Sonntagsbäckerei: Buchweizen-Süßkartoffelbrot

Zwei Dinge habe ich beim Backen dieses Brotes aus Sarah Wilsons Buch „I Quit Sugar: Simplicious“ gelernt: Erstens: Ich sollte mich mehr auf meinen Kücheninstinkt als auf ein Internet-Wörterbuch verlassen. Das Wörterbuch spuckte mir für die „buckwheat groats“, die Sarah Wilson verwendet, „Buchweizengrütze“ als Übersetzung aus. Diese feinen Flocken waren erstens schwer zu bekommen und zweitens, nunja, fein. Ich dachte mir noch, dass die normalen Buchweizen(Körner), die ich sowieso im Haus hatte, vielleicht besser wären, habe die Grütze dann aber trotzdem verwendet und mich gewundert, dass der Teig so flüssig war – und blieb. Auch nach zwei Stunden im Ofen wollte und wollte daraus kein Brot werden. Ergo: Es waren doch die normalen Buchweizenkörner gemeint. Hmpf. Ich musste also ein zweites Mal ran. Dann klappte es aber.
Zweitens habe ich beim Backen dieses Brotes gelernt, dass es so etwas wie FODMAP gibt. Die Abkürzung steht für „fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols“, was (laut Wikipedia) für vergärbare Mehrfach-, Zweifach- und Einfachzucker sowie mehrwertige Alkohole steht – und der Grund dafür sein könnte, dass man auf Gluten mit Unverträglichkeit reagiert, obwohl man nicht unter Zöliakie oder Weizenallergie leidet.
Dieses Rezept nimmt auf FODMAP-Empfindliche (FODMAPs?) Rücksicht und ist auch für Veganer, Menschen mit Zöliakie und Nussallergie geeignet. Sarah Wilson nennt es daher „My allergy-free bread“. Es ist dank Zwiebel und Süßkartoffel schön herzhaft und saftig – es fehlt nur, wie bei allen nicht „richtigen“ Broten, die knusprige Kruste. Ich glaube, ich muss dringend mal wieder ein Sauerteigbrot backen!

BUCHWEIZEN-SÜSSKARTOFFELBROT
My allergy-free bread
Quelle: Sarah Wilson: I Quit Sugar: Simplicious
Für 1 Laib Brot
Zutaten:
350 g Buchweizen
4 TL Chia-Samen
1 1/2 TL glutenfreies Backpulver
150 g Süßkartoffel, geraspelt
50 g Kokosnussöl
1 Zwiebel, gehackt (für FODMAPS: 2 TL Frühlingszwiebeln plus 75 g extra Süßkartoffel)
1 TL Salz
4 TL Sonnenblumenkerne
Zubereitung:
Die Buchweizenkörner in ein Sieb geben und gut abspülen. Dann in eine Schüssel geben, mit reichlich Wasser bedecken und mindestens vier Stunden (besser: über Nacht) einweichen lassen.
Den Ofen auf 160 Grad vorheizen, eine Kastenform mit Backpapier auslegen. (Anmerkung: Sarah Wilson verwendet eine 23 x 13 cm große Form – das ist etwas größer als unsere kleine Kastenform, daher habe ich lieber eine große verwendet.) Die Chia-Samen mit 250 ml in ein großes Marmeladen- oder Joghurtglas geben. Den Deckel draufgeben und alle paar Minuten schütteln, bis sich nach etwa 10 Minuten oder mehr ein Chia-Gel gebildet hat.
Den Buchweizen in einem Sieb gut abspülen und abtropfen lassen. Mit dem Chia-Gel, Backpulver, Süßkartoffel, Kokosöl, Zwiebel und Salz in einer Schüssel mischen. Anschließend portionsweise in eine Küchenmaschine geben und zu einer festen Paste zerkleinern. (Anmerkung: Wer eine so große Küchenmaschine hat, dass alle Zutaten auf einmal hineinpassen, muss sie natürlich nicht vorher in einer Schüssel mischen.) In die Kastenform füllen, die Oberfläche glattstreichen und mit Sonnenblumenkernen bestreuen. Eine Stunde backen (besser mehr: ich habe noch zwanzig Minuten draufgegeben, weil doch sehr viel Flüssigkeit im Teig ist), dann Garprobe machen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Dann aus der Form nehmen und komplett auskühlen lassen, bevor man das Brot in ca. 1 cm dicke Stücke schneidet. Es soll sich im Kühlschrank 4-5 Tage halten. Man kann es auch in Scheiben geschnitten einfrieren, dann am besten immer ein kleines Stück Butterbrotpapier zwischen die Scheiben legen.

BUchweizen-Süßkartoffel3

Sonntagsbäckerei: Life-changing Bread

Ich bin late to the party, wie man so schön neudeutsch sagt. Der „Life-changing loaf of bread“ von Gesund-Bloggerin Sarah Britton ist schon einmal quer durchs Internet getobt, war eine absolute Klick-Sensation. Aber nachdem mir nun auch noch ein Bekannter IRL vorgeschwärmt hat, wie großartig dieses mehlfreie Brot schmeckt und mir das übersetzte Rezept dazu geschickt hat, musste ich es doch auch noch mal selbst ausprobieren. Sarah Britton, bekannt geworden durch ihren Blog My New Roots und besagtes Brot, hat übrigens auch ein Kochbuch herausgebracht, das auch auf deutsch erhältlich ist (und heißt wie ihr Blog). Life-changing oder zumindest (für manche) lebensverbessernd ist ihr LCB wohl vor allem deswegen, weil es schnell zusammengerührt ist, ohne Mehl auskommt und dafür vollgepackt ist mit gesundem Zeug wie Sonnenblumenkernen, Nüssen, Chia-Samen etc. Wer mag, kann es auch in einer glutenfreien Variante herstellen. Es ist zwar eher ein Müsli in Scheiben als ein Brot (also ohne knusprige Kruste), aber lecker ist es auf jeden Fall .

LIFE-CHANGING LOAF OF BREAD
Quelle: Sarah Britton, My New Roots
für eine kleine Kastenform
Zutaten:
135 g Sonnenblumenkerne
90 g Leinsamen
65 g Haselnüsse oder Mandeln
145 g Haferflocken (alternativ, d.h. glutenfrei: Hirseflocken)
2 EL Chia-Samen
4 EL Flohsamenschalen (Bioladen)
1 TL feinkörniges Meersalz
1 EL Ahornsirup (alternativ 2 EL Reissirup)
3 EL Kokosöl
350 ml Wasser
Zubereitung:
Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Alle feuchten Zutaten (Ahornsirup, Kokosöl und Wasser) in einer separaten Schüssel vermische (eventuell muss man das Kokosöl dafür erst flüssig machen, denn bei Zimmertemperatur und drunter hat es eine feste Konsistenz). Dann die flüssigen Zutaten nach und nach über die trockenen geben und alles so lange verrühren, bis alles gut vermischt ist. Falls der Teig zu dickflüssig ist, noch ein bis zwei Teelöffel Wasser unterrühren. Den Brotteig glatt in eine kleine Kastenform streichen und mindestens zwei Stunden – besser über Nacht – bei Zimmertemperatur stehenlassen. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen, das Brot zunächst für 20 Minuten in der Form backen. Dann aus dem Ofen nehmen, das Brot aus der Kastenform lösen und es mit der Oberseite nach unten direkt auf das Ofengitter legen. Weitere 30-40 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn es beim darauf Klopfen hohl klingt. Vor dem Schneiden vollständig abkühlen lassen. Luftdicht verpackt hält das Brot bis zu fünf Tage.

Sonntagsbäckerei: Walnuss-Möhren-Brot

Die Kochkolumne „Wochenmarkt“ von Elisabeth Raether im ZEIT Magazin lese ich jede Woche mit großen Vergnügen. Oft reiße ich mir die Seite auch raus, um das Rezept später nachzukochen. Beim guten Vorsatz bleibt es dann meistens. Aber hin und wieder wird er tatsächlich in die Tat umgesetzt. Vor einer Weile habe ich mal diesen fantastischen Salat gemacht. Und dieses Jahr habe ich bereits zwei Rezepte ausprobiert: Ein Gulasch, das hoffentlich auch bald verbloggt werden kann, und dieses Dinkel-Brot. Ich bin mir nicht sicher, ob man wirklich so viel Wasser hinzufügen muss, wie es hier steht. Bei mir war der Teig dadurch noch reichlich flüssig und lief beim zweiten Aufgehen ziemlich aus. Ich habe ihn dann noch einmal mit mehr Mehl bestäubt und auf ein zweites Backpapier gehievt, dabei blieb aber ziemlich viel Teig am ersten Backpapier kleben. Nach dieser Sauerei wurde mein Brot dann etwas kleiner – aber sehr wohlschmeckend! Es hat eine schöne Kruste, und mit den Walnüssen im Teig hat man auch schön etwas zu knuspern. Sehr fein.

WALNUSS-MÖHREN-BROT
Quelle: ZEIT Magazin „Wochenmarkt“/Buch „Vegan backen“ (GU)
Zutaten:
500 g Dinkelvollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe (7 bis 9 g)
2 TL Salz
375 ml lauwarmes Wasser
100 g Möhren
100 g Walnusskerne
Zubereitung: 
Mehl, Hefe und Salz in einer Schüssel mischen. Das Wasser zugießen, alles mit einem Holzlöffelstiel grob verrühren. Teig abgedeckt an einem warmen Ort 3 Stunden gehen lassen.
Möhren schälen und fein reiben (das hat bei mir die Küchenmaschine erledigt). Walnusskerne grob hacken. Beides unter den Teig heben, mit dem Mixer verkneten. Teig mit bemehlten Händen auf einen bemehlten Bogen Backpapier geben und zu einem runden Laib formen. Abgedeckt weitere 45 Minuten gehen lassen. 15 Minuten vor dem Backen Ofen auf 220 Grad vorheizen. Eine feuerfeste Form mit 100 ml Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Eine weitere hitzebeständige Form auf einen Backrost (untere Schiene) stellen. Darin soll das Brot backen, zunächst aber wird die Form vorgewärmt. Den rohen Brotlaib auf der Oberfläche kreuzweise einschneiden. Mit dem Backpapier in die vorgewärmte Form setzen. 45 bis 50 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn es sich hohl anhört, wenn man drauf klopft.

 

Sonntagsbäckerei: Rosmarin-Thymian-Brot

Ja, ich weiß, heute ist Montag, nicht Sonntag (auch wenn ich wünschte, es wäre anders), aber da gestern an dieser Stelle dem Ironbloggen Tribut gezollt wurde, verschiebe ich meinen Sonntagspost mal auf heute. Die Suche nach dem perfekten Selbstbackbrot ohne Weizenmehl treibt mich ja schon eine ganze Weile um. Ich habe mit Quinoa, Hirse und Buchweizenmehl gebacken – und war mit den Ergebnissen immer sehr zufrieden. Was mir noch fehlt, ist es, den „Life-changing Loaf of Bread“ von My New Roots nachzubacken, der ja eine ziemliche Internet-Sensation war. Aber das mache ich dann ein anderes Mal. Jetzt erstmal zu diesem Leckerchen: ein fluffiges, saftiges Dinkelbrot, mit Natron statt Hefe gemacht. Im Teig sind außerdem Joghurt und Senf, was im Zusammenspiel mit den Kräutern sehr gut funktioniert. Ich könnte mir diesen Teig auch gut als Stockbrot am Grill vorstellen, aber vielleicht ist er dafür auch ein wenig zu weich. Das Rezept stammt aus dem Newsletter von I Quit Sugar, der immer viele gute Inspirationen bietet.

ROSMARIN-THYMIAN-BROT
Rosemary and Thyme Soda Bread
Quelle: iquitsugar.com
Zutaten:

250 g Dinkelmehl
1/2 TL Meersalz
1/2 TL Natron
1/2 EL Rosmarin, gehackt
150 ml Naturjoghurt, z.B. griechischer Joghurt
100 ml Milch
1 TL Dijonsenf
1/2 EL Thymianblättchen
Zubereitung:
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen, ein Backblech mit Backpapier belegen. Das Mehl in eine Schüssel sieben, Salz und Natron dazugeben. Den gehackten Rosmarin untermixen. In einer kleineren Schüssel Joghurt, Milch und Senf verrühren. Eine Mulde ins Mehl drücken, die Flüssigkeit hineingießen und dann alles gut verrühren. Mit bemehlten Händen so gut es geht einen runden Laib formen (der Teig ist recht weich und klebrig). Mit Thymianblättchen und etwas Mehl bestreuen. Ca. 30 Minuten backen, evtl. nach 15 Minuten mit Backpapier abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden auskühlen lassen.

Buchweizen-Hirse-Brot

Ich sitze hier mit vollem Mund und bin total begeistert: Dieses Brot ist klasse! Saftig, weich und aromatisch. Außerdem glutenfrei. Das Rezept stammt von Amy Chaplin, vegetarische Köchin, Ernährungsberaterin und Autorin von „At Home in the Whole Food Kitchen“. Die gebürtige Australierin lebt mittlerweile in New York und berät dort u.a. Promis wie Natalie Portman und Liv Tyler. Wenn alle ihre Rezepte so gut sind wie dieses, dann verstehe ich sofort, warum sie so beliebt ist. Allerdings glich meine Küche nach dem Backen erstmal einem Schlachtfeld (vielleicht wird es beim nächsten Mal einfacher?), und meine kleine, treue Tchibo-Küchenmaschine war dem Teig nicht gewachsen. Also musste der Nutribullet ran. Der schaffte es aber schließlich, Buchweizen, Hirse und Haferflocken klein zu kriegen.
Unverzichtbar zum Backen sind neben einer starken Küchenmaschine auch die Flohsamenschalen, selbst wenn die Menge so gering scheint. Mit Wasser vermengt, wird daraus eine dicke Glibbermasse, die das Ganze zusammenhält. Man bekommt Flohsamenschalen im Bioladen oder Reformhaus. Und Achtung: Buchweizen und Hirse müssen 10-12 Stunden einweichen – also kein Rezept für „mal schnell“ eben.

DSC09952DSC09961DSC09966

BUCHWEIZEN-HIRSE-BROT
gluten free millet buckwheat bread
Quelle: Amy Chaplin (Anmerkung: ich habe die doppelte Menge ihres Rezeptes gemacht)
Zutaten:
150 g Buchweizen
180 g Hirse
40 g Flohsamenschalen (aus dem Reformhaus/Bioladen)
550 ml Wasser
250 g Haferflocken, in zwei Portionen aufgeteilt
1 Päckchen Backpulver
2 TL Salz
4 EL Oliven- oder Kokosnussöl
2 TL Leinsamen
2 TL Chiasamen
2 TL Sesam (geschält)
2 TL Sonnenblumenkerne
Zubereitung:
Buchweizen und Hirse in einer großen Schüssel mischen. Mit Wasser bedecken, so dass ca. 3 cm übersteht. 10 bis 12 Stunden einweichen.
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Stück Backpapier mit etwas Öl einpinseln und eine Kastenform (30 cm Kantenlänge) damit auslegen. Die Flohsamenschalen mit den 550 ml Wasser bedecken, verrühren und beiseite stellen. Buchweizen und Hirse durch ein Sieb abgießen, noch einmal gut abspülen und abtropfen lassen. Mit der Hälfte der Haferflocken, Backpulver, Salz und Öl in eine Küchenmaschine geben. (Anmerkung: Wer eine nicht so starke Maschine hat, am besten portionsweise vorgehen und die Flohsamenschalen-Masse erst später mit den Knethaken des Mixers untermischen). Die Flohsamenschalen dazugeben und alles zu einem glatten, klebrigen Teig verarbeiten. Dann die restlichen Haferflocken untermischen (z.B. in einer Rührschüssel mit den Knethaken des Mixers), bis sie gerade so untergemischt sind. In die vorbereitete Kastenform geben und glattstreichen. Die Körner vermischen und den Teig damit bestreuen.
In den Ofen schieben und 40 Minuten backen, dann rausnehmen und nochmals an den selben Stellen einschneiden (wichtig, damit die Luft aus dem Teig entweichen und er richtig durchgaren kann). Wieder in den Ofen und erneut 60-70 Minuten backen. Garprobe machen. Aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen, dann erst schneiden.
Das Brot soll sich, gut verpackt, bei Zimmertemperatur ca. 4 Tage, im Kühlschrank etwa eine Woche halten. Scheibenweise einfrieren (und dann bei Bedarf auftoasten) ist auch möglich.

Kräuterbrot mit Schafskäse

Wenn am Baum vor dem Fenster des Freelancer-Büros weiße Blüten vor blauem Himmel leuchten und von unten aus dem Glockenbackviertel laut „Love is in the Air“ aus einem Cabrio schallt, ist es ziemlich schwer, schlechte Laune zu haben. Eigentlich fast unmöglich, wie ich gerade feststelle. Wobei, ich war ohnehin schon den ganzen Tag gut drauf. Gute Laune macht mir auch dieses Rezept. Als ich es in der freundin-Redaktion, wo ich gelegentlich als freie Textchefin arbeite, zum Redigieren auf den Tisch bekam, wusste ich sofort: Das will ich ausprobieren. Nicht zuletzt, weil die Redakteurin es als „passt gut zu einem Glas Wein“ angepriesen hatte. Das weckte sofort Feierabend-Gefühle. Ich habe es dann tatsächlich am gleichen Abend gebacken und war sehr angetan. Saftig, kräuterig, lecker, schmeckt gut mit vegetarischem Aufstrich oder Butter zu einem bunten Salat. Heute gibt es das Heft, aus dem das Rezept stammt, übrigens frisch am Kiosk.

KRÄUTERBROT MIT SCHAFSKÄSE
Quelle: freundin 9/2015
für 12 Scheiben
Zutaten:
180 g Mehl
3 TL Backpulver
1/2 TL Salz
3 Eier
100 ml Olivenöl
1 EL Sonnenblumenöl
100 ml Milch
Pfeffer
200 g Feta (in Stücken oder zerkrümelt)
100 g Gruyère (oder Bergkäse), gerieben
je 2 TL frischer Rosmarin und Thymian, gehackt
nach Belieben: je 2 EL Basilikum- und Petersilienblättchen, gehackt
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Mehl, Backpulver und Salz mischen. Die Eier mit den Ölen und der Milch schaumig rühren. Dann Mehl-Backpulver-Mix, Käse und Kräuter unter die Eier mischen. Den Teig in die Kastenform füllen und im Ofen ca. 45 Minuten backen. Herausnehmen, abkühlen lassen. Schmeckt lecker zu einem knackigen Salat.

Sonntagsbäckerei: Ein glutenfreies Multikern-Brot

Entschuldigt, dass es hier so still war. Aus meiner Küchen gab es bislang nicht viel Aufregendes zu vermelden, zudem ist das Jahr doch rasanter gestartet, als ich gedacht und gehofft hatte. Nunja. Dafür kommt jetzt hier ein neues Experiment, ein glutenfreies Körnerbrot aus dem wunderschönen Kochbuch The Art of Eating Well der Schwestern Jasmine und Melissa Hemsley. Hier geht es zu ihrer Website. Ein Rezept der Engländerinnen hatte ich ja bereits mit der Schoko-Avocado-Mousse ausprobiert, hier nun also ein weiteres. Das Brot ist klein, fest (von mir vielleicht einen Tick zu lange gebacken) und nährstoffreich. Außerdem glutenfrei, denn in den Teig kommen Buchweizenmehl und Süßkartoffel statt Weizenmehl. Sehr lecker. Empfohlen wird, die Körner vor der Verwendung zu fermentieren, d.h. erst ca. 8 Stunden in Wasser einzuweichen und dann in einem Dehydrator oder dem Ofen zu trocknen – so „crispy activated“ sollen sie sehr viel bekömmlicher sein. Das war mir bislang noch zu umständlich, obwohl ich es in letzter Zeit immer öfter empfohlen gelesen habe. Aber das Jahr ist ja noch jung, vielleicht bekomme ich noch Lust auf derartige Experimente. Schönen Sonntag euch allen!

MULTIKERN-BROT
MULTISEED LOAF
Quelle: Hemsley + Hemsley: The Art of Eating Well
für einen Laib, etwa 15 kleine Scheiben
Zutaten:
Für den Teig:
1 große Süßkartoffel oder ½ Butternut Kürbis
110 g Buchweizenmehl
4 TL Pfeilwurzelmehl/Marantastärke (oder – wie ich – durch Buchweizenmehl ersetzen)
½ TL Natron
½ TL Salz
1 EL gemahlene Leinsamen
2 EL Zitronensaft
Für den Kern-Mix:
60 g Kürbiskerne (am besten fermentiert)
60 g Sonnenblumenkerne (dito)
60 g Sesam (dito)
75-90 g Rosinen (optional)
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Süßkartoffel oder den Kürbis halbieren und 45-60 min backen, bis sie/er weich ist. Dann aus der Schale löffeln, 200 g abwiegen und in einer Küchenmaschine zu einem Mus zerkleinern. Mit den übrigen Teigzutaten mischen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Dann sie Kerne und Rosinen unterkneten, bis alles gut vermischt ist. Mit leicht (Buchweizen-)bemehlten Händen einen Laib formen und diesen mit einem Messer leicht dort einritzen, wo später die Scheiben abgeteilt werden sollen. 40 min backen, dann leicht auskühlen lassen.
Anmerkung: Die Hemsley-Schwestern empfehlen, das Brot scheibenweise einzufrieren. Auftauen kann man es dann portionsweise im Ofen oder Toaster.


Sonntagsbäckerei: Herzhafte Quinoa-Muffins

So ein Urlaub in Italien ist immer wunderbar, keine Frage (mehr zum Comer See, wo wir waren, in den nächsten Tagen). Toller Cappuccino, leckere Pasta, die wunderbare Sprache, die Landschaft… Aber nach einer Woche täglich Weißbrot – morgens, mittags, abends, beim Frühstück im Hotel, im Restaurant – hatte ich doch Sehnsucht nach etwas Gesünderem. Und weil ich im Urlaub auch endlich mal wieder zum Lesen gekommen bin, habe ich mir dafür dieses Rezept vom Londoner Gesund-Caterer The Detox Kitchen ausgesucht. Die Rezepte von Gründerin Lily Simpson hatten mich in der britischen Zeitschrift Psychologies angelacht, und im Detox Kitchen-Blog fand ich dann dieses interessante, Weißmehl-freie Brot. Okay, es sollte eigentlich ein Brot werden – aber irgendwie war die Kastenform, die ich mal hatte, dann in den Schränken nirgends zu finden. Da habe ich wohl mal wieder einen Kuchen irgendwohin getragen – und dann die Form nicht mehr mit zurück genommen. Nunja. Das Muffinblech war zum Glück noch da, und so entstanden diese kleinen Sonntagsbrötchen. Schmeckten sehr lecker zu unserem Rührei heute Morgen. The Detox Kitchen hat übrigens auch zwei Delis in London, wo man die leckeren und gesunden Sachen probieren kann. Die kommen gleich auf die To Do-Liste für den nächsten London-Besuch.

QUINOA-MUFFINS bzw. QUINOA-BROT
Quelle: The Detox Kitchen
Für 9-10 Muffins oder 1 kleinen Laib Brot
Zutaten:
30 g Chia Samen (Reformhaus/Bioladen)
350 g Quinoa
70 ml Rapskern-Öl
1/2 TL Natron oder Backpulver
1 TL Meersalz
Saft von 1/2 Zitrone
10 g schwarze Sesamsamen (Im Reformhaus/Bioladen – ich habe sie bei Basic gefunden)
1 Handvoll Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen füllen oder für ein Brot eine kleine Kastenform mit Backpapier auslegen. Die Chia Samen in eine kleine Schüssel geben, mit 100 ml Wasser auffüllen, gut verrühren und etwa 15 Minuten stehen lassen, bis daraus eine gelartige Paste geworden ist. Den Quinoa in einen Topf geben und mit 3x soviel kaltem Wasser bedecken. Zum Kochen bringen und dann noch 3 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Ein paar Minuten abtropfen lassen, damit das Brot anschließen nicht zu feucht wird.
Chia-Gel und Quinoa in einen Standmixer/die Küchenmaschine geben und kurz vermixen. Dann 150 ml Wasser, Rapskern-Öl, Natron, Salz und Zitronensaft hinzufügen. (Wenn der Mixer Schwierigkeiten hat, gleich die Flüssigkeit dazugeben!) 5 Minuten mixen, bis ein Teig entsteht. Zum Schluss die Sesamsamen untermischen. In die Muffinförmchen oder die Brotform geben, mit Kürbis- oder Sonneblumenkernen bestreuen und 50 bzw. 60 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und fest ist.
Das Brot am besten, wenn es abgekühlt ist, in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank aufbewahren. Man kann es auch gut toasten, sagen die Mädels von The Detox Kitchen.