Fernweh-Freitag

Dieses Rubrik habe ich lange nicht befüllt, aber heute habe ich mal wieder Lust dazu. Was gibt es Neues, Schönes, Ansehenswertes rund um die Welt?

  • Eine Freundin postete kürzlich auf Facebook einen Reisetipp: Mit Schlittenhunden durch Alaska. Weitere Highlights des Arktis-Abenteuers: Wandern zu heißen Quellen, Kajak fahren, Sonnenuntergänge und Nordlichter beobachten. Klingt doch nicht schlecht, oder? Wenn man Kälte mag zumindest.
  • Ich sehne mich dagegen schon wieder nach Sonne. Darum entlockt mir auch eher die Pressemitteilung, dass morgen ein neues Boutique-Hotel in Palma de Mallorca eröffnet, ein fröhliches Seufzen. Das Sant Frances Hotel Singular hat 42 Zimmer in der historischen Altstadt und ist laut The Times (UK) eines der „Hot Hotel“ openings 2015. Vermutlich nicht so ganz meine Preisklasse, aber man wird ja noch träumen dürfen.
  • Noch weiter gen Süden: Für Neckermann Reisen habe ich hier (links, unter „Tipps unserer Reiseblogger“) meine Lieblingstipps für Kapstadt und Umgebung aufgeschrieben, ein kleines Best-of der Reisen mit Mr. B in seine Heimat. Und für den nächsten Südafrika-Trip wächst schon wieder die Liste von Restaurants, in denen ich dann unbedingt essen möchte. Zum Beispiel Oep ve Koep in Paternoster (etwa 1,5 Stunden von Kapstadt Richtung Norden), Babylonstoren im Drakenstein Valley und Black Sheep in Kapstadt.
  • Ein wenig näher dran: Am schönen Chiemsee ermittelt wieder Frau Maier: Meine Freundin Jessica Kremser hat den dritten Band ihrer Krimireihe um die „bayerische Miss Marple“ vorgelegt: „Frau Maier sieht Gespenster“. I like!
  • Im ZEIT Magazin haben sie diese Woche das Hotel Charlottenhof in Ahrenshoop (das liegt „an der Grenze zwischen Mecklenburg und Vorpommern“, wie es auf der Hotel-Website heißt) empfohlen. Beim Anblick des reetdachgedeckten Friesenhäuschens wurde ich ganz sehnsüchtig. Da will ich hin!
  • Die Welt am Sonntag widmete sich letzte Woche dem Trend „Brühe to go“: Das Getränk der Stunde sind nicht mehr Kale-Smoothies oder Matcha-Lattes, sondern es ist die gute alte Fleischbrühe, die etwa in hippen Lokalitäten wie brodo in New York oder Bone Daddies in London angeboten wird. Auch die Hemsley-Schwestern empfehlen die bone broth in ihrem Kochbuch wärmstens.
  • Aus dem Newsletter „Checkpoint“, den der Tagesspiegel-Chefredakteur jeden Morgen verschickt, habe ich erfahren, dass Gründonnerstag (2. April) der „Tag der Spitzengastronomie“ ist. Dazu richtet das Facil, ein 2 Sterne-Restaurant in Berlin, ein 5-Gänge-Menü aus, das auch an Sterne-Neulinge anlocken soll: Rote Bete an Sauerklee, Kabeljau in Champagnersauce, Steckrübe mit Sichuanpfeffer und Linumer Kalbsfilet zu Kohlrabi und Meerrettich. Das Ganze für 98 Euro. Das wäre doch mal was.

Und jetzt: Habt ein schönes Wochenende!

 

Foto: The Kitchen @ Maison, Franschhoek, Südafrika (by Mr. B)

Fernweh-Freitag: Cape Town Diary #15: The Pot Luck Club

Huch, jetzt ist die (Arbeits-)Woche ja schon wieder rum, wie konnte das passieren? Nunja, mit Arbeit ist so eine Woche eben schnell gefüllt und ebenso schnell rum, ohne dass davon irgendwelche nennenswerten (Blog-)Spuren zurückbleiben. Schade eigentlich. Aber langsam kommt das Wochenende, wie ein tiefer, frischer Atemzug auf einem Berggipfel, der den Kopf freimacht. Also kurz innehalten, um noch einmal in die Ferne zu schweifen.
Nach Kapstadt, was jetzt schon wieder ewig weit weg scheint, dabei sind wir erst seit drei Wochen wieder zuhause in München. Nunja, Fernweh ist ja ein schöner Schmerz, deswegen schwelge ich hier noch einmal. Und zwar von The Pot Luck Club, einem wunderbaren Restaurant im Woodstock, und zwar auf dem Gelände der Old Biscuit Mill. Ein gemütliches kleines Areal, in dem einige Cafés und viele hübsche Shops, vor allem mit Interior Design-Artikeln und Klamotten, versammelt sind. Wer schon mal in Kapstadt war, kennt bestimmt das leckere, szenige (und leider mittlerweile ziemlichen überlaufene) Foodie-Fest Neighbourgoods Market, das dort jeden Samstagvormittag stattfindet. Hoch oben über dem ganzen, im obersten Stock des grauen Silo-Gebäudes, in dem auch die Cape Town Creative Academy ihre Räumlichkeiten hat, thront das Restaurant von Luke Dale Roberts. Der ist einer der bekanntesten Köche Südafrikas und hat mit The Test Kitchen, ebenfalls auf dem Gelände der Biscuit Mill, noch ein preisgekröntes Fine Dining Restaurant am Start. Pot Luck ist sein jüngeres Projekt, erst vergangenes Jahr eröffnet und unglaublich erfolgreich. Das Konzept: kleine, aber brillant gestaltete Gerichte, von denen man viele verschiedene „Tapas“ essen kann, gerne auch am Tisch untereinander probiert und teilt. Die Karte ist nach den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen aufgeteilt: Süß, Sauer, Salzig, Umami, etc.
Im vergangenen Jahr waren wir zum ersten Mal dort und restlos begeistert. Vom Essen, vom Wein, von der lebhaften und lockeren Atmosphäre, die die Kellner und auch die Köche, denen man in der offenen Küche bei der Arbeit zugucken kann, verbreiten. Und unter uns vor den Fenstern funkelten die Lichter von Kapstadt. Diesmal waren wir nicht abends da. Wir hatten uns zu spät um eine Reservierung gekümmert, deswegen war nichts mehr zu machen. Aber als wir mittags einfach hinspaziert sind, bekamen wir noch einen sehr schönen Tisch am Fenster. Das Publikum: jung, hip, Business.
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Die Köche bei der Arbeit. Unsere schwerste „Arbeit“: Auswählen, was wir essen bzw. nicht essen wollen.
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Es fing schon mal super an aus der „Salty“-Ecke: Chrisna Olives with Red Pepper Pesto and Artisan Bread, mal wieder schick auf nem Brett serviert. Das Brot ein Gedicht, die Oliven wunderbar saftig, das Pesto köstlich. Nur den weich gegarten, auch sehr leckeren Knoblauch haben wir dann nicht ganz aufgegessen.DSC04111
Noch ein sehr leckeres „Salty“ Gericht: Korean Fried Chicken with Pineapple and Miso Slaw. Nicht zu scharf, aber intensiv würzig, und – ja – salzig. Sehr hübsch: die kleine Portion Miso Slaw, also eine Art Krautsalat mit Miso, in eine dünne Scheibe Ananas eingerollt. Dann folgte, nicht ganz so fotogen und auch etwas zu „hammelig“: Moroccan Lamb Ribs, Harrisa Sauce, Buffalo Yoghurt with Rosemary and Cumin Roti. Das war auch Salty, wie langweilig. Ein absolutes Gedicht aber das Umami Smoked Beef Fillet with Black Pepper and Truffle Café Au Lait. Rinderfleisch, das leicht (köstlich!) rauchig schmeckt, dazu eine sähmige Soße, die das Kunststück hinbekommt, nach Trüffel und Kaffee gleichzeitig zu schmecken. Ich liebe beides, Trüffel und Kaffee, war also hingerissen.
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Ein Klassiker, den wir schon letztes mal hatten: Sour: Pot Luck Club Fish Tacos. Yummie! Ebenfalls ohne Bild: Grilled Local Fish with Thai Style Black Pepper Sauce, Thai Basil. Sehr fein! Und an dieses Dessert hatte ich mich auch noch vom letzten Mal erinnert, das musste unbedingt sein: DSC04119
Sweet Ending: Nectarine and Almond Tart with Malted Popcorn Ice Cream. Eine herrlich süße Mandel-Nektarinen-Tarte, dazu Eis mit malzigem Popcorn. Sorry, mir fehlen die Worte, um diese Köstlichkeit adäquat zu beschreiben.
Potluck
Mr. B war auch sehr glücklich mit seiner Wahl: Coconut Tapioca, Passion Fruit Sorbet, Fresh Summer Fruit and Cinnamon Tuile. Leicht und fruchtig, leckere Kokosnuss-Sauce. Was „tuile“ genau bedeutet, weiß ich nicht, es war aber so eine Art süßes Papadam, also sehr dünner Teig, mit Zimt bestäubt.
Ach, was haben wir geschlemmt! Und nach ein, zwei Gläsern vom Elgin Ridge Sauvignon Blanc zur Mittagszeit war ich auch herrlich angetüddelt. Wie beim letzten Mal auch schon, ein ganz wunderbares Erlebnis.

THE POT LUCK CLUB AND GALLERY
potluckclub.co.za
Silo Top Floor, The Old Biscuit Mill
373-375 Albert Rood, Woodstock, Cape Town

Von hier aus ist es übrigens nicht weit zur Tagesbar The Kitchen, über die ich mich hier gefreut habe. Und wenn man schon mal in Woodstock ist, sollte man auch unbedingt durch die Geschäfte und Cafés in der Woodstock Exchange schlendern. Wir waren leider ein bisschen zu spät dran (um 17 Uhr machen die meisten zu), aber einen feinen Kaffee und exzellenten Service haben wir noch bekommen. Wir kommen wieder!
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Fernweh-Freitag: Hip, hipper, Cape Town

Eigentlich wollte ich heute ja endlich wieder mit dem „regulären“ Fernweh-Freitag und News und Kuriositäten aus aller Welt einsteigen, aber da ich für die Recherche gerade keine Zeit habe, und bevor ich gar nichts poste, greife ich lieber noch einmal schnell in meine virtuelle Kapstadt-Fotokiste und schwelge noch ein bisschen.
Vom Frühstück bei Clarke’s zum Beispiel. Ein schon ziemlich lange ziemlich angesagter Laden in der Bree Street (Innenstadt).
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Mr. Bs Freund Thane hatte uns hierher bestellt – und auf seine Tipps ist eigentlich immer Verlass. So auch diesmal. Das Frühstück gibt es den ganzen Tag (wir hatten Hash Eggs, Grilled Cheese Sandwich und ein Granola-Müsli), es ist köstlich, und außerdem hat man trotz der kargen Einrichtung viel zu sehen. Das Publikum ist jung und hip, man trägt Tattoo und Schnauzbart (die Männer), flatternde Vintage-Kleidchen und Blogger-Dutt (die Frauen), und an der Bar, wo zwei (bestimmt irre kreative) Menschen in ihre Macbooks starren, ist eine kleine Plakette angebracht, auf der (ja, auf deutsch) „Stammtisch“ steht. Jägermeister servieren sie hier übrigens auch. Und wie cool sind denn bitte diese old school-Glühbirnen an Kordeln?! Einziger Wermutstropfen: Das legendäre handgemachte Eis von der Creamery war leider gerade aus, zumindest die Sorte Caramel Seasalt, die ich so gern probieren hätte. 
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Und nach diesen Bildern habe ich natürlich wieder Hunger. Na toll!

CLARKE’S BAR AND DINING ROOM
Bree Street 133, Kapstadt
Öffnungszeiten: Montag 7-18 Uhr, Dienstag-Freitag 7 Uhr bis „spät“, Samstag 8 Uhr bis „spät“, Sonntag 8-15 Uhr
clarkesdining.co.za

Genuss-Inspirationen aus dem Urlaub

Nicht nur zu Silvester bin ich ein großer Fan von guten Vorsätzen – auch im Urlaub entstehen bei mir immer jede Menge. Das war diesmal nicht anders. Wieder mehr kochen, das war ein Plan, den ich in Südafrika geschmiedet habe. Auf meine eigene Küche hatte ich mich beim Heimkommen auch sehr gefreut. Wir haben zwar so viel und so wunderbar gegessen, dass ich jetzt einige Genuss-Kilos loswerden muss (die Reise-Jeans kniff ziemlich), aber selbst am Herd herumzuwursteln, das hat mir dann doch gefehlt. Und ich habe jede Menge Ideen gesammelt, die ich nachkochen möchte – einiges davon aber leider wohl erst im hiesigen Sommer. Das meiste ist nicht unbedingt typisch südafrikanisch (das wäre noch ein eigenes Kapitel), ist mir aber eben diesmal dort als besonders lecker oder originell in Erinnerung geblieben. Was ich gern mal ausprobieren möchte:

  • Panzanella (toskanischer Brotsalat) mit Basilikum, Minze, Ziegenkäse-Feta, Tomate und Gurke, wie im Café Skinny Legs & All in Cape Town
  • Einen Salat mit Feigen, schwarzem Sesam, Avocado & Feta bestücken, wie unsere liebe Gastgeberin Sarah (1). Der war so etwas wie ihr signature dish, mit dem sie mich immer wieder begeistert hat.
  • Auch köstlich, und total simpel als irgendwie edle Beilage: Grüne Bohnen mit in (reichlich) Butter angebräunten Mandelblättchen bestreuen. Oder, noch besser, die Bohnen gleich mit in der Butter wälzen. Lecker als Beilage zu gegrilltem Lamm. (1)
  • Noch eine Salat-Idee von Sarah (2): im Ofen mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer weich gebackene Birnen als Topping. Dazu Feta. Ein Gedicht!
  • Und zu Gegrilltem serviert sie gern Butternut-Kürbis, halbiert und gesäubert, die Hälften mit Olivenöl, Salz und Pfeffer beträufelt und im Ofen geröstet. Kurz vor Schluss steckt sie dann noch einen Rosmarinzweig hinein und krümelt Feta drüber, gart es noch ein wenig weiter. So yummie!
  • Heute Abend schon nachgemacht: Haloumi als Salat-Topping (3), wie im The Tin House Café in Knysna.
  • Ohne Bild, aber in bester Erinnerung: geröstete Kumin (Kreuzkümmel)-Samen als Salat-Dressing. Im Rose Café in Knysna genossen. Ich habe heute im Supermarkt und im Reformhaus danach gesucht, aber überall nur gemahlenen Kreuzkümmel finden können. Hmpf.
  • Auch nicht fotografiert, aber als nette Idee abgespeichert: Im Restaurant Col’Cacchio (eine Franchise-Kette, die es an vielen Standorten in Südafrika gibt) servieren sie neuerdings eine etwas kalorienärmere Pizza-Variante: Die hat einen dünnen Boden und ein Loch in der Mitte, in dem ein Salat präsentiert wird. Sehr hübsch!
  • Regelrecht versessen war ich (meistens zum Frühstück) auf pochierte Eier, am liebsten Eggs Benedict (mit Béchamelsoße…). In Jean’s Café on Gray in Knysna waren sie perfekt gelungen und auf Brot und Spinat gebettet (4). Mein Vorsatz: lernen, wie man Eier pochiert!
  • Außerdem will ich natürlich Sarahs Müsli nachbacken.
  • Ich habe keine Ahnung, wie man es macht, aber das Tomatentatar aus dem Restaurant The Kitchen @ Maison in Franschhoek geht mir nicht aus dem Kopf.
  • Das Wassermelonen-Gazpacho aus dem Bread & Wine Vineyard Restaurant in Franschhoek auch nicht.
  • Schön erfrischend: Minze im Obstsalat (6), wie im Pepper Tree Art Stable & Coffee Shop in Philadelphia.
  • Mexikanisch, aber vegetarisch: Quesadilla mit Aubergine, Spinat & Käse (7), wie im El Burro in Cape Town.
  • Überhaupt, Auberginen! Im VegTable bei Knysna waren sie gerollt mit Pecans, Mozzarella & Pesto eine Offenbarung.
  • Was ich in diesem Urlaub noch gelernt habe: Avocado geht eigentlich (fast) immer. Im Salat, aber auch auf Pizza (8). Bay Harbour Market in Hout Bay
  • Und schließlich: Iced Tea Roibos mit Zucker und Zitrone (9), ebenfalls im Pepper Tree Art Stable & Coffee Shop, Philadelphia.

Wieder da

Ein Monat in Afrika – jetzt ist er schon wieder rum. Am Münchner Flughafen umweht uns ein Hauch von Kuhmist, aber als wir die Koffer nach Hause rollern, liegt Frühlingsduft in der Luft. Irgendwie auch schön, wieder zuhause zu sein. Und die Sonne lässt sich hier hoffentlich auch bald mal wieder blicken. Die Koffer sind jetzt schon ausgepackt, nur die Seele braucht wohl noch eine Weile, bis sie wieder angekommen ist. Ein paar Geschichten aus dem Urlaub sind auch noch übrig, die werden dann in der nächsten Zeit verbloggt.

Cape Town Diary #14: Design oder Nicht-Sein!

Kapstadt ist dieses Jahr Weltdesignhauptstadt, und wow, ja, haben wir hier viel großartiges Design und unglaubliche Kreativität gesehen! Wir nehmen jede Menge Ideen mit nach Hause. Eine geballte Ladung kreative Energie bekamen wir gestern noch einmal zu spüren: Da wurde nämlich die alljährliche Design Indaba Expo eröffnet (läuft noch bis morgen). Wir waren auch dort und haben uns inspirieren lassen. Mode, Schmuck, Illustration, Interior Design, und, und, und – eine große Messehalle voller schöner Sachen. Ein paar Eindrücke:
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Besonders gemocht:
*Die Seidentücher mit von Schmetterlingen inspirierten Prints von Papillon Belle. Und schönen Schmuck machen sie auch!
*Die gestickten Lebensweisheiten von Molo Mimi: „The best is yeti to come.“ zum Beispiel.
*Die stylish-schlichten Leder-Accessoires von Urban Africa.
*Die umwerfenden Illustrationen von Victoria Verbaan.
*Die ultracoolen Lampen von Hoi P’loy (Edison-Glühbirnen!).
*Die praktischen Taschen von Hooley, aus recycelten Materialien, sowas wie Freitag auf südafrikanisch.
*Die knuddeligen Stofftiere von Baobab Batik, handgefertigt in Swasiland.
*Die Armbänder von Relate, mit deren Kauf man immer einen guten Zweck unterstützt.
*Die farbenfrohen Taschen der Non-Profit-Initiative township, die Frauen aus den Townships Arbeit verschafft.

Achja, ein paar winzige, winzige Kleinigkeiten haben wir dann doch noch gekauft…
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Postkarte „Heidi does Table Mountain“ von maid in africa
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Teelichthüllen von Tamarillo Ceramics & Design
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Die passenden Becher zu diesen Karaffen (ebenfalls von Tamarillo).
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Ringe von BellaReathy Jewellery, made of mettle und Daleen Fiorini (von links). Seufz. Schön war’s!

Cape Town Diary #13: Table Mountain

Was für ein perfektes Ende für einen ziemlich perfekten Tag – und mal wieder der Beweis, dass oft die besten Sachen rauskommen, wenn man improvisiert und vom Plan abweicht. Der Plan war nämlich, oben zu sein, AUF dem Tafelberg. Aber als wir unten bei der Gondel ankamen, war die Schlange am Ticketschalter so lang, dass wir vermutlich eine 3-stündige Wartezeit vor uns gehabt hätten. Stattdessen sind wir dann zuerst auf den Signal Hill gefahren. Von dort hat man schon eine ziemlich spektakuläre Sicht auf Table Mountain & Co (Devil’s Peak, die Twelve Apostles, Lion’s Head):
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Viele Capetonians kommen gern hierher, um zum Sonnenuntergang ein Picknick zu machen, sich mit Freunden zu treffen – oder sie joggen oder biken hier hoch (crazy!).
Das alles haben wir nicht gemacht. Stattdessen sind wir Richtung Norden aus der Stadt herausgefahren – und wurden am Strand von Milnerton mit diesem Sonnenuntergang beschenkt.
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Mal ehrlich: Wie fotogen sind denn bitteschön diese Berge?!

Cape Town Diary #12: Urlaubs-Endspurt

Ein Monat in Afrika – und der ist schon fast wieder rum! Aber noch nicht ganz, bis Ende der Woche ist noch Zeit, um Kapstadt weiter zu entdecken und alte Favoriten wiederzusehen. Nach kurzer Panik – „das müssen wir noch machen, da waren wir noch nicht, da auch nicht…!“ – haben ich jetzt aber beschlossen, mich von meiner To-Do-Liste nicht mehr stressen zu lassen. Ein, zwei, Wünsche habe ich noch (wieder im Pot Luck Club essen, noch einmal auf den Tafelberg hoch), aber eigentlich will ich einfach nur hier sein, in die Sonne blinzeln, mir vom South Easter den Kopf freipusten lassen (diesen Wind nennen sie hier auch den „Cape Doctor“, weil er angeblich den Smog aus der Stadt bläst und die Luft wieder klar macht), Freunde treffen und die letzten Urlaubstage genießen. Und ein bisschen was soll ja auch noch fürs nächste Mal übrig bleiben. Ich will ja schließlich (wieder) wiederkommen.

Nachtrag: Wer Kapstadt-Fan ist (oder werden möchte), sollte sich diese Links ansehen:
*Vom travelstart-Blog: 50 photos of Cape Town that will make you want to live in the Mother City
*Die New York Times über die zur Zeit hipsten Cafés der Stadt

Cape Town Diary #9: Ausflüge an die Westküste

Wir erweitern gerade unsere Kreise um Cape Town, sind in den letzten Tagen viel die Westküste hochgefahren (und mittlerweile in der Weinregion um Franschhoek gelandet, aber dazu später mehr). Für den Überblick hier eine (sorry, schlecht fotografierte) Karte der Region:
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Einer unserer Lieblingsorte an der Westküste, an den wir es diesmal nicht geschafft haben, ist Paternoster. Ein ehemals verschlafenes Fischerdörfchen, das in den letzten Jahren mächtig aufgeholt hat und auch als Wochenend-Domizil der Kapstädter immer beliebter wird. Mr. B und ich haben dort immer wieder gern im Voorstrand Restaurant am Strand gegessen (super Seafood, und der Dom Pedro-Drink ist als Dessert ein echter Killer), aber beim nächsten Mal müssen wir wohl diese Szene-Location testen: Promi-Koch Reuben Riffel (sowas wie der südafrikanische Tim Mälzer, glaube ich) hat letztes Jahr in Paternoster im 5-Sterne Hotel Abalone House ein Restaurant eröffnet. (Das mittlerweile vierte Restaurant, das Reuben Riffel in Südafrika hat. Die südafrikanische Bloggerin Ilse von The Food Fox hat hier darüber geschrieben).
Aber, wie gesagt, in Paternoster waren wir diesmal nicht, sondern ein bisschen weiter südlich, in Langebaan. Dort kann man im Atlantik schwimmen, weil das Wasser hier viel wärmer ist als in Kapstadt. Der Strand liegt an einer Lagune und ist sehr beliebt bei Kitesurfern:
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Kitesurfer
So sportlich waren wir nicht, wir haben lieber am Strand herumgelegen…
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Außerdem haben wir natürlich gut gegessen. Hier zum Beispiel:

  • Bei Friday Island (ich liebe den Namen! klingt so schön nach Wochenende & Erholung) sitzt man mit Blick auf den Strand, wir haben hier sehr lecker gefrühstückt. Etwas abseits vom (nicht sehr großen) Zentrum von Langebaan, man kann hier auch übernachten.
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    Und nach dem „Hobie Breakfast“ (Obst, Müsli, Joghurt) bekamen wir Besuch von diesem Gesellen:Mungo
    Ein Mungo, auf der Suche nach Essbarem.
  • Auch nett: Lekka By Die See, was ungefähr so viel heißt wie „lässig am Meer“.

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Lekka bzw. lekker passt ja für eigentlich alles, was man in Südafrika super, lecker, lässig findet. (Auch gut: „kiff“, cool.)
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Im Lekka By Die See jedenfalls kann man „lekkere“ Sundowner mit Blick aufs Meer trinken und bekommt auch ziemlich (im besten Sinne) feiste Calamari-Ringe.
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Calamari

  • Unser „go-to-place“, also so etwas wie der Laden für alle Fälle, wurde an diesem Wochenende aber eindeutig Pearly’s.
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    Direkt am Hauptstrand von Langebaan, netter Vibe, immer gut besucht, hervorragender Service, klasse Essen: Burger, Fisch, Steaks. Meine Spanakopita, mit Spinat gefüllte Teigtaschen, waren auch top. Und der Nachtisch! Unwiderstehlich: der Malva Pudding, eine südafrikanische Spezialität.
  • Was wir nicht getestet haben, sah aber ebenfalls gut aus: Das Breeze Restaurant vom Windtown Hotel.
  • Und dann hatten wir noch ein Erlebnis der ganz anderen Art: südafrikanisches Brunch im Boesmanland.

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Dort bekommt man traditionelle „boerekos“, also Buren-Essen (klingt irgendwie furchtbar auf deutsch, oder?), und zwar als All-you-can-Eat-Buffet: Braai (Gegrilltes), Potjies (Poikies ausgesprochen, die typischen Eintöpfe in schweren gusseisernen Töpfen zubereitet), Fisch, Milie Pap (Brei aus Maismehl), und zum Abschluss Süßes wie Milktart und Koeksisters. Ein ziemlich deftige Angelegenheit!
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Und dazu spielte (am Sonntag) eine Zwei-Mann-Kombo Schlager auf Afrikaans. Hui!
Das war also unser Wochenende. Anfang der Woche haben wir uns die Lagune von Langebaan dann noch einmal von der anderen Seite angeguckt, vom West Coast National Park aus. Das Naturreservat ist von Kapstadt ca. 100 km entfernt. Gut zum Wandern, Radfahren, Erholen.
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Wir sind ein ganzes Stück weit hineingefahren, bis zur Kraalbaai.
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Diese wunderschöne Bucht (irgendwie karibisch, oder?) hatten wir dann fast für uns, nur ein reichlich lautes deutsch-niederländisches Paar war noch dort und später ein paar Einheimische. Am Wochenende wird es dort aber bestimmt ziemlich voll.
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In unseren Picknickkorb krabbelte eine wilde Maus, und beim Rausfahren aus dem Park kamen wir noch einmal Auge in Auge mit einem Strauß. Ach, Afrika – du bist ne Wucht!
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Cape Town Diary #8: Heiß auf Holz

Ein wiederkehrendes Deko-Motiv, das wir auf unseren Streifzügen durch die Restaurants von Kapstadt und Umgebung entdecken: schwere Holzbretter. Die eignen sich als Unterlage für so ziemlich alles von Müsli bis Fish & Chips. Gefällt mir!
Im Bild von links oben im Uhrzeigersinn: Müsli mit Obst im Pepper Tree Art Stable & Coffee Shop in Philadelphia; Eggs Benedict & Müsli mit Joghurt in der Truth Coffee Roasting; Salat (leider schlecht gewaschen) bei YoursTruly; Fish and Chips & Caesar Salad im Roundhouse.