Sonntagsbäckerei: Zitronentarte mit (oder ohne) Safran

Wenn das Wetter auch nicht so recht will, kann man sich zumindest mit diesem Kuchen ein wenig Sommer-Feeling herholen. Einen ähnlichen, ist mir dann eingefallen, habe ich hier schon einmal gebacken. Das schadet aber nicht. Zitronentartes kann es, finde ich, gar nicht genug geben. Diese hier hat auch mehr Füllung, einen saftigen Guss mit Buttermilch und Crème double. Ganz wichtig: Das Rezept ist für eine 26 cm-Form. Nimmt man eine zu kleine, passt nicht genug Füllung rein (ich habe es ausprobiert). Aber auch mit der richtigen Form muss man darauf achten, die Ränder möglichst hoch zu ziehen, denn sie sinken beim Backen nach unten – und man hat wieder das Problem, dass nicht genug Guss reinpasst. Achja, und wenn man Safran im Kuchen haben will, sollte man ihn auch hineintun (ich habe es vergessen). Ohne ist er aber auch fein.

ZITRONENTARTE MIT SAFRAN
Quelle: Myself, Mai 2016
für eine Form von 26 cm Durchmesser
Zutaten:
Mürbeteig:
200 g Mehl
2 EL fein gemahlene Mandeln
1 Prise Salz
60 g Zucker
120 g kalte Butter
1 Ei
Fett für die Form
Füllung:
1 Bio-Zitrone
4 Eier
3 Eigelb
200 g Zucker
150 ml Buttermilch
125 Crème double (oder Crème fraiche)
1 Msp. Safran
Für die Deko:
2 Bio-Zitronen
200 ml Wasser
300 g Zucker
Zubereitung:
Mehl, Mandeln, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Kalte Butter in Stückchen und 1 Ei dazugeben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Eine Kugel daraus formen und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, die Backform einfetten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. In die Form legen und dabei einen Rand hochdrücken. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstrichen, damit sich der Teig beim Backen nicht wölbt. Im Ofen auf der mittleren Schiene 25 Minuten backen. Form aus dem Ofen nehmen und den Tarteboden auf einem Gitter abkühlen lassen. Den Backofen auf 160 Grad herunterschalten.
Die Zitrone heiß waschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Die Zitrone auspressen. Eier, Eigelb und Zucker in einer Schüssel mit dem Handrührer zu einer hellgelben, cremigen Masse aufschlagen. Buttermilch und Crème double nach und nach dazugeben und unterrühren. Zitronensaft, -schale und den Safran unter die Masse rühren. Die Füllung auf dem vorgebackenen Boden gleichmäßig verteilen. Auf der mittleren Schiene im Ofen weitere 30 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen.
Nach Belieben: Für die Zitronen-Deko die zwei Bio-Zitronen heiß abwaschen, in dünne Scheiben schneiden. Wasser mit Zucker aufkochen, die Scheiben darin 30 Minuten köcheln und anschließend auf einem Gitter abtropfen lassen. Auf der Tarte verteilen.

Black Bean Brownies

Bevor es nächste Woche in die Sonne geht, haben wir dieses Wochenende nochmal Schnee satt: Mr. B und ich besuchen seine Schwester in Ellmau am Wilden Kaiser, wo sie am „Bergdoktor“-Set die Maske macht. Gestern schien wunderbar die Sonne über die Pisten, heute ist von oben und unten alles weiß, frischer Schnee fällt gerade üppig vor dem Fenster. Wir trinken Kaffee und naschen die gesunde Leckerei, die ich gestern gebacken habe: Ich habe mir mal wieder das Kochbuch der Hemsley-Schwestern Melissa & Jasmine vorgenommen – das übrigens im März auch auf deutsch erscheint („Natürlich gut essen“, Edel Germany). Diesmal habe ich ihre gluten-, d.h. Mehl-freien Brownies ausprobiert. Hauptbestandteil: schwarze Bohnen. Das Ergebnis ist ein sehr saftiger Teig, der überhaupt nicht mehr an Bohnen erinnert. Nicht sehr süß, aber das kann man ja nach Geschmack anpassen.

BB BROWNIES
Quelle: Hemsley & Hemsley: The Art of Eating Well
Zutaten:
(für 12 Stück)
230 g Butter oder Kokosöl
500 g gekochte schwarze Bohnen*
4 Eier
85 g Kakaopulver (ohne Zucker)
150 – 180 ml Ahornsirup (bei mir: Reissirup)
1 1/2 TL Vanilleextrakt
1 TL Kaffeeextrakt oder extra Vanilleextrakt
Salz
130 g Walnüsse (am besten fermentiert/“crispy activated“), gehackt
nach Belieben ein paar Tropfen flüssiges Stevia
Zubereitung:
Den Ofen auf 170 g vorheizen. Eine eckige Backform (ca. 20 x 24 cm) einfetten. Die schwarzen Bohnen abgießen und abtropfen lassen. Die Butter oder das Kokosöl in einem kleinen Topf schmelzen und beiseite stellen. Die abgetropften Bohnen, Eier, Kakaopulver, 150 ml Ahornsirup, Vanilleextrakt und evtl. Kaffeeextrakt in einer Küchenmaschine zu einer glatten Masse pürieren. Die Butter oder das Kokosöl sehr langsam hinzufügen (damit die Eier nicht kochen). Den Teig probieren und evtl. mehr Ahornsirup (und evtl. Stevia) hinzufügen. Dann die Walnüsse bis auf eine Handvoll unterrühren. Den Teig in die Backform füllen, glattstreichen und mit den restlichen Walnüssen bestreuen. 40-45 min backen, bis der Brownie-Mix sich fest, aber elastisch anfühlt und die Oberfläche leicht rissig ist. Komplett auskühlen lassen, bevor man sie in Stücke schneidet. Im Kühlschrank aufbewahren.

*2 Dosen gekochte schwarze Bohnen (500 g Abtropfgewicht) oder 500 g selbstgekochte Bohnen (200 g trockene Bohnen, über Nacht in Wasser eingeweicht, dann 1-2 Stunden in reichlich Wasser gekocht)
WilderKaiser
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Lebkuchen-Tiramisu

Das Schöne an der weihnachtlichen Völlerei ist ja immer auch, dass irgendwann ganz sicher der Punkt kommt, an dem man merkt: Jetzt ist es genug. Jetzt will ich endlich mal wieder etwas weniger kalorienreiches, süßes und weihnachtliches essen. Etwas Gesundes. Der Punkt wird kommen, ganz sicher. Ich bin noch nicht ganz so weit. Aber fast. Erstmal muss ich noch dieses Tiramisu aufessen. Denn obwohl ich für Mr. B und mich nur die Hälfte der angegebenen Menge gemacht habe, ist noch reichlich übrig. Und der Kühlschrank auch noch reichlich voll. Nunja. Habt es schön!

LEBKUCHEN-TIRAMISU
Quelle: meine Familie & ich 12/2006
für 6 (-8 Portionen)
Zutaten:
2 Dosen Mandarinen (Abtropfgewicht à 175 g)
1 Orange (unbehandelt)
6 sehr frische Eier
6 EL Zucker
750 g Mascarpone
2 EL Zitronensaft
100 ml Espresso
6 EL Mandellikör (ersatzweise Orangensaft)
400 g weicher Lebkuchen (ich habe Honigkuchen genommen)
Kakaopulver zum Bestäuben
Zubereitung:
Mandarinen abtropfen lassen. Orange waschen, Schale abreiben. Eigelb mit Zucker dickschaumig aufschlagen. Mascarpone, etwas Orangenschale und Zitronensaft unterrühren. Eiweiß steif schlagen, unterheben (Anm.: steht so nicht im Originalrezept, aber ich finde immer, so wird es fluffiger – außerdem muss man sich dann nicht überlegen, was man mit dem Eiweiß anfangen soll).
Espresso mit Likör mischen. Lebkuchen würfeln oder in Scheiben schneiden. Eine rechteckige Form mit der Hälfte der Lebkuchen auslegen (alternativ: Portionen in Gläser füllen, wie ein Trifle schichten.). Lebkuchen mit der Hälfte der Espresso-Mischung beträufeln. Hälfte der Creme darauf streichen. Mit übrigen Lebkuchen belegen und mit restlicher Espresso-Mischung beträufeln. Mandarinen darauf verteilen und die übrige Creme darauf verstreichen. Zugedeckt (über Nacht, wer mag) kalt stellen. Zum Servieren Tiramisu mit Kakaopulver bestäuben.

Tapas Party, Part 1: Crema Catalana

Das kommt davon, wenn man das Bloggen schleifen lässt: Jetzt sitze ich in einem Hotelzimmer in Nürnberg (im ziemlich lässigen und günstigen Five Reasons, das ich sehr empfehlen kann), denke an Mallorca und versuche, einen Blogpost über einen sehr netten Abend in München zu schreiben. Knoten im Hirn. Aber es wird gehen. Der Abend war eine Dinnerparty, die ich vor ein paar Wochen veranstaltet habe, inspiriert von unserem Mallorca-Trip im letzten Monat. Motto: Tapas. Würde ich sofort wieder machen. Sehr unstressig, sehr lecker. Sechs Leute haben wir mit ein paar kleinen Häppchen ganz locker verköstigt.
Ich fange hier mit dem Dessert an, denn das bereitet man ja am besten ganz am Anfang zu, bevor man Zwiebeln und Knoblauch geschnitten hat, und bevor die Küche nach albondigas oder datiles con bacon riecht (die Rezepte dazu dann in den nächsten Tagen). Das Rezept stammt aus dem sehr praktischen und „Spanien“-Kochbuch von Gräfe & Unzer. Ich hatte die für 4 Personen angegebene Menge verdoppelt, aber das war für 6 Personen viel zu viel. Mr. B und ich hatten noch tagelang mit den Resten zu kämpfen. Wenn man kleine Schälchen (wie oben im Bild) nimmt, müsste dieses Rezept auch für 6 Personen ausreichen.

CREMA CATALANA
Quelle: Margit Proebst: Spanien: Kochen und verwöhnen mit Originalrezepten
Für 4 Personen
Zutaten:
2 gestrichene EL Speisestärke
1/2 l Milch
1 Zimtstange
4 Eigelbe
125 g Zucker
1/2 TL abgeriebene unbehandelte Zitronenschale
Außerdem:
4 EL Zucker für die Kruste
Zubereitung:
Die Stärke mit 6 EL kalter Milch verrühren. Die restliche Milch mit der Zimtstange in einem Topf einmal aufkochen lassen. Vom Herd nehmen. In einem zweiten Topf die Eigelbe und den Zucker mit dem Schneebesen verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Milch durch ein feines Sieb dazugießen (die Zimtstange dabei entfernen), die Zitronenschale und die Stärke unterrühren. Den Topf auf den Herd stellen und die Mischung langsam unter ständigem Rühren bis knapp unter den Siedepunkt erhitzen. Vorsicht, sie darf nicht kochen! Wenn die Masse leicht sämig wird (=eindickt, das dauert ein bisschen), in vier feuerfeste Schalen füllen. Die Creme erst bei Zimmertemperatur, dann mit Frischhaltefolie abgedeckt im Kühlschrank etwa 2 Stunden abkühlen lassen. Zum Servieren den Backofengrill auf 250 Grad erhitzen. Jeweils 1 EL Zucker auf die Creme streuen und unter dem Grill in 2-3 Minuten goldbraun karamellisieren. Noch schicker ist es natürlich mit einem Flambierbrenner, dann kann man am Tisch eine Show abziehen.

Schoko-Avocado-Mousse

Das Schöne an so einem Montag, der irgendwie zu lang war, der der erste Arbeitstag nach dem Urlaub war und eben einfach der erste Tag der Woche, ist doch, dass man sich ruhig mal ein dekadentes Dessert gönnen darf. Finde ich. Vor allem eines, das ja eigentlich gar nicht so dekadent, sondern irgendwie richtig gesund ist: Avocado ist drin, Banane, und Kakao, der ja auch total happy machen soll. Und das Beste: Weil diese Mousse auch ohne Ei auskommt, konnte ich sie schon gestern vorbereiten und mich heute darüber freuen. Perfekt. Das Rezept stammt aus dem hübschen, bunten und Essen-ohne-schlechtes-Gewissen-versprechenden Kochbuch The Art of Eating Well, das ich mir gerade zugelegt habe. Geschrieben haben es die Schwestern Jasmine und Melissa Hemsley (hier ihr Blog). Die beiden Britinnen sind so etwas wie Food-Consultants, sie beraten und bekochen Klienten, damit die gesünder essen und sich besser fühlen. In dem Buch stellen sie ihre Philosophie und ihre Lieblingsrezepte vor. Die sehen auf den Bildern schon mal ziemlich vielversprechend aus, so dass ich hoffentlich bald einige davon nachkochen werde. Einziges Problem: Die Umrechnerei mit Mengenangaben wie Ounces & Co. Nun ja. Dann wird eben nicht schnell, schnell gekocht, sondern mit Bedacht. Auch gut. Die Mousse ging jedoch sehr schnell und schmeckt fantastisch. Nur Bananen-Hasser werden sie nicht mögen, denn die schmeckt man raus. Einen schönen Montagabend euch!

SCHOKO-AVOCADO-MOUSSE
Quelle: Jasmine & Melissa Hemsley: The Art of Eating Well
für vier kleine Gläser voll
Zutaten:
1 geschälte, gefrorene Banane
3 EL Kakaopulver
1 gekühlte Avocado
2 EL Reissirup (im Original: raw honey*)
1 TL Zitronensaft
1 TL Vanilleextrakt
2 EL kaltes Wasser
1 Prise Meersalz
optional: 1-2 TL Amaretto oder etwas Stevia, zum Süßen
etwas Schokopulver oder Schoko- bzw. Kokosraspel zum Dekorieren
Zubereitung:
Alle Zutaten in der Küchenmaschine zu einer cremigen Masse verarbeiten. Nach Geschmack mit etwas Stevia oder Amaretto nachsüßen. Auf vier kleine Tassen oder Gläser verteilen, dekorieren.

*Weiß jemand, was damit gemeint ist? Bedeutet das einfach Bio-Honig?

Pfirsich-Melba-Tiramisu

Wetter ist ja eine höchst subjektive Sache. Natürlich könnte man Statistiken bemühen, Fakten sprechen lassen und ganz genau überprüfen: Ist dieser Sommer jetzt heißer, trockener, „besser“ als andere? Aber irgendwie bleibt dann doch nur die gefühlte Temperatur, der verregnete Tag in Erinnerung. Oder eben der strahlende Sonnenschein, der laue Sommerabend. Was ich damit sagen will: Ich habe das (zutiefst subjektive) Gefühl, in diesem Jahr um meinen Sommer geprellt worden zu sein. Jedes Mal, wenn ich von München aus mit meiner Mutter in Hamburg telefoniere, sagt sie so etwas wie „Puh, ich kann gar nicht auf dem Balkon sitzen, viel zu heiß!“ Während ich hier in einen gewittergrauen Himmel starre und an diesem gewissen Geräusch der Autoreifen höre, dass die Straße mal wieder nass ist. Zugegeben, heute morgen hatten wir hier auch strahlend blauen Himmel. Und an einem Abend diese Woche saß ich auch schon draußen beim Griechen. Aber das ist ja immer schnell wieder vergessen. Um mich also daran zu erinnern, dass es sehr wohl schon schöne Sommertage dieses Jahr gab, kommt hier ein Dessert, das ich kürzlich für einen wunderbaren Draußensitz-Abend als Abschluss einer Grill-Session mit Freunden gemacht habe. Sommer zum Essen sozusagen. Ein „echtes“ Foto vom Abend selbst habe ich leider nicht, dazu war es zu dunkel, muss also ein Foto vom Foto herhalten. Habt ein schönes Wochenende!

PFIRSICH-MELBA-TIRAMISU
Quelle: essen & trinken Juli 2012
für 8 Portionen
Zutaten:
Mascarpone-Creme:
3 Blatt weiße Gelatine
500 g Mascarpone
500 g Magerquark
250 g Vanillejoghurt
70 g Puderzucker
100 ml Orangensaft (frisch gepresst von 1 Orange)
Himbeerspiegel:
300 g TK-Himbeeren
50 g Gelierzucker 3:1
200 g frische Himbeeren
Zum Schichten:
3 reife gelbfleischige Pfirsiche (ersatzweise 8 Pfirsichhälften aus der Dose)
200 ml Orangensaft (frisch gepresst von 3-4 Orangen)
4 EL Zitronensaft
ca. 250 g Löffelbiskuit
Zubereitung:
Für die Mascarpone-Creme Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen. Mascarpone, Quark, Joghurt und Puderzucker gut verrühren. Orangensaft leicht erwärmen, gut ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Mischung unter die Creme rühren. Für den Himbeerspiegel die TK-Himbeeren auftauen lassen.
Die Pfirsiche waschen, halbieren, entsteinen. Hälften in dünne Spalten schneiden. Zum Tränken Orangen- und Zitronensaft mischen. Die Hälfte der Löffelbiskuits mit der gezuckerten Seite nach unten in eine Form (ca. 25 x 25 cm) legen. Mit der Hälfte der Orangen-Zitronensaft-Mischung beträufeln (oder: Löffelbiskuits in die Mischung dippen, dann in die Form legen). Die Hälfte der Mascarpone-Creme daraufstreichen. Pfirsichspalten dicht an dicht darauflegen. Restliche Löffelbiskuits daraufsetzen. Mit dem Rest der Orangen-Zitronensaft-Mischung beträufeln, die restliche Creme daraufstreichen. Kalt stellen.
Aufgetaute Himbeeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Mit dem Gelierzucker in einem Topf mischen. Unter ständigem Rühren aufkochen, dann 3 Minuten kochen lassen. Masse in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen. Wenn die Himbeer-Masse abgekühlt ist, dünn auf die Mascarpone-Creme streichen und die frischen Himbeeren darauf verteilen. 2 Stunden kalt stellen. Die (huch, ich dachte immer, es heißt das!) Tiramisu in 8 Stücke schneiden, auf einer Platte anrichten und servieren.

 

 

 

Der Potluck-Club goes Thai. Teil 3: Karamellisierte Ananas-Tartes

Ich bin ein großer Fan von To-Do-Listen. Aber manchmal machen sie mich auch müde. Sehr müde. Was, immer noch nicht fertig? Wie, immer noch was zu erledigen? Da hamsterradelt man wie verrückt, und kommt doch nicht voran. So fühle ich mich zur Zeit auch gerade wieder – aber es mischt sich ein leises Triumphieren in meine Stimmung: Ein Ende beziehungsweise eine Pause ist absehbar. Und vielleicht schaffe ich es sogar doch noch, vor dem Urlaub alles zu erledigen, was ich mir an Wichtigem und Unwichtigem auf den Zettel geschrieben habe? Im Zuge des Abarbeitens also hier noch der versprochene dritte Teil unseres Potluck-Dinners mit Freunden (Teil 1 hier, Teil 2 hier), das Dessert. So richtig original thailändisch ist es irgendwie nicht, aber Ananas und Kokosflocken geben genügend exotischen Touch, finde ich. Mal wieder aus dem feinen Donna Hay-Kochbuch „Schnelle Küche für Gäste“. So, und jetzt schreibe ich an meinen Urlaubs-To-Do-Listen weiter – das sind mir die liebsten.

KARAMELLISIERTE ANANAS-TARTES
Quelle: Donna Hay: Schnelle Küche für Gäste
für 4 Personen
Zutaten:
250 g fertig ausgerollter Blätterteig
2 EL Kokosraspel
8 dünne Scheiben frische Ananas, geschält, holzige Mitte entfernt
40 g Butter, geschmolzen
1 EL brauner Zucker
Kokoseis als Garnitur (habe ich nicht bekommen, aber Zitroneneis passte auch wunderbar)
Zubereitung:
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Aus dem ausgerollten Teig 4 Kreise von 13 cm Durchmesser ausstechen oder ausschneiden (ich habe ein Tupperschüssel in der Größe aus Markierer genommen und drumrum geritzt). Den Teig mit den Kokosraspeln bestreuen und jeweils zwei Ananasscheiben darauflegen; dabei sollte rundherum ein Rand von 1 cm freibleiben. Die Ananas mit der geschmolzenen Butter bestreichen und mit dem Zucker bestreuen. Die Törtchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und 15 Minuten backen, bis der Teig aufgeht und sich goldgelb bräunt. Mit Eis servieren.

Der Potluck Club, Teil 3: Schokoküchlein mit flüssigem Kern

Kein Dinner ist natürlich komplett ohne Dessert. Das war bei unserem Potluck Dinner diesmal meine Aufgabe. Ich wollte Schokolade, unbedingt. Und, um dem Herbst-Motto gerecht zu werden, noch ein bisschen was Fruchtiges dazu. Also „Schokokuchen mit flüssigem Kern vorbereiten“ gegoogelt und Rezept gefunden. Die Cranberry-Sauce stammt aus der aktuellen essen & trinken, dort wird sie zu Schokoladen-Dampfnudeln serviert – auch eine gute Idee, aber wegen Hefeteig nicht so recht transportabel. Also Schokokuchen. Teig gerührt, in den Kühlschrank gestellt, fertig. Die Förmchen habe ich auch schon vorbereitet: Mit Butter ausgerieben, ein wenig bemehlt und ab ins Eisfach für ein paar Stunden. Das einzig Aufwändige an der ganzen Sache war der Transport. Aber da die guten Freunde ja zum Glück nicht weit entfernt wohnen, war auch das machbar. Etwas nervös war ich dann nur noch, ob das mit dem Timing alles so klappt. Eine Garprobe mit Holzstäbchen ergab nach 12 Minuten, dass wir noch etwas warten sollten, aber drei Minuten später waren die Küchlein perfekt. Fand ich zumindest. Und alle anderen haben brav aufgegessen. Die leichte Säure der Cranberry-Sauce hat mir gefallen, aber irgendwie habe ich mich dann doch nach einer Kugel Vanilleeis gesehnt. Seufz. Beim nächsten Mal vielleicht. Hier die Rezepte:
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SCHOKOKÜCHLEIN MIT FLÜSSIGEM KERN
Quelle: Badische Zeitung
Für 6 Portionen
Zutaten:
200 g Butter
200 g Zartbitter-Kuvertüre
6 Eier
200 g Zucker
100 g Mehl
Zubereitung:
Butter und Zartbitter-Kuvertüre zusammen in einem Topf schmelzen lassen. Die Eier mit dem Zucker verrühren. Dann die Kuvertüre-Butter-Mischung zur Zucker-Ei-Masse geben. Anschließend das Mehl unterheben. Die Masse in Backringe gießen. Diese müssen zuvor mit Backpapier unterlegt werden. Wer möchte, kann stattdessen kleine gebutterte und mit Mehl bestreute Souffleeformen verwenden. Die flüssige Schokolade im Kern kann jedoch bei den Backringen besser auf dem Teller auslaufen. Das sieht gut aus und steigert den Genuss. Die Backringe oder Formen in den Ofen stellen und bei 200 °C 15 Minuten backen. Anschließend sofort servieren.
Gut vorzubereiten! Einfach alles anrühren, dann im Kühlschrank für ein paar Stunden verwahren. Man könnte den Teig wahrscheinlich auch schon in die Förmchen, aber ich fand es so perfekt. Die Küchlein ließen sich sehr gut aus der Form lösen/löffeln, und ich bilde mir ein, dass das daran lag, dass ich die eingefetteten Förmchen vorher im Eisfach gekühlt hatte.

CRANBERRY-SAUCE
Quelle: essen & trinken 11/2013
Für 4-6 Portionen
Zutaten:
100 ml Rotwein (ersatzweise Kirchsaft)
75 g Gelierzucker 2:1
1 Zimtstange
2 Gewürznelken
150 g Cranberrys
Zubereitung:
100 ml Wasser mit Rotwein, Gelierzucker, Zimt und Nelken aufkochen und 2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Cranberrys zugeben und zugedeckt bei mittlerer Hitze 5 Minuten garen. Abkühlen lassen.
Zu den Schokoküchlein servieren. Nach Belieben noch mit einer Kugel Vanilleeis.