Weihnachtsbäckerei: Schoko-Erdnuss-Plätzchen

Woran merkt man, dass man zu viel gearbeitet hat und dass es jetzt wirklich mal Zeit ist für eine kleine Weihnachtspause? Also, ich habe es heute daran gemerkt, dass ich bei dem Versuch, „schnell mal“ die Brezelschnitten von vor zwei Wochen nachzubacken, die flüssige Schokolade und die Brezeln auf dem Shortbread-Teig verteilt habe – ohne ihn vorher zu backen. Argh. Ein Satz mit X also. Zum Ausgleich und weil die so schön einfach sind, habe ich dann nochmal die Honiglebkuchen von vor zwei Jahren gebacken. Die sind gut gelungen, zum Glück. Und diese Plätzchen, die ich dieses Jahr zum ersten Mal gemacht habe, auch.

SCHOKO-ERDNUSS-PLÄTZCHEN
Quelle: essen&trinken Für jeden Tag 12/2015
Für 30 Stück
Zutaten:
175 g Mehl
65 g Kakaopulver
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
120 g weiche Butter
240 g cremige Erdnussbutter
180 g Zucker
1 Ei (Kl. M)
100 g Puderzucker
50 g geröstete und gesalzene Erdnüsse
100 g dunkle Kuchenglasur
Zubereitung:
Mehl, Kakaopulver, Backpulver und Salz mischen. Butter, 60 g Erdnussbutter und den Zucker mit den Quirlen des Handrührers 2 Min. cremig rühren. Das Ei unterrühren. Mehlmischung mit den Knethaken des Handrührers unterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen. In Klarsichtfolie über Nacht kalt stellen. 180 g Puderzucker mit den Quirlen des Handrührers glatt rühren und ebenfalls kalt stellen.
Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Teigrolle in 1 cm dicke Scheiben schneiden und zu Kugeln formen. Kugeln flach drücken, in der Handfläche leicht wölben und mit einer haselnussgroßen Portion der Erdnusscreme füllen. Dabei den Teig um die Erdnusscreme zu verschließen. Gefüllte Kugeln auf mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen, leicht flach drücken. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene 12 Min. backen. Vollständig auf den Blechen abkühlen lassen.
Erdnüsse grob hacken. Dunkle Kuchenglasur nach Packungsanweisung schmelzen. Mit einem Esslöffel streifig über den Plätzchen verteilen. Sofort mit den Erdnüssen bestreuen.

Weihnachtsbäckerei: Brezelschnitten

Wir waren auf Familienbesuch in Hamburg diese Woche, und da sind endlich auch die ersten Weihnachtsplätzchen dieses Jahres entstanden. Gemeinsam mit dem Lieblingsneffen und der Lieblingsnichte habe ich einfache Mürbeteigplätzchen gebacken (die die Kinder dann selbst verziert haben, ein großer Spaß) – und dann noch etwas Neues ausprobiert. Diese süß-salzigen Plätzchen-Quadrate mit dem Shortbread-Boden sind super simpel und lecker, man muss nur genügend Zeit zum Auskühlen einplanen.

BREZELSCHNITTEN
Quelle: essen & trinken für jeden Tag 12/2015
Für ca. 63 Stück
Zutaten:
500 g Mehl
150 g Zucker
1 TL Salz
320 g weiche Butter plus Butter zum Einfetten
300 g Vollmilchkuchenglasur
63 Salzbrezeln (à 2 g)
Zubereitung:
Mehl, Zucker und Salz mischen. Die Butter in kleinen Stücken zugeben und alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig auf ein gründlich gefettetes (oder mit Backpapier ausgelegtes) Backblech geben und mit den Händen gleichmäßig bis in die Ecken drücken. 2 Stunden kalt stellen.
Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten hellgelb backen. Vollständig abkühlen lassen.
Die Kuchenglasur nach Packungsanweisung schmelzen und nach und nach mit einem Pinsel auf den Teig streichen. Dabei die noch feuchte Glasur mit den Brezeln belegen, diese leicht andrücken. Den Teig zwischen den Brezeln mit einem Messer (oder einem Pizzaschneider, geht super) zu Rechtecken schneiden und die Plätzchen vom Blech heben.

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Lebkuchen-Tiramisu

Das Schöne an der weihnachtlichen Völlerei ist ja immer auch, dass irgendwann ganz sicher der Punkt kommt, an dem man merkt: Jetzt ist es genug. Jetzt will ich endlich mal wieder etwas weniger kalorienreiches, süßes und weihnachtliches essen. Etwas Gesundes. Der Punkt wird kommen, ganz sicher. Ich bin noch nicht ganz so weit. Aber fast. Erstmal muss ich noch dieses Tiramisu aufessen. Denn obwohl ich für Mr. B und mich nur die Hälfte der angegebenen Menge gemacht habe, ist noch reichlich übrig. Und der Kühlschrank auch noch reichlich voll. Nunja. Habt es schön!

LEBKUCHEN-TIRAMISU
Quelle: meine Familie & ich 12/2006
für 6 (-8 Portionen)
Zutaten:
2 Dosen Mandarinen (Abtropfgewicht à 175 g)
1 Orange (unbehandelt)
6 sehr frische Eier
6 EL Zucker
750 g Mascarpone
2 EL Zitronensaft
100 ml Espresso
6 EL Mandellikör (ersatzweise Orangensaft)
400 g weicher Lebkuchen (ich habe Honigkuchen genommen)
Kakaopulver zum Bestäuben
Zubereitung:
Mandarinen abtropfen lassen. Orange waschen, Schale abreiben. Eigelb mit Zucker dickschaumig aufschlagen. Mascarpone, etwas Orangenschale und Zitronensaft unterrühren. Eiweiß steif schlagen, unterheben (Anm.: steht so nicht im Originalrezept, aber ich finde immer, so wird es fluffiger – außerdem muss man sich dann nicht überlegen, was man mit dem Eiweiß anfangen soll).
Espresso mit Likör mischen. Lebkuchen würfeln oder in Scheiben schneiden. Eine rechteckige Form mit der Hälfte der Lebkuchen auslegen (alternativ: Portionen in Gläser füllen, wie ein Trifle schichten.). Lebkuchen mit der Hälfte der Espresso-Mischung beträufeln. Hälfte der Creme darauf streichen. Mit übrigen Lebkuchen belegen und mit restlicher Espresso-Mischung beträufeln. Mandarinen darauf verteilen und die übrige Creme darauf verstreichen. Zugedeckt (über Nacht, wer mag) kalt stellen. Zum Servieren Tiramisu mit Kakaopulver bestäuben.

Merry Christmas (Cake)!

Dieses Jahr habe ich ja in der Adventszeit nicht so viel gebacken. Aber beim Durchstöbern meiner Kochzeitschriften für das Weihnachtsessen fand ich ein Rezept für diesen englischen Christmas Cake, das ich unbedingt noch ausprobieren wollte. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Orangeat und Zitronat, aber hier (in ordentlich Rum eingelegt), harmoniert es wunderbar mit den übrigen Zutaten. Ein sehr üppiger, aromatischer Kuchen, wie man ihn in England gern in der Adventszeit isst. Yummie. Und jetzt: Frohe Weihnachten!

ENGLISCHER FRÜCHTEKUCHEN
CHRISTMAS CAKE
Quelle: meine Familie & ich 12/2007
für eine Kastenform (ca. 30 x 11 cm)
Zutaten: 
20 g Ingwerpflaumen (nein, das hat nichts mit Pflaumen zu tun! Es sind nur pflaumengroße Stücke Ingwer, in Sirup eingelegt. Gibt es z.B. im Asia-Laden. Ich habe Sushi-Ingwer aus dem Glas genommen)
50 g Belegkirschen
125 g Rosinen
125 g Korinthen
je 50 g Orangeat und Zitronat
100 ml Rum
300 g Mehl
1 TL Backpulver
je 1 Messerspitze Salz, geriebener Muskatnuss und Nelkenpulver
4 Eier
1 Zitrone (unbehandelt)
250 g Butter und Butter für die Form
200 g Zucker
etwas Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
Früchte vorbereiten: Ingwerpflaumen abtropfen lassen und fein würfeln. Kischen hacken. Ingwerpflaumen, Kirschen, Rosinen, Korinthen, Orangeat und Zitronat in Rum einlegen und 1 Stunde ziehen lassen. Mehl mit Backpulver, Salz, Muskat und Nelkenpulver mischen, mit den eingelegten Früchten leicht vermengen. Eier trennen. Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen, Schale abreiben. Backofen auf 175 Grad vorheizen. In einer anderen Schüssel Butter mit 1/3 des Zuckers schaumig rühren. Zitronenschale zugeben. Eigelbe nach und nach unterrühren. Eiweiß mit restlichem Zucker steif schlagen und die Hälfte davon unter die Buttermasse heben. Teig fertigstellen: Restliche Eiweiße und die Früchte-Mehl-Mischung vorsichtig unter die Buttermasse heben. Kastenform mit Butter (oder Margarine) gut einfetten, dann den Rührteig hineinfüllen und die Oberfläche mit einem Teigschaber glatt streichen. Kuchen bei 175 Grad etwa 65 Minuten backen. Etwa 15 Minuten vor Ende der Backzeit mit Alufolie oder Backpapier abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Kurz auskühlen lassen, stürzen. Abgekühlten Kuchen mit Puderzucker bestäuben.
Alternativ: 2 Glasuren, damit er länger saftig bleibt: Für eine Orangenlikör-Glasur 150 g Puderzucker mit 1-2 EL Wasser und 1 EL Orangenlikör (z.B. Grand Marnier) verrühren, den Kuchen damit bestreichen. Trocknen lassen. Für eine Limetten-Glasur 150 g Puderzucker mit 3-4 EL Limettensaft verrühren. Den Kuchen damit bestreichen, trocknen lassen.

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