10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Auf das Wetter als Gute-Laune-Macher kann man sich diese Tage ja nicht so recht verlassen, aber ich habe ein paar andere Dinge, die mich beglücken:

  • Kinoglück: Gerade habe ich entdeckt, dass der Münchner Drehbuchautor und Regisseur Ralf Westhoff, dessen Filme „Shoppen“ und „Wir sind die Neuen“ ich einfach großartig finde, im Münchner Monopol Kino eine Filmreihe kuratiert: Beste Gute Filme nennt sich das, und soll Aufmerksamkeit auf tolle Filme lenken, die sonst vielleicht ein wenig untergehen/gegangen sind. Aber auch wer nicht in München wohnt, kann sich die Filmtipps als Newsletter schicken lassen oder auf der Website stöbern und die Filme anschließend online, auf DVD oder teilweise noch im Kino gucken. Die Filmreihe im Monopol läuft immer sonntags um 19.30 Uhr. Das kollidiert natürlich mit dem „Tatort“, aber ich hoffe, dass ich es trotzdem bald mal dort hin schaffe. Am 17.4. läuft „Whiplash“, am 24.4. vermutlich „The Lobster“.
  • Theaterrestaurant: Seit ein paar Monaten ist das Restaurant beim Münchner Volkstheater (vormals Volksgarten, dann Volksküche) neu bestückt: Es heißt jetzt Meschugge und wird von     den Betreibern des „Schmock“ geführt. Auf der Karte: eine Mischung aus israelischen, arabischen und internationalen Gerichten. Wir hatten unter anderem die israelisch-arabischen Vorspeisen mit Hummus, nein „Chummus“, Falafel und Tabbouleh (15 Euro) und waren sehr zufrieden. Nette Location, super netter Service.
  • Handgemachtes: Nach dem Meschugge ging es ein paar Schritte weiter, ins Volkstheater. Da las im Rahmen von Krimi im Foyer diese Woche Friedrich Ani, der coole Hund, aus seinem neuesten Tabor Süden-Roman, „Der einsame Engel“, und die Max Bronski Band ließ es krachen.
  • Vorfreude: Ich habe mich gerade ein wenig auf Kindle-Diät gesetzt, weil das unkontrollierte Auffüllen meines E-Readers die Kosten doch ein wenig in die Höhe getrieben hat. Jetzt leihe ich wieder aus der Stadtbibliothek – und genieße das schöne Gefühl, auf den Lesegenuss erst einmal ein wenig warten zu müssen, wenn ich ein neues Buch in meine Neuhausener-Filiale bestellt habe. Heute kann ich zum Beispiel „Amerikanische Gefühle“ von Susanne Heinrich abholen.
  • Nachfreude: Schön, wenn man in alten Notizbüchern liest und dabei kleine vergessene Schätze entdeckt. Sprüche und Gedanken, die ich mal notiert und jetzt wieder gemocht habe.
  • Kirschblüten: Immer noch, auch wenn sie jetzt bald wieder weggeweht sind: Wie herrlich ist diese kurze, intensive Blütenpracht!
  • Noch mehr Frühlingszeichen: Die Statuen im Nymphenburger Park sind wieder ausgepackt und in der Patisserie Lehmann (Holzstraße 22) haben sie endlich wieder die Eistheke rausgeholt (und befüllt).
  • Granatapfel und Rhabarber: Beides liebe ich und beides steckt in diesem Rezept von der I Quit Sugar- Website, das bestimmt bald in meiner Küche gebacken wird.
  • Beisammensein: Um sich in einer größeren Gruppe gut zu unterhalten, ist es im Augustiner Klosterwirt ein wenig zu laut, aber das Essen war gut, die Bedienung fix und das dortige Treffen unseres Dinnerclubs war trotzdem mal wieder ein wunderbarer Abend.
  • Wie lustig Wein macht: Das zeigt diese Fotoserie von Marcos Alberti mit Porträts nach null, einem Glas, zwei oder mehr Gläsern Wein. Großartig.

 

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Draußen sitzen: Taverne Kyklos

In letzter Zeit blieb die Küche oft kalt. Zum einen, weil wir an den warmen Tagen oft Salate gegessen haben, und zum anderen, weil es sich an den Abenden einfach so herrlich draußen sitzen ließ. Immer wieder gern beim „Griechen um die Ecke“, dem Kyklos in Neuhausen, der von sich behauptet, „die älteste griechische Taverne Münchens“ zu sein. Weiß nicht, ob das stimmt, ist auch egal. Auf jeden Fall machen Wirt Vassili und sein Team tolles Essen, und im Sommer sitzt man im Biergarten herrlich unter Kastanien und Rosensträuchern. Im Winter nur drinnen, aber das macht nichts, obwohl das Restaurant ein fensterloses Kellerlokal ist: Es wurde kürzlich renoviert, die weißen Wände und das schlichte Mobiliar sind einladend und wecken Urlaubserinnerungen. Einen Kamin gibt es auch. Aber das interessiert hier und jetzt natürlich niemanden. Jetzt wollen wir draußen sitzen, den Kies unter den Füßen knarzen hören, mit Freunden Geschichten erzählen und nach Hause gehen, wenn es noch hell ist (nicht „schon hell“).
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Kürzlich waren Mr. B und ich mit Freunden dort, die das Kyklos noch nicht kannten. Da waren wir vorher nervös, denn die zwei hatten erst ein paar Tage zuvor einen Katastrophen-Griechen besucht, von dem sie empört erzählten. Nicht, dass sie auch unseren Lieblingsgriechen verreißen… Aber die Geschichte ging gut aus, sehr gut sogar: Der Grieche gefiel – und Mr. B und ich wurden durch die Begleitung animiert, mal von unserer typischen Bestellroutine abzuweichen. Normalerweise gibt es immer „einmal-kalte-Vorspeisen-mit-Pita-Brot-und-den-Grillteller-für-eine-Person-aber-mit-zwei-Tellern“, dazu eine Flasche Wasser und einen halben Liter Hauswein – Standardzutaten für einen guten Abend.
Diesmal waren wir ein wenig abenteuerlustiger und konnten zudem noch ab und zu auf den Tellern der Freunde picken. Große Überraschung: Kalte Vorspeisen sind immer gut – aber die Artischockenherzen, die meine Freundin bestellt hatte, waren der Hammer! Sanft gegrillt, dazu ein Schuss Zitrone – der Stoff, aus dem Legenden sind. Ich machte mich über einen Gemüseteller her und Mr. B verputzte eine Fischplatte.
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Fazit: Man nehme einen lauen Sommerabend, richte ihn in einem griechischen Biergarten an und serviere ihn mit jeder Menge guter griechischer Küche. Wenn es dann zum Abschluss noch griechischen Joghurt mit Walnüssen und Honig gibt, bleiben keine Wünsche offen. Καλι νυχτα! (kali nichta, gute Nacht).

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TAVERNE KYKLOS
www.taverne-kyklos.de
Wilderich-Lang-Straße 10
München – Neuhausen
Öffnungszeiten: Mo-Fr 11.30-14.30 Uhr und 16-24 Uhr; Sa 16-24 Uhr; So/Feiertag 11.30-24 Uhr

Sommer am See: Deininger Weiher

„Ist doch wie am Gardasee hier, oder?“, sagt der Kellner. Hmmm, vielleicht nicht ganz. Der Deininger Weiher, ca. 20 Kilometer südlich von München, ist doch um einiges kleiner und sehr viel brauner als sein großer Bruder südlich der Alpen – aber was das Flair angeht, hat der Kollege durchaus Recht. Zumindest, wenn man wie wir im Restaurant Waldhaus Deininger Weiher sitzt, unter dem Sonnenschirm aufs Wasser blinzelt, ein bisschen Dolce far niente betreibt und gute „Alpenländische Küche“ isst. Da gibt es dann zum Beispiel so feine Sachen wie Pustertaler Speckknödel mit Pfifferlingsbutter oder Linguine mit Spargel und Kirschtomatenragout. Und zum Abschluss vielleicht ein Hollunderkücherl mit Beerenragout und Vanilleeis. Das Leben ist gut.
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Der Kellner, den ich eingangs zitierte, hat übrigens früher in einem meiner Lieblingsrestaurants, dem La Bruschetta, in München gearbeitet, das ich erst kürzlich hier empfohlen hatte. Da ist er einmal an meinem Geburtstag nur knapp einem Blitzschlag entgangen, puh… Auf jeden Fall weiß ich jetzt gar nicht mehr, ob meine La Bruschetta-Empfehlung noch stimmt, denn der bisherige Pächter des Bruschetta, die Familie Tschurtschenthaler, unter der es dort sensationelle Südtiroler Küche gab, hat das Restaurant abgegeben. Dafür sind sie nun hier, am See. Auch schön – nur leider nicht mehr bei mir um die Ecke.
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Und im Bruschetta muss ich wohl auch mal wieder zum Testen vorbeischauen…

WALDHAUS DEININGER WEIHER
www.waldhaus-deiningerweiher.de
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82064 Straßlach-Dingharting
Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 24 Uhr (warme Küche von 11.30 Uhr bis 21 Uhr)
Für Veranstaltungen (Geburtstage, Hochzeiten) gibt es einen separaten Bereich.
Außerdem: Es gibt auch ein paar Gästezimmer – falls man nach dem Essen dann doch nicht mehr heimfahren will…

Der Deininger Weiher ist ein gemütlicher kleiner Badesee, beliebt bei Familien mit Kindern, weil das Wasser nicht so tief und (relativ) warm ist.

Fernweh-Freitag: Hip, hipper, Cape Town

Eigentlich wollte ich heute ja endlich wieder mit dem „regulären“ Fernweh-Freitag und News und Kuriositäten aus aller Welt einsteigen, aber da ich für die Recherche gerade keine Zeit habe, und bevor ich gar nichts poste, greife ich lieber noch einmal schnell in meine virtuelle Kapstadt-Fotokiste und schwelge noch ein bisschen.
Vom Frühstück bei Clarke’s zum Beispiel. Ein schon ziemlich lange ziemlich angesagter Laden in der Bree Street (Innenstadt).
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Mr. Bs Freund Thane hatte uns hierher bestellt – und auf seine Tipps ist eigentlich immer Verlass. So auch diesmal. Das Frühstück gibt es den ganzen Tag (wir hatten Hash Eggs, Grilled Cheese Sandwich und ein Granola-Müsli), es ist köstlich, und außerdem hat man trotz der kargen Einrichtung viel zu sehen. Das Publikum ist jung und hip, man trägt Tattoo und Schnauzbart (die Männer), flatternde Vintage-Kleidchen und Blogger-Dutt (die Frauen), und an der Bar, wo zwei (bestimmt irre kreative) Menschen in ihre Macbooks starren, ist eine kleine Plakette angebracht, auf der (ja, auf deutsch) „Stammtisch“ steht. Jägermeister servieren sie hier übrigens auch. Und wie cool sind denn bitte diese old school-Glühbirnen an Kordeln?! Einziger Wermutstropfen: Das legendäre handgemachte Eis von der Creamery war leider gerade aus, zumindest die Sorte Caramel Seasalt, die ich so gern probieren hätte. 
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Und nach diesen Bildern habe ich natürlich wieder Hunger. Na toll!

CLARKE’S BAR AND DINING ROOM
Bree Street 133, Kapstadt
Öffnungszeiten: Montag 7-18 Uhr, Dienstag-Freitag 7 Uhr bis „spät“, Samstag 8 Uhr bis „spät“, Sonntag 8-15 Uhr
clarkesdining.co.za

Gastroguide München: Ein afrikanischer Abend im „Savanna“

Bald ist hier endlich Schluss mit den Vorankündigungen, morgen geht es los nach Kapstadt. Südafrikanisches Essen habe ich jedoch schon letzte Woche genossen, als ich mit Freunden im Savanna war. Dort gibt es nicht nur südafrikanische Weine und Biere (und Savanna Cider), sondern auch wirklich tolles Essen, vor allem frisch gegrilltes (Braai, also Grillen, lieben die Südafrikaner ja sehr). Und einen netten Wirt, der wie Mr. B echter Südafrikaner ist. Wir haben uns quer (oder längs?) durch die Karte gefuttert, gut beraten von einem sehr aufmerksamen und freundlichen Kellner. Nur das Biltong (Dörrfleisch) war leider gerade aus, aber dann kommen wir eben mal wieder vorbei. Wir müssen ja auch noch die Desserts testen, denn für die waren wir diesmal leider zu satt.
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Es gab zum Beispiel perfekt zubereitetes Fleisch (u.a. Krokodil, Rind, Zebra), Springbok Burger und ein ziemlich feines Bobotie (eine Art südafrikanisches Moussaka, süß und herzhaft). Und hinterher lecker-tückischen Amarula-Likör. Fazit: Lekker! Lohnt sich!
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SAVANNA
Maistraße 63
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 17 bis 1 Uhr
www.savanna-munich.com

Best of Bayern: Eine Wanderung zur Elmauer Alm

Rein wettermäßig wird dieser Montag seinem Ruf gerecht: Es regnet, es ist grau, die Laune mies. Vielleicht hilft es, ein wenig ans Wochenende zurückzudenken? Da war es noch schön. Und ich war unterwegs: Als Nordlicht (gebürtige Hamburgerin) bin ich immer mal wieder überrascht, wie postkartenidyllig es hier in Bayern ist. Versteht mich nicht falsch: Ich mag das! Auch an diesem Wochenende bei einem Auflsug in die Berge wurde ich wieder daran erinnert, warum so viele Touristen hierher kommen: Es ist einfach, hach!, schön hier. Meine liebe Freundin Verena hatte eine Tour für uns beide herausgesucht, ein einfacher Rundweg zur Elmauer Alm, gefunden im praktischen Büchlein Die schönsten Wanderungen mit dem Bayern-Ticket. Selbiges hatten wir dann auch erworben, und gondelten am Samstag Vormittag vom Münchner Hauptbahnhof aus los. Weil unterwegs Schienenersatzverkehr herrschte, dauerte das etwas länger als geplant, aber wir hatten ja Proviant dabei und uns auch viel zu erzählen, so dass es nicht langweilig wurde.
In Klais ging es dann los mit dem Wandern, und dort kamen wir nach ein paar Stunden auch wieder an – gerade rechtzeitig, um erneut in den Schienersatzverkehr-Bus zu hüpfen. Unterwegs gabs Bayern pur: Blumenverhangene Balkone (wie machen die das nur?!), saftige Almwiesen, (mehr oder weniger) blauen Himmel, mächtige Berge und leckeres Essen. Zwischendurch auch ein wenig Sightseeing: Wir passierten das Nobel-Hotel Kranzbach und das legendäre 5 Sterne-Hotel Schloss Elmau. Fazit: Schee war’s! Hier sind ein paar Bilder:
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Start und Ziel der Rundtour: Das Städtchen Klais, etwa 20 Minuten von Garmisch-Partenkirchen entfernt (mit dem Auto)
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Augenweide
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Bei der kleinen Kapelle bitte links ab
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Auf historischem Grund: Für ein paar Meter wandern wir auf einer alten Römerstraße
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Erste Rast mit Blick aufs Kranzbach
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Nochmal das Kranzbach. Warum es so unbayerisch aussieht? Eine englische Aristokratin ließ sich das Schmuckstück 1913 errichten, ursprünglich als Gästehaus. Dann kam der Erste Weltkrieg und die Pläne wurden durchkreuzt. Später war es lange Zeit eine Freizeitstätte der evangelischen Kirche, schließlich nach vierjährigem Umbau 2007 als Hotel eröffnet.
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Und so sieht es von vorne aus
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Traumkulisse
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In dieser Umgebung hat das Kranzbach auch einige Bienenkörbe stehen. Der Honig ist bestimmt fantastisch!
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Gleich geschafft!
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Versteckt hinter den poppigen Schirmen: Unser Ziel, die kleine, aber feine Elmauer Alm auf 1203 Metern Höhe, 1924 als Almwirtschaft gebaut, seit etwa zwei Jahren von Schloss Elmau betrieben
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Von den Terrassen kann man (bei klarem Wetter) die Zugspitze sehen, außerdem Alpspitze, Dreitorspitze, Wetterstein- und Karwendelgebirge
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Die herzhaften Sachen haben wir nicht probiert, weil wir ja unterwegs gepicknickt hatten – sahen bei anderen Gästen aber sehr lecker aus
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Die Kuchen (Zwetschgendatschi und Johannisbeerstreusel) waren auf jeden Fall fein
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Auf dem Rückweg kamen wir dann noch bei Schloss Elmau vorbei
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Imposant – hier noch einmal etwas aus der Nähe.

Fazit: Ein kleine, feine Wanderung (reine Gehzeit 3 1/4 Stunden) durch schöne Kulisse, und bis auf das letzte Stück zur Alm ist es auch nicht anstrengend. Wer sich den ersten Schlenker über die Römerstraße schenken will und nicht so viel Zeit hat, kann mit dem Auto auf dem Wanderparkplatz in der Nähe vom Kranzbach parken. Festes Schuhwerk mitnehmen!

ELMAUER ALM
Elmau 10
82494 Krün
Öffnungszeiten: Mai – Juni – Juli: Montag und Dienstag Ruhetag; August – September – Oktober: Montag Ruhetag.
Von 10.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
Bei unsicheren Wetterverhältnissen vorab erkundigen, ob geöffnet ist!
Betriebsferien: 31.10.2013 – 20.12.2013

Kalter Kaffee, heiß geliebt

„Du musst unbedingt Crema di Caffè probieren!“ Das war so ziemlich das Einzige, was meine Freundin Verena nach ihrem Italien-Urlaub erzählte. „Crema di caffè, wirklich.“  Ahja. Schön. Nach einer Internet-Recherche war ich schlauer: Crema di Caffè fredda ist ein Dessert, das sich als Kaffeegetränk tarnt: Espresso, Zucker und Sahne eiskalt verrührt. Eine Art Frappuccino, Kaffee-Milchshake, nur viel besser. Klingt göttlich, aber wo bekomme ich das jetzt her? Einen Italien-Urlaub habe ich so bald nicht geplant, aber neugierig war ich doch. Dann machte sich Verena schlau und erfuhr, dass es diese Kaffee-Droge auch in München gibt, „in diesem Laden in der Schulstraße“. Super, ganz bei mir in der Nähe. Das Café mit dem etwas sperrigen Namen Kaffee – Espresso & Barista (in der Schlörstraße, Ecke Schulstraße) bietet es an. Die Herrschaften dort sind echte Kaffee-Spezialisten und haben nicht nur Barista-Kurse im Programm, sondern reparieren und verkaufen auch Kaffeemaschinen (und zwar nicht irgendwelche, sondern richtig tolle Teile).
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Gestern Nachmittag war ich dort, und wurde erstmal enttäuscht: Ja, haben wir, aaaaber – der ist gerade aus… Und ist das Gerät einmal leer, dauert es 3-4 Stunden, bis eine neue Füllung die richtige Konsistenz hat und fertig ist. Verdammt. Und nun?
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Links im Bild: Der Crema di Caffè-Zaubermixer, das Gerät daneben wird gelentlich für eine Mango-Mischung verwendet.
Ich hatte Glück: Eine Restportion der Crema (die hier als „geeister Cappuccino“ oder so bezeichnet wird) konnte noch herausgepresst werden, und die bekam ich dann sogar umsonst. Und, was soll ich sagen: Ihr müsst unbedingt Crema di Caffè probieren. Crema di Caffè, wirklich! Meine Probierportion war eine herrlich sämige Soße, the best of both worlds, Kaffee und Eis. Wie Frappuccino, nur cremiger, italienischer, besser. So sah das dann aus:
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Rechts im Bild: ein feiner Johannisbeerstreuselkuchen.
Fazit: Ich glaube, ich muss  nochmal wiederkommen, um mir eine richtige, große Portion einzuverleiben. Und bis dahin überlege ich mir, kalte Kaffee-Spezialitäten selbst zu machen:

KAFFEE – ESPRESSO & BARISTA
Schlörstraße 11 (Ecke Schulstraße)
Öffnungszeiten: Mo-Fr 7 bis 19 Uhr, Sa 8.30-18 Uhr