Meatfree Monday: Türkischer Gavurdag-Salat

So hübsch bunt, und so aromatisch: dieser Salat gefällt mir. Und das Beste: Man kann ihn gemütlich löffeln. Tomaten, Paprika und Zwiebeln sind so klein geschnitten wie die dekorativen (und leckeren) Granatapfelkerne, die obendrauf kommen. Petersilie und frische Minze geben dem Ganzen Frische. Walnüsse sind auch drin. Eine tolle Mischung. Das Rezept habe ich aus der britischen Zeitschrift Psychologies, die es aus dem Buch Anatolia: Adventures in Turkish Cooking von Somer Sivrioglu nachdruckt. Sivrioglu ist ein türkischstämmiger Australier, der in Sydney das beliebte Restaurant Efendy führt. Laut Psychologies wird der Gavurdag-Salat mit Kebaps überall in der Türkei gegessen. Heute ist ja Meatfree Monday, aber ich verrate es trotzdem: Man kann den Salat auch hervorragend zu Lammkoteletts essen. Habt eine schöne Woche!

GAVURDAG
Quelle: Somer Sivrioglu: Anatolia
für 4 Personen
Zutaten:
6 reife Tomaten
1 rote Zwiebel (nicht zu groß, sonst ist ihr Geschmack zu dominant)
1 Bund Minze
1/2 Bund glatte Petersilie
115 g Walnüsse
3 kleine grüne türkische Paprikas (oder 1 große „normale“)
1 grübe Chili (ich habe Jalapeno-Scheiben aus dem Glas genommen)
1 EL Sumach
2 EL Granatapfelsirup
60 ml Olivenöl
1 TL Apfelessig
1 TL Meersalz
150 g Granatapfelkerne
Zubereitung:
Die Tomaten vierteln, entkernen und fein schneiden (etwa Granatapfelkern-groß). Die rote Zwiebel fein schneiden. Von Minze und Petersilie die Stängel entfernen, die Blätter fein hacken. Die Walnüsse hacken. Die Paprika(s) und Chili halbieren, weiße Innenhäutchen und Kerne entfernen, waschen, in kleine Würfel schneiden.  Alles in einer Schüssel vermischen. Für das Dressing Sumach, Granatapfelsirup, Olivenöl, Essig und Salz vermischen, über den Salat geben und alles vermischen. Zum Schluss die Granatapfelkerne darüber geben und servieren.

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Sonntagsbäckerei: Joghurt-Cheesecake mit Granatapfelsirup

Vor lauter Plätzchenbacken ist in letzter Zeit einiges liegengeblieben bzw. ungepostet geblieben. Darum habe ich heute auch keinen neuen Kuchen gebacken, sondern arbeite erstmal das hier ab: Ein Rezept aus der bon appétit. Ein absolut famoser, leichter Cheesecake, den es als Abschluss unserer nachgeholten Thanksgiving-Feier gab. Prädikat: Sehr lecker!

JOGHURT-CHEESECAKE MIT GRANATAPFELSIRUP
Quelle: bon appétit
Zutaten:
Boden:
175 g Graham Cracker, in Bröseln (alternativ: Butterkekse, fein zerbröselt)
120 g Butter, geschmolzen und etwas abgekühlt
50 g Zucker
Füllung:
2 TL Gelatinepulver
680 g Frischkäse, Zimmertemperatur
360 g griechischer Joghurt
170 g Zucker
2 TL frischer Zitronensaft
1 TL Vanilleextrakt
1/2 TL Salz
Sirup und Deko:
240 g Granatapfelsaft
120 g Zucker
2 EL Maissirup (oder Zuckerrübensirup)
alternativ: Granatapfelsirup fertig kaufen (ist vermutlich auch leichter zu bekommen)
Granatapfelkerne
Zubereitung:
Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, den Rand leicht einfetten. Kekse, Butter und Zucker in einer Schüssel mit den Fingern vermischen, bis die Mischung zusammenklebt, wenn man sie leicht drückt. Auf den Boden der Springform geben, andrücken, bis ein ebenmäßiger Boden entsteht. Kühlen, bis der Boden est ist (mindestens eine Stunde, bis zu einen Tag im Kühlschrank).  Gelatine und 1 1/2 Esslöffel kaltes Wasser in eine hitzebständige Schüssel geben und stehenlassen, bis die Mischung weich ist, etwa 5-10 Minuten. Firschkäse, Joghurt, Zucker, Zitronensaft, Vanilleextrakt und Salz mit den Quirlen des Handrührers zusammenmixen, bis eine cremige Masse entsteht. Die Gelatine-Wasser-Mischung im Wasserbad erhitzen, bis sich die Gelatine auflöst, ca. 2 Minuten. In die Frischkäse-Joghurt-Masse träufeln, dabei den Mixer laufen lassen. Zusammenmischen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Auf den Keks-Boden geben. Mit der Form auf eine feste Unterlage klopfen, um große Luftblasen zu verhindern. Die Oberfläche glattstreichen, mit Frischhaltefolie bedecken und für mindestens 6 Stunden kaltstellen (den Cheesecake kann man bis zu 2 Tage im Voraus machen). Für den Granatapfelsirup Saft, Zucker und Sirup in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen und einkochen lassen, bis eine dickere, glänzende Masse entsteht, ca. 35-40 Minuten. Abkühlen lassen (den Sirup kann man bis zu 5 Tage im Voraus machen). Abdecken und kaltstellen. Vor dem Servieren erwärmen. Zum Servieren: Den Cheesecake in Stücke schneiden (dabei das Messer nach jedem Stück in ein Glas warmes Wasser eintauchen und abwischen). Mit Granatapfelsirup beträufeln und mit Granatapfelkernen bestreuen.

Meatfree Monday: Orientalischer Möhrensalat mit Granatapfel-Couscous

Das Beste am gestrigen Abend war definitiv nicht der Münsteraner Tatort. Der war ja eher enttäuschend. Chinesen-Mafia, Boerne mit Koks im Magen, nunja. Wie gut aber, dass ich mir vor Jahren mal ein Rezept aus dem Blog vom Kitchencowboy ausgedruckt hatte, das gestern zu Ehren kam. Die Granatapfelkerne sind wieder mal eine rechte Frickelei, aber der Aufwand lohnt sich. (Wer lieber was Einfacheres mit Granatapfelsirup aus der Flasche möchte – da hätte ich hier und hier was.) Der Gesamteindruck ist scharf, saftig, fruchtig, lecker. Und das Allerbeste: Da wir nur zu zweit dran gegessen haben, ist noch etwas übrig geblieben! Gibt’s heute Mittag also gleich noch mal. Happy Monday!

ORIENTALISCHER MÖHRENSALAT MIT GRANATAPFEL-COUSCOUS
Quelle: Kitchencowboy
Zutaten: (für 4 Portionen)
Für den Couscous:
300 g Couscous (Instant)
500 ml Wasser
1 TL Salz
Für den Möhrensalat:
1 kg Möhren
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel
4 Zehen Knoblauch
1 rote Chilischote oder 1/4 TL Chilipulver
1 1/2 TL Salz
1 TL Zucker
1 Bio-Orange
3 EL Zitronensaft
1 1/2 EL Honig
1/2 Bund frischer Koriander
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
Granatapfelkerne
Zubereitung:
Möhren schälen und in ca. 1/2 cm große Stücke leicht quer schneiden. Zwiebel abziehen und vierteln. Knoblauch abziehen und in feine Scheibchen schneiden. Chili waschen, der Länge nach aufschneiden und die Kerne entfernen, in feine Stücke hacken. 3 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und Möhren, Zwiebelstücke, Knoblauchscheibchen und Chilistückchen (oder alternativ Chilipulver) darin etwas anbräunen. Mit Zucker glasieren. Etwas Wasser und Salz zugeben und mit geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Die Möhren sollten noch bissfest sein.
Die Schale der Orange mit einem Fadenschneider abschälen und in ganz feine Stückchen schneiden (ich habe sie mit der Reibe abgerieben, fand ich einfacher). Die Orange und die Zitrone auspressen. Koriander waschen, abzupfen und ebenfalls fein hacken. Den Orangen- und Zitronensaft mit dem restlichen 1 EL Olivenöl und dem Honig verrühren. Mit Salz und Paprika würzen und unter die Möhren mischen. In eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen. Gut durchziehen lassen, dann ggf. nachwürzen.
Für den Couscous: Wasser mit Salz aufkochen lassen. Couscous dazugeben und bei geschlossenem Deckel 5 Minuten quellen lassen. Mit einer Gabel auflockern. Den Granatapfel vierteln (mit Gummihandschuhen) und die Kerne herausholen. Couscous kurz vor dem Servieren mit dem Möhrengemüse anrichten und mit Koriandergrün und Granatapfelkernen bestreuen.
Anmerkungen Kitchencowboy: Man kann den Salat auch mit Koriander und Petersilie im Verhältnis 1:1 anrichten. Das Möhrengemüse möglichst erst kurz vor dem Servieren mit dem Couscous anrichten, da sonst der Couscous zu viel Flüssigkeit aufsaugt. Und Achtung bei den Granatapfelkernen. Der Granatapfel lässt einiges an Saft beim Durchschneiden. Und dieser färbt leider sehr ab. Also, aufpassen!

Meat Free Monday: Quinoa-Salat mit Granatapfel

Sie hatten mich neugrierig gemacht, die Rezensionen zu Bill Grangers Kochbuch Basics, über die ich hier geschrieben hatte. Vor einiger Zeit hielt ich bereits das Happy Holiday Kochbuch des Australiers in der Hand und mochte die kleinen Geschichten zu den Rezepten, die fröhliche Anmutung und die schönen Bilder. Bei den Basics lockte mich die Idee, mein Alltags-Kochrepertoire schnell um ein paar originelle, einfache Gerichte zu erweitern. Das erste Experiment war ein Parmigiana-Huhn, das ich Freundin K. aufgetischt habe, und das (unfotografiert) begeistert verzehrt wurde.
Und jetzt also dieser Salat. Quinoa hatten wir noch im Schrank, bei dem weiß ich ohnehin nie so recht, was ich damit anstellen soll, und einen Granatapfel hatte ich neulich auch besorgt, für ein anderes Rezept, das ich dann nie gemacht habe. Ansonsten ist dieser Salat vor allem grün und leicht, ein richtiges Gute Laune-Essen. Die Oliven, die hineingehören, habe ich zuerst glatt vergessen, fehlten aber auch nicht, weil so viel andere leckere Dinge drin sind. Köstlich! Könnte mein neuer Lieblingssalat werden.

QUINOA-SALAT MIT GRANATAPFEL
Quelle: Bill Granger:  Basics. 100 Rezepte für jeden Tag
für 4 Personen
Zutaten:
150 g Quinoa
150 g grüne Bohnen, die Enden entfernt und klein geschnitten
1 Handvoll glatte Petersilienblätter
2 EL frisch gepresster Zitronensaft
3 EL Olivenöl extra vergine
2 libanesische Gurken, in Stücke geschnitten
1 grüne Paprika, entkernt und in Streifen geschnitten
1 kleine rote Zwiebel, sehr fein geschnitten
100 g grüne Oliven, entsteint
1 Granatapfel, die Kerne ausgelöst
Zum Servieren:
Olivenöl extra vergine
frisch gepresster Zitronensaft
Zubereitung:
500 ml kaltes Wasser (ich habe noch 1/2 EL Gemüsebrühe hineingerührt) in einen großen Topf geben. Den Quinoa unter fließendem kalten Wasser abspülen und in den Topf geben. Das Wasser zum Kochen bringen, die Herdtemperatur dann reduzieren und den Quinoa im geschlossenen Topf 12-15 Minuten köcheln lassen, bis er alles Wasser aufgenommen hat.
In der Zwischenzeit in einem großen Topf reichlich leicht gesalzenes Wasser aufkochen. Die Bohnen darin 2 -3 Minuten bissfest blanchieren. Die blanchierten Bohnen unter kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen. Den garen Quinoa in eine Schüssel geben. Die Petersilie, den Zitronensaft, die Zwiebeln und das Olivenöl hineinrühren. Mit Meersalz und gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken. Den Quinoa-Salat in tiefe Teller geben und mit der Gurke, der grünen Paprika, den Zwiebeln, den Oliven und den ausgelösten Granatapfelkernen bestreuen. Mit etwas Olivenöl beträufeln, 1 Spritzer Zitronensaft daraufgeben und servieren.