). Das ist eine ziemliche Kaschemme, aber immer rappelvoll, und der Burrito groß wie mein Unterarm. Fast noch besser geschmeckt haben mir aber die Tacos Al Pastor (mit Schweinefleisch und Ananas). Sehr lecker waren auch die Tacos zu später Stunde in North Beach bei Pistos Tacos.
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Danke, San Francisco, schön war’s! Und jetzt: Maui. Wir sind noch 4000 Kilometer weiter westlich geflogen und wollen sehen, was Hawaii so alles zu bieten hat…
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10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Diese „10 Dinge“ werden allmählich zu einer festen Rubrik – und zu einer, die ich sehr mag. Weil sie mich bei dem Versuch, genau zehn schöne Dinge zu finden, immer wieder daran erinnert, wie viel Gutes ich tatsächlich in meinem Leben habe. Eine Übung in Achtsamkeit. Also, here we go, 10 Dinge, die mir diese Woche ein Lächeln ins Gesicht zaubern:

  • Zu Fuß zur Arbeit gehen. Von unserer Wohnung bis zu meinem Büro sind es knapp fünf Kilometer. Genau richtig für einen morgendlichen Spaziergang, bei dem die Beine in Bewegung sind – und der Kopf auch. Schön zum Nachdenken und innerlich Sortieren.
  • Frische Minze. Die lachte mich – unterwegs zur Arbeit – vor einem Gemüseladen an. Jetzt macht sie aus heißem Wasser fantastischen, frischen Minztee.
  • Die Erinnerung an einen lustigen Tag in Berlin. Schauspieler Stefan Puntigam hat mich durch seinen Kiez, Charlottenburg geführt, jetzt nachzulesen bei Neckermann Reisen.
  • Dinner mit Freunden. Gestern haben wir im „bairischen Bistro“ Sir Tobi sehr lecker gegessen. Kleines Lokal, kleine Karte, aber große Klasse.
  • Kollegen. Egal, ob ich Stippvisiten in Redaktionen mache, oder meiner lieben Zimmernachbarin im gemeinsamen Freelancer-Büro gegenüber sitze: Immer wieder schön, während der Arbeit ein paar nette Worte miteinander wechseln zu können.
  • Yoga. Zur Zeit übe ich meistens zuhause mit der tollen Vinyasa-DVD von Bärbel Meißner (Yogamour). Am Wochenende kommt dann ihre Yin Yoga-DVD dran.
  • „Sherlock“ Holmes, gespielt von Benedict Cumberbatch. Ich weiß, I’m late to the party, alle anderen haben ihn natürlich schon längst entdeckt – aber wie toll ist der denn bitte?! Staffel 1 und 2 sind in Windeseile konsumiert worden, und für heute Abend wartet Staffel 3 auf uns. Yay!
  • Der Song Something Good This Way Comes von Jakob Dylan. Danke, Marion!
  • Die Aussicht auf zwei Tage Auszeit beim Wellnessen am Achensee nächste Woche.
  • Nochmal Vorfreude: Der Film Der große Trip – Wild läuft jetzt endlich bei uns im Kino, nach dem Buch der großartigen Cheryl Strayed. Den will ich unbedingt sehen!