Sonntagsbäckerei: Veganes Zucchini-Bananenbrot

Die britische Food-Bloggerin Ella Woodward , bekannt durch ihren mega-erfolgreichen Blog „Deliciously Ella“, hat ein neues Buch geschrieben. „Delicously Ella – Für jeden Tag“ ist letzte Woche erschienen (hier habe ich aus ihrem ersten Buch gebacken). Beim Durchblättern haben mich viele Rezepte angelacht, und als erstes wollte ich dieses ausprobieren. Denn wir hatten mal wieder Bananen, die wegmussten. Und Bananen-Brot (eigentlich müsste man ja eher Kuchen dazu sagen) ist dafür einfach die beste Option, finde ich. Bei Ella ist das natürlich vegan, statt Ei werden Chia-Samen zum Binden verwendet. Und Gemüse – Zucchini – schmuggelt sie auch noch rein. Das Ergebnis ist ein sehr saftiges, nicht zu süßes Bananenbrot, das – Veganer bitte weglesen – sehr lecker schmeckt mit ein bisschen Butter bestrichen. Einzig der Geruch gefällt mir nicht so, das ist vermutlich die Zucchini. Aber ich habe auch nur einen TL statt einem EL Zimt verwendet, vielleicht übertüncht die größere Menge besser. Zusätzlich habe ich noch eine Handvoll Walnüsse in den Teig gegeben, für ein bisschen Crunch. Luftdicht verpackt hält sich das Kuchenbrot ein paar Tage, man kann es aber auch scheibenweise einfrieren und dann bei Bedarf auftoasten.

ZUCCHINI-BANANEN-BROT
Quelle: Ella Woodward: Deliciously Ella – Für jeden Tag
Für eine kleine Kastenform
Zutaten:
2 EL Chia-Samen
1 kleine Zucchini (115 g), grob geraspelt
4 überreife Bananen (mit Schale 500 g), zerdrückt
nach Belieben: eine weitere Banane als Deko
Mark einer Vanilleschote
300 g Vollkornreismehl (ich habe Buchweizen-Vollkorn verwendet)
4 EL Ahornsirup (alternativ: 5 EL Reissirup)
3 EL Apfelmus, zuckerfrei*
1 EL Zimt
nach Belieben: eine Handvoll Walnüsse
Kokosöl (oder anderes neutrales Öl) für die Form
Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad (Umluft: 180) vorheizen. Die Chia-Samen in einer Schale mit 8 EL Wasser einweichen und 10 Minuten beiseitestellen. Gelegentlich umrühren, bis das Wasser aufgesogen ist und das Ganze eine gelartige Konsistenz hat. Die geraspelte Zucchini mit den zerdrückten Bananen (ich habe sie mit dem Pürierstab zu Mus verarbeitet) und dem Vanillemark in eine Schüssel geben. Mit Mehl, Ahornsirup, Apfelmus und Zimt vermischen. Die Chia-Samen-Masse unterrühren. Die Masse 10 Minuten ruhen lassen. Die kleine Kastenform mit Öl einfetten, den Teig in die Form füllen und die Oberfläche glattstreichen. Nach Belieben die Deko-Banane halbieren und die Hälften obendrauf legen und leicht in den Teig drücken. Ca. 45-50 Minuten backen, dann auskühlen lassen. Luftdicht verschlossen soll sich das Brot 5 Tage halten.

*Ella verwendet selbstgerechtes Apfelmus, aber das war mir zu aufwändig. Hier ist ihr Rezept:
20 rote Äpfel schälen und entkernen. In mundgerechte Stücke schneiden und in einen großen Topf geben. 2 cm hoch Wasser einfüllen. 40 Minuten kochen, bis die Äpfel weich sind, dann zu Brei pürieren. 3 EL Dattel- oder Ahornsirup zufügen und/oder 1 EL gemahlenen Zimt. Im Kühlschrank bis zu 5 Tage haltbar oder portionsweise einfrieren.

Eine non-vegane Bananenbrot-Variante gibt es hier.

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Deliciously Ella: Schoko-Chia-Kekse

Von Ella Woodward und ihrem Blog „Deliciously Ella“ sowie dem dazugehörigen Kochbuch habe ich u.a. hier ja bereits erzählt. Auf Gründerszene gibt es auch einen umfassenden Artikel zum Phänomen Ella. Jetzt kommt der Kochbuch-Bestseller auch auf deutsch heraus, seit heute ist das Buch im Handel. Ich bin gespannt, ob sie bei uns genauso gut ankommt wie sonst überall. Zur Feier des Tages gibt es bei mir ein paar Schoko-Chia-Kekse aus dem Buch. Die sind schön einfach gemacht, glutenfrei und sehr lecker. Und zwar auch, wenn man sie, wie ich Schussel, ohne das im Rezept erwähnte Buchweizenmehl macht… Das habe ich glatt vergessen. Es hat aber nicht gefehlt, und die Kekse waren wunderbar saftig und weich. Die Mengenangabe von 12-15 Stück scheint mir ziemlich gering, denn mehr als das wurden es schon bei mir (ohne, wie gesagt, Buchweizenmehl). Aber zu dem Rezept gibt es auch kein Foto im Buch, insofern weiß ich nicht, wie sie eigentlich aussehen „sollen“. Vermutlich sehr viel flacher als bei mir, aber egal.

SCHOKO-CHIA-KEKSE
Quelle: Delicously Ella. Genial gesundes Essen für ein glückliches Leben (Bloomsbury Berlin)
für 12-15 Stück (oder mehr, wenn man sie nicht so groß macht)
Zutaten:
200 g Mandeln
190 g Haselnüsse
200 g Buchweizen- oder Quinoamehl
100 ml Ahornsirup
5 Medjoul-Datteln, entsteint
3 gehäufte EL Rohkakaopulver (6, wenn es nicht „roh“ ist, sondern nur reguläres zuckerfreies Kakaopulver)
3 EL Chia-Samen
2 EL Kokosöl
Zubereitung: Den Ofen auf 200 Grad vorheizen (Umluft 180). Die Mandeln und Nüsse in die Küchenmaschine geben und zerkleinern, bis daraus Mehl entsteht. (Anmerkung: oder einfach gemahlene Mandeln und Haselnüsse kaufen). Dann zusammen mit 1/4 Becher Wasser die restlichen Zutaten hinzugeben und nochmals mixen, bis ein klebriger Teig entsteht. Etwa einen Esslöffel Teig in die Hand nehmen, zur Kugel formen (Anmerkung: mit angefeuchteten Händen klappt es gut) und auf dem Backblech festdrücken, bis sie schön flach ist. Mit dem gesamten Teig so weitermachen, bis er verbraucht bzw. das Blech voll ist. Ca. 20 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen.

Sonntagsbäckerei: Süßkartoffel-Brownies

Am 10. (so steht es auf der Verlags-Website) oder 11. August (so steht es in der Pressemitteilung) erscheint „Deliciously Ella“, das vegane Kochbuch von Ella Woodward, nun auch auf deutsch. Mit dem Untertitel „Genial gesundes Essen für ein glückliches Leben“ kommt es auf im Berlin Verlag heraus. Ich habe es hier ja bereits kurz vorgestellt – und hier bereits ein Rezept daraus ausprobiert. In England ist es das erfolgreichste Kochbuch des Jahres, und es hat auch die New York Times Bestseller-Liste gestürmt. Ich bin gespannt, wie es in Deutschland ankommt. Und wie es übersetzt ist. Beim ersten Reinlesen in die englische Ausgabe bin ich ein wenig über die große Anzahl an Wiederholungen des Wortes „goodness“ gestolpert. Ob Obst, Gemüse oder rohes Kakaopulver – alles voller „goodness“. Stimmt ja auch, ist aber wenig präzise. Vitamine, Antioxidantien – oder was genau macht denn nun besagte „goodness“ aus? Aber egal. Ich mag Ellas Rezepte und ihre Begeisterungsfähigkeit, ihre Freude an veganem Essen, die man auch beim Lesen ihres Blogs spürt. Und auch dieses Rezept hat mich mit dem Goodness-Overkill wieder voll und ganz versöhnt: Saftige, süße Brownies (mit Datteln und Ahornsirup nicht fruktosefrei, aber lecker). Ich habe noch ein paar Walnüsse hinzugefügt, die kann man aber auch einfach weglassen.

SÜSSKARTOFFEL-BROWNIES
Sweet Potato Brownies
Quelle: Ella Woodward: Deliciously Ella. Awesome ingredients and incredible food that your body will love
für 10-12 Brownies
Zutaten:
2 mittelgroße Süßkartoffeln (600 g)
14 saftige Datteln (Ella empfiehlt die Sorte Medjool), ohne Stein
80 g gemahlene Mandeln
100 g Buchweizenmehl
4 EL Kakaopulver, roh (wenn man normales zuckerfreies Kakaopulver verwendet, evtl. die Menge erhöhen, es ist nicht ganz so geschmacksintensiv wie das rohe)
3 EL Ahornsirup
1 Prise Salz
nach Belieben: 2 Handvoll Walnüsse, grob gehackt
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in einem Dampfgarer (oder mit ganz wenig Wasser im Topf) etwa 20 Minuten dämpfen, bis sie sehr weich sind. Dann zusammen mit den Datteln in eine Küchenmaschine (elektrischer Zerhacker) geben und pürieren, bis man einen cremigen, glatten Brei hat. Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben. Dann den Süßkartoffel-Dattel-Brei hinzugeben, gut mixen. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte rechteckige Form (bei mir: 21 x 24 cm Kantenlänge) geben und 20-30 Minuten backen. Garprobe: Wenn kein Teig mehr an einer hineingepiksten Gabel oder einem Holzspieß kleben bleibt rausnehmen. Mindestens 10 Minuten auskühlen lassen, damit sich alles setzen kann und die Brownies beim Anschneiden nicht auseinander fallen.

Anmerkung: Brownies backe ich ziemlich oft, stelle ich gerade fest: Zum Beispiel die von Donna Hay (mit Zucker), die von Sarah Wilson (ohne Zucker, dafür mit Zucchini im Teig), die aus dem Hemsley + Hemsley-Kochbuch „The Art of Eating Well“ (mit schwarzen Bohnen) oder die von Cynthia Barcomi mit Himbeeren und Frischkäse.