Sonntagsbäckerei: Mandorlini

Kaffee und was zum Knabbern, das ist ja leider eine sehr geile Kombination – siehe diese Cantucci. Das weiß auch meine Freundin Kerstin, die vor einer Weile damit angefangen hat, mir zusätzlich zu ihrem fantastischen Cappuccino auch noch diese kleinen marzipanigen Köstlichkeiten zu servieren. Sie sind ein bisschen knusprig, innen weich, und mandelig-süß. Ähnlich gibt es sie auch an der Kaffeetheke der Vapiano-Restaurants. Das Rezept für diese Teile hat Kerstin bei Good Stuff By Anne gefunden (mit praktischen Schritt-für-Schritt-Fotos) – und das nehme ich jetzt auch als Vorlage. Nur mit etwas weniger Zucker und Marzipan als sie habe ich sie gemacht.

MANDORLINI
Quelle: Good Stuff By Anne
für ca. 40 Stück
Zutaten:
300 g geschälte gemahlene Mandeln
50 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g Puderzucker, plus etwas zum Bestäuben
110 g brauner Rohrzucker
300 g Marzipanrohmasse
2 Eiweiß
1 EL Amaretto
100 g Mandelblättchen
Zubereitung:
Zwei Backbleche mit Backpapier belegen und den Backofen auf 180 Grad vorheizen. In einer Rührschüssel gemahlene Mandeln und Mehl mit dem Backpulver vermischen, dann Zucker und braunen Zucker hinzufügen. Kleine Stücke vom Marzipan abzupfen und hinzugeben, zwischendurch immer mal wieder ein wenig umrühren, um es mit den trockenen Zutaten zu bedecken. Dann Eiweiß und Amaretto hinzufügen und mit den Knethaken des Handrührers alles zu einem klebrigen Teig verarbeiten. Die Mandelblättchen auf einen Teller geben. Mit feuchten Händen aus dem Teig walnussgroße Kugeln formen und anschließend in den Mandelblättchen wälzen.
Die Mandelkugeln auf die Belche setzten und ca. 12 Minuten bei 180 Grad backen, bis die Oberfläche der Kugeln leicht gebräunt und etwas aufgesprungen ist. Etwas abkühlen lassen und dann mit Puderzucker bestäuben.

 

Sonntagsbäckerei: Cantucci

Normalerweise bin ich ja eher ein Fan der weichen, saftigen Kekse. Aber wenn ich mich zum Kaffee* nach einer Knabberei sehne, dann sind es ganz oft diese harten, trockenen Dinger: italienische Cantucci. Die, von denen man in netten Cafés manchmal ein kleines Stückchen auf die Cappuccino-Untertasse gelegt bekommt. Die, in denen dicke Mandelstücke drin sind. Genau die. Garantiert nicht zuckerfrei. Auf die hatte ich gestern Lust. Und ich wusste auch gleich, wo ich das Rezept finden würde: In „La cucina dolce“ von Carlo Bernasconi und Larissa Bertonasco (Verlagshaus Jacoby Stuart), das mir meine Mutter mal geschenkt hat. Ein hübsches Büchlein rund um „die leckersten italienischen Süßspeisen“, wie es auf dem Titel heißt. Die Kapitel sind unterteilt nach den Hauptbestandteilen von Kuchen, Eis oder Süßspeisen, z.B. Pfirsiche, Nüsse oder Äpfel. Die Rezepte sind einfach gehalten, so dass man nach Belieben variieren kann. Einziges Manko: Es gibt keine Fotos – dafür allerdings zauberhafte Illustrationen. Aber bei den Klassikern wie Tiramisu und Co. weiß man ja ohnehin, wie sie aussehen sollen.

*in Italien knabbert man sie traditionellerweise zum Vin Santo, dem toskanischen Dessertwein

CANTUCCI – TOSKANISCHE MANDELKEKSE
Quelle: Carlo Bernasconi und Larissa Bertonasco: La cucina dolce
für 30-50 Stück
Zutaten:
250 g Mandeln (enthäutet, steht im Rezept, ich mag sie lieber mit „Haut“)
4 Eier
280 g Zucker
100 g weiche Butter
500 g Mehl
4 g Trockenhefe
1 Prise Salz
1 Eigelb (kein Muss, finde ich)
Zubereitung:
Den Backofen auf 190 Grad vorheizen. Die Mandeln grob hacken, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 3 bis 4 Minuten rösten. Herausnehmen und auskühlen lassen.
Die 4 Eier mit dem Zucker zu einer schaumigen Masse verrühren. Butter, Mehl, Trockenhefe, Salz und Mandeln dazugeben und (mit den Knethaken des Mixers) zu einem glatten Teig kneten (er bleibt ein bisschen klebrig, zumindest war es bei mir so). Den Teig in zwei oder drei Portionen teilen – je nachdem, wie groß die Cantucci werden sollen – , mit den Händen zu länglichen Teigrollen formen und auf ein (bis zwei) mit Backpapier belegte Backblech(e) geben. Die Oberfläche mit dem Eigelb bepinseln (kein Muss, finde ich, aber dadurch kann man sie noch ein bisschen in Form bringen und glätten). Die Teigrollen 20 Minuten backen. Das Backblech dann sofort auf dem Ofen nehmen. Die Teigrollen etwas auskühlen lassen und in 1,5 cm dicke Kekse schneiden. Die Kekse mit der Schnittfläche zurück aufs Backblech geben und nochmals 10 Minuten ausbacken lassen.

New Pizz On The Block

Hurra, morgen geht es endlich mal wieder nach Italien. Zwar nur für eine Woche, aber ich will nicht meckern. Hoffe nur, dass das Wetter am Comer See auch mitspielt. Aber wenn nicht: auch nicht schlimm. Kann ich ja immer noch den ganzen Tag Cappuccino in mich hineinschütten (obwohl man das ja eigentlich nicht tut, Cappuccino ist ja nach italienischem Selbstverständnis nur etwas für morgens) und Pizza und Pasta essen. Und damit wären wir auch schon beim Thema: Schon seit einer Weile wollte ich etwas über den netten Italiener schreiben, der bei uns um die Ecke in Neuhausen (am Romanplatz) eröffnet hat. Also, los geht’s. Die Bilder stammen noch vom ersten Besuch, als wir draußen sitzen konnten.

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Mittlerweile waren noch drei weitere Male dort und fanden den ersten Eindruck immer wieder bestätigt: Echt lecker und echt nett hier. Spezialität ist – wie der Name ja schon sagt – Mozzarella in verschiedenen Varianten, dafür gibt es sogar eine eigene Doppelseite auf der Speisekarte. Super auch für den kleinen Hunger: Man kann sich einfach eine Kugel Mozzarella mit beliebigem Topping (z.B. gegrilltes Gemüse, Artischocken oder Aufschnitt wie gekochter Schinken) bestellen.
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Ich hatte den lustig verknoteten Burrata, mit Artischocke. Prima!IMG_4020
Noch eine leckere Vorspeise: Garnelen- und Zucchini-Würfel auf Rote Bete-Carpaccio.
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Die Spaghetti Aglio e Olio – auch sehr fein! Es gibt natürlich noch jede Menge, auch aufregendere, Pasta-Gerichte. Auf der Tageskarte auch immer schöne Abweichungen von den üblichen Arrabiata-Bolognese-Carbonara-Nummern, die man sonst so beim Italiener bekommt.
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Und die Pizza: Hammer!
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In der offenen Küche kann man zusehen, wie sie gemacht wird.IMG_4052
Hier noch ein Blick ins Innere, leider ein wenig verschwommen.IMG_4053
Die Atmosphäre: sehr nett und herzlich, wir hatten jedes Mal Top-Service. Gefällt!

MOZZAMO
Gaßnerstraße 1, München. Neuhausen-Nymphenburg
mozzamo.de
Öffnungszeiten: Montag – Sonntag 11-24 Uhr

Es tut sich was in unserer Ecke in Neuhausen. Nicht nur das Mozzamo ist (relativ) neu, im Neubau-Einkaufsviertel um die Ecke hat auch ein cooler (nicht ganz so schneller, aber leckerer) Fastfood-Mexikaner eröffnet. Dazu bei Gelegenheit mehr.

Pfirsich-Melba-Tiramisu

Wetter ist ja eine höchst subjektive Sache. Natürlich könnte man Statistiken bemühen, Fakten sprechen lassen und ganz genau überprüfen: Ist dieser Sommer jetzt heißer, trockener, „besser“ als andere? Aber irgendwie bleibt dann doch nur die gefühlte Temperatur, der verregnete Tag in Erinnerung. Oder eben der strahlende Sonnenschein, der laue Sommerabend. Was ich damit sagen will: Ich habe das (zutiefst subjektive) Gefühl, in diesem Jahr um meinen Sommer geprellt worden zu sein. Jedes Mal, wenn ich von München aus mit meiner Mutter in Hamburg telefoniere, sagt sie so etwas wie „Puh, ich kann gar nicht auf dem Balkon sitzen, viel zu heiß!“ Während ich hier in einen gewittergrauen Himmel starre und an diesem gewissen Geräusch der Autoreifen höre, dass die Straße mal wieder nass ist. Zugegeben, heute morgen hatten wir hier auch strahlend blauen Himmel. Und an einem Abend diese Woche saß ich auch schon draußen beim Griechen. Aber das ist ja immer schnell wieder vergessen. Um mich also daran zu erinnern, dass es sehr wohl schon schöne Sommertage dieses Jahr gab, kommt hier ein Dessert, das ich kürzlich für einen wunderbaren Draußensitz-Abend als Abschluss einer Grill-Session mit Freunden gemacht habe. Sommer zum Essen sozusagen. Ein „echtes“ Foto vom Abend selbst habe ich leider nicht, dazu war es zu dunkel, muss also ein Foto vom Foto herhalten. Habt ein schönes Wochenende!

PFIRSICH-MELBA-TIRAMISU
Quelle: essen & trinken Juli 2012
für 8 Portionen
Zutaten:
Mascarpone-Creme:
3 Blatt weiße Gelatine
500 g Mascarpone
500 g Magerquark
250 g Vanillejoghurt
70 g Puderzucker
100 ml Orangensaft (frisch gepresst von 1 Orange)
Himbeerspiegel:
300 g TK-Himbeeren
50 g Gelierzucker 3:1
200 g frische Himbeeren
Zum Schichten:
3 reife gelbfleischige Pfirsiche (ersatzweise 8 Pfirsichhälften aus der Dose)
200 ml Orangensaft (frisch gepresst von 3-4 Orangen)
4 EL Zitronensaft
ca. 250 g Löffelbiskuit
Zubereitung:
Für die Mascarpone-Creme Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen. Mascarpone, Quark, Joghurt und Puderzucker gut verrühren. Orangensaft leicht erwärmen, gut ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Mischung unter die Creme rühren. Für den Himbeerspiegel die TK-Himbeeren auftauen lassen.
Die Pfirsiche waschen, halbieren, entsteinen. Hälften in dünne Spalten schneiden. Zum Tränken Orangen- und Zitronensaft mischen. Die Hälfte der Löffelbiskuits mit der gezuckerten Seite nach unten in eine Form (ca. 25 x 25 cm) legen. Mit der Hälfte der Orangen-Zitronensaft-Mischung beträufeln (oder: Löffelbiskuits in die Mischung dippen, dann in die Form legen). Die Hälfte der Mascarpone-Creme daraufstreichen. Pfirsichspalten dicht an dicht darauflegen. Restliche Löffelbiskuits daraufsetzen. Mit dem Rest der Orangen-Zitronensaft-Mischung beträufeln, die restliche Creme daraufstreichen. Kalt stellen.
Aufgetaute Himbeeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Mit dem Gelierzucker in einem Topf mischen. Unter ständigem Rühren aufkochen, dann 3 Minuten kochen lassen. Masse in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen. Wenn die Himbeer-Masse abgekühlt ist, dünn auf die Mascarpone-Creme streichen und die frischen Himbeeren darauf verteilen. 2 Stunden kalt stellen. Die (huch, ich dachte immer, es heißt das!) Tiramisu in 8 Stücke schneiden, auf einer Platte anrichten und servieren.

 

 

 

3x Italien-Glück in München

Jaja, München, „die nördlichste Stadt Italiens“ und so. Ist ein Klischee, stimmt manchmal aber eben doch. Gestern Abend zum Beispiel hat es sich wieder auf das Schönste bestätigt: Da saßen wir bei (endlich!) milden Temperaturen im Straßencafé, vor uns einen Hugo, der natürlich „extra aus Italien!“ kam und mit einem „prego, bellissima“ serviert wurde. Auch wenn der Italian Schmäh zum Standard-Repertoire für die Gäste gehört, macht das Spielchen doch Spaß. Da kommt man doch gerne wieder. Und wieder. Meine drei Lieblings-Italiener:

  • Zum einen das Piacere Nuovo in Neuhausen, das Café von gestern Abend, das zwar nicht weitab von der lauten Arnulfstraße liegt, aber trotzdem ein sehr lauschiges Plätzchen ist, um abends draußen zu sitzen. Außer besagtem Hugo, Spritz und Konsorten gibt es auch Pizza, Pasta und Salate. Nachmittags leckere Kuchen. Ich war auch schon Gast im Piacere, als es noch nicht „Nuovo“ war – aber jetzt gefällt es mir viel besser. Seit der smarte Adriano Barbagiovanni und sein Papa Antonio es Ende letzten Jahres übernommen haben, hat das Café wirklich gewonnen. Antonio führt schon lange das Bistro La Prima Volta in der Thorwaldsenstraße. In Sachen Charme und Italo-Flair stehen sich Vater und Sohn in nichts nach.
  • Nicht in meiner Nachbarschaft, deswegen nicht ganz so oft von mir besucht, ist das Ristorante Dal Cavaliere am Rosenheimer Platz. Aber wenn ich mal da bin, bin ich jedes Mal wieder beglückt. Weil es hier den vielleicht besten Prosciutto di Parma in ganz München gibt. Wie Butter schmilzt der im Mund! Und der Mozzarella. Der Mozzarella! Ein Gedicht. Wir haben schon einige Geburtstage von Freunden hier gefeiert, und immer viel Spaß gehabt. Draußen sitzen kann man hier auch.

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  • Eine Liste meiner Lieblings-Italiener in München wäre nicht komplett ohne eine Nennung des La Bruschetta in der Nymphenburger Straße. Das Essen ist köstlich, es gibt italienische und wunderbare Südtiroler Küche (Schlutzkrapfen, Knödel & Co.), auch die Pizzen sind klasse. Drinnen ist es recht rustikal, aber gemütlich, am allerliebsten sitze ich jedoch im Sommer draußen unter den Sonnenschirmen, hinter dichten Büschen von der Straße abgeschirmt. So schön, dass ich seit Jahren meinen Geburtstag hier feiere.

    Nachtrag vom 12.6.: Seit ich das letzte Mal im La Bruschetta war, hat der Pächter gewechselt. Jetzt soll das Konzept dort, bei gleichem Namen, etwas anders sein. Ich war seitdem noch nicht wieder dort, kann also zur Qualität der Küche nichts sagen. Wer aber tolle Südtiroler Küche essen will, wie es sie früher im Bruschetta gab (fantastisch), der muss an den Deininger Weiher südlich von München fahren. Dort tischt im Waldhaus Deininger Weiher die Familie Tschurtschenthaler mit Team ganz vorzüglich auf. 

PIACERE NUOVO
bei facebook
Neuhausen, Donnersbergerstraße 54
Öffnungszeiten:
Montag – Sonntag 9-22 Uhr

DAL CAVALIERE
www.dalcavaliere.de
Haidhausen, Weißenburgerstraße 3
Öffnungszeiten:
Montag – Sonntag 11.30-0.30 Uhr

LA BRUSCHETTA
www.la-bruschetta.de
Neuhausen, Nymphenburger Straße
Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag 11.30-0 Uhr
Samstag 16-0 Uhr
Sonntag 11.30-23 Uhr

Song of the Day: Toto Cutugno: L’Italiano

Isch abe gar kein‘ Ofen

Normalerweise gehe ich nicht (gern) auf Partys, bei denen ich den Gastgeber nicht kenne. Letzte Woche habe ich zum Glück eine Ausnahme gemacht. Da war die Book-Release-Party von Bruno „Isch abe gar kein Auto“ Maccallini. Der Cappuccino-Mann, ihr erinnert euch? Sein Kochbuch Für die italienischen Momente in der Küche erscheint heute, er hatte vorab schon mal ein wenig daraus gekocht (und kochen lassen). Und wie fast immer bewahrheitete sich die Erkenntnis, dass die besten Partys in der Küche stattfinden. In diesem Fall war die ganze Location (die Kochgarage in München) eine einzige Küche, und es wurde fröhlich geknetet, gebrutzelt und ausgeschenkt. Bruno hatte seine Tochter dabei, Freunde und Lebensgefährtin Jutta (Speidel) waren auch dabei, dazwischen wuselten wir Journalisten. Sorry für die verwaschenen Bilder, meine Kamera war dem Event wohl nicht gewachsen…

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Lecker: Trofie mit Petersilien-Pesto
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Pizza in der Pfanne
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Brunos Tochter Martina liest mit entzückendem italienischen Akzent das Tiramisu-Rezept vor.
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Das Tiramisu. Mir war ein wenig zu viel Kakaopulver drauf, aber lecker war es.

Erkenntnis eins: Jutta macht –  laut Bruno – ein hervorragendes „Knochenloch“ (Ossobuco). Erkenntnis zwei: Pesto kann man auch mit Kartoffelbrei zubereiten (das werde ich bald mal nachkochen). Und Erkenntnis drei: Zum Pizzabacken braucht man keinen Ofen. Bruno servierte uns nämlich köstliche Pizzen aus der Pfanne, eine Idee, die er sich von Sophia Loren im Film Das Gold von Neapel abgeguckt hat. Köstlich! Ich verrate euch das Rezept:

GRUNDREZEPT FÜR PIZZA
Quelle: Bruno Maccallini: Für die italienischen Momente in der Küche
(für 6 mittelgroße Pizzas)
Zutaten:
800 g Mehl
200 g Hartweizengrieß
2 EL Meersalz
1 EL Zucker
14 g Trockenhefe (oder 42 g Frischhefe)
600 ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl
Zubereitung:
Dauer: 45 Minuten plus mindestens 2 Stunden Ruhezeit für den Teig
Mehl, Grieß, Salz, Zucker und Hefe in einer Schüssel vermengen. In die Mitte eine Mulde drücken und Wasser und Olivenöl dazugießen. Zunächst mit einer Gabel zu einem Teig verrühren und dann auf einem bemehlten Backbrett mit den Händen weiterkneten. So lange kneten, bis der Teig weich und elastisch ist (10-15 Minuten). Falls er zu feucht ist, noch etwas Mehl hinzufügen; falls er zu trocken ist, noch etwas lauwarmes Wasser zugeben. Den Teig 1/2-1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu kreisrunden Pizzas ausrollen.

PIZZA IN DER PFANNE
Quelle: Bruno Maccallini: Für die italienischen Momente in der Küche
Pizzateig nach dem Grundrezept herstellen.
Den Teig zu kreisrunden Pizzas formen, die größenmäßig auf die Pfanne zugeschnitten sind, die Ihnen zur Verfügung steht. In der beschichteten Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen und den Pizza-Fladen darin auf der unteren Seite kurz goldbraun anrösten. Wenden. Mit Zutaten Ihrer Wahl belegen. (bei Bruno gab es eine sehr schmackhafte Tomatensoße, Kirschtomaten, Mozzarella – schlicht, aber köstlich). Einen Deckel auf die Pfanne setzen und den Pizza-Fladen so lange goldbraun braten, bis der Teig gar und der Mozzarella (den Sie ja sicherlich draufgelegt haben) geschmolzen ist. Zum Servieren eventuell mit weiteren frischen Zutaten, wie Basilikum, Schinken oder Rucola, belegen.

Draußen sitzen: Salò

Ist der Gardasee viel zu deutsch, oder immer noch die schönste Möglichkeit, schnell mal Italien-Flair zu tanken? Darüber kann man geteilter Meinung sein. Einig waren waren jedoch meine Freundin Irene und ich uns darin, dass wir gestern mit der Pizzeria/Bar Salò in der Schraudolphstraße, benannt nach einem Ort am Gardasee, die perfekte Location gefunden hatten, um nett zu sitzen und zu plaudern. Ich habe mich mit einer sehr anständigen, schön dünnen und knusprigen Pizza Bufala (9,80 €) vergnügt und, glaube ich, meinen neuen Lieblingsdrink gefunden: Crodino Spritz (5,80 €). Wenn man es gern bitter mag – wie ich – ist das Gemisch aus Prosecco, dem alkoholfreien, leicht bitteren Crodino, und Grapefruit eine leckere Sommererfrischung.

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Auf der Facebook-Seite des Salò habe ich übrigens dieses nette und simple Rezept für Spaghetti à la Sophia Loren gefunden:
– Zwiebeln in Olivenöl anbraten
– Geschnittene Tomatenscheiben dazugeben
– Einkochen und immer wieder etwas Wasser dazugeben
– Keine Kräuter oder Knoblauch!
– In einer Schale Sardellenbutter (normale Butter und Sardellen geht auch) mit halber Zitrone wie ein paar Anchovis vermischen und mit Gabel zerdrücken.
– Nudeln in Topf mit Sauce vermengen
– Parmesan drauf
Buon Appetito!
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SALÒ
Schraudolphstraße 44, München Maxvorstadt
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag  11.30 – 0 Uhr, Samstag und Sonntag 19 – 1 Uhr
www.salomuenchen.de

Mittags in München: Ein bisschen Dolce Vita

Der Sommer kann sich ja anscheinend gerade nicht so richtig entscheiden – should I stay or should I go?, also macht man sich sein Sommergefühl am besten selbst. Mir gelingt das stets zuverlässig mit einer ordentlichen Dosis Italien: Guter Kaffee, schnulzige Musik, leckeres Essen, guter Wein. Oder Hugo. Klar, dieser „Szene-Drink“ ist eigentlich schon wieder total out, mir schmeckt er trotzdem noch. Außerdem hat meine Freundin Denise gerade von einem Kurzurlaub am Gardasee die Inspiration für eine gepimpte Variante mitgebracht:

HUGO MIT SCHUSS

Zusätzlich zu Eiswürfeln, Holundersirup, Prosecco und Minzblättern gibt man neuerdings noch ein paar Tropfen Sambuca dazu. Cin cin!

Man muss also gar nicht unbedingt über den Brenner fahren für ein bisschen Dolce Vita… Mittags findet man das süße Leben in München zum Beispiel auch im Restaurant OhJulia, (wie in Romeo & Julia, you know…). Wir waren an Mr. Bs Geburtstag dort, in der Hofstatt-Passage an der Sendlinger Straße. Hier bekommen nicht nur unsere Mägen, sondern auch die Augen Futter: Hell, freundlich, modern und stylisch ist der im April eröffnete Laden. In die Antipasti-Theke und die Türme aus frisch gebackenem Brot möchte man gleich reinhüpfen, so lecker sieht alles aus.
Serviert wird italienisches Essen auf die Schnelle, aber mit Anspruch. Mr. B und ich teilen uns einen kleinen vegetarischen Antipasti-Teller, danach gibt es für mich einen Toscanischen Brotsalat und für Mr. B eine Pizza Margherita. Bestellt wird an der Theke, dann erhalten wir für jedes Hauptgericht einen Pager, den wir am Tisch auf eine markierte Stelle legen. So kann uns dann der Service finden und das Essen an den richtigen Tisch bringen. Die Getränke holen wir mit dem Kassenbon an der Bar, die Antipasti-Zusammenstellung können wir aus der Vitrine selbst wählen, zum Beispiel eine halbe Kugel Mozzarella, Paprika- und Zucchini in Öl, Oliven, Pecorino-Käse und eingelegte Zwiebeln und Pilze. Dazu gibt es zwei Scheiben frisches Brot. Am Pizza- und Brotofen stehen italienische Pizzabäcker, das Servicepersonal sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch fähig und freundlich. We like! Und das Essen schmeckt vorzüglich, die Pizza ist die perfekte Symbiose aus Knusprigkeit und Saftigkeit, die Antipasti auch eine Wucht.
OhJulia
Am Schluss räumt Chef Marc Uebelherr (betreibt unter anderem auch Gast, Ocui, Le Copain) noch persönlich unseren Tisch ab, fragt, wie es uns geschmeckt hat, und lädt uns zum OhJulia,-Sommerfest ein. Netter Zug. Warum die italienische „OhJulia,“ (gesprochen Ohdschulia) eigentlich nicht italienisch „Giulia“ geschrieben wird, will ich noch von ihm wissen. Das sah einfach nicht gut aus, sagt er. Na dann. Dolce vita with a twist.
Hier gibt es ein Porträt über ihn.
OhJulia Innenhof
Im Innenhof kann man auch nett draußen sitzen. Und am 12.7. ab 19 Uhr findet das Sommerfest mit „Gerry&Gary with their used underwear“ und DJ ChrisTiano statt.

OhJulia!
Am Färbergraben 18, München
Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-1 Uhr, So 10-21 Uhr

So, und jetzt meine letzte Maßnahme für heute, um den Sommer heraufzubeschwören: Musik! Im OhJulia, liefen jede Menge italienische Ohrwürmer, als wir dort waren, und die machen mir eigentlich immer gute Laune. Gefühlt waren es diese hier:
Enzo Belmonte: Ti amo
Toto Cotugno: Innamorati
Marco Pizzini: Tu sei l’unica donna per me
Marino Marini: Marina
Al Bano & Romina Power: Felicità
Angelo Fabiani: Canzone Italiana
Toto Cotugno: Insieme: 1992
Adriano Celentano: Azzurro
I Santo California: Tornerò
Ricchi & Poveri: Sarà perche ti amo

Wer bei Spotify registriert ist, kann sie sich hier anhören