Fernweh-Freitag: Auf ein Neues!

Diese Rubrik habe ich in letzter Zeit ein wenig schleifen lassen – mal sehen, ob ich es noch kann! Hier kommen meine aktuellen Schnipsel aus der großen, weiten Welt:

*Ooh, da bekomme ich tatsächlich sofort Fernweh: In Stockholm hat gerade das – den Bildern nach zu urteilen – entzückende Hotel Miss Clara eröffnet. Das Haus ist ein Jugendstilgebäude aus dem Jahr 1910, das bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts eine Mädchenschule beherbergte. Miss Clara, beziehungsweise Clara Strömberg, war die erste Direktorin der Schule.

*Und noch ein schickes neues Hotel, das leider auch ein bisschen out of my range ist: Das Chiltern Firehouse von Hotelier André Balazs, eine zum Luxus-Boutique-Hotel umgestaltete Feuerwache hat im Februar in London, in Marylebone, eröffnet.

*Bei How About We, einer Event-Website für Paare und Singles, kann man eine Street Art-Tour durch das Melrose-Viertel in Los Angeles buchen. Interessante Idee! Mehr Infos hier.

*Autor Austin Kleon (sein Buch Alles nur geklaut. 10 Wege zum kreativen Durchbruch ist inspirierend und unterhaltsam für Künstler und solche, die es werden wollen) stellt auf seiner Website ein kleines Kunstwerk vor: Meanwhile in San Francisco von Wendy MacNaughton ist kein Reiseführer, sondern eine originelle Betrachtung der Stadt, mit ihrem ganz eigenem Zugang und tollen Aquarell-Zeichnungen.

*Dieses Datum kann man sich schon mal merken: Am 12. April, also nächsten Samstag, läuft auf arte und im Bayerischen Fernsehen die Dokumentation 24h Jerusalem – und zwar wirklich 24 Stunden lang! Um sechs Uhr morgens geht es los, dann werden bis zum nächsten Morgen Geschichten aus dieser spannenden, widersprüchlichen Stadt erzählt. Über 70 Fernsehteams haben dafür im April 2013 einen ganzen Tag gefilmt.

*Noch mehr Fernsehtipps: Immer freitags gibt es im Blog der Fernsehfreundin einen kleinen, aber feinen Rundumschlag, was zur Zeit Sehenswertes oder Grauenhaftes auf dem Bildschirm läuft.

 

Bild: Knysna, Thesen Island (Mr. B)

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Fernweh-Freitag: Frost & Filme

 

Wo ist diese Woche nur wieder geblieben?! Sie fing so gemütlich mit dem Feiertag am Montag (Dreikönig) an, aber dann hat irgendjemand den Turbo eingelegt, so dass ich gar nicht weiß, wo sie hingerast ist. Jetzt ist auf jeden Fall Zeit, mal wieder in die weite Welt zu schauen. Das Bild dazu: Eine kleine Spielerei mit einem Foto von Mr. B, aufgenommen vor ein paar Tagen in seinem „Büro“. Touren nach Neuschwanstein gehören zu seinem Job, und in letzter Zeit war er wieder sehr häufig dort. Die Links rund um Reisen & Co:

  • Meine liebe Ex-Kollegin Meike Winnemuth, bekannt als „Wer wird Millionär“-Gewinnerin, Weltreisende (12 Städte in 12 Monaten) und Bestseller-Autorin („Das große Los“), ist wieder on the road. Sie verbringt erneut ein Jahr in 12 verschiedenen Städten, aber diesmal nicht im Ausland, sondern in Deutschland. Erste Station: Trier. Hier geht’s zu ihrem Blog, auf dem sie ihre Erlebnisse dokumentiert. Sehr lesenswert!
  • Blogger-Kollegin Stefanie vom Gipfelglück hat jetzt auch eine Fernweh-Freitag-Rubrik mit Fotos und Reisetipps. Heute: eine Wüstenwanderung in Baja California. Gute Reise!
  • Reisen ganz anderer Art, nämlich die von Film-Charakteren, dokumentiert Künstler Andrew DeGraff in wunderschön gestalteten Landkarten: Von „Star Wars“ bis „Indiana Jones“.
  • Apropos Film: Die Oscar-Verleihung ist zwar noch ein wenig hin, aber die Vorfreude auf jeden Fall schon geweckt: The Film Stage verrät, wo man jetzt – ganz legal – die Drehbücher der wichtigsten Filme im Oscar-Rennen zum Lesen herunterladen kann. Gravitiy, The Bling Ring, Wolf of Wall Street – cool!
  • Neues Wort der Woche: polar vortex. Zu deutsch: Polarwirbel. Also die fiese Kältewelle, die gerade die USA im Griff hat. Kaum vorstellbar, dass anderswo so sehr Winter sein kann, wo es hier gerade so mild ist. Aber wenn man diese Bilder gesehen hat, glaubt man es ohne weiteres: Eingefrorene Leuchttürme auf dem Lake Michigan und die Niagara Fälle, frozen! Spektakulär. Aber jetzt wird es ja langsam wärmer.
  • US-Foodmagazin Bon Appétit hat 12 Restaurants und Bars zusammengestellt, die an große Literaten erinnern (oder sogar von ihnen frequentiert wurden): Von Hemingway’s Lounge in Los Angeles über das Hobbit Café in Houston, Texas, bis hin zur Alice im Wunderland-Hommage Alice’s Tea Cup in New York. Hier geht’s zur Slideshow.

Schönes Wochenende!

Fernweh-Freitag

Nein, die Farben in diesem Bild sind natürlich nicht echt. Ich gebe zu, ich habe ein bisschen aufgedreht. Aber nur, weil ich mich so nach Sonne, Farbe, Licht gesehnt habe. Und tatsächlich kam sie ja heute auch noch raus, die Sonne. Wie verrückt, der erste Schnee gestern! Und heute, ab nachmittags, hatten wir dann einen perfekten Herbsttag – mit kalter Luft und klarem Licht, das die Farben der Blätter auf einmal wieder strahlen ließ. Wunderschön! Und was gibt es Neues aus der Ferne? Meine Reise-Fundstücke der Woche:

  • „Essen auf Rädern“ ist ja mittlerweile wieder trendy. Zumindest, wenn damit nicht Senioren-Süppchen, sondern hippe Foodtrucks gemeint sind. In den USA gibt es viele, bei uns auch ein paar, und Spiegel Online zeigt jetzt Bilder, die ein Fotograf von den Straßenrestaurants in England gemacht hat.
  • Der Amateur Gourmet verrät, welche Restaurants bei ihm zur Zeit für Los Angeles auf der To-Do-Liste stehen.
  • Ina von what Ina loves war in meiner Heimatstadt Hamburg und hat einen kleinen, aber feinen Shoppingguide  zusammengestellt. Und essen und trinken berichtet vom Craft Beer Day, der dieses Wochenende in den Hamburger Schanzenhöfen stattfindet.

  • Habt ihr schon mal von Slackpacking gehört? Ich (auch) nicht. Jetzt weiß ich aber, was das ist: Wandern mit leichtem Gepäck. Die schweren Lasten werden einem hinterher chaufiert, und man schläft nicht wie ein Backpacker im Hostel, sondern in netten Hotels. Quasi „Ich bin dann mal weg“ für slackers, Faule. Mit dem neuen Chokka Trail hat das südafrikanische Küstenstädtchen St. Francis seinen ersten Trail für Slackpacker eröffnet. Der führt über gut 60 Kilometer entlang der zerklüfteten Küste des Ostkaps nach Port und Cape St. Francis und schließlich nach Oyster Bay.
  • Nochmal Südafrika: Am 1. Oktober hat Star-Koch Reuben Riffel sein neues Restaurant Reuben’s im Fünf-Sterne-Boutique-Hotel Abalone House in Paternoster eröffnet. In Paternoster, anderthalb Stunden nördlich von Kapstadt, haben Mr. B und ich mal einen unvergesslichen Abend mit seiner Mutter erlebt. Direkt am Strand saßen wir im Restaurant Voorstrandt, haben Wein getrunken, gut gegessen (Empfehlung: die Austern! und zum Dessert: unbedingt einen Dom Pedro probieren!) und der Sonne beim Untergehen zugeguckt. Mrs. B lebt nicht mehr, aber wenn ich an Paternoster denke, denke ich immer an sie und den schönen, lustigen Abend, den wir dort hatten.
  • Ideen für Kopenhagen? Immer willkommen. Die Mail on Sunday hat nette Restaurant-Tipps.
  • Uwe von HighFoodality hat die Empfehlungen des neuen Kochbuchs/Gastroguides Weinbars in Venedig getestet. Herausgekommen ist ein schöner Foto-Spaziergang auf seinem Blog.

So viel für heute. Habt einen schönen Abend und ein schönes Wochenende!

Bild: Flamingos beim Kamfer Dam, Kimberley, Südafrika

Fernweh-Freitag: Welt & Web

Diese Woche musste ich gar nicht in die Ferne schweifen, weil das Gute (die Berge) sehr nah lag. So hatte ich mitten in der einen schönen Tag mit Freunden und konnte in der eigenen (Wahl-)Heimat Tourist spielen. Schön war’s. Jetzt will ich aber trotzdem noch einen Blick rund um die Welt und das Web werfen:

  • Nachdem mir The Bling Ring so gut gefallen hat, musste ich diesen Schnipsel natürlich aufheben: bon appétit hat Regisseurin Sophia Coppola gefragt, wo sie am liebsten isst. Ihre Tipps für New York, Paris, LA. Der Soundtrack zum Film (zumindest ein Teil davon) unten im Spotify-Player. Nicht ganz mein Geschmack, aber zum Laufen werde ich einige Songs bestimmt mal ausprobieren.
  • Wer, was, wo: Das Time Magazine listet die Orte auf, die weltweit die meisten Check-Ins bei Facebook erhalten: hier. Unter den ersten 50 Plätzen sind übrigens 37 (!) Flughäfen. Nummer eins: Los Angeles Airport. Wie originell… Auf Platz zwei steht die Facebook-Zentrale in Palo Alto. Ob das in den Verträgen der Mitarbeiter steht, dass sie jeden Morgen einchecken müssen, wenn sie zur Arbeit kommen? Platz neun gefällt mir besser: Disney Land.
  • Meine iPhone-Fotos sehen ja nie so doll aus – ganz anders bei den Gewinnern der diesjährigen iPhone Photography Awards. Und wie München betrachtet mit Foto-Apps aussieht, zeigt die Abendzeitung. Sightseeing mal anders!
  • Welches sind die schönsten Strände an der Algarve? Hier gibt es die Tipps des Reiseblogs Travel Edits, und hier die von Merian. Es sind nicht dieselben, denn anscheinend (ich war noch nie dort) gibt es jede Menge Auswahl. Und wer Lust hat, Portugiesisch zu kochen, muss sich unbedingt den Blog von Mr. Bs Freund Miguel de Almeida, West Coast Cooking, ansehen. Miguel ist Portugiese, lebt aber in London  – und er kocht fantastisch. Ich hatte auch schon das Vergnügen, einige seiner Zaubereien serviert zu bekommen.
  • Apropos London: Lifestyle Bloggerin The Londoner hat deutsche Würstchen probiert: Bei Herman Ze German. Auf den Laden fahren die Briten anscheinend gerade total ab! Hihi. Doch lieber Tofu? Der Guardian listet die besten vegetarischen und veganen Restaurants in Großbritannien.
  • Apropos Würstchen: Was man auf Reisen keineswegs mehr machen sollte: Einen „Legsie“ also ein „Selfie“ (Selbstporträt) von den eigenen Beinen vor Traumkulisse. Denn diese eitle Angewohnheit wird mittlerweile ziemlich auf die Schippe genommen – indem statt Beinen nun Würstchen vor Urlaubsmotiven platziert werden. Zu sehen zum Beispiel im Tumblr-Blog Hot Dog Legs, wo manchmal echt schwer zu unterscheiden ist, ob da Würstchen oder Beine im Bild sind.
  • Und zum Schluss: New York, New York! Okka von Slomo hat sich ja gerade für einen Monat dorthin verabschiedet – die hat’s gut! Ich sammle inzwischen schon mal Ideen den nächsten Trip über den Teich. Zum Beispiel, wo man in New York die besten Tacos findet. Oder in welchen Mini-Restaurants ganz groß aufgetischt wird. Empfehlungen fürs Lunch hat Grubstreet hier. Und wenn ich schon mal da bin, erkunde ich doch auch noch die Bay Ridge Area in Brooklyn: Hier verrät eine Einheimische ihre Lieblingsspots.

Fernweh-Freitag

Die Deutschen kaufen so viele Reiseführer wie noch nie, sagt Media Control. Fernweh, anyone? Ich hätte da ein paar Vorschläge:

  • Ab dem 7. September finden in Hamburg wieder kostenlose Film(vor)Führungen statt. Unter dem Motto A Wall Is A Screen laufen den Teilnehmer von einem Kurzfilm zum nächsten durch die Stadt. Die Filme unterschiedlichster Genre werden an Hauswände projiziert. Die Tour dauert rund anderthalb Stunden, eine tolle Mischung aus Stadtführung und Filmfestival. Alle Termine hier.
  • Der 12hrs Blog, gestaltet von einer Deutschen, Anna Peuckert, und einem Dänen, Søren Jepsen, widmet sich nach East London diesmal ganz London: Ein klasse ratzfatz Reiseführer. Ich will unbedingt bald mal wieder hin! Wo wir gerade auf der Insel sind: Visit Britain hat jetzt eine neue, hübsche Website, die LoveWall.
  • Merian nimmt uns mit in die Weite von Saskatchewan in Kanada. Da liegt auch Saskatoon, und da muss ich sofort an Saskatoon Tonight denken, einen meiner Lieblings- Ohrwürmer der kanadischen Country-Sängerin Carolyn Mark & NQ Arbuckle. Unten könnt ihr ihn euch anhören!
  • Am 23. August feiert die Kleine Meerjungfrau, also die Bronzestatue in Kopenhagen, ihren 100. Geburtstag. GetyourGuide empfiehlt passend dazu eine Joggingtour durch die Stadt: 8 Kilometer mit einem durch Kopenhagen laufen. Alternativ: Eine kulinarische Tour, das klingt auch nicht schlecht! Ebenfalls am 23. August gibt es übrigens noch einen Grund zu feiern: Da startet nämlich wieder das Foodfestival Copenhagen Cooking (bis 1. September). Und wenn man schon mal da ist, kann man ja ein wenig einkaufen gehen (am besten vor dem Essen). Journelles hat dafür einen Shopping Guide.
  • Nein, in den USA gibt es nicht nur Fastfood – sondern auch richtig gutes Essen. Das Food Magazin bon appétit hat jetzt die Best New Restaurants in America 2013 gewählt. Die Sieger sind zum Beispiel in Los Angeles, Nashville und Portland.
  • Einen Blick hinter Schleier und Klischees wirft das Buchprojekt Iranian Living Room, organisiert von Fabrica, dem Zentrum für Kommunikationsforschung der Benetton Group. Verschiedene junge Fotografen haben Menschen im Iran in ihren Wohnungen porträtiert. Spannend! Das Kunstmagazin Monopol berichtet darüber, hier auch die Welt am Sonntag.
  • Über Nelson Mandela habe ich ja schon hier geschrieben. Jetzt ehrt ihn eine ganz besondere Ausstellung, das Mandela Poster Project. Künstler aus aller Welt waren aufgerufen, ein Plakat zu Mandela zu entwerfen, 700 Entwürfe gab es, von denen 95 (so alt ist Mandela jetzt) ausgewählt wurden. Im Juli wurden sie bereits in Pretoria gezeigt, jetzt wandern sie nach Kapstadt, wo sie vom 23. bis 31. August im Rahmen von Design is for All-Ausstellung zu sehen ist.

Habt einen guten Freitag und ein wunderbares Wochenende!
Hier noch der versprochene Ohrwurm: