Sonntagsbäckerei: Süßkartoffel-Brownies

Am 10. (so steht es auf der Verlags-Website) oder 11. August (so steht es in der Pressemitteilung) erscheint „Deliciously Ella“, das vegane Kochbuch von Ella Woodward, nun auch auf deutsch. Mit dem Untertitel „Genial gesundes Essen für ein glückliches Leben“ kommt es auf im Berlin Verlag heraus. Ich habe es hier ja bereits kurz vorgestellt – und hier bereits ein Rezept daraus ausprobiert. In England ist es das erfolgreichste Kochbuch des Jahres, und es hat auch die New York Times Bestseller-Liste gestürmt. Ich bin gespannt, wie es in Deutschland ankommt. Und wie es übersetzt ist. Beim ersten Reinlesen in die englische Ausgabe bin ich ein wenig über die große Anzahl an Wiederholungen des Wortes „goodness“ gestolpert. Ob Obst, Gemüse oder rohes Kakaopulver – alles voller „goodness“. Stimmt ja auch, ist aber wenig präzise. Vitamine, Antioxidantien – oder was genau macht denn nun besagte „goodness“ aus? Aber egal. Ich mag Ellas Rezepte und ihre Begeisterungsfähigkeit, ihre Freude an veganem Essen, die man auch beim Lesen ihres Blogs spürt. Und auch dieses Rezept hat mich mit dem Goodness-Overkill wieder voll und ganz versöhnt: Saftige, süße Brownies (mit Datteln und Ahornsirup nicht fruktosefrei, aber lecker). Ich habe noch ein paar Walnüsse hinzugefügt, die kann man aber auch einfach weglassen.

SÜSSKARTOFFEL-BROWNIES
Sweet Potato Brownies
Quelle: Ella Woodward: Deliciously Ella. Awesome ingredients and incredible food that your body will love
für 10-12 Brownies
Zutaten:
2 mittelgroße Süßkartoffeln (600 g)
14 saftige Datteln (Ella empfiehlt die Sorte Medjool), ohne Stein
80 g gemahlene Mandeln
100 g Buchweizenmehl
4 EL Kakaopulver, roh (wenn man normales zuckerfreies Kakaopulver verwendet, evtl. die Menge erhöhen, es ist nicht ganz so geschmacksintensiv wie das rohe)
3 EL Ahornsirup
1 Prise Salz
nach Belieben: 2 Handvoll Walnüsse, grob gehackt
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in einem Dampfgarer (oder mit ganz wenig Wasser im Topf) etwa 20 Minuten dämpfen, bis sie sehr weich sind. Dann zusammen mit den Datteln in eine Küchenmaschine (elektrischer Zerhacker) geben und pürieren, bis man einen cremigen, glatten Brei hat. Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben. Dann den Süßkartoffel-Dattel-Brei hinzugeben, gut mixen. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte rechteckige Form (bei mir: 21 x 24 cm Kantenlänge) geben und 20-30 Minuten backen. Garprobe: Wenn kein Teig mehr an einer hineingepiksten Gabel oder einem Holzspieß kleben bleibt rausnehmen. Mindestens 10 Minuten auskühlen lassen, damit sich alles setzen kann und die Brownies beim Anschneiden nicht auseinander fallen.

Anmerkung: Brownies backe ich ziemlich oft, stelle ich gerade fest: Zum Beispiel die von Donna Hay (mit Zucker), die von Sarah Wilson (ohne Zucker, dafür mit Zucchini im Teig), die aus dem Hemsley + Hemsley-Kochbuch „The Art of Eating Well“ (mit schwarzen Bohnen) oder die von Cynthia Barcomi mit Himbeeren und Frischkäse.

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Sonntagsbäckerei: Banana Bread

Was man in englischsprachigen Ländern so unter dem Begriff „Banana Bread“ zusammenfasst, hat ja meistens mit Brot nicht viel zu tun. Banana Bread ist vielmehr ein reichlich süßer Kuchen, dessen Scheiben man nach Belieben dann auch noch mit Butter bestreicht. Die südafrikanische Variante eines solchen Kuchens habe ich hier schon gebacken. Die Variante, die die Schwestern Jasmine & Melissa Hemsley in ihrem Kochbuch „The Art of Eating Well“ auftischen, kann man dagegen mit Fug und Recht als Banana BREAD bezeichnen, denn das Backwerk ist nur ganz dezent gesüßt (mit zwei Esslöffeln Ahornsirup). Außerdem verzichten sie auf Weißmehl. Der Kuchen/das Brot wird mit gemahlenen Mandeln gemacht. „The Art of Eating Well“ ist jetzt übrigens unter dem Titel Natürlich gut essen auch auf deutsch erschienen. Ich habe die gesunden Rezepte der Hemsley-Schwestern schon hier, hier und hier getestet und kann sie nur empfehlen.
So, und noch eine kleine Leseempfehlung: In der Welt am Sonntag schreibe ich heute über die Kunst des richtigen Sprechens.

BANANA BREAD
Quelle: Jasmine & Melissa Hemsley: The Art of Eating Well
für 1 Brot oder 15 Muffins
Zutaten:
300 g reife Bananen (ca. 3 Bananen)
30 g Butter, Zimmertemperatur
2 EL Ahornsirup (nach Geschmack auch etwas mehr)
1 TL Zimt, gemahlen
1 TL Vanilleextrakt*
3 Eier, Größe L
1/2 TL Natron
1 EL Zitronensaft
220 g Mandeln, gemahlen
30 g Leinsamen, gemahlen
1 EL Leinsamen zum Drüberstreuen
Salz
Zubereitung:
Den Ofen auf 170 Grad vorheizen. Eine Kastenform (Anmerkung: sie nehmen eine mit den Maßen 23 x 13 cm, meine hatte 28 x 8 cm, darin wird das Brot nicht ganz so hoch) mit Backpapier auslegen (in das kann man das Brot später auch zur Aufbewahrung einwickeln). Die Bananen und die Butter mit einer Gabel zu einem Brei zerdrücken. Ahornsirup, Zimt, Vanille, Eier, Natron, Zitronensaft und eine Prise Salz hinzufügen und verrühren. Die Mandeln und die gemahlenen Leinsamen untermischen und gut verrühren. Oder man gibt einfach alles in eine Küchenmaschine. Den Teig in die vorbereitete Kastenform geben und 60 – 75 Minuten backen (mit einem Holzstäbchen testen, ob er schon fertig ist). Wenn das Brot schnell zu dunkel aussieht, evtl. mit Backpapier abdecken. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Die Hemsley-Schwestern empfehlen, es im Kühlschrank aufzubewahren. Man kann das Brot auch in Scheiben schneiden und einfrieren, es macht sich gut als kleines Frühstück.

*Seit mir eine Kollegin erzählt hat, dass es das Mark der Vanilleschoten schon fertig ausgekratzt im Bioladen gibt, benutze ich eigentlich nur noch das. Vanilleextrakt, wie er hier im Rezept vorkommt, ist flüssig (und enthält Zucker).

 

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Diese „10 Dinge“ werden allmählich zu einer festen Rubrik – und zu einer, die ich sehr mag. Weil sie mich bei dem Versuch, genau zehn schöne Dinge zu finden, immer wieder daran erinnert, wie viel Gutes ich tatsächlich in meinem Leben habe. Eine Übung in Achtsamkeit. Also, here we go, 10 Dinge, die mir diese Woche ein Lächeln ins Gesicht zaubern:

  • Zu Fuß zur Arbeit gehen. Von unserer Wohnung bis zu meinem Büro sind es knapp fünf Kilometer. Genau richtig für einen morgendlichen Spaziergang, bei dem die Beine in Bewegung sind – und der Kopf auch. Schön zum Nachdenken und innerlich Sortieren.
  • Frische Minze. Die lachte mich – unterwegs zur Arbeit – vor einem Gemüseladen an. Jetzt macht sie aus heißem Wasser fantastischen, frischen Minztee.
  • Die Erinnerung an einen lustigen Tag in Berlin. Schauspieler Stefan Puntigam hat mich durch seinen Kiez, Charlottenburg geführt, jetzt nachzulesen bei Neckermann Reisen.
  • Dinner mit Freunden. Gestern haben wir im „bairischen Bistro“ Sir Tobi sehr lecker gegessen. Kleines Lokal, kleine Karte, aber große Klasse.
  • Kollegen. Egal, ob ich Stippvisiten in Redaktionen mache, oder meiner lieben Zimmernachbarin im gemeinsamen Freelancer-Büro gegenüber sitze: Immer wieder schön, während der Arbeit ein paar nette Worte miteinander wechseln zu können.
  • Yoga. Zur Zeit übe ich meistens zuhause mit der tollen Vinyasa-DVD von Bärbel Meißner (Yogamour). Am Wochenende kommt dann ihre Yin Yoga-DVD dran.
  • „Sherlock“ Holmes, gespielt von Benedict Cumberbatch. Ich weiß, I’m late to the party, alle anderen haben ihn natürlich schon längst entdeckt – aber wie toll ist der denn bitte?! Staffel 1 und 2 sind in Windeseile konsumiert worden, und für heute Abend wartet Staffel 3 auf uns. Yay!
  • Der Song Something Good This Way Comes von Jakob Dylan. Danke, Marion!
  • Die Aussicht auf zwei Tage Auszeit beim Wellnessen am Achensee nächste Woche.
  • Nochmal Vorfreude: Der Film Der große Trip – Wild läuft jetzt endlich bei uns im Kino, nach dem Buch der großartigen Cheryl Strayed. Den will ich unbedingt sehen!