10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

An einem Tag wie diesem, an dem die Sonne scheint, der Himmel blau ist und zudem noch Wochenende, ist es nicht schwer, gut Laune zu haben. Und es tragen noch ein paar andere Dinge dazu bei:

  • Die Saison der Hofflohmärkte ist wieder eröffnet, und in meiner Hood, in Neuhausen, ging es los. Auch wenn ich nichts gekauft habe, das Stöbern und Spazieren hat Spaß gemacht.
  • Die Franzbrötchen im „Kitchen 2 Soul“. Auf dieses zauberhafte Café in der Schlörstraße hat mich meine Freundin Marion aufmerksam gemacht, mit der ich dort heute Nachmittag in der Sonne saß. Super netter Service, leckeres Essen – und endlich, endlich ein paar saftige, süße Franzbrötchen gefunden, die mit denen in meiner Heimatstadt Hamburg mithalten können.
  • Und noch ein Café mit Herz: Das Lohner und Grobitsch im Westend, eingezogen in einen ehemaligen Tante-Emma-Laden, macht mich sehr froh.
  • Die Lange Nacht der Musik, die heute wieder stattfindet und hoffentlich regen Zuspruch findet.
  • Frühlingsgefühle. Es grünt und blüht überall und ich kann einfach nicht an mich halten und muss auf Instagram andauernd hübsche Zweige und Sträucher posten. Zu schön.
  • Vorfreude: Bei einer Recherche bin ich auf eine spannende Stadtführung gestoßen, die die Stuttgart-Marketing GmbH anbietet: bei Mord’s Geschichten aus Stuttgart dreht sich zwei Stunden lang alles um historische Kriminalfälle. Da habe ich mich gleich angemeldet.
  • Skurrile Buchtitel: Apropos Kriminalfälle – der Titel eines Werkes 1935, über das ich gestolpert bin, hat mich sehr schmunzeln lassen: „Über den Zusammenhang zwischen Heimweh und Kriminalität“. Aha.
  • Mein „Stamm“. „Find your Tribe“ titelte eine britische Frauenzeitschrift mal vor Jahren (ich glaube, es war die Psychologies), und beschrieb, warum es so wichtig ist, Menschen um sich zu haben, mit denen man auf einer Wellenlänge ist. Ein schönes Gefühl, so einen Tribe um sich zu wissen.
  • Matzen. Eine Folge des Podcasts The Sporkful über dieses Gebäck brachte mich dazu, mal wieder Matzen zu knabbern. Koschere Kräcker, die eigentlich nach gar nichts schmecken, irgendwie aber auch süchtig machen. Anscheinend sind sie gerade wieder sehr angesagt.
  • Foodie-Humor. Noch eine Sporkful-Folge, die mich sehr zum Lachen gebracht hat: mit Comedienne Maria Bamford. Wie sie den Unterschied zwischen Restaurant-Bestellungen in Los Angeles und Minnesota beschreibt, ist einfach großartig.

 

 

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Sonntagsbäckerei: Franzbrötchen

Wenn ich als Exil-Hamburgerin hier in München eines vermisse, dann sind es Franzbrötchen, diese süßen, buttrigen, zimtigen Hefeteile. Mittlerweile werden als „Franzbrötchen“ bezeichnete Backwaren zwar auch von einigen Bäckern in München angeboten, aber die sind wirklich kein Vergleich. Das wurde mir einmal mehr bewusst, als ich letzte Woche die echten, tollen Franzbrötchen essen durfte, die meine Kusine frisch aus dem Ofen gezogen hatte. Wir haben sie auf dem Land in Schleswig-Holstein besucht, wo sie in einem kleinen Dorf ihre Kinder großzieht, famos kocht – und auch zwei Ferienwohnungen vermietet: Zeitweise Land. Sehr zu empfehlen, wenn man sich mal so richtig den Kopf freipusten lassen will und abends vor einem bullernden Ofen sitzen möchte. Aber nun zu den Franzbrötchen: Das Rezept, das aus einem Back-Sonderheft der essen & trinken stammt, ist ziemlich lang – aber nicht kompliziert, sagt meine Kusine. Man muss nur für sämtliche Schritte (es wird viel geruht) ungefähr drei Tage einplanen. Noch besser: Man sucht sich einen netten Gastgeber, der sie für einen backt…

FRANZBRÖTCHEN
Quelle: essen & trinken Spezial: 98 köstliche Kuchen
12 Stück
Zutaten:
Hefeteig:
30 g frische Hefe
300 ml Milch (kalt)
500 g Mehl
1 Eigelb (Kl. M)
30 g brauner Zucker
10 g Salz
Butterplatte;
300 g Butter (zimmerwarm)
50 g Mehl
Belag:
4 EL Orangensaft
200 g Zucker
2 TL Zimtzucker
Außerdem: 1 Gefrierbeutel mit Zippverschluss (6 Liter Inhalt)
Zubereitung:
1. Für den Teig Hefe zerbröseln und mit dem Schneebesen mit der Milch verrühren. Mehl, Eigelb, Zucker, und Salz in eine Schüssel geben. Mit den Knethaken der Küchenmaschine (oder des Handrührers) 2 Minuten zu einem glatten Teig kneten, dann auf der bemehlten Arbeitsfläche 2 Minuten mit den Händen kneten. Im Gefrierbeutel über Nacht in den Kühlschrank legen.
2. Für die Butterplatte Butter und Mehl mit den Knethaken der Küchenmaschine (oder des Handrührers) verkneten, zwischen 2 Lagen Backpapier gleichmäßig 20 x 20 cm groß ausrollen (dafür auf dem oberen Papier ein Quadrat markieren). Die Platte in das Papier einwickeln und ebenfalls über Nach in den Kühlschrank legen.
3. Butterplatte 15 – 20 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen (sie sollte zum Ausrollen geschmeidig, aber nicht zu weich sein). Gekühlten Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche 48 x 24 cm groß ausrollen. Butterplatte in die Mitte des Rechtecks legen. Teig von den Seiten über die Butter klappen, Kanten in der Mitte und rundum zusammendrücken (die Butterplatte muss vollständig eingeschlossen sein), Teigkanten überlappen. Teilstück um 90 Grad drehen und auf der bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig von der Mitte ca. 75 x 25 cm groß ausrollen (die Butter soll sich gleichmäßig verteilen).
4. Ein Drittel des Teilstücks von außen zur Mitte hin falten. Gegenüberliegendes Teigdrittel darüberschlagen, so dass 3 Lagen entstehen („einfache Tour“). Mit Mehl bestäuben, in Folie einwickeln, 30 Minuten kalt stellen.
5. Den gekühlten Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu den offenen Kanten hin 75 x 25 cm groß ausrollen. Teilenden zur Mitte hin Kante an Kante falten. Dann erneut zusammenklappen, sodass 4 Lagen entstehen („doppelte Tour“). Mit Mehl bestäuben, in Folie einwickeln, 30 Minuten kalt stellen.
6. Rezeptschritte 4 und 5 je einmal wiederholen, dabei den Teig zu den offenen Kanten hin ausrollen. Nach dem Zusammenklappen einwickeln, zwischen den Touren 30 Minuten kalt stellen. Nach der letzten Tour in Klarsichtfolie einwickeln und auf einem Brett über Nacht kalt stellen.
7. Teig für die Franzbrötchen zu den offenen Kanten hin auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 60 x 40 cm groß ausrollen.
8. Teigplatte mit Orangensaft bestreichen. Zucker und Zimt mischen und gleichmäßig auf den Teig streuen. Teig von der Längsseite her fest aufrollen. Rolle etwas flach drücken und in ca. 5 cm breite Stücke schneiden.
9. Teigstücke längs mittig mit einem bemehlten Kochlöffelstiel eindrücken, so dass sich die Seiten öffnen und hochbiegen. Mit den Händen die Seiten etwas flach drücken. Teilstücke mit Abstand auf mit Backpapier belegte Backbleche setzen. Abgedeckt bei Zimmertemperatur 30 Minuten gehen lassen.
10. Die Bleche nacheinander im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas 3, Umluft nicht empfehlenswert) auf der untersten Schiene 25-27 Minuten backen. Franzbrötchen auf den Blechen etwas abkühlen lassen und am besten warm servieren.