Sonntagsbäckerei: Donna Hay Scones

Seit ich mal von einem Interview mit Donna Hay deren Brownie-Backmischung mitgebracht habe, ist Mr. B, mein Mann, der größte Fan der australischen Kochbuch-Queen. Als ich ihn gestern fragte, was ich denn mal wieder so backen könnte, war klar, dass es nicht so etwas Gesundes wie Süßkartoffel-Brot, Black Bean Brownies oder Zucchini-Brownies sein würde. Für ihn war die Antwort also klar: Irgendwas von Donna Hay! Ein reines Backbuch gibt es von ihr, soweit ich weiß, nicht, aber in ihren „Modern Classics süß“ wurden wir fündig: Scones, zum Frühstück. Sie mussten sich an den köstlichen Scones von Cynthia Barcomi messen lassen, die mir eine liebe Freundin mal serviert hat – und können auf jeden Fall mithalten! Sie sind leicht, fluffig, großartig. Das liegt vor allem an der reichlich darin enthaltenen Sahne… Sie schmecken zum Frühstück oder Nachmittagstee/-kaffee, und zwar am besten warm aus dem Ofen, mit ein wenig Marmelade, clotted cream (sofern man sie finden kann) oder Schlagsahne. Habt einen schönen Sonntag!

SCONES
Quelle: Donna Hay: Modern Classics süß (AT Verlag)
für 12-24 Stück
Zutaten:
625 ml Sahne
400 g Mehl
3 TL Backpulver
2 EL feiner Zucker
zum Servieren: Erdbeermarmelade & Schlagsahne
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Sahne halbsteif schlagen. Mehl und Backpulver dazu sieben, Zucker hinzufügen und alles gut verrühren (mit den Knethaken des Mixers). Den Teig auf einer leicht bemehlten Unterlage 3 cm dick ausbreiten (ausrollen lässt er sich nicht, ist ziemlich klebrig). Kreise von 4 cm Durchmesser (oder etwas größer) ausschneiden oder -stechen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und die Oberseite jeweils mit etwas Milch bestreichen. 12 bis 15 Minuten backen, bis die Scones schön aufgegangen sind. Warm mit Marmelade und/oder Sahne servieren.

Donna Hay Brownies

Vor ein paar Wochen hatte ich das Vergnügen, die australische Kochbuch-Queen Donna Hay zu treffen. Für ein Porträt in einem Sommerküche-Extraheft in der Zeitschrift freundin (jetzt am Kiosk) habe ich sie interviewt. Es war ein sehr nettes Gespräch – von dem ich auch hinterher noch etwas hatte. Denn Mrs. Hay drückte mir zum Abschied eine leicht lädierte, aber immer noch vollständige Pappbox mit ihrer Brownie-Fertigbackmischung in die Hand. Die, wie sie mir erzählte, meistverkaufte in ganz Australien. Wobei sie sonst natürlich immer dafür ist, Sachen selber zu machen.
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Aber Donna Hay ist ja eben nicht nur Rezeptentwicklerin und Foodstylistin, sondern auch eine höchst erfolgreiche Unternehmerin. Mit einem Magazin, das ihren Namen trägt, Geschirr- und Küchenutensilien – und eben diesem Brownie-Mix. Der, das weiß ich jetzt, wirklich verdammt gut ist. Warum die Brownies so lecker schmecken, das viele sie ihren Freunden als komplett selbst gebacken unterjubeln: Natürlich, weil wahnsinnig viel Zucker drin ist – aber auch, weil die festen Schokostückchen darin besonders groß sind, was sie von hiesigen Fertig-Brownies unterscheidet. Damit werden sie gleichzeitig fest und weich, saftig und knusprig. Ziemlich verführerisch. Aber jetzt ist die Packung leer, und da ich es wohl so schnell nicht nach Australien schaffen werde, muss ich sie wohl das nächste Mal wieder selbst machen – nach einem dieser Rezepte:

SCHOKOLADEN-BROWNIE
Quelle: Donna Hay: modern classics – süß
Für ca. 16 Stück
Zutaten:
200 g Zartbitterkuvertüre, in Stücke gehackt
250 g Butter, in Stücke geschnitten
350 g brauner Zucker
4 Eier
40 g Kakaopulver, gesiebt
170 g Mehl, gesiebt
1/4 TL Backpulver
Zubereitung:
Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Schokolade und Butter in einem Topf bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren schmelzen. Etwas abkühlen lassen. Zucker, Eier, Kakaopulver, Mehl und Backpulver in einer Schüssel verrühren, dann die warme Butter-Schokoladen-Masse dazugeben und alles gut verrühren. Den Teig in eine flache, mit Backpapier ausgelegte quadratische Form (20 cm Kantenlänge) füllen und 50 Minuten backen, bis der Teig durchgebacken ist. (ich mag es lieber, wenn der Teig noch etwas saftiger ist, deswegen habe ich die Backmischung nur etwa 35-40 min gebacken) In der Form etwas abkühlen lassen, dann in Streifen oder Würfel schneiden. Warm oder kalt servieren.

Andere (etwas gesündere) Brownie-Rezepte, die ich demnächst mal ausprobieren möchte:

Two-Layer Raw Chocolate Brownies von Oh She Glows
Kichererbsen-Brownies, gesehen bei Mary Opfer
Sweet Potato Brownies von Deliciously Ella
Außerdem: Zucchini Brownies von Sarah Wilson aus ihrem „I Quitt Sugar for Life“-Kochbuch

Mehr von Donna Hay bei Frau Lehmann:
Salat mit Feigen, Feta und Granatapfelsirup
Pasta mit Erbsen, Ricotta und Zitrone
Karamellisierte Ananas-Tartes

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Der Potluck-Club goes Thai. Teil 3: Karamellisierte Ananas-Tartes

Ich bin ein großer Fan von To-Do-Listen. Aber manchmal machen sie mich auch müde. Sehr müde. Was, immer noch nicht fertig? Wie, immer noch was zu erledigen? Da hamsterradelt man wie verrückt, und kommt doch nicht voran. So fühle ich mich zur Zeit auch gerade wieder – aber es mischt sich ein leises Triumphieren in meine Stimmung: Ein Ende beziehungsweise eine Pause ist absehbar. Und vielleicht schaffe ich es sogar doch noch, vor dem Urlaub alles zu erledigen, was ich mir an Wichtigem und Unwichtigem auf den Zettel geschrieben habe? Im Zuge des Abarbeitens also hier noch der versprochene dritte Teil unseres Potluck-Dinners mit Freunden (Teil 1 hier, Teil 2 hier), das Dessert. So richtig original thailändisch ist es irgendwie nicht, aber Ananas und Kokosflocken geben genügend exotischen Touch, finde ich. Mal wieder aus dem feinen Donna Hay-Kochbuch „Schnelle Küche für Gäste“. So, und jetzt schreibe ich an meinen Urlaubs-To-Do-Listen weiter – das sind mir die liebsten.

KARAMELLISIERTE ANANAS-TARTES
Quelle: Donna Hay: Schnelle Küche für Gäste
für 4 Personen
Zutaten:
250 g fertig ausgerollter Blätterteig
2 EL Kokosraspel
8 dünne Scheiben frische Ananas, geschält, holzige Mitte entfernt
40 g Butter, geschmolzen
1 EL brauner Zucker
Kokoseis als Garnitur (habe ich nicht bekommen, aber Zitroneneis passte auch wunderbar)
Zubereitung:
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Aus dem ausgerollten Teig 4 Kreise von 13 cm Durchmesser ausstechen oder ausschneiden (ich habe ein Tupperschüssel in der Größe aus Markierer genommen und drumrum geritzt). Den Teig mit den Kokosraspeln bestreuen und jeweils zwei Ananasscheiben darauflegen; dabei sollte rundherum ein Rand von 1 cm freibleiben. Die Ananas mit der geschmolzenen Butter bestreichen und mit dem Zucker bestreuen. Die Törtchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und 15 Minuten backen, bis der Teig aufgeht und sich goldgelb bräunt. Mit Eis servieren.

Meatfree Monday: Pasta mit Erbsen, Ricotta und Zitrone

Ricotta ist, finde ich, eine ziemlich tolle Sache. Saftig, sahnig, elegant in weiß – und dazu noch dieser großartige Geschmack. Ich benutze ihn viel zu selten, habe ich festgestellt. Heute kommt er in einer schnellen Pasta zum Einsatz, gefunden im Donna Hay-Kochbuch Schnelle Küche für Gäste, das ich für die Planung des Potluck-Dinners am Wochenende herausgekramt hatte (dafür wurde ich auch fündig, dazu demnächst mehr). Weitere Akteure sind hübsch in grün die Erbsen und Minzeblätter, die dem Ganzen einen schönen frischen Twist geben. Lecker, und in der Tat schnell gemacht.

PASTA MIT ERBSEN, RICOTTA UND ZITRONE
für 4 Personen
Quelle: Donna Hay: Schnelle Küche für Gäste
Zutaten:
400 g Papardelle (wir haben Gemelli genommen)
60 ml Zitronensaft
170 g Erbsen, gekocht (lieber mehr! wir hatten diese Menge für 2 Personen, es darf also ruhig für 4 eine 300 g-TK-Packung sein)
20 g Minzeblätter, in Streifen geschnitten
Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
500 g Ricotta, grob gewürfelt
geriebener Parmesan als Garnitur
Zubereitung:
Die Pasta in kochendem Salzwasser 10 bis 12 Minuten bissfest garen. Abgießen und in den Topf zurückschütten. Zitronensaft, Öl, Erbsen und Minze daruntermischen, salzen und pfeffern. Zuletzt den Ricotta unterheben. Die Pasta auf Teller verteilen und mit geriebenem Parmesan bestreuen.

Meat Free Monday: Salat mit Feigen, Feta und Granatapfelsirup

Wie schön, wenn eine potenzielle Küchen-Karteileiche doch wieder zu Ehren kommt und nicht im Schrank verendet! Für den Auberginendip von Ottolenghi hatte ich vor einer Weile Granatapfelsirup gekauft – und jetzt kam er endlich wieder zum Einsatz. Und zwar bei einem simplen, aber feinen Salat, den es bei uns neulich zum Abendessen gab. Das Rezept stammt (wie dieser Thai-Salat) mal wieder aus dem ZEITmagazin, nach einer Vorlage von Donna Hay. Das Dressing, in dem der Sirup landete, war, anders als im Rezept beschrieben, mir fast ein wenig zu süß, vielleicht lag es an meinem Sirup, der sollte anscheinend etwas säuerlicher sein. Ich würde auf jeden Fall nächstes Mal noch einen Schuss Essig mit hineingeben. Die Minzblätter aber waren eine Offenbarung. Ab sofort kommen die nicht mehr nur in den Hugo, sondern auch in den Salat! Schmeckt toll, frisch, überraschend.

SALAT MIT FEIGEN, FETA UND GRANATAPFELSIRUP
(Quelle: ZEITmagazin)
Zutaten:
für 2 Personen
4 Feigen (halbiert oder geviertelt, je nach Größe)
70 g Feta (zerkrümelt) oder mehr
2 Handvoll Rucola
Für das Dressing:
3 EL Olivenöl
1 EL Granatapfelsirup
(+ Essig)
Pfeffer, Salz
Ein paar Minzblätter
Zubereitung:
Feigen, Feta und Rucola auf einer Platte anrichten, das Dressing verrühren, darübergeben, Minzblättchen darüberstreuen.