Sonntagsbäckerei: So eine Art Bananenbrot

Huch! Da wurde aus einer kurzen Sommerpause doch tatsächlich eine fast dreimonatige Auszeit. Viel Arbeit und ein wenig Ratlosigkeit, was ich hier eigentlich mache, was ich eigentlich will mit diesem Blog, waren wohl die Gründe dafür. So ganz weiß ich immer noch nicht, wie „Frau Lehmann“ in Zukunft aussehen soll, aber irgendwie will ich doch, dass es weitergeht. Außerdem schrieb mir eine Leserin, dass ich vermisst werde. Das tat gut.
Aber bevor dieser Post gar nicht fertig wird, weil ich ihn immer wieder umschreibe und lösche, halte ich ihn lieber kurz und komme endlich zum Rezept, das den heutigen Aufmacher bildet: Ein Rezept aus dem sehr schönen und umfangreichen I Quit Sugar. Simplicious von Sarah Wilson, das ich Anfang des Jahres aus dem Urlaub in Australien mitgebracht hatte. Mal wieder ein Bananenbrot (hier und hier habe ich bereits welches gemacht), diesmal ein zuckerfreies. Wir hatten mal wieder zwei schrumpelige Bananen übrig, die ich nicht wegwerfen wollte, und genau so viele braucht man für dieses Rezept. Außerdem mit drin: Pastinaken. Ein schönes Wintergemüse, das ich viel zu selten esse. Den Rest gab’s anschließend als Püree.
Und das Bananenbrot? Lecker, bananig, wenig süß, aber ein bisschen feucht, auch nach verlängerter Backzeit. Vielleicht hilft es, während des Backens mit einem Spieß ein paar Löcher hineinzustechen, damit die Flüssigkeit entweichen kann. Das würde ich beim nächsten Mal ausprobieren. Aber wenn man es scheibenweise auftoastet, geht es auch so.

EINE ART BANANENBROT
Not quite banana bread 
Quelle: Sarah Wilson: I Quit Sugar. Simplicious
Zutaten:
2 große, sehr reife Bananen
150 g geraspelte Pastinaken
4 Eier
75 g Kokosnussöl
3 EL Kokosmilch
1 1/2 TL Zimt, gemahlen
1/2 TL Ingwer, gemahlen
1/2 TL Muskat, gemahlen
1/2 TL Piment, gemahlen
1/2 TL Vanille, gemahlen (gibt’s z.B. im Bioladen)
3 TL Chia-Samen, eingerührt in 250 ml Wasser, 10 Minuten stehenlassen
55 g Kokosmehl (ich habe Kokosraspel genommen)
4 EL Buchweizen- oder Quinoa-Mehl
1 1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine kleine Kastenform einfetten und mit Backpapier auslegen. (Sarah Wilson verwendet eine 23 x 13 cm große, meine ist nur 21 x 13 cm, daher habe ich noch zwei kleine Muffins extra gemacht. Beim nächsten Mal würde ich aber evtl. die nächstgrößere, 30 x 13 cm nehmen, so dass das Brot nicht ganz so hoch ist aber vielleicht besser durchbackt.)
Die Bananen, Pastinaken-Raspel, Eier, Kokosöl, Kokosmilch und Gewürze in einer Küchenmaschine zu einer weichen Masse pürieren. Anschließend die Chia-Pampe hinzufügen und kurz untermixen. Dann alles in eine Schüssel umfüllen und schnell Mehl, Backpulver und Salz unterheben. In die Kastenform geben und 1 Stunde backen. Evtl. nach 45 Minuten mit Backpapier abdecken, falls das Bananenbrot zu schnell braun wird. Mit einem Holzspieß kontrollieren, ob es durch ist. (Wie gesagt, ich würde evtl. zwischen durch das Brot anpieksen, damit die Flüssigkeit entweichen kann). Aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.
Im Kühlschrank aufbewahren oder scheibenweise einfrieren.
Anmerkung: Wer mag, dekoriert das Brot vor dem Backen mit Pastinakenscheiben. Sarah Wilson nimmt außerdem „Activated Groaties“ zum Verzieren, also Buchweizen-Körner, über Nacht eingeweicht und anschließend im Ofen bei 50 Grad ca. 8 Stunden getrocknet.

 

Sonntagsbäckerei: Buchweizen-Süßkartoffelbrot

Zwei Dinge habe ich beim Backen dieses Brotes aus Sarah Wilsons Buch „I Quit Sugar: Simplicious“ gelernt: Erstens: Ich sollte mich mehr auf meinen Kücheninstinkt als auf ein Internet-Wörterbuch verlassen. Das Wörterbuch spuckte mir für die „buckwheat groats“, die Sarah Wilson verwendet, „Buchweizengrütze“ als Übersetzung aus. Diese feinen Flocken waren erstens schwer zu bekommen und zweitens, nunja, fein. Ich dachte mir noch, dass die normalen Buchweizen(Körner), die ich sowieso im Haus hatte, vielleicht besser wären, habe die Grütze dann aber trotzdem verwendet und mich gewundert, dass der Teig so flüssig war – und blieb. Auch nach zwei Stunden im Ofen wollte und wollte daraus kein Brot werden. Ergo: Es waren doch die normalen Buchweizenkörner gemeint. Hmpf. Ich musste also ein zweites Mal ran. Dann klappte es aber.
Zweitens habe ich beim Backen dieses Brotes gelernt, dass es so etwas wie FODMAP gibt. Die Abkürzung steht für „fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols“, was (laut Wikipedia) für vergärbare Mehrfach-, Zweifach- und Einfachzucker sowie mehrwertige Alkohole steht – und der Grund dafür sein könnte, dass man auf Gluten mit Unverträglichkeit reagiert, obwohl man nicht unter Zöliakie oder Weizenallergie leidet.
Dieses Rezept nimmt auf FODMAP-Empfindliche (FODMAPs?) Rücksicht und ist auch für Veganer, Menschen mit Zöliakie und Nussallergie geeignet. Sarah Wilson nennt es daher „My allergy-free bread“. Es ist dank Zwiebel und Süßkartoffel schön herzhaft und saftig – es fehlt nur, wie bei allen nicht „richtigen“ Broten, die knusprige Kruste. Ich glaube, ich muss dringend mal wieder ein Sauerteigbrot backen!

BUCHWEIZEN-SÜSSKARTOFFELBROT
My allergy-free bread
Quelle: Sarah Wilson: I Quit Sugar: Simplicious
Für 1 Laib Brot
Zutaten:
350 g Buchweizen
4 TL Chia-Samen
1 1/2 TL glutenfreies Backpulver
150 g Süßkartoffel, geraspelt
50 g Kokosnussöl
1 Zwiebel, gehackt (für FODMAPS: 2 TL Frühlingszwiebeln plus 75 g extra Süßkartoffel)
1 TL Salz
4 TL Sonnenblumenkerne
Zubereitung:
Die Buchweizenkörner in ein Sieb geben und gut abspülen. Dann in eine Schüssel geben, mit reichlich Wasser bedecken und mindestens vier Stunden (besser: über Nacht) einweichen lassen.
Den Ofen auf 160 Grad vorheizen, eine Kastenform mit Backpapier auslegen. (Anmerkung: Sarah Wilson verwendet eine 23 x 13 cm große Form – das ist etwas größer als unsere kleine Kastenform, daher habe ich lieber eine große verwendet.) Die Chia-Samen mit 250 ml in ein großes Marmeladen- oder Joghurtglas geben. Den Deckel draufgeben und alle paar Minuten schütteln, bis sich nach etwa 10 Minuten oder mehr ein Chia-Gel gebildet hat.
Den Buchweizen in einem Sieb gut abspülen und abtropfen lassen. Mit dem Chia-Gel, Backpulver, Süßkartoffel, Kokosöl, Zwiebel und Salz in einer Schüssel mischen. Anschließend portionsweise in eine Küchenmaschine geben und zu einer festen Paste zerkleinern. (Anmerkung: Wer eine so große Küchenmaschine hat, dass alle Zutaten auf einmal hineinpassen, muss sie natürlich nicht vorher in einer Schüssel mischen.) In die Kastenform füllen, die Oberfläche glattstreichen und mit Sonnenblumenkernen bestreuen. Eine Stunde backen (besser mehr: ich habe noch zwanzig Minuten draufgegeben, weil doch sehr viel Flüssigkeit im Teig ist), dann Garprobe machen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Dann aus der Form nehmen und komplett auskühlen lassen, bevor man das Brot in ca. 1 cm dicke Stücke schneidet. Es soll sich im Kühlschrank 4-5 Tage halten. Man kann es auch in Scheiben geschnitten einfrieren, dann am besten immer ein kleines Stück Butterbrotpapier zwischen die Scheiben legen.

BUchweizen-Süßkartoffel3

Sonntagsbäckerei: Life-changing Bread

Ich bin late to the party, wie man so schön neudeutsch sagt. Der „Life-changing loaf of bread“ von Gesund-Bloggerin Sarah Britton ist schon einmal quer durchs Internet getobt, war eine absolute Klick-Sensation. Aber nachdem mir nun auch noch ein Bekannter IRL vorgeschwärmt hat, wie großartig dieses mehlfreie Brot schmeckt und mir das übersetzte Rezept dazu geschickt hat, musste ich es doch auch noch mal selbst ausprobieren. Sarah Britton, bekannt geworden durch ihren Blog My New Roots und besagtes Brot, hat übrigens auch ein Kochbuch herausgebracht, das auch auf deutsch erhältlich ist (und heißt wie ihr Blog). Life-changing oder zumindest (für manche) lebensverbessernd ist ihr LCB wohl vor allem deswegen, weil es schnell zusammengerührt ist, ohne Mehl auskommt und dafür vollgepackt ist mit gesundem Zeug wie Sonnenblumenkernen, Nüssen, Chia-Samen etc. Wer mag, kann es auch in einer glutenfreien Variante herstellen. Es ist zwar eher ein Müsli in Scheiben als ein Brot (also ohne knusprige Kruste), aber lecker ist es auf jeden Fall .

LIFE-CHANGING LOAF OF BREAD
Quelle: Sarah Britton, My New Roots
für eine kleine Kastenform
Zutaten:
135 g Sonnenblumenkerne
90 g Leinsamen
65 g Haselnüsse oder Mandeln
145 g Haferflocken (alternativ, d.h. glutenfrei: Hirseflocken)
2 EL Chia-Samen
4 EL Flohsamenschalen (Bioladen)
1 TL feinkörniges Meersalz
1 EL Ahornsirup (alternativ 2 EL Reissirup)
3 EL Kokosöl
350 ml Wasser
Zubereitung:
Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Alle feuchten Zutaten (Ahornsirup, Kokosöl und Wasser) in einer separaten Schüssel vermische (eventuell muss man das Kokosöl dafür erst flüssig machen, denn bei Zimmertemperatur und drunter hat es eine feste Konsistenz). Dann die flüssigen Zutaten nach und nach über die trockenen geben und alles so lange verrühren, bis alles gut vermischt ist. Falls der Teig zu dickflüssig ist, noch ein bis zwei Teelöffel Wasser unterrühren. Den Brotteig glatt in eine kleine Kastenform streichen und mindestens zwei Stunden – besser über Nacht – bei Zimmertemperatur stehenlassen. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen, das Brot zunächst für 20 Minuten in der Form backen. Dann aus dem Ofen nehmen, das Brot aus der Kastenform lösen und es mit der Oberseite nach unten direkt auf das Ofengitter legen. Weitere 30-40 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn es beim darauf Klopfen hohl klingt. Vor dem Schneiden vollständig abkühlen lassen. Luftdicht verpackt hält das Brot bis zu fünf Tage.

Sonntagsbäckerei: Polentakuchen mit Pflaumen

Dieses Rezept ist adaptiert aus dem schönen neuen Kochbuch „Krautkopf. Vegetarisch kochen und genießen“, das von den Betreibern des gleichnamigen Blogs stammt, Susann Probst und Yannic Schon. Die beiden sind Fotografen, und das Buch ist wirklich ein Augenschmaus. Ich hatte es mir zum Geburtstag gewünscht und – danke, Mama! – auch bekommen. Erstmals gestolpert bin ich über Krautkopf, als vor einer Weile (ich weiß leider nicht mehr wo), ihre sensationell aussehende Mediterrane Tarte mit Polentaboden verlinkt war. Die muss ich unbedingt mal nachbacken! Allein das Wort Polenta löst bei mir schon einen Wohlfühlreflex aus. Es erinnert mich an Porridge und andere breiartige Comfort Foods,  warm, weich, sämig. Darum war ich sehr happy, als ich auch im Krautkopf-Kochbuch ein Rezept mit dieser Zutat fand. You had me at polenta. Im Teig überwiegen zwar eigentlich die gemahlenen Mandeln im Verhältnis zur Polenta, aber das stört ja nicht. Das vegetarische Kochbuch ist in vier Jahreszeiten-Rubriken unterteilt, und dieses Rezept steht unter „Winter“. Darum kommen dort auch keine frischen Pflaumen, sondern eingelegte Trockenpflaumen und würziger Pflaumensirup zum Einsatz. Der Kuchen wird als Tarte Tatin, also „verkehrt herum“ gebacken, mit den Trockenpflaumen als Boden und anschließend gestürzt. Aber ich hatte Lust auf frische Pflaumen bzw. Zwetschgen und habe sie obendrauf gepackt, ähnlich wie beim Reiskuchen mit Zwetschgen vom letzten Jahr. Und siehe da, es funktioniert auch „richtig“ herum“ ganz wunderbar. Sehr lecker, ich habe mir noch einen Klecks Schmand obendrauf gegönnt.

POLENTAKUCHEN MIT PFLAUMEN
Quelle: Susann Probst & Yannic Schon: Krautkopf. Vegetarisch kochen und genießen (Hölzer Verlag)
für eine Springform von 20 cm Durchmesser
Zutaten:
Belag:
ca. 7 große Zwetschgen*
Für den Teig:
2 Eier (Größe M)
1 Msp Meersalz
100 g weiche Pflanzenmargarine
75 g Kokosblütenzucker (ich habe stattdessen Vollrohrzucker genommen)
100 g Instant-Polenta
150 g gemahlene Mandeln
1 TL Weinstein-Backpulver
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen (Umluft 160 Grad ohne Vorheizen). Den Rand einer Springform (20 cm Durchmesser) fetten und den Boden der Form mit Backpapier auslegen. Für den Teig die Eier trennen und die Eiweiße mit Salz steif schlagen. Die Margarine mit dem Kokosblütenzucker schaumig schlagen. Die Eigelbe hinzufügen und gründlich unterrühren. Die Polenta mit den gemahlenen Mandeln und dem Backpulver mischen, dazugeben und gut einrühren. Zum Schluss vorsichtig den Eischnee unterheben. Den Teig auf dem Boden der Springform glatt streichen. Die Zwetschen waschen, längs halbieren und in Streifen schneiden. Auf dem Teig drapieren. Den Kuchen insgesamt ca. 50 Minuten backen, dabei nach 20 Minuten die Temperatur auf 150 Grad (Umluft 135 Grad) reduzieren. Garprobe mit einem Holzstab machen. Den fertigen Kuchen herausnehmen und in derForm abkühlen lassen.

*Wenn man Trockenpflaumen verwenden möchte, dann benötigt man: 250 g getrocknete Pflaumen, entsteint. 250 ml Pflaumensaft, 1 Vanilleschote, 2 EL Honig, 1/4 TL gemahlener Zimt, 10 grüne Kardamomkapseln.
Am Vortag die getrockneten Pflaumen in Pflaumensaft legen und mindestens 12 Stunden einweichen. Am nächsten Tag die Pflaumen durch ein Sieb abgießen, dabei den Saft auffangen. Die Vanilleschote längs aufschlitzen, das Mark herauskratzen und mit der Schote, Honig Zimt und Kardamomkapseln zum Pflaumensaft geben. Den Saft aufkochen und ca. 10 Minuten offen bei hoher Temperatur zu Sirup einkochen lassen. Vanilleschote und Kardamomkapseln entfernen. Dann wie oben vorgehen, aber nicht den Teig in die Backform streichen, sondern die Pflaumen auf dem Boden der Backform verteilen und mit dem Sirup übergießen. Darauf den Teig einfüllen und glatt streichen. Backen wie oben beschrieben, aber etwa 10 Minuten länger (also 60 Minuten insgesamt).

Buchweizen-Hirse-Brot

Ich sitze hier mit vollem Mund und bin total begeistert: Dieses Brot ist klasse! Saftig, weich und aromatisch. Außerdem glutenfrei. Das Rezept stammt von Amy Chaplin, vegetarische Köchin, Ernährungsberaterin und Autorin von „At Home in the Whole Food Kitchen“. Die gebürtige Australierin lebt mittlerweile in New York und berät dort u.a. Promis wie Natalie Portman und Liv Tyler. Wenn alle ihre Rezepte so gut sind wie dieses, dann verstehe ich sofort, warum sie so beliebt ist. Allerdings glich meine Küche nach dem Backen erstmal einem Schlachtfeld (vielleicht wird es beim nächsten Mal einfacher?), und meine kleine, treue Tchibo-Küchenmaschine war dem Teig nicht gewachsen. Also musste der Nutribullet ran. Der schaffte es aber schließlich, Buchweizen, Hirse und Haferflocken klein zu kriegen.
Unverzichtbar zum Backen sind neben einer starken Küchenmaschine auch die Flohsamenschalen, selbst wenn die Menge so gering scheint. Mit Wasser vermengt, wird daraus eine dicke Glibbermasse, die das Ganze zusammenhält. Man bekommt Flohsamenschalen im Bioladen oder Reformhaus. Und Achtung: Buchweizen und Hirse müssen 10-12 Stunden einweichen – also kein Rezept für „mal schnell“ eben.

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BUCHWEIZEN-HIRSE-BROT
gluten free millet buckwheat bread
Quelle: Amy Chaplin (Anmerkung: ich habe die doppelte Menge ihres Rezeptes gemacht)
Zutaten:
150 g Buchweizen
180 g Hirse
40 g Flohsamenschalen (aus dem Reformhaus/Bioladen)
550 ml Wasser
250 g Haferflocken, in zwei Portionen aufgeteilt
1 Päckchen Backpulver
2 TL Salz
4 EL Oliven- oder Kokosnussöl
2 TL Leinsamen
2 TL Chiasamen
2 TL Sesam (geschält)
2 TL Sonnenblumenkerne
Zubereitung:
Buchweizen und Hirse in einer großen Schüssel mischen. Mit Wasser bedecken, so dass ca. 3 cm übersteht. 10 bis 12 Stunden einweichen.
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Stück Backpapier mit etwas Öl einpinseln und eine Kastenform (30 cm Kantenlänge) damit auslegen. Die Flohsamenschalen mit den 550 ml Wasser bedecken, verrühren und beiseite stellen. Buchweizen und Hirse durch ein Sieb abgießen, noch einmal gut abspülen und abtropfen lassen. Mit der Hälfte der Haferflocken, Backpulver, Salz und Öl in eine Küchenmaschine geben. (Anmerkung: Wer eine nicht so starke Maschine hat, am besten portionsweise vorgehen und die Flohsamenschalen-Masse erst später mit den Knethaken des Mixers untermischen). Die Flohsamenschalen dazugeben und alles zu einem glatten, klebrigen Teig verarbeiten. Dann die restlichen Haferflocken untermischen (z.B. in einer Rührschüssel mit den Knethaken des Mixers), bis sie gerade so untergemischt sind. In die vorbereitete Kastenform geben und glattstreichen. Die Körner vermischen und den Teig damit bestreuen.
In den Ofen schieben und 40 Minuten backen, dann rausnehmen und nochmals an den selben Stellen einschneiden (wichtig, damit die Luft aus dem Teig entweichen und er richtig durchgaren kann). Wieder in den Ofen und erneut 60-70 Minuten backen. Garprobe machen. Aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen, dann erst schneiden.
Das Brot soll sich, gut verpackt, bei Zimmertemperatur ca. 4 Tage, im Kühlschrank etwa eine Woche halten. Scheibenweise einfrieren (und dann bei Bedarf auftoasten) ist auch möglich.

Sonntagsbäckerei: Süßkartoffel-Brownies

Am 10. (so steht es auf der Verlags-Website) oder 11. August (so steht es in der Pressemitteilung) erscheint „Deliciously Ella“, das vegane Kochbuch von Ella Woodward, nun auch auf deutsch. Mit dem Untertitel „Genial gesundes Essen für ein glückliches Leben“ kommt es auf im Berlin Verlag heraus. Ich habe es hier ja bereits kurz vorgestellt – und hier bereits ein Rezept daraus ausprobiert. In England ist es das erfolgreichste Kochbuch des Jahres, und es hat auch die New York Times Bestseller-Liste gestürmt. Ich bin gespannt, wie es in Deutschland ankommt. Und wie es übersetzt ist. Beim ersten Reinlesen in die englische Ausgabe bin ich ein wenig über die große Anzahl an Wiederholungen des Wortes „goodness“ gestolpert. Ob Obst, Gemüse oder rohes Kakaopulver – alles voller „goodness“. Stimmt ja auch, ist aber wenig präzise. Vitamine, Antioxidantien – oder was genau macht denn nun besagte „goodness“ aus? Aber egal. Ich mag Ellas Rezepte und ihre Begeisterungsfähigkeit, ihre Freude an veganem Essen, die man auch beim Lesen ihres Blogs spürt. Und auch dieses Rezept hat mich mit dem Goodness-Overkill wieder voll und ganz versöhnt: Saftige, süße Brownies (mit Datteln und Ahornsirup nicht fruktosefrei, aber lecker). Ich habe noch ein paar Walnüsse hinzugefügt, die kann man aber auch einfach weglassen.

SÜSSKARTOFFEL-BROWNIES
Sweet Potato Brownies
Quelle: Ella Woodward: Deliciously Ella. Awesome ingredients and incredible food that your body will love
für 10-12 Brownies
Zutaten:
2 mittelgroße Süßkartoffeln (600 g)
14 saftige Datteln (Ella empfiehlt die Sorte Medjool), ohne Stein
80 g gemahlene Mandeln
100 g Buchweizenmehl
4 EL Kakaopulver, roh (wenn man normales zuckerfreies Kakaopulver verwendet, evtl. die Menge erhöhen, es ist nicht ganz so geschmacksintensiv wie das rohe)
3 EL Ahornsirup
1 Prise Salz
nach Belieben: 2 Handvoll Walnüsse, grob gehackt
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in einem Dampfgarer (oder mit ganz wenig Wasser im Topf) etwa 20 Minuten dämpfen, bis sie sehr weich sind. Dann zusammen mit den Datteln in eine Küchenmaschine (elektrischer Zerhacker) geben und pürieren, bis man einen cremigen, glatten Brei hat. Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben. Dann den Süßkartoffel-Dattel-Brei hinzugeben, gut mixen. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte rechteckige Form (bei mir: 21 x 24 cm Kantenlänge) geben und 20-30 Minuten backen. Garprobe: Wenn kein Teig mehr an einer hineingepiksten Gabel oder einem Holzspieß kleben bleibt rausnehmen. Mindestens 10 Minuten auskühlen lassen, damit sich alles setzen kann und die Brownies beim Anschneiden nicht auseinander fallen.

Anmerkung: Brownies backe ich ziemlich oft, stelle ich gerade fest: Zum Beispiel die von Donna Hay (mit Zucker), die von Sarah Wilson (ohne Zucker, dafür mit Zucchini im Teig), die aus dem Hemsley + Hemsley-Kochbuch „The Art of Eating Well“ (mit schwarzen Bohnen) oder die von Cynthia Barcomi mit Himbeeren und Frischkäse.

Sonntagsbäckerei: Quinoa-Brot

Dieses Rezept habe ich schon einmal gepostet, aber damals hatte ich das Brot nicht als Brot, sondern als Muffins gemacht. Jetzt habe ich es noch einmal gebacken, und bin erneut begeistert davon, darum also jetzt hier noch einmal in dieser Form. Ein sehr saftiges, leckeres Brot. Dass es zudem glutenfrei und vegan ist, schadet natürlich auch nicht. Das Rezept stammt vom Londoner Gesund-Caterer The Detox Kitchen (zwei Delis haben sie auch) und ist jetzt auch im brandneuen Kochbuch von Detox Kitchen-Gründerin Lily Simpson zu finden, The Detox Kitchen Bible. Man kann es auch scheibenweise einfrieren und dann auftoasten.

QUINOA-BROT
Quelle: The Detox Kitchen
Für 9-10 Muffins oder 1 Laib Brot, ca. 12 Scheiben
Zutaten:
30 g Chia Samen (Reformhaus/Bioladen)
350 g Quinoa
70 ml Rapskern-Öl
1/2 TL Natron oder Backpulver
1 TL Meersalz
Saft von 1/2 Zitrone
10 g schwarze Sesamsamen (Im Reformhaus/Bioladen – ich habe sie bei Basic gefunden)
1 Handvoll Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Die Chia Samen in eine kleine Schüssel geben, mit 100 ml Wasser auffüllen, gut verrühren und etwa 15 Minuten stehen lassen, bis daraus eine gelartige Paste geworden ist. Den Quinoa in einen Topf geben und mit 3x soviel kaltem Wasser bedecken. Zum Kochen bringen und dann noch 3 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Ein paar Minuten abtropfen lassen, damit das Brot anschließend nicht matschig in der Mitte wird.
Chia-Gel und Quinoa in einen Standmixer/die Küchenmaschine geben und zu einer breiartigen Masse vermixen. Dann 150 ml Wasser, Rapskern-Öl, Natron, Salz und Zitronensaft hinzufügen. (Wenn der Mixer Schwierigkeiten hat, die Flüssigkeit gleich zu Beginn dazugeben!) 5 Minuten mixen, bis ein Teig entsteht. Zum Schluss die Sesamsamen untermischen. In die Kastenform geben, mit Kürbis- oder Sonneblumenkernen bestreuen und 50 bzw. 60 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und fest ist.
Das Brot am besten, wenn es abgekühlt ist, in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank aufbewahren. Man kann es auch gut toasten.