Sonntagsbäckerei: Veganes Banana Bread

Weil ich mich in letzter Zeit vor allem in meinem Newsletter tummele, war es hier auf dem Blog ein wenig still. Aber dieses Rezept ist so gut, das muss ich einfach teilen. Ich habe es bei Minimalist Baker gefunden und ein wenig abgewandelt – vor allem, weil ich finde, dass in ein ordentliches Banana Bread unbedingt Walnüsse gehören. Eier dagegen müssen, wie ich jetzt festgestellt habe, nicht unbedingt sein, die kann man wunderbar durch eingeweichte Chiasamen ersetzen. Da dieses Bread ja nun mehr Kuchen als Brot ist, schmeckt es sehr gut zum Kaffee oder Tee, auch als süßes Frühstück. Ein bisschen Butter drauf ist lecker, aber natürlich nicht vegan. Dann vielleicht stattdessen Mandelmus nehmen. Der Kuchen ist saftig und sehr gehaltvoll, mit ein bisschen Crunch durch die Walnüsse.

VEGANES BANANA BREAD
für eine Kastenform

Zutaten:
3 mittelgroße, sehr reife Bananen
1 Msp gemahlene Vanille
1 Chia-Ei: 1 EL Chiasamen, eingeweicht in 2,5 EL Wasser, bis die Masse eine gelartige Konsistenz hat
3 EL Kokosöl, flüssig
110 g brauner Zucker
3/4 TL Salz
1/2 TL Zimt
120 ml cup Hafer- oder Mandelmilch, ungesüßt (evtl. etwas mehr, wenn der Teig zu trocken ist)
150 g Reismehl
120 g gemahlene Mandeln
100 g Haferflocken
1 Päckchen Backpulver

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden. Die Bananen in einer Rührschüssel mit dem Stabmixer pürieren. Vanille, Chia-Ei, Zucker, Salz, Zimt und Hafermilch unterrühren. Reismehl, Mandeln, Haferflocken und Backpulver in einer zweiten Schüssel vermischen, dann nach und nach unter die Flüssigmischung geben. Evtl. mehr Hafermilch dazugeben, wenn der Teig zu trocken wirkt. 60 bis 75 min backen; mit Backpapier abdecken, wenn der Kuchen zu dunkel wird. Aus dem Ofen nehmen und eine Stunde auskühlen lassen, damit er beim Schneiden nicht zerbröselt. In Scheiben geschnitten, lässt sich das Banana Bread gut einfrieren und im Toaster wieder auftauen.

 

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Sonntagsbäckerei: Veganes Zucchini-Bananenbrot

Die britische Food-Bloggerin Ella Woodward , bekannt durch ihren mega-erfolgreichen Blog „Deliciously Ella“, hat ein neues Buch geschrieben. „Delicously Ella – Für jeden Tag“ ist letzte Woche erschienen (hier habe ich aus ihrem ersten Buch gebacken). Beim Durchblättern haben mich viele Rezepte angelacht, und als erstes wollte ich dieses ausprobieren. Denn wir hatten mal wieder Bananen, die wegmussten. Und Bananen-Brot (eigentlich müsste man ja eher Kuchen dazu sagen) ist dafür einfach die beste Option, finde ich. Bei Ella ist das natürlich vegan, statt Ei werden Chia-Samen zum Binden verwendet. Und Gemüse – Zucchini – schmuggelt sie auch noch rein. Das Ergebnis ist ein sehr saftiges, nicht zu süßes Bananenbrot, das – Veganer bitte weglesen – sehr lecker schmeckt mit ein bisschen Butter bestrichen. Einzig der Geruch gefällt mir nicht so, das ist vermutlich die Zucchini. Aber ich habe auch nur einen TL statt einem EL Zimt verwendet, vielleicht übertüncht die größere Menge besser. Zusätzlich habe ich noch eine Handvoll Walnüsse in den Teig gegeben, für ein bisschen Crunch. Luftdicht verpackt hält sich das Kuchenbrot ein paar Tage, man kann es aber auch scheibenweise einfrieren und dann bei Bedarf auftoasten.

ZUCCHINI-BANANEN-BROT
Quelle: Ella Woodward: Deliciously Ella – Für jeden Tag
Für eine kleine Kastenform
Zutaten:
2 EL Chia-Samen
1 kleine Zucchini (115 g), grob geraspelt
4 überreife Bananen (mit Schale 500 g), zerdrückt
nach Belieben: eine weitere Banane als Deko
Mark einer Vanilleschote
300 g Vollkornreismehl (ich habe Buchweizen-Vollkorn verwendet)
4 EL Ahornsirup (alternativ: 5 EL Reissirup)
3 EL Apfelmus, zuckerfrei*
1 EL Zimt
nach Belieben: eine Handvoll Walnüsse
Kokosöl (oder anderes neutrales Öl) für die Form
Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad (Umluft: 180) vorheizen. Die Chia-Samen in einer Schale mit 8 EL Wasser einweichen und 10 Minuten beiseitestellen. Gelegentlich umrühren, bis das Wasser aufgesogen ist und das Ganze eine gelartige Konsistenz hat. Die geraspelte Zucchini mit den zerdrückten Bananen (ich habe sie mit dem Pürierstab zu Mus verarbeitet) und dem Vanillemark in eine Schüssel geben. Mit Mehl, Ahornsirup, Apfelmus und Zimt vermischen. Die Chia-Samen-Masse unterrühren. Die Masse 10 Minuten ruhen lassen. Die kleine Kastenform mit Öl einfetten, den Teig in die Form füllen und die Oberfläche glattstreichen. Nach Belieben die Deko-Banane halbieren und die Hälften obendrauf legen und leicht in den Teig drücken. Ca. 45-50 Minuten backen, dann auskühlen lassen. Luftdicht verschlossen soll sich das Brot 5 Tage halten.

*Ella verwendet selbstgerechtes Apfelmus, aber das war mir zu aufwändig. Hier ist ihr Rezept:
20 rote Äpfel schälen und entkernen. In mundgerechte Stücke schneiden und in einen großen Topf geben. 2 cm hoch Wasser einfüllen. 40 Minuten kochen, bis die Äpfel weich sind, dann zu Brei pürieren. 3 EL Dattel- oder Ahornsirup zufügen und/oder 1 EL gemahlenen Zimt. Im Kühlschrank bis zu 5 Tage haltbar oder portionsweise einfrieren.

Eine non-vegane Bananenbrot-Variante gibt es hier.

Sonntagsbäckerei: Banana Bread

Was man in englischsprachigen Ländern so unter dem Begriff „Banana Bread“ zusammenfasst, hat ja meistens mit Brot nicht viel zu tun. Banana Bread ist vielmehr ein reichlich süßer Kuchen, dessen Scheiben man nach Belieben dann auch noch mit Butter bestreicht. Die südafrikanische Variante eines solchen Kuchens habe ich hier schon gebacken. Die Variante, die die Schwestern Jasmine & Melissa Hemsley in ihrem Kochbuch „The Art of Eating Well“ auftischen, kann man dagegen mit Fug und Recht als Banana BREAD bezeichnen, denn das Backwerk ist nur ganz dezent gesüßt (mit zwei Esslöffeln Ahornsirup). Außerdem verzichten sie auf Weißmehl. Der Kuchen/das Brot wird mit gemahlenen Mandeln gemacht. „The Art of Eating Well“ ist jetzt übrigens unter dem Titel Natürlich gut essen auch auf deutsch erschienen. Ich habe die gesunden Rezepte der Hemsley-Schwestern schon hier, hier und hier getestet und kann sie nur empfehlen.
So, und noch eine kleine Leseempfehlung: In der Welt am Sonntag schreibe ich heute über die Kunst des richtigen Sprechens.

BANANA BREAD
Quelle: Jasmine & Melissa Hemsley: The Art of Eating Well
für 1 Brot oder 15 Muffins
Zutaten:
300 g reife Bananen (ca. 3 Bananen)
30 g Butter, Zimmertemperatur
2 EL Ahornsirup (nach Geschmack auch etwas mehr)
1 TL Zimt, gemahlen
1 TL Vanilleextrakt*
3 Eier, Größe L
1/2 TL Natron
1 EL Zitronensaft
220 g Mandeln, gemahlen
30 g Leinsamen, gemahlen
1 EL Leinsamen zum Drüberstreuen
Salz
Zubereitung:
Den Ofen auf 170 Grad vorheizen. Eine Kastenform (Anmerkung: sie nehmen eine mit den Maßen 23 x 13 cm, meine hatte 28 x 8 cm, darin wird das Brot nicht ganz so hoch) mit Backpapier auslegen (in das kann man das Brot später auch zur Aufbewahrung einwickeln). Die Bananen und die Butter mit einer Gabel zu einem Brei zerdrücken. Ahornsirup, Zimt, Vanille, Eier, Natron, Zitronensaft und eine Prise Salz hinzufügen und verrühren. Die Mandeln und die gemahlenen Leinsamen untermischen und gut verrühren. Oder man gibt einfach alles in eine Küchenmaschine. Den Teig in die vorbereitete Kastenform geben und 60 – 75 Minuten backen (mit einem Holzstäbchen testen, ob er schon fertig ist). Wenn das Brot schnell zu dunkel aussieht, evtl. mit Backpapier abdecken. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Die Hemsley-Schwestern empfehlen, es im Kühlschrank aufzubewahren. Man kann das Brot auch in Scheiben schneiden und einfrieren, es macht sich gut als kleines Frühstück.

*Seit mir eine Kollegin erzählt hat, dass es das Mark der Vanilleschoten schon fertig ausgekratzt im Bioladen gibt, benutze ich eigentlich nur noch das. Vanilleextrakt, wie er hier im Rezept vorkommt, ist flüssig (und enthält Zucker).

 

Sonntagsbäckerei: Südafrikanischer Carrot Cake

Dieses Kuchen-Etwas, das ja, ehrlich gesagt, ohne die Deko-Karotten optisch nicht sonderlich viel hermacht, hat dafür jede Menge innere Werte. In unserem deutsch-südafrikanischen Haushalt ist es ein gern gesehener Gast. Mit dem, was man hierzulande unter einem Karotten-/Möhrenkuchen oder einer Rüblitorte versteht, hat dieser sehr leckere, saftige Kuchen nicht viel gemein. Eigentlich ist er eher so etwas wie ein Banana Bread, denn es sind zu ungefähr gleichen Teilen Bananen und Karotten drin. Außerdem Walnussstückchen für den Crunch und Zimt für die exotische Note. Ich habe ihn schon sehr oft gebacken, aber dieses Mal kam er mir fast ein wenig süß vor. Vielleicht lag es daran, dass sie Bananen, die ich verwendet habe, schon seeehr reif waren, vielleicht nehme ich beim nächsten Mal auch einfach weniger Zucker. Auf jeden Fall lecker, auch zum (Sonntags-)Frühstück. Das Rezept, das ich hier gefunden habe, sieht eigentlich noch eine Glasur (1,5 Tassen Puderzucker) vor, aber die war mir immer zu heftig. Mir fehlt sie nicht, aber mit ist das gute Stück vielleicht noch ein bisschen schicker. Definitiv nicht leicht, dafür lekker, wie der Südafrikaner sagt.

SÜDAFRIKANISCHER CARROT CAKE
Quelle: Chefkoch.de
Zutaten:
3 mittelgroße, reife Bananen
200 g Karotten
3 Eier
250 g Mehl
1 TL Natron
1 TL Backpulver
230 g Zucker (oder weniger)
2 TL Zimt
220 ml Sonneblumenöl
60 g (oder mehr, nach Geschmack) Walnüsse, gehackt (alternativ: Mandeln, Pecan-Nüsse)
Zubereitung:
Öl, Zucker, Zimt und Eier mit dem Mixer schaumig rühren. Mehl, Backpulver und Natron vermischen und portionsweise unter die Eier-Zucker-Soße mischen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen (Umluft). Bananen mit einer Gabel oder dem Pürierstab zermatschen. Karotten schälen und raspeln (ich jage sie immer durch die Küchenmaschine, gibt schön kleine Stückchen). Bananen, Karotten und Walnüsse unter den Teig heben. Eine Springform (26 cm Durchmesser) einfetten, den Teig hineinfüllen. Für 50-60 Minuten backen. Abkühlen lassen, aus der Form nehmen.