10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, die ganz, ganz feste hofft, dass dieses frische Jahr um einiges besser wird als das abgenutzte, das gerade vergangen ist. Nicht nur hier auf dem Blog ging mir zum Ende ein wenig die Puste aus. Zu viel schlimme Nachrichten, zu wenig gute, und dazu noch der ganz normale Alltagsquatsch. Das muss anders werden, auch wenn ich (oder weil ich?) dazu keine lange, schlaue Liste mit Vorsätzen habe. Ich lass das mal. Stattdessen gucke ich lieber, was bis jetzt schon ziemlich schön war:

  • Ein Besuch in Hamburg und Mecklenburg, bei meiner Familie. Auch wenn ich zwischenzeitlich flachgelegen habe, war es doch schön, die vertrauten Gesichter mal wieder zu sehen.
  • Besonders: Nichte und Neffe, die mir begeistert ihren Knetsand à la Frozen vorführten. Ob sie so viel Spaß am von mir mitgebrachten und vorgelesenen Kinderbuch Der Miesepups hatten wie ich? I hope so!
  • Ein neues Sweatshirt von Femme de Marin mit Walt Whitman-Zitat. Genauer: „Oh Captain! My Captain“, wohl besser bekannt als Zitat aus dem tollen Film Der Club der toten Dichter. Gefunden bei Su in der Schanze.
  • Ein großes Lesevergnügen. So schnell bin ich wohl lange nicht mehr durch einen Roman gebrettert, wie durch die herrliche, traurig-schöne Familiensaga Als wir unsterblich waren von Charlotte Roth, von Mama empfohlen.
  • Butterkuchen. In München selten gefunden, in Hamburg dafür umso mehr genossen. Dafür habe ich sogar meine „Kein Zucker“-Parole kurzzeitig gelockert.
  • Serie 1: Call the Midwife: Die Serie über Hebammen im Londoner East End der 50er und 60er Jahre verfolge ich schon seit Staffel 1. Mittlerweile sind es fünf, die sechste soll dieses Jahr kommen, und meine Begeisterung ist ungebrochen. Im aktuellen Holiday-Special reisen sie sogar nach Südafrika. Bei Netflix.
  • Serie 2: Deadbeat: Schönes Kontrastprogramm zu den hochmoralischen Nonnen und Hebammen aus Call the Midwife: Marihuana-Fan und Medium Pac aus der Serie Deadbeat. Der Schluffi mit Plauze kann Geister sehen und sorgt mit unorthodoxen Methoden dafür, dass diese letzte unerledigte Dinge beenden und „ins Licht gehen“ können. Staffel 3 hat eine ganze Reihe Charaktere aussortiert, macht aber noch genauso viel Spaß wie die vorigen. Bei Amazon.
  • Serie 3: Designated Survivor. So, so amerikanisch, aber leider einfach echt fesselnd. Die Serie über einen Hinterbänkler im amerikanischen Kongress, der als (beinahe) einziger Überlebender eines Terror-Angriffs auf die Regierung plötzlich Präsident wird. Und wer würde nicht lieber Kiefer Sutherland als POTUS sehen als Witzfigur Donald Trump? Bei Netflix.
  • Listen machen. Die Vorfreude auf den anstehenden Urlaub in Südafrika wächst, und vor allem meine Liste, welchen tollen Restaurants diesmal besucht werden sollen, wird immer länger. Auf jeden Fall dabei: The Short Market Club, der neueste Streich von Luke Dale-Roberts, Chef des Potluck Club, eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants in Kapstadt.
  • Granatäpfel. Zur Zeit mein liebstes Obst. Nicht nur, weil die rubinroten Kerne so hübsch aussehen, sondern auch, weil sie so köstlich schmecken. Und das Herauspflücken aus der Schale ist eine schöne Meditationsübung.

 

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Geguckt, geklickt, gelesen: Food-Edition

Eine der ganz großen kleinen Freuden, wenn man Freiberufler ist: An einem x-beliebigen Wochentag nachmittags ins Kino gehen. Gestern endlich mal wieder gemacht. Und dabei den beklemmend guten Film Stereo gesehen. Ich bin normalerweise kein Thriller-Fan, aber dieser hat mich wirklich gefesselt. Anfangs habe ich mich etwas daran gestört, dass man ausgerechnet einen so berühmten Schauspieler wie Moritz Bleibtreu für die Rolle von Jochen Vogels unheimlichem, unsichtbarem Verfolger auswählen musste, aber am Ende hat mich die düstere Story wirklich gefesselt. Sehenswert, aber nichts für schwache Nerven, denn der Streifen ist stellenweise sehr brutal. Ich gebe zu, ich musste mir hin und wieder die Augen zuhalten…
So, das passte als Einleitung meiner GGG-Food-Edition jetzt eigentlich nicht, aber nunja. Der Rest dieses Eintrags dreht sich jetzt wirklich nur noch ums Essen – versprochen!

  • Sehr glücklich gemacht hat mich diese Woche auch der Trailer des Films The Hundred-Foot Journey, für Deutschland mit dem Titel „Madame Mallory und der Duft von Curry“ angekündigt. Die Story: In einem kleinen Ort in Südfrankreich führt Madame Mallory (Helen Mirren) ein renommiertes Sternerestaurant. Als eine indische Familie das leerstehende Haus gegenüber erwirbt und dort mit viel Lebensfreude und Curry-Duft ein indisches Restaurant eröffnet, ist sie zunächst empört. Muss dann aber feststellen, dass Hassan, der Sohn ihres Gegners, ein echtes Koch-Talent ist. Helen Mirren spricht die schnippische Gastronomin mit französischem Akzent (und zwar ziemlich gut), sehr nett. Der Trailer erinnerte mich irgendwie an die Fröhlichkeit und Fabenfreude von Best Exotic Marigold Hotel, den ich sehr gemocht habe. Freue mich drauf! Angekündigter Starttermin ist der 21. August.
  • Und noch ein Koch-Film: Chef heißt er, und den Koch spielt Jon Favreau (spielte zum Beispiel in der Pärchen-Komödie All Inclusive den Ehemann von Kristin Davis), der auch selbst Regie führte (und schon öfter Drehbücher geschrieben hat). Vom Highend-Restaurant zum Taco-Truck, das ist die Geschichte. Mit dabei sind auch Sofia Vergara und Scarlett Johansson. Der Trailer macht Lust auf mehr, aber bislang gibt es für Deutschland noch keinen Starttermin. Hier die Facebook-Seite zum Film, und hier der Trailer.
  • Der Instagram-Account youdidnoteatthat macht sich über hübsche, schlanke Menschen (meistens Models oder Mode-Bloggerinnen) lustig, die garantiert nicht all die Donuts, Macarons und Eiscremes gegessen haben, die sie immerzu posten… Sehr witzig! Bei The Cut hat der/die mysteriöse Initiator des Accounts ein Interview dazu gegeben.
  • Dem komplizierten Verhältnis von Frauen zum Essen widmet sich auch die Fotografin Lee Price. In ihren Bildern zeigt sie Frauen, die sich ganz privat, selbstvergessen, fast andächtig dem Verzehr von Süßigkeiten und Fastfood widmen. Chips auf der Toilette, Pfannkuchen in der Badewanne oder eine McDonald’s-Session im Bett: Die Künstlerin porträtiert diese Momente (oft sich selbst) in wunderschönen, nachdenklich-machenden Bildern, in denen man von oben auf das Geschehen blickt. Gefunden bei der Huffington Post.
  • Foodies, die einen Trip nach Washington, D.C. planen, sollten sich diesen Artikel merken: 40 dishes every Washingtonian must try in 2014 empfehlen Leser und Redakteure der Washington Post die Spezialitäten ihrer Lieblingsrestaurants. Zum Beispiel den Salmon BLT bei Neopol, den Burger Americain bei Le Diplomate oder den Creme brulee doughnut von Astro Doughnuts & Fried Chicken oder The Doissant, eine Kreuzung aus Croissant und Croissant und damit wohl ein Nachfolger des berühmten „Cronut“. Das Doissant gibt es bei Chocolate Crust. Beim Durchklicken der Fotostrecke bekam ich Hunger und Fernweh. Meine ehemaligen Gasteltern wohnen in D.C., ich würde zu gern bald mal wieder dorthin.

So, jetzt gehe ich aber erstmal hierhin: Zur Vernissage Bilder Bier Butterbrot, organisiert von der Werbeagentur Hello. Ich bin gespannt. Der Titel dieser Veranstaltungsreihe klingt auf jeden Fall schon mal vielversprechend.

 

Song of the Day: Ages and Ages: Divisionary (Do the Right Thing)

Motiv: Aufgenommen (anschließend gegessen) im Restaurant Zuiderterras in Antwerpen