Meatfree Monday: Dal mit Süßkartoffel und Kokos-Chutney

Von dem schönen vegetarischen Kochbuch a modern way to eat von Jamie Oliver-Schülerin Anna Jones hatte ich ja bereits hier berichtet. Jetzt habe ich endlich ein weiteres Rezept ausprobiert. Fazit: So lecker!
Man braucht eine ganze Menge Gewürze (die meisten am besten im Asia-Laden zu beziehen), aber hat man die erst einmal zusammen, ist das Ganze sehr einfach. Das Dal ist der Hit, das wird es bei mir in Zukunft bestimmt öfter geben. Auf das Kokos-Chutney dazu kann ich allerdings verzichten, das war zu umständlich und kein Wow-Erlebnis. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich keine frischen Curryblätter hatte (die Anna Jones zu ihren Lieblingszutaten zählt), sondern dass sie schon eine Weile bei mir im Eis lagen? Wie dem auch sei: Die Kombi Dal-und würzige Süßkartoffeln ist wirklich toll. Happy Monday!

DAL MIT KNUSPRIGER SÜSSKARTOFFEL UND SCHNELLEM KOKOS-CHUTNEY
für 4 Personen
Zutaten:
Für die Süßkartoffeln:
2 Süßkartoffeln, ungeschält, gewaschen und in etwa 1,5 cm große Würfel geschnitten
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL Fenchelsamen
Olivenöl
Für das Dal:
2 Knoblauchzehen, geschält und gehackt
1 daumengroßes Stück Ingwer, geschält und grob gehackt
1 grüner Chili, fein gehackt
1 rote Zwiebel, geschält und grob gehackt
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Koriandersamen
1 TL gemahlener Kurkuma
1 TL Zimt
200 g rote Linsen
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
2 große Handvoll Blattspinat (gern auch mehr)
1 Bund Koriandergrün, mit Stängeln grob gehackt
Saft von 1 Zitrone
Für das Kokos-Chutney:
50 g Kokosraspel
1 TL schwarze Senfsamen (habe ich nicht bekommen, daher nur „normale“ genommen)
10 Curryblätter
etwas Pflanzenöl oder Kokosöl
1 Stück (20 g) Ingwer, geschält und fein gerieben
1 roter Chili, fein gehackt
Zubereitung:
Den Backofen auf 220 Grad (Umluft 200 Grad/Gas Stufe 7) vorheizen. Die Kokosraspel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen.
Inzwischen für das Dal in einem großen Topf den Knoblauch mit dem Ingwer, dem Chili und der roten Zwiebel etwa 10 Minuten in etwas Öl anbraten, bis sie weich und süß geworden sind. Die Kreuzkümmel- und Koriandersamen im Mörser zerstoßen, dann mit den anderen Gewürzen in den Topf geben und einige Minuten anbraten, damit sie ihre Öle freisetzen. Die Linsen, die Kokosmilch und die Brühe hinzufügen und zum Simmern bringen. Die Temperatur senken und alles 25 bis 30 Minuten sanft köcheln lassen.
Die Süßkartoffeln auf einem Backblech verteilen, eine kräftige Prise Salz und Pfeffer, den Kreuzkümmel und die Fenchelsamen darüberstreuen und mit Olivenöl beträufeln. Im Ofen 20 bis 25 Minuten rösten, bis die Süßkartoffeln innen weich und süß und außen knusprig braun sind.
Inzwischen das Chutney (so man denn will) zubereiten. Dazu die eingeweichten Kokosraspel abgießen und in eine Schüssel geben. Die Senfsamen und die Curryblätter in etwas Öl anbraten, bis sie zu knistern beginnen, dann über die Kokosraspel gießen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann den Ingwer und den Chili unterrühren und alles sorgfältig vermischen.
Zum Fertigstellen das Dal vom Herd nehmen, den Blattspinat unterrühren und kurz zusammenfallen lassen. Die Hälfte des gehackten Koriandergrüns und den Zitronensaft untermischen. In Schüsseln verteilen, die Süßkartoffelstücke darauf anrichten, darauf ein paar Löffel Kokos-Chutney und das restliche Koriandergrün geben.

Anna Jones serviert das Dal gern mit gegrilltem Chapati oder Roti, und empfiehlt für sehr Hungrige noch etwas Natur-Basmatireis dazu. Es ist aber sehr sättigend.

Noch mehr Linsen-Rezepte?
Wie wäre es zum Beispiel mit dieser Ananas-Linsen-Suppe oder einer Asiatischen Kokos-Linsensuppe?

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Feierabendessen bei Freunden

Ich weiß gar nicht, was ich schöner finde: Gute Freunde bekochen – oder von ihnen bekocht werden. Gestern Abend eindeutig Letzteres: Da durfte ich bei meiner Freundin K und ihrer Familie mitessen. Sie hatte Pasta gekocht, ihr Mann schenkte Wein ein, die kleine Tochter flitzte fröhlich in der Küche herum. Warm, unkompliziert, gemütlich. Schön, wenn man auch mal ohne großen Anlass, ohne spezielle Vorbereitung, zu Gast sein darf. Nudeln und Salat, perfekt für einen Donnerstagabend. Die Pastasoße, nach einem Rezept von Jamie Oliver, kommt bei ihnen öfter auf den Tisch – das beweisen die Soßenspritzer an der entsprechenden Stelle in Genial kochen mit Jamie Oliver. Lustig, da fällt mir ein, dass ich schon einmal bei Freunden bei einem spontanen Feierabendbesuch mit einem Jamie Oliver-Gericht beglückt worden bin. Damals war es ein fantastisches Curry – das Rezept muss ich mir auch mal geben lassen. Aber jetzt erst mal dieses:

SPAGHETTI MIT SALAMI, FENCHEL UND TOMATEN
Quelle: Genial kochen mit Jamie Oliver
Zutaten für 4 Portionen:
natives Olivenöl extra
140 g pikante italienische Salami, in Scheiben geschnitten
2 Knoblauchzehen, geschält und fein geschnitten
1 TL Fenchelsamen
1 Fenchelknolle, halbiert und in feine Scheiben geschnitten, das Fenchelgrün gehackt
2 Dosen Tomaten (je 400 g)
nach Belieben 1 getrocknete Chilischote, zerbröselt
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
450 g Spaghetti oder Linguine
2 Handvoll Brotbrösel
nach Belieben 1 Zweig frischer Rosmarin
Zubereitung:
Zwei gute Spritzer Olivenöl in eine Pfanne geben. Salami und geschnittene Knoblauchzehen zufügen. Die Fenchelsamen im Mörser oder mit dem Messer leicht zerdrücken und ebenfalls in die Pfanne geben. Eine Minute bei schwacher Hitze anbraten – das Fett sollte aus der Salami austreten und diese leicht knusprig werden. Die Fenchelscheiben zugeben, umrühren, die Pfanne zudecken und die Temperatur auf mittlere Hitze erhöhen. Fünf Minuten lang dünsten, dann die Tomaten aus der Dose und nach Belieben etwas getrockneten Chili einstreuen. 25 Minuten schwach kochen, bis die Mischung eingedickt ist. Nach Belieben würzen. Die Pasta in einem großen Topf mit siedendem Salzwasser al dente kochen. In der Zwischenzeit stelle ich (also Jamie Oliver) die knusprigen Brotbrösel (Pangritata) her, die diesem Gericht Struktur und Biss verleihen: Ich schneide die Krusten von altem Brot ab und zerkleinere sie im Mixer, bis sie bröselig sind. Die Brösel mit 4 oder 5 EL Olivenöl knusprig rösten. Manchmal gebe ich auch ein paar Rosmarinzweige dazu – das gibt ein würziges Aroma. Wenn die Pasta gar ist, abgießen und sofort mit der Tomatensoße vermischen. In einer großen Schüssel servieren und mit dem Fenchelgrün und den knusprig-goldenen Bröseln bestreuen. Sofort essen und dazu ein Glas guten Rotwein trinken. Haben wir gemacht! Dazu gab es einen bunten Salat. Danke, ihr Lieben!