10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, die ganz, ganz feste hofft, dass dieses frische Jahr um einiges besser wird als das abgenutzte, das gerade vergangen ist. Nicht nur hier auf dem Blog ging mir zum Ende ein wenig die Puste aus. Zu viel schlimme Nachrichten, zu wenig gute, und dazu noch der ganz normale Alltagsquatsch. Das muss anders werden, auch wenn ich (oder weil ich?) dazu keine lange, schlaue Liste mit Vorsätzen habe. Ich lass das mal. Stattdessen gucke ich lieber, was bis jetzt schon ziemlich schön war:

  • Ein Besuch in Hamburg und Mecklenburg, bei meiner Familie. Auch wenn ich zwischenzeitlich flachgelegen habe, war es doch schön, die vertrauten Gesichter mal wieder zu sehen.
  • Besonders: Nichte und Neffe, die mir begeistert ihren Knetsand à la Frozen vorführten. Ob sie so viel Spaß am von mir mitgebrachten und vorgelesenen Kinderbuch Der Miesepups hatten wie ich? I hope so!
  • Ein neues Sweatshirt von Femme de Marin mit Walt Whitman-Zitat. Genauer: „Oh Captain! My Captain“, wohl besser bekannt als Zitat aus dem tollen Film Der Club der toten Dichter. Gefunden bei Su in der Schanze.
  • Ein großes Lesevergnügen. So schnell bin ich wohl lange nicht mehr durch einen Roman gebrettert, wie durch die herrliche, traurig-schöne Familiensaga Als wir unsterblich waren von Charlotte Roth, von Mama empfohlen.
  • Butterkuchen. In München selten gefunden, in Hamburg dafür umso mehr genossen. Dafür habe ich sogar meine „Kein Zucker“-Parole kurzzeitig gelockert.
  • Serie 1: Call the Midwife: Die Serie über Hebammen im Londoner East End der 50er und 60er Jahre verfolge ich schon seit Staffel 1. Mittlerweile sind es fünf, die sechste soll dieses Jahr kommen, und meine Begeisterung ist ungebrochen. Im aktuellen Holiday-Special reisen sie sogar nach Südafrika. Bei Netflix.
  • Serie 2: Deadbeat: Schönes Kontrastprogramm zu den hochmoralischen Nonnen und Hebammen aus Call the Midwife: Marihuana-Fan und Medium Pac aus der Serie Deadbeat. Der Schluffi mit Plauze kann Geister sehen und sorgt mit unorthodoxen Methoden dafür, dass diese letzte unerledigte Dinge beenden und „ins Licht gehen“ können. Staffel 3 hat eine ganze Reihe Charaktere aussortiert, macht aber noch genauso viel Spaß wie die vorigen. Bei Amazon.
  • Serie 3: Designated Survivor. So, so amerikanisch, aber leider einfach echt fesselnd. Die Serie über einen Hinterbänkler im amerikanischen Kongress, der als (beinahe) einziger Überlebender eines Terror-Angriffs auf die Regierung plötzlich Präsident wird. Und wer würde nicht lieber Kiefer Sutherland als POTUS sehen als Witzfigur Donald Trump? Bei Netflix.
  • Listen machen. Die Vorfreude auf den anstehenden Urlaub in Südafrika wächst, und vor allem meine Liste, welchen tollen Restaurants diesmal besucht werden sollen, wird immer länger. Auf jeden Fall dabei: The Short Market Club, der neueste Streich von Luke Dale-Roberts, Chef des Potluck Club, eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants in Kapstadt.
  • Granatäpfel. Zur Zeit mein liebstes Obst. Nicht nur, weil die rubinroten Kerne so hübsch aussehen, sondern auch, weil sie so köstlich schmecken. Und das Herauspflücken aus der Schale ist eine schöne Meditationsübung.

 

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

In einer eher durchwachsenen Woche gab es doch ein paar schöne Sachen. Meine Highlights:

  • Dieses Bild, das meine Großmutter beim Wandern zeigt. Mit einem roten Schirm! Ist das nicht herrlich? Ich habe es beim Dia-Einscannen entdeckt.
  • Diese Straße: Wir haben einen Kurztrip nach Hamburg gemacht, um den 70. Geburtstag meiner Mutter (noch einmal) zu feiern. Und in der (wenigen) freien Zeit in der Marktstraße Karoviertel in ein paar schöne Shops geschaut, z.B. ins Shirtlab (Marktstraße 16) für originelle T-Shirts und in den Upcycling-Laden Lockengelöt (Marktstraße 114), wo es nicht nur Couchtische aus Ölfässern, sondern auch diese Schlüsselbretter aus alten Büchern gibt, über die ich mich hier vor einer Weile schon mal gefreut hatte. Hier gibt’s noch mehr Tipps fürs Karoviertel vom Hamburger Abendblatt.
  • Podcast 1: Mittlerweile habe ich so viele Podcasts abonniert, dass ich mit dem Anhören kaum hinterherkomme. Aber ich tue mein Bestes! Einer meiner neuen Lieblinge: Dear Sugar Radio von WBUR. Autorin Cheryl Strayed („Der große Trip“) berät zusammen mit Steve Almond Menschen in Lebenskrisen. „Dear Sugar“ gab es früher als Ratgeber-Kolumne (und Cheryl Strayeds Texte dafür dann gesammelt als Buch, jetzt als Der große Trip zu dir selbst auf deutsch erschienen). Hier habe ich schon mal davon geschwärmt. Das Prinzip des Podcasts ist ähnlich: Anonyme Briefeschreiber schildern ein Problem, und Almond und Strayed beraten, erklären und geben Denkanstöße, warmherzig, klug und verständnisvoll. Wirklich toll.
  • Podcast 2: Im Scriptnotes Podcast plaudern die Hollywood Drehbuch-Autoren John August und Craig Mazin kompetent und unterhaltsam (auf englisch) übers Drehbuchschreiben. Von ihnen stammt auch der Tipp für den nächsten Gute-Laune-Macher:
  • Eine Food-Webserie: In The Katering Show parodieren die Australierinnen Kate McLennan und Kate McCartney die typischen überperfekten Youtube-Koch-Shows und nehmen den Hype ums Essen auf die Schippe. Die eine gibt die übereifrige Koch-Enthusiastin, die andere kann wegen ihrer Unverträglichkeiten fast nichts essen, gemeinsam erleben sie „The journey of a food intolerant and an intolerable foodie“. Schräg und herrlich albern. Ein Beispiel? Das Phänomen Thermomix beschreiben sie so: McLennan: „It’s the kind of appliance that your rich mother-in-law gives you as a wedding gift, because she doesn’t think you can cook.“ McCartney: „Or something that you buy yourself because you’ve always wanted to join a cult but you don’t have the energy for the group sex.“ Die sechs Folgen der ersten Staffel kann man for free auf ihrer Website und auf Youtube sehen.
  • Cynthia Barcomis aktuelles Backbuch Cheesecakes, Pies & Tartes (Mosaik) kam im März raus, und vor einer Weile bei mir auf den Tisch. Ich habe noch nichts daraus gebacken, aber beim Durchblättern klingen Rezepte wie die „New York Cheesecake Bars with Cherry Topping“ oder der „Lemon Meringue Pie“ schon wieder absolut himmlisch.
  • Kirschen. Vielleicht mein liebstes Sommerobst. Schön, dass sie wieder da sind.
  • Miracoli: Food-politisch absolut inkorrekt, aber für mich sind die Nudeln mit der Packungssoße immer noch ein Wohlfühlessen, weil sie mich an Kindheit und Mama erinnern. Gibt’s nicht oft, aber wenn, dann mit Genuss.
  • Die neuen Leser, die mich hier oder auf Facebook gefunden haben. Schön, dass ihr da seid!
  • Vorfreude: Nächste Woche geht das Filmfest München wieder los. Eine meiner Lieblingswochen des Jahres. Kino, Kino, Kino von morgens bis abends – ich freu mich drauf! Und im Juli folgt dann das Fünf Seen Filmfestival. Ich war noch nie dort, aber hoffe darauf, es dieses Jahr endlich mal zu schaffen.

Sonntagsbäckerei: Franzbrötchen

Wenn ich als Exil-Hamburgerin hier in München eines vermisse, dann sind es Franzbrötchen, diese süßen, buttrigen, zimtigen Hefeteile. Mittlerweile werden als „Franzbrötchen“ bezeichnete Backwaren zwar auch von einigen Bäckern in München angeboten, aber die sind wirklich kein Vergleich. Das wurde mir einmal mehr bewusst, als ich letzte Woche die echten, tollen Franzbrötchen essen durfte, die meine Kusine frisch aus dem Ofen gezogen hatte. Wir haben sie auf dem Land in Schleswig-Holstein besucht, wo sie in einem kleinen Dorf ihre Kinder großzieht, famos kocht – und auch zwei Ferienwohnungen vermietet: Zeitweise Land. Sehr zu empfehlen, wenn man sich mal so richtig den Kopf freipusten lassen will und abends vor einem bullernden Ofen sitzen möchte. Aber nun zu den Franzbrötchen: Das Rezept, das aus einem Back-Sonderheft der essen & trinken stammt, ist ziemlich lang – aber nicht kompliziert, sagt meine Kusine. Man muss nur für sämtliche Schritte (es wird viel geruht) ungefähr drei Tage einplanen. Noch besser: Man sucht sich einen netten Gastgeber, der sie für einen backt…

FRANZBRÖTCHEN
Quelle: essen & trinken Spezial: 98 köstliche Kuchen
12 Stück
Zutaten:
Hefeteig:
30 g frische Hefe
300 ml Milch (kalt)
500 g Mehl
1 Eigelb (Kl. M)
30 g brauner Zucker
10 g Salz
Butterplatte;
300 g Butter (zimmerwarm)
50 g Mehl
Belag:
4 EL Orangensaft
200 g Zucker
2 TL Zimtzucker
Außerdem: 1 Gefrierbeutel mit Zippverschluss (6 Liter Inhalt)
Zubereitung:
1. Für den Teig Hefe zerbröseln und mit dem Schneebesen mit der Milch verrühren. Mehl, Eigelb, Zucker, und Salz in eine Schüssel geben. Mit den Knethaken der Küchenmaschine (oder des Handrührers) 2 Minuten zu einem glatten Teig kneten, dann auf der bemehlten Arbeitsfläche 2 Minuten mit den Händen kneten. Im Gefrierbeutel über Nacht in den Kühlschrank legen.
2. Für die Butterplatte Butter und Mehl mit den Knethaken der Küchenmaschine (oder des Handrührers) verkneten, zwischen 2 Lagen Backpapier gleichmäßig 20 x 20 cm groß ausrollen (dafür auf dem oberen Papier ein Quadrat markieren). Die Platte in das Papier einwickeln und ebenfalls über Nach in den Kühlschrank legen.
3. Butterplatte 15 – 20 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen (sie sollte zum Ausrollen geschmeidig, aber nicht zu weich sein). Gekühlten Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche 48 x 24 cm groß ausrollen. Butterplatte in die Mitte des Rechtecks legen. Teig von den Seiten über die Butter klappen, Kanten in der Mitte und rundum zusammendrücken (die Butterplatte muss vollständig eingeschlossen sein), Teigkanten überlappen. Teilstück um 90 Grad drehen und auf der bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig von der Mitte ca. 75 x 25 cm groß ausrollen (die Butter soll sich gleichmäßig verteilen).
4. Ein Drittel des Teilstücks von außen zur Mitte hin falten. Gegenüberliegendes Teigdrittel darüberschlagen, so dass 3 Lagen entstehen („einfache Tour“). Mit Mehl bestäuben, in Folie einwickeln, 30 Minuten kalt stellen.
5. Den gekühlten Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu den offenen Kanten hin 75 x 25 cm groß ausrollen. Teilenden zur Mitte hin Kante an Kante falten. Dann erneut zusammenklappen, sodass 4 Lagen entstehen („doppelte Tour“). Mit Mehl bestäuben, in Folie einwickeln, 30 Minuten kalt stellen.
6. Rezeptschritte 4 und 5 je einmal wiederholen, dabei den Teig zu den offenen Kanten hin ausrollen. Nach dem Zusammenklappen einwickeln, zwischen den Touren 30 Minuten kalt stellen. Nach der letzten Tour in Klarsichtfolie einwickeln und auf einem Brett über Nacht kalt stellen.
7. Teig für die Franzbrötchen zu den offenen Kanten hin auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 60 x 40 cm groß ausrollen.
8. Teigplatte mit Orangensaft bestreichen. Zucker und Zimt mischen und gleichmäßig auf den Teig streuen. Teig von der Längsseite her fest aufrollen. Rolle etwas flach drücken und in ca. 5 cm breite Stücke schneiden.
9. Teigstücke längs mittig mit einem bemehlten Kochlöffelstiel eindrücken, so dass sich die Seiten öffnen und hochbiegen. Mit den Händen die Seiten etwas flach drücken. Teilstücke mit Abstand auf mit Backpapier belegte Backbleche setzen. Abgedeckt bei Zimmertemperatur 30 Minuten gehen lassen.
10. Die Bleche nacheinander im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas 3, Umluft nicht empfehlenswert) auf der untersten Schiene 25-27 Minuten backen. Franzbrötchen auf den Blechen etwas abkühlen lassen und am besten warm servieren.

Zucchini-Gurken-Salat

Diese Woche war ich für ein paar Tage auf Heimatbesuch in Hamburg, und da hüpfte mir schon auf der Hinfahrt im Zug das Herz vor Glück, als der Schaffner sein fröhliches „Moin!“ intonierte. Und noch weitere schöne Worte, die ich hier unten, im bayerischen Exil, schon fast vergessen hatte, durfte ich endlich mal wieder hören: Ich habe geklönt (mich unterhalten), Franzbrötchen (Hefeteilchen mit Zimt und Zucker) gegessen – und jetzt bin ich zwar wieder in München, freue mich aber darüber, dass heute Sonnabend ist. Klingt doch viel beschaulicher als „Samstag“, oder?
Sightseeing stand nicht auf dem Programm, aber wie immer musste Zeit sein für:
*eine Runde um die Alster
*einmal kurz auf die Elbe und die großen Pötte darauf gucken
*ein Franzbrötchen
*einen Abend im Schanzenviertel.
IMG_4193IMG_4194IMG_4143IMG_4147
Gefallen hat mir diesmal auch:
*die Kirchner-Ausstellung im Bucerius Kunst Forum
*der Botanische Garten Loki-Schmidt-Garten, den ich noch nicht kannte.

IMG_4118
IMG_4119
IMG_4206

Jetzt habe ich mich langsam wieder zuhause sortiert und festgestellt, dass ich meine Küche ziemlich vernachlässigt habe. Das muss wieder anders werden! Heute gibt es nur einen schnellen sommerlichen Salat, aber hoffentlich bald mehr.

ZUCCHINI-GURKEN-SALAT
Frau Lehmann
für 2 als Beilage
Zutaten:
1 große Zucchini
1 Salatgurke
3 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Handvoll frische Minzblätter
Zubereitung:
Die Zucchini waschen, Enden abschneiden, die Gurke schälen. Beides entweder auf einer Reibe raspeln oder in der Küchenmaschine. In eine Salatschüssel geben. Aus Zitronensaft, Öl, Salz und Pfeffer ein Dressing rühren, über den Salat geben. Zum Schluss die Minzblätter hacken und druntermischen.
Eine schöne Beilage zu Gegrilltem. Mit etwas Feta wird der Salat noch sättigender.

Auch lecker mit Zucchini:
Zucchini-Brownies
Zucchininudeln mit Spinatsoße

 

 

Fernweh-Freitag: Schnipsel

Diese Rubrik habe ich in den letzten Wochen etwas vernachlässigt – höchste Zeit, sie wiederzubeleben! Da ich gerade fleißig am Ausmisten bin, sammeln sich hier diese Woche Schnipsel aus meinem Zeitschriften- und Zeitungsstapel. Was man so alles findet…

  • In der Grazia: Weil Fotografin Suzanne Heintz es leid war, ständig erklären zu müssen, warum sie eigentlich noch nicht verheiratet sei, und weil ihre Antwort „Eine Familie kann man sich nicht kaufen“ sie auf eine Idee brachte, startete sie das ironische Fotoprojekt „Life Once Removed“. Gemeinsam mit ihrer gekauften „Familie“, nämlich zwei Schaufensterpuppen (Mann und Kind) posiert Heintz auf ihren Familienfotos. So sieht man sie zum Beispiel mit entrücktem Lächeln vor dem Eiffelturm oder in einem Pariser Café. Damit will sie zeigen, dass jeder selbst entscheiden kann, wie das Leben aussehen soll, dass er lebt.
  • Gelesen in der Welt am Sonntag: Weniger sperrig ist die Reisebegleitung, die die Berliner Fotokünstlerin Kiki Kausch gewählt hat: Bei jedem Bild, dass sie in noblen Hotels rund um die Welt macht, muss ihre rote Handtasche zu sehen sein. Im Hotel de Rome in Berlin kann man noch bis Ende Juni in der Ausstellung „Personal“ ihre Werke sehen. Die Handtaschen-Fotoserie heißt „Follow The Red Bag“.
  • Entdeckt in der Laviva, kommt auf meine To-Do-Liste für den nächsten Hamburg-Besuch: Yoga an der Alster, zum Beispiel Donnerstagmorgen von 7.30-8.30 Uhr dem Bootssteg des Café Barca.
  • Im spannenden Sachbuch „Overwhelmed. Love, work and play when no one has time“ von Brigid Schulte schildert die Autorin einen Besuch bei den Initiatorinnen von Mice at Play in New York, die „Playdates“ für Frauen organisiert. Das sind aber keine Verabredungen, bei denen es darum geht, die Kinder zusammen spielen zu lassen, sondern Veranstaltungen, auf denen die Frauen selbst „spielen“, also entspannt Neues ausprobieren, Freizeit genießen, kreativ werden. Zum Beispiel, in dem sie lernen, Eiscreme selbst zu machen, auf eine erotische Schnitzeljagd durch Manhattan gehen oder sich in Trapez-Artistik versuchen. Cool – allerdings sind aktuell gerade keinen neuen Veranstaltungen angekündigt. Das wird doch nicht etwa eingeschlafen sein?
  • In der Zeit: Brisbane, die Hauptstadt des australischen Bundesstaates Queensland, die außerdem den unrühmlichen Titel der „Hautkrebs-Haupstadt der Welt“ trägt, lockt Menschen in den Schatten. Damit sie bei besonders hoher UV-Belastung nicht in der Sonne herumspazieren, gibt es im New Farm Park das Shade Cinema: Über Wifi-Sender in den Bäumen kann man sich mittels einer App aktuelle Kinofilme auf dem Smartphones ansehen – allerdings nur, so lange man sich wirklich im Schatten befindet, denn das misst die App auch. Super Idee!

Fernweh-Freitag

Nein, die Farben in diesem Bild sind natürlich nicht echt. Ich gebe zu, ich habe ein bisschen aufgedreht. Aber nur, weil ich mich so nach Sonne, Farbe, Licht gesehnt habe. Und tatsächlich kam sie ja heute auch noch raus, die Sonne. Wie verrückt, der erste Schnee gestern! Und heute, ab nachmittags, hatten wir dann einen perfekten Herbsttag – mit kalter Luft und klarem Licht, das die Farben der Blätter auf einmal wieder strahlen ließ. Wunderschön! Und was gibt es Neues aus der Ferne? Meine Reise-Fundstücke der Woche:

  • „Essen auf Rädern“ ist ja mittlerweile wieder trendy. Zumindest, wenn damit nicht Senioren-Süppchen, sondern hippe Foodtrucks gemeint sind. In den USA gibt es viele, bei uns auch ein paar, und Spiegel Online zeigt jetzt Bilder, die ein Fotograf von den Straßenrestaurants in England gemacht hat.
  • Der Amateur Gourmet verrät, welche Restaurants bei ihm zur Zeit für Los Angeles auf der To-Do-Liste stehen.
  • Ina von what Ina loves war in meiner Heimatstadt Hamburg und hat einen kleinen, aber feinen Shoppingguide  zusammengestellt. Und essen und trinken berichtet vom Craft Beer Day, der dieses Wochenende in den Hamburger Schanzenhöfen stattfindet.

  • Habt ihr schon mal von Slackpacking gehört? Ich (auch) nicht. Jetzt weiß ich aber, was das ist: Wandern mit leichtem Gepäck. Die schweren Lasten werden einem hinterher chaufiert, und man schläft nicht wie ein Backpacker im Hostel, sondern in netten Hotels. Quasi „Ich bin dann mal weg“ für slackers, Faule. Mit dem neuen Chokka Trail hat das südafrikanische Küstenstädtchen St. Francis seinen ersten Trail für Slackpacker eröffnet. Der führt über gut 60 Kilometer entlang der zerklüfteten Küste des Ostkaps nach Port und Cape St. Francis und schließlich nach Oyster Bay.
  • Nochmal Südafrika: Am 1. Oktober hat Star-Koch Reuben Riffel sein neues Restaurant Reuben’s im Fünf-Sterne-Boutique-Hotel Abalone House in Paternoster eröffnet. In Paternoster, anderthalb Stunden nördlich von Kapstadt, haben Mr. B und ich mal einen unvergesslichen Abend mit seiner Mutter erlebt. Direkt am Strand saßen wir im Restaurant Voorstrandt, haben Wein getrunken, gut gegessen (Empfehlung: die Austern! und zum Dessert: unbedingt einen Dom Pedro probieren!) und der Sonne beim Untergehen zugeguckt. Mrs. B lebt nicht mehr, aber wenn ich an Paternoster denke, denke ich immer an sie und den schönen, lustigen Abend, den wir dort hatten.
  • Ideen für Kopenhagen? Immer willkommen. Die Mail on Sunday hat nette Restaurant-Tipps.
  • Uwe von HighFoodality hat die Empfehlungen des neuen Kochbuchs/Gastroguides Weinbars in Venedig getestet. Herausgekommen ist ein schöner Foto-Spaziergang auf seinem Blog.

So viel für heute. Habt einen schönen Abend und ein schönes Wochenende!

Bild: Flamingos beim Kamfer Dam, Kimberley, Südafrika

Fernweh-Freitag

Die Deutschen kaufen so viele Reiseführer wie noch nie, sagt Media Control. Fernweh, anyone? Ich hätte da ein paar Vorschläge:

  • Ab dem 7. September finden in Hamburg wieder kostenlose Film(vor)Führungen statt. Unter dem Motto A Wall Is A Screen laufen den Teilnehmer von einem Kurzfilm zum nächsten durch die Stadt. Die Filme unterschiedlichster Genre werden an Hauswände projiziert. Die Tour dauert rund anderthalb Stunden, eine tolle Mischung aus Stadtführung und Filmfestival. Alle Termine hier.
  • Der 12hrs Blog, gestaltet von einer Deutschen, Anna Peuckert, und einem Dänen, Søren Jepsen, widmet sich nach East London diesmal ganz London: Ein klasse ratzfatz Reiseführer. Ich will unbedingt bald mal wieder hin! Wo wir gerade auf der Insel sind: Visit Britain hat jetzt eine neue, hübsche Website, die LoveWall.
  • Merian nimmt uns mit in die Weite von Saskatchewan in Kanada. Da liegt auch Saskatoon, und da muss ich sofort an Saskatoon Tonight denken, einen meiner Lieblings- Ohrwürmer der kanadischen Country-Sängerin Carolyn Mark & NQ Arbuckle. Unten könnt ihr ihn euch anhören!
  • Am 23. August feiert die Kleine Meerjungfrau, also die Bronzestatue in Kopenhagen, ihren 100. Geburtstag. GetyourGuide empfiehlt passend dazu eine Joggingtour durch die Stadt: 8 Kilometer mit einem durch Kopenhagen laufen. Alternativ: Eine kulinarische Tour, das klingt auch nicht schlecht! Ebenfalls am 23. August gibt es übrigens noch einen Grund zu feiern: Da startet nämlich wieder das Foodfestival Copenhagen Cooking (bis 1. September). Und wenn man schon mal da ist, kann man ja ein wenig einkaufen gehen (am besten vor dem Essen). Journelles hat dafür einen Shopping Guide.
  • Nein, in den USA gibt es nicht nur Fastfood – sondern auch richtig gutes Essen. Das Food Magazin bon appétit hat jetzt die Best New Restaurants in America 2013 gewählt. Die Sieger sind zum Beispiel in Los Angeles, Nashville und Portland.
  • Einen Blick hinter Schleier und Klischees wirft das Buchprojekt Iranian Living Room, organisiert von Fabrica, dem Zentrum für Kommunikationsforschung der Benetton Group. Verschiedene junge Fotografen haben Menschen im Iran in ihren Wohnungen porträtiert. Spannend! Das Kunstmagazin Monopol berichtet darüber, hier auch die Welt am Sonntag.
  • Über Nelson Mandela habe ich ja schon hier geschrieben. Jetzt ehrt ihn eine ganz besondere Ausstellung, das Mandela Poster Project. Künstler aus aller Welt waren aufgerufen, ein Plakat zu Mandela zu entwerfen, 700 Entwürfe gab es, von denen 95 (so alt ist Mandela jetzt) ausgewählt wurden. Im Juli wurden sie bereits in Pretoria gezeigt, jetzt wandern sie nach Kapstadt, wo sie vom 23. bis 31. August im Rahmen von Design is for All-Ausstellung zu sehen ist.

Habt einen guten Freitag und ein wunderbares Wochenende!
Hier noch der versprochene Ohrwurm: