Sonntagsbäckerei: Kürbiskuchen

Zunächst einmal: ein wohliges „Aaaah…“ Die wilde, trubelige Woche ist mit einem herrlich entspannten verlängerten Wochenende zu Ende gegangen. Am Freitagabend haben Mr. B und ich uns noch ins Auto gesetzt, um schnell rüberzumachen, über die Grenze nach Österreich. Es folgten zwei herrlich faule Tage am Wilden Kaiser, im „Bergdoktor-Dorf“ Ellmau. Eingeladen hatte uns Mr. Bs Schwester, die am Set der Serie arbeitet. Danke, du Gute! Weil wir von unserer Ferienwohnung aus den besten Blick auf die Berge hatten (wer mir auf Facebook folgt, hat dort gestern ein Bild davon gesehen), mussten wir uns eigentlich gar nicht großartig vor die Tür bewegen, denn die Aussicht war Entertainment genug. Vor allem heute, als der Wilde Kaiser auf einmal in gefühlten Minuten von sichtbar zu unsichtbar hinter Wolken wechselte. Ein bisschen geschneit hat es, glaube ich, auch noch. Toller Special Effect. Ein weiterer Grund, warum wir das Haus kaum verlassen haben und in Ruhe unsere mitgebrachten Bücher lesen konnten: Die beste Verpflegung hatten wir schon mitgebracht: Einen saftigen Kürbiskuchen, schnell zusammengeschmissen aus dem, was noch so in Küchen- und Kühlschrank zu finden war. Das Resultat: sensationell. Saftig, nicht zu süß, und noch ein netter Crunch drin. Im Originalrezept aus der Effilee ist das Ergebnis ein bisschen feierlicher, mit schicker weißer Frischkäse-Glasur obendrauf, aber ich hatte keinen Frischkäse wollte es lieber unkompliziert. Schmeckt hervorragend zum Frühstück, Kaffee, zwischendurch.

KÜRBISKUCHEN
Quelle: Susi Wilkat/Effilee
Zutaten:
400 g Kürbisfleisch, geras­pelt (ungefähr 1/2 Hokkaido)
100 g getrock­nete Bir­nen und Äpfel, in Wür­fel geschnitten (bei mir: getrocknete Aprikosen)
150 g Wal­nuss­kerne, gehackt (bei mir: Mandelkerne ohne Haut, gehackt. Mandelstifte bestimmt auch fein)
150 g wei­che Butter
150 g Puderzucker
1 Packung Vanillezucker
eine Prise Salz
Zimt nach Geschmack
etwas Kar­da­mom
3 Eier (ich hatte nur noch 2 (große), hat vollkommen gereicht)
180 g Mehl
2 TL Backpulver
Für die Glasur (ich habe darauf verzichtet):
1 Packung Frischkäse
Puder­zu­cker nach Geschmack
Zube­rei­tung:
But­ter mit Puder­zu­cker, Zimt und Vanil­le­zu­cker und Salz schau­mig schlagen. Die Eier nach­ein­an­der unter die But­ter rühren. Kür­bis­ras­peln, getrock­nete Bir­nen und Äpfel sowie Wal­nüsse unter die But­ter heben. Mehl und Back­pul­ver über die Masse sie­ben und unterheben. In eine gefet­tete Spring­form (24 cm Ø) (ich habe eine Kastenform verwendet) geben und im vor­ge­heiz­ten Ofen bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) auf der 2. Schiene von unten ca. 45 Minu­ten backen. Her­aus­neh­men, aus­küh­len lassen.  Wer mag: Frisch­käse mit Puder­zu­cker ver­rüh­ren. Auf dem aus­ge­kühl­ten Kür­bis­ku­chen verstreichen.

 
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Salat mit Kürbis, Ziegenkäse & Birnen

Happy Halloween! Nunja, ich bin kein großer Freund von importierten Traditionen und hoffe sehr, dass heute Abend nicht wieder sämtliche Kinder aus der Nachbarschaft mit dem schrecklich-schrägen Slogan „Süßes, oder es gibt Saures!“ bei uns vor der Tür stehen… Aber bei Halloween denke ich natürlich an Kürbis (hier verrät die Abendzeitung, wie man einen Grusel-Kürbis schnitzt), darum gibt es heute ein Kürbis-Rezept. Es handelt sich dabei um eine schamlose Nachahmung eines Angebots, das man derzeit in den Dean & David-Filialen bekommt. Eigentlich ganz easy, nur die Sache mit dem Ziegenkäse habe ich noch nicht so raus. Ich habe wahrscheinlich die falsche Sorte verwendet (es war ein Ziegenweichkäse), denn beim Versuch, ihn anzubraten (auf dem Dean-Salat ist er immer leicht warm und weich), ist er mir nur in der Pfanne zerflossen. Deswegen habe ich ihn dann kalt verwendet, auch lecker. Vor allem in Kombination mit den süßen Preiselbeeren. Mr. B mag ihn gar nicht, ihm schmeckte der Salat aber auch ohne.

SALAT MIT KÜRBIS, ZIEGENKÄSE UND BIRNEN
Frau Lehmann
Für 2 Portionen
Zutaten:
2 Römersalatherzen (oder anderer Salat, z.B. Frisée)
1/2 Hokkaido-Kürbis, in Scheiben geschnitten (ca. 500 g)
1 Birne
2 EL Wildpreiselbeeren (aus dem Glas)
1/2 Rolle Ziegenkäse
etwas Honig
Öl
Für das Dressing:
1 EL Balsamicoessig
2 EL Olivenöl
1 EL Senf
1 EL Honig
2 EL Saure Sahne
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Die Kürbisscheiben auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten, mit etwas Öl beträufeln (ich habe ein Chili-Öl genommen, passt gut), salzen und pfeffern. Im Ofen bei ca. 180 Grad in etwa 20 Minuten weich backen. In der Zwischenzeit den Salat waschen, in feine Stücke zupfen, in eine Schüssel geben. Die Birne vierteln, entkernen, in schmale Stücke schneiden, auf den Salat legen. Die Kürbisspalten darüber legen, zum Schluss den Ziegenkäse und die Preiselbeeren daraufgeben. Für das Dressing alle Zutaten in ein Glas mit Schraubverschluss geben, feste schütteln, fertig. Hübsch auch, wenn man den Salat gleich auf zwei Teller dekoriert. Ein bisschen Nachschlag bleibt dann aber vermutlich über.

Sonntagsbäckerei: Maronen-Muffins mit Orangencreme

Eine liebe Freundin aus Köln ist zu Besuch und beseitigt gerade das Schlachtfeld in der Küche, während ich diesen Post schreiben darf. Danke, Tine! Nach einem wunderbaren Sonnenspaziergang an der Isar, inklusive kurzem Zwischenstopp zum Plausch am Eiscafé Italia (Ehrengutstraße 23) und Mittagspause im Café Zimt, haben wir gestern zusammen in der Küche experimentiert. Das Resultat kann sich vor allem geschmacklich „sehen lassen“. Wir wollten etwas Herbstliches, daher die Maronen. Die Orangencreme obendrauf ist ein schöner frischer Kontrast zur nussigen Süße des Gebäcks. Müssten die Dinger jetzt nicht eigentlich Cupcakes heißen? Wahrscheinlich schon. Von Cynthia Barcomi habe ich mir ja mal erklären lassen, dass Muffins in sich schon perfekt sind, während Cupcakes erst durch das Zusammenspiel von obendrauf und untendrunter komplettiert werden. Aber ich mag die Alliteration der Maronen-Muffins. Mmmmh! Und apropos Maronen: Bei Simone’s Kitchen gibt es nicht nur das Rezept zu einem Chocolate Chestnut Cake, sondern auch noch Tipps, wie man den fotografisch gut in Szene setzt. Sehenswert!

MARONEN-MUFFINS MIT ORANGENCREME
Frau Lehmann
für 12 Stück
Zutaten:
Für die Muffins:
200 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
150 g weiche Butter oder Margarine
150 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
250 g Vollmilchjoghurt
2 TL Schale einer abgeriebenen Orange
1 TL Orangensaft
100 g Maronen, in kleine Stücke geschnitten (vakuumverpackt im Supermarkt kaufen)
1-2 EL Maronenmus, ungesüßt
2 TL Zimt
Für das Topping:
175 g Frischkäse, Doppelrahmstufe
50 g weiche Butter
50 g Puderzucker
2 TL Schale einer abgeriebenen Orange
1 TL Orangensaft
nach Belieben ein paar Zesten Orangenschale als Deko
Zubereitung:
Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. 12 Papierförmchen in eine Muffinform setzen. Mehl und Backpulver vermischen. In einer anderen Schüssel Butter, Zucker, Salz und Ei mit dem Orangensaft und der -schale schaumig rühren. Dann Maronenmus und Zimt untermixen. Vorsichtig den Joghurt unterrühren, dann mit einem Kochlöffel zügig das Mehl unterheben. Zum Schluss die Maronenstücke hineinrühren. Teig in die Muffinform füllen, ca. 20-25 Minuten backen. Herausnehmen und vollständig auskühlen lassen. Für das Topping alle Zutaten miteinander verrühren, dann in einen Spritbeutel füllen und die ausgekühlten Muffins damit dekorieren.

Der Potluck Club, Teil 1: Selleriesuppe mit Maronen

Wir haben im Freundeskreis eine nette Einrichtung – noch ein paar Mal mehr, und man kann von einer Tradition sprechen – die allen Beteiligten Zeit und Nerven spart und trotzdem einen leckeren Abend beschert. Bitte? Etwas einfacher ausgedrückt: Beim Potluck Dinner treffen wir uns zu sechst, es gibt drei Gänge und jeden davon bereitet ein anderes Team beziehungsweise Paar zu. Das ist extrem entspannt, weil man nicht den ganzen Tag in der Küche steht (was ich, wenn ich die Zeit habe, aber auch gern mal mache) und trotzdem ein ganzes Menü durchfuttern kann. Kompliziert wird es nur manchmal, wenn man mit Sack und Pack durch die Stadt tingelt, je nachdem, was man halt so alles vorbereitet hat. Als wäre man auf dem Weg zu einer WG-Party, nur dass man statt simplem Kartoffelsalat jetzt Kuchenteig, -förmchen, Puderzucker und ein Sieb dabei hat. Wobei, zu einer WG-Party habe ich früher auch schon mal eine Schüssel mit Cookie-Teig angeschleppt, um die Dinger dann vor Ort zu backen. Die Schüssel habe ich, daran wurde ich neulich erinnert, nie zurückbekommen. Das macht aber nichts, sie ist in guten Händen.
The Pot Luck Club ist übrigens auch eines meiner Lieblingsrestaurants in Kapstadt. Der Hammer, was die da auf den Tisch zaubern!
Aber zurück zum Thema. Am vergangenen Samstag war wieder Potluck angesagt, das hatten wir gefühlte Monate im Voraus vereinbart, und diesmal gab es auch ein Motto (das von den Gastgebern, die es ausgerufen hatten, dann jedoch kurzerhand köstlich ignoriert haben), nämlich Herbst. Als Vorspeise zauberte Freundin Irene (die leider auf ihren Teamkollegen Gatten verzichten musste, weil die Kinder special care brauchten) ein wunderbar samtiges Selleriesüppchen aus ihrer Thermoskanne, frisch vor Ort wurden noch die Maronen fürs Topping karamellisiert. Das Rezept gibt es gleich hier unten, vorher aber noch kurz zu eine Vorschau auf die restlichen Gänge, die ich dann in den nächsten Tagen verblogge: Hauptspeise war ein (marokkanisches) Huhn mit grünen Oliven & eingelegten Zitronen, und als Nachspeise machte ich mit etwas Lampenfieber Schokoküchlein mit (hoffentlich) flüssigem Kern und einer – hier kommt wieder der Herbst ins Spiel – Granatapfelsoße. Jetzt also auf zum ersten Gang:

Selleriesuppe

SELLERIESUPPE MIT MARONEN
Quelle: Suppen & Eintöpfe
für 6 Portionen
Zutaten:
600 g Knollensellerie
1 große Kartoffel (ca. 180 g)
300 g Staudensellerie
1 Zwiebel
2 1/2 EL Butter
750 ml Gemüsebrühe
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
350 g Sahne
200 ml Cidre (oder Apfelsaft)
80 g Maronen (vakuumverpackt)
1 EL Zucker
Zubereitung:
Knollensellerie und Kartoffel schälen und würfeln. Staudensellerie putzen, abspülen und in Stücke schneiden. Zwiebel abziehen und würfeln. 1 1/2 EL Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Beide Selleriesorten und die Kartoffelwürfel zugeben und kurz mitdünsten. Brühe zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten kochen. Sahne und Cidre zugeben und alles aufkochen lassen. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe mit dem Stabmixer pürieren und durch ein Sieb gießen. Die Maronen grob würfeln. Restliche Butter und Zucker in einer Pfanne schmelzen. Die Maronen zugeben und leicht bräunen (karamellisieren). Zum Servieren die karamellisierten Maronen über die Suppe streuen.
Anmerkung: Irene hat das Verhältnis von Kartoffel und Sellerie etwas zugunsten der Kartoffel verändert, weil sie den Selleriegeschmack sonst zu intensiv findet. Das hat prima funktioniert. Die Sache mit dem „durch ein Sieb gießen“ ist etwas zeitaufwändiger, weil man eben nicht nur einfach gießt, sondern immer wieder etwas nachhelfen muss, aber es lohnt sich geschmacklich aber auf jeden Fall! Und unbedingt bereits geschälte Maronen verwenden, spart Zeit.

Schöne Sachen, die man mit Äpfeln machen kann

Ich mag Äpfel. Ich mag sie sogar sehr. Als Kind habe ich jeden Tag mindestens einen gegessen, und gerade versuche ich, mir das auch wieder anzugewöhnen. Neulich landete sogar ein 3-Kilo-Karton Äpfel bei uns in der Wohnung – die waren gerade im Angebot. Einen Teil davon habe ich im Italienischen Apfel-Nuss-Kuchen von neulich verarbeitet, der größte Teil wurde aber einfach roh und ohne großes Gewese verzehrt. Ratzfatz waren sie alle weg. Heute habe ich neue Äpfel gekauft, auch deswegen, weil ich in letzter Zeit ständig leckere Apfelrezepte sehe. Der Herbst scheint überhaupt vor lauter Obst- und Gemüse-Üppigkeit gerade aus den Nähten zu platzen, ich weiß überhaupt nicht, wo ich anfangen soll: Äpfel, Birnen, Kürbisse, alle wollen in leckeren Gerichten zur Geltung kommen. Und die Suppen-Saison müsste auch langsam mal eingeläutet werden! Aber eins nach dem anderen. Jetzt erst mal zu den Äpfeln. Ausprobieren möchte ich zum Beispiel:

  • Drei Rezepte vom wunderschönen Sweet Paul Magazine: Die Apple Beignets with Caramel Sauce, die Apple Flan Tartlets und Apple and Cinnamon Ice Cream.
  • Pizzaboden als Basis für einen süßen Snack: Die Apple Crisp Pizza von The Daily Meal. „Vanilla Ice Cream optional“, wie es im Rezept so schön heißt.
  • Eine umfangreiche Sammlung von Apfelrezepten von süß bis herzhaft – zum Beispiel die Apple and Potato Fritters with Sour Cream and Herb Dipping Sauce – die allesamt phantastisch aussehen, von The Kitchn.
  • Bei den Herbstrezepten, die die Myself vorstellt, findet sich unter anderem ein verlockendes Apfel-Hähnchen mit Weißwein und ein dekorativer Pie mit Weintrauben und Äpfeln, den ich schon in der Apple-Pie-Top 10 der Bon Appétit bewundert habe.
  • Noch eine gute Idee von Bon Appétit: Apfelmarmelade, aka Apple Jam. Mit Karamell! Muss ich noch mehr sagen…?
  • Mehr aus der herzhaften Ecke: Bei Serious Eats gibt es 20 Savory Apple Recipes for Fall.
  • Beim Foodnetwork haben sie Healthy Fall Apple Recipes gesammelt. Da sind Apple Muffins dabei, aber auch ein schicker Apple-and-Ham-Salad.
  • Schon ein Jahr alt, aber deswegen nicht weniger gut, sind die herzhaften Apfel-Rezepte, die Marianne Kohler im Sweet Home-Blog des Tagesanzeigers gesammelt hat.

Nachtrag vom 24.11.: Ein Apfelkuchen mit Olivenöl und Frischkäsecreme aus dem Ottolenghi Kochbuch. Sehr lecker!

Sonntagsbäckerei: Süßkartoffel-Pie mit Marshmallow-Baiser

Was für eine geile Schweinerei. Dieser Kuchen, Pie, genauer gesagt, ist gefüllt mit einem saftigen Süßkartoffel-Mus, getoppt von einer pervers leckeren Schickt aus Eischnee und Marshmallow-Creme (die gibt es zum Beispiel beim Kaufhof in der Feinkost-Abteilung). Ein süßer Overkill, amerikanischer geht es fast nicht mehr. Das wäre auch ein gutes Dessert für unser alljährliches Thanksgiving-Dinner, das ich auch dieses Jahr wieder plane. Das Rezept stammt von meinem amerikanischen Lieblings-Kochmagazin Bon Appétit, aus einer wunderbaren Strecke mit allerlei Pies für alle Jahreszeiten. Happy Sunday, people!

SÜSSKARTOFFEL PIE MIT MARSHMALLOW-BAISER
SWEET POTATO PIE WITH MARSHMALLOW MERINGUE
Quelle: Bon Appétit
Zutaten: 
Boden:
150 g Butterkekse, in der Küchenmaschine fein zermahlen
(im Original: Graham Crackers, die gab es aber nicht)
3 EL Zucker
100 g Butter, geschmolzen
Füllung:
ca. 1,3 kg Süßkartoffeln (3 große)
1 Dose gezuckerte Kondensmilch (397 g)
(50 g Zucker) habe ich weggelassen, hat nicht gefehlt
2 Eier, Größe L
2 EL frischer Zitronensaft
1 TL Zimt
1/2 TL Muskatnuss
1 Prise Salz
Marshmallow-Baiser:
1 Glas Marshmallow Creme (z.B. Marshmallow fluff, Feinkostgeschäft)
3 große Eiweiß
1 Prise Salz
50 g Zucker (würde ich beim nächsten Mal weglassen)
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Butterkeks-Krümel und den Zucker in einer Schüssel vermischen. Die geschmolzene Butter untermischen, bis sich die Krümel leicht feucht anfühlen, wenn man sie mit den Fingerspitzen zusammendrückt. Falls sie noch zu trocken sind, etwas mehr Butter schmelzen und unterrühren. Die Mischung in eine runde (Pie-)Form (22 cm Durchmesser) geben und fest andrücken, an den Seiten einen 3 cm hohen Rand hochziehen. Den Boden für ca. 10 Minuten backen, bis er leicht gebräunt ist.
Für die Füllung die Süßkartoffeln mit einer Gabel rundum einstechen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech in den Ofen schieben, ca. 75 Minuten bei 180 Grad backen, bis sie sehr weich sind, wenn man mit der Gabel hineinsticht. Abkühlen lassen, dann aufschneiden und das Innere herauslöffeln. Mit dem Pürierstab zu einem glatten Brei verarbeiten. 500 g davon abmessen, den Rest beiseite stellen und anderweitig verwenden. Den Brei komplett auskühlen lassen, dann mit der Kondensmilch und den übrigen Zutaten für die Füllung verrühren. Die Füllung auf den Pie-Boden geben und bei 180 Grad ca. 50 Minuten backen – bis die Füllung in der Mitte abgesunken und am Rand leicht erhöht ist. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Dann für mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank abkühlen.
Für den Marshmallow-Baiser: Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Marshmallow Creme in eine große Schüssel geben. In einer weiteren Schüssel die Eiweiße und Salz mit dem Mixer steif schlagen. Dann langsam, Löffel für Löffel, den Zucker hinzugeben und weiterrühren, bis der Eischnee sehr steif ist, glänzt und Spitzen bildet. Ein Drittel des Eischnees mit dem Teigschaber in die Marshmallow Creme einarbeiten. Die Creme ist zunächst recht zäh. Dann in zwei Portionen den restlichen Eischnee unterheben. Die Masse auf den Pie geben, in der Mitte leicht erhöht. Mit einem Messer kleine Wellen hochziehen. Den Pie auf der obersten Schiene so lange backen, bis sich die Baiser-Spitzen leicht braun verfärben (ca. 4-5 Minuten). Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen, bis der Baiser Zimmertemperatur erreicht hat.