Meatfree Monday: Blumenkohl-Pizza

Das hier ist so ein kulinarisches Trend-Experiment, das ich schon lange einmal probieren wollte: Pizza mit einem Boden aus Blumenkohl. Ungefähr so hip wie der Kale (Grünkohl)-Smoothie. Wobei, der Kale ist ja schon wieder out, habe ich gelesen. Mittlerweile ist der good old Rosenkohl das aktuelle It-Gemüse. Die Blumenkohl-Pizza jedenfalls ist vermutlich deswegen so angesagt, weil sie glutenfrei und so gesund ist. Gegen Weizen habe ich nichts, vertrage ihn auch gut – aber mir gefallen Ideen, die das Gemüse-Essen abwechslungsreicher machen. Das Ganze ist, zugegeben, um einiges aufwändiger, als einfach einen Fladen von Dr. Oe & Co. in den Ofen zu schieben: Der Blumenkohl muss erst in Röschen geschnitten, dann in etwa Couscous-große Brösel zermahlen werden (in der Küchenmaschine), dann noch gekocht, und schließlich seeehr gut abgetropft, bevor man ihn zu einem Pizza-Fladen weiterverarbeitet. Hin und wieder machen mir solche Küchen-Basteleien aber richtig Spaß. Damit sich der Aufwand lohnt, kann man natürlich auch gleich mehrere Pizza-Fladen machen und sie dann ohne Belag einfrieren. Dann muss man sie beim nächsten Mal nur noch aus dem Eis nehmen und kann sie dann beliebig belegen. Ich mag diese Variante mit grüner Paprika, roter Zwiebel und Champignons. Sie erinnert mich an die Pizzen, die wir bei meinem Schüleraustausch in den USA immer bei Domino’s bestellt haben.

BLUMENKOHL-PIZZA
für 4 kleine oder 1 große (Blech-)Pizza
Zutaten:
für den Boden:
1 mittelgroßer Blumenkohl
100 g Gouda, gerieben
1 Ei
Salz, Pfeffer
für den Belag:
1 TL Olivenöl
1 rote Zwiebel, in Ringen
200 g Champignons, in Scheiben geschnitten
1-2 grüne Paprikas, in Streifen geschnitten
1x Pizza-Sauce (Rezept siehe unten, oder im Glas gekauft)
100 g Gouda, gerieben
Zubereitung:
Den Blumenkohl in Röschen zerteilen und die Röschen in der Küchenmaschine zu Couscous-artiger Konsistenz pulverisieren. In reichlich Wasser etwa 10 Minuten weichkochen. Durch ein Sieb abtropfen lassen, dann in ein sauberes Geschirrtuch geben und die restliche Flüssigkeit auspressen. Abkühlen lassen. In einer Schüssel mit dem Käse und dem Ei vermischen, salzen und pfeffern. Mit den Händen auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten: Entweder als Boden für eine komplette Blechpizza, oder für 4 kleine runde Pizzen (die muss man dann in mehreren Schritten backen, es passen nur 1-2 auf ein Blech). Bei 200 Grad backen. Die große Pizza ca. 30-35 Minuten, die kleinen ca. 15-20 Minuten vorbacken, bis sie an den Rändern leicht gebräunt sind. Währenddessen in einer Pfanne das Gemüse in etwas Olivenöl anbraten. Vom Herd nehmen. Die Pizza aus dem Ofen nehmen, mit 1-2 EL Pizza-Sauce (die kleinen) oder der kompletten Pizza-Sauce ( die große) bestreichen, dann mit dem Gemüse belegen. Den gerieben Gouda obendrauf streuen und im Ofen noch einmal überbacken, bis der Käse zerlaufen ist (ca. 5-10 Minuten).

PIZZA-SAUCE
für ca. 4 kleine Pizzen oder ein Blech
Zutaten:
1 mittelgroße Zwiebel, kleingeschnitten
2 Knoblauchzehen, gepresst
1 TL Olivenöl
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
1/2 TL getrockneter Oregano
1/2 TL getrockneter Basilikum
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Die Zwiebel und die Knoblauchzehen im Olivenöl anschwitzen, bis die Zwiebel glasig und leicht gebräunt ist. Dann die Tomatensoße, Oregano und Basilikum hinzugeben. Ein paar Minuten leicht einkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Belieben so verwenden, oder mit dem Pürierstab zu einer feineren Soße verarbeiten.

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Meatfree Monday: Blumenkohl-Paprika-Suppe

Die vielleicht leckerste Blumenkohlsuppe der Welt ist eigentlich nicht zu toppen und wird bei uns immer noch regelmäßig gekocht – aber ich habe es trotzdem mal gewagt, eine neue Variante zu probieren. Die hier enthält außer Blumenkohl auch noch Paprika und ist dickflüssig, sämig und sehr lecker. Überhaupt, Suppen: Sind die nicht wie kulinarische Streicheleinheiten? Ein Topf voll Glück? Oder geht da etwa die Frauenzeitschriften-Poesie mit mir durch…? Wie dem auch sei, in die Jahreszeit (hier in München gerade Pseudo-Winter: mal kalt, mal mild, von Schneegestöber bis Orkanböen ist alles dabei) passt sie perfekt, finde ich.

BLUMENKOHL-PAPRIKA-SUPPE
Red Pepper and Cauliflower Chowder
Quelle: Food52
Für 2-3 Portionen
Zutaten:
1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 rote Paprika, entkernt und kleingeschnitten
1 Kartoffel, geschält und kleingeschnitten
cups Blumenkohl (ungefähr ein halber großer Kopf), in Röschen
400 ml Gemüsebrühe
200 ml Milch
1 Lorbeerblatt
Salz
1/4 TL Koriander, gemahlen
1/4 TL Kreuzkümmel
Zum Servieren:
Frisch geriebener Parmesan
frischer Pfeffer
Zubereitung:
In einem Topf das Olivenöl auf mittlerer Stufe erhitzen. Knoblauch und Paprika hinzugeben und braten, bis die Paprika weich wird, etwa 8 bis 10 Minuten. Kartoffel, Blumenkohl, Brühe und Gewürze hinzugeben. Aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze köcheln lassen, etwa 10 bis 15 Minuten, bis die Kartoffel- und Blumenkohlstücke weich sind. Gelegentlich umrühren. Dann entweder alles mit dem Stabmixer pürieren, oder, wenn man noch ein paar Gemüsestücke zum Beißen drinhaben möchte, diese erst rausnehmen, den Rest pürieren, und wieder hinzufügen. Zum Servieren frischen Parmesan über die Suppe reiben und mit frischem Pfeffer würzen.

 

Blumenkohl-Kichererbsen-Salat

Bei Blumenkohl denke ich leider immer noch oft an faden Kantinen-Food – in Hollandaise oder Béchamel ertränkt, mit Schinken belegt und fett mit Käse überbacken. Das liegt einem dann schwer wie ein Medizinball im Magen, uäh. Aber spätestens seit der Entdeckung der vielleicht leckersten Blumenkohlsuppe der Welt weiß ich, dass er auch anders kann, der Blumenkohl. Und dann waren da ja auch noch die leckeren Quinoa-Blumenkohl-Bratlinge von Green Kitchen Stories. Darum habe ich zugegriffen, als ich neulich mal wieder einen Blumenkohl beim Gemüsemann sah. Einen Salat wollte ich diesmal damit machen, hatte auch schon ein Rezept im Internet herausgesucht – und mir dann dummerweise den Link nicht gespeichert. Dann habe ich aber schnell ein anderes Rezept gefunden, bei Martha Stewart. Sehr lecker (und dekorativ), wie ich finde: viele verschiedene Aromen und Texturen, die miteinander harmonieren. Der Blumenkohl bleibt roh, und so ist das Ganze auch relativ schnell gemacht, ein schönes Feierabendessen.

BLUMENKOHL-KICHERERBSEN-SALAT
für 2-4 Portionen
Chickpea and Cauliflower Salad
Quelle: Martha Stewart
Zutaten:
1 Dose Kichererbsen, abgespült und abgetropft
3 TL Kapern
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 EL Rotweinessig (Zitronensaft würde bestimmt auch gut passen)
1/2 Kopf Blumenkohl, in mundgerechte Stücke zerteilt
70 g Mandeln, gehackt und geröstet (zum Rösten war ich zu faul, war auch ohne diesen Schritt lecker)
50 g Rosinen (gelbe, wenn möglich)
1/2 Bund glatte Petersilie, gehackt
Zubereitung:
Die Kichererbsen mit 1 EL Öl und den Kapern vermischen, salzen und pfeffern. Bei 200 Grad im Ofen ca. 20 Minuten goldbraun rösten. 5 EL Olivenöl und den Rotweinessig mit Salz und Pfeffer zu einem Dressing verrühren. Alle Zutaten in einer großen Schüssel mit dem Dressing vermischen, noch einmal abschmecken.

Meatfree Monday: Quinoa, Blumenkohl & Bärlauch Bratlinge

Im Reisefeder-Blog wurde ich vor einer Weile mit einem schönen Bärlauch-Pesto daran erinnert, dass ja gerade wieder Bärlauch-Zeit ist. Ooooh, da muss man doch was mit machen, dachte ich mir. Von der Idee bis zur Umsetzung dauerte es dann noch eine Weile. Wie schon gestern, wurde es dann auch heute wieder ein Rezept aus dem Die grüne Küche-Kochbuch. Leckere, wenn auch leicht zerbrechliche vegetarische Buletten, Frikadellen, Bratlinge – wie man sie auch immer nennt. Mit dem restlichen Blumenkohl habe ich dann noch einmal diese leckere Suppe gemacht.

QUINOA, BLUMENKOHL & BÄRLAUCH BRATLINGE
Quelle: Die grüne Küche. Köstliche vegetarische Ideen für jeden Tag
für 12 Stück
Zutaten:
200 g Quinoa
200 g Blumenkohlröschen
1 große Handvoll Bärlauch, grob gehackt
4 Eier
200g Feta, zerkrümelt
80 g kernige Haferflocken
Meersalz und frischer Pfeffer
2 TL Ghee, Kokosnussöl oder Olivenöl zum Braten
Zubereitung:
Den Quinoa kochen: 500 ml Wasser, den Quinoa und etwas Wasser in einem Topf aufkochen, dann die Hitze reduzieren und etwa 15 Minuten köcheln lassen oder bis man die kleinen Knöpfchen auf dem Quinoa sehen kann. Überschüssiges Wasser abgießen und abkühlen lassen. Den Blumenkohl in der Küchenmaschine auf etwa Reisgröße zerkleinern. Mit dem Quinoa und den übrigen Zutaten in eine Schüssel geben. Mit einem Löffel verrühren, bis alles gut vermischt ist. Im Kühlschrank für 30 Minuten setzen lassen. Mit der Hand zwölf Bratlinge formen. Ghee oder Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. 4 Bratlinge gleichzeitig für 3-4 Minuten, oder bis sie goldbraun sind, braten. Dann vorsichtig (!) wenden und auf der anderen Seite noch einmal 2-3 Minuten braten. Nach und nach alle weiteren Patties braten. Auf Küchentüchern abtropfen lassen. Schmecken warm oder kalt.

Meatfree Monday: Die vielleicht leckerste Blumenkohlsuppe der Welt

Blumenkohl ist so ein Gemüse, das ich bislang gekonnt ignoriert habe. Zu fad, zu bla irgendwie, um es in den Einkaufskorb zu legen und sich zu überlegen, was man damit Spannendes anstellen könnte. Außerdem weckt die weiße Kugel zuverlässig üble Erinnerungen an Kantinen-Mittagessen und die bleierne Müdigkeit danach: fett mit Schinken und Käse beklebt und mit Sauce Hollandaise überschwemmt – uäh! Aber: Es geht auch anders! Mittlerweile legt sogar Mister B. freiwillig Blumenkohl in den Einkaufskorb – komm, wir machen mal wieder „unsere“ Suppe. Das erste Mal kam sie bei unserem verspäteten Thanksgiving-Dinner auf den Tisch, und seitdem immer wieder. Wir geben mittlerweile noch ein bisschen Pepperoni und Knoblauch für mehr Oomph hinein, aber in der Basic-Variante ist sie auch schon sehr fein. Je länger man den Blumenkohl im Ofen röstet, desto intensiver wird der rauchige Geschmack, schön unkohlig.

GERÖSTETE BLUMENKOHLSUPPE
Quelle: Sweet Paul
Für 4 Personen
Zutaten:
1 Blumenkohl, in Röschen zerteilt
1 Zwiebel, grob geschnitten
2 EL Olivenöl
750 ml Hühnerbrühe
200 ml Sahne (wir nehmen immer die fettreduzierte Kochsahne)
Salz & Pfeffer
Nach Belieben:
Toastbrot
1 Knoblauchzehe, 1 Pepperoni aus dem Glas
Zubereitung:
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Nach Belieben mit einem Plätzchenausstecher aus getoastetem Toastbrot Sterne zur Verzierung ausstechen. Blumenkohl- und Zwiebelstücke auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausbreiten, mit Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen. So lange braten, bis der Blumenkohl teilweise braun geröstet ist. Blumenkohl und Zwiebel in einen großen Topf geben, mit Hühnerbrühe aufgießen, aufkochen. 5 Minuten sprudelnd kochen lassen, dann die Sahne hinzufügen und pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Toaststernen, etwas Olivenöl und Pfeffer dekorieren, servieren.

P.S. Wer es mit dem „meatfree“ ganz genau nimmt, verwendet natürlich Gemüse- statt Hühnerbrühe!

SOTD: July Talk: Having You Around (gehört auf KCRW Ecclectic 24)