Fernweh-Freitag

Dieses Rubrik habe ich lange nicht befüllt, aber heute habe ich mal wieder Lust dazu. Was gibt es Neues, Schönes, Ansehenswertes rund um die Welt?

  • Eine Freundin postete kürzlich auf Facebook einen Reisetipp: Mit Schlittenhunden durch Alaska. Weitere Highlights des Arktis-Abenteuers: Wandern zu heißen Quellen, Kajak fahren, Sonnenuntergänge und Nordlichter beobachten. Klingt doch nicht schlecht, oder? Wenn man Kälte mag zumindest.
  • Ich sehne mich dagegen schon wieder nach Sonne. Darum entlockt mir auch eher die Pressemitteilung, dass morgen ein neues Boutique-Hotel in Palma de Mallorca eröffnet, ein fröhliches Seufzen. Das Sant Frances Hotel Singular hat 42 Zimmer in der historischen Altstadt und ist laut The Times (UK) eines der „Hot Hotel“ openings 2015. Vermutlich nicht so ganz meine Preisklasse, aber man wird ja noch träumen dürfen.
  • Noch weiter gen Süden: Für Neckermann Reisen habe ich hier (links, unter „Tipps unserer Reiseblogger“) meine Lieblingstipps für Kapstadt und Umgebung aufgeschrieben, ein kleines Best-of der Reisen mit Mr. B in seine Heimat. Und für den nächsten Südafrika-Trip wächst schon wieder die Liste von Restaurants, in denen ich dann unbedingt essen möchte. Zum Beispiel Oep ve Koep in Paternoster (etwa 1,5 Stunden von Kapstadt Richtung Norden), Babylonstoren im Drakenstein Valley und Black Sheep in Kapstadt.
  • Ein wenig näher dran: Am schönen Chiemsee ermittelt wieder Frau Maier: Meine Freundin Jessica Kremser hat den dritten Band ihrer Krimireihe um die „bayerische Miss Marple“ vorgelegt: „Frau Maier sieht Gespenster“. I like!
  • Im ZEIT Magazin haben sie diese Woche das Hotel Charlottenhof in Ahrenshoop (das liegt „an der Grenze zwischen Mecklenburg und Vorpommern“, wie es auf der Hotel-Website heißt) empfohlen. Beim Anblick des reetdachgedeckten Friesenhäuschens wurde ich ganz sehnsüchtig. Da will ich hin!
  • Die Welt am Sonntag widmete sich letzte Woche dem Trend „Brühe to go“: Das Getränk der Stunde sind nicht mehr Kale-Smoothies oder Matcha-Lattes, sondern es ist die gute alte Fleischbrühe, die etwa in hippen Lokalitäten wie brodo in New York oder Bone Daddies in London angeboten wird. Auch die Hemsley-Schwestern empfehlen die bone broth in ihrem Kochbuch wärmstens.
  • Aus dem Newsletter „Checkpoint“, den der Tagesspiegel-Chefredakteur jeden Morgen verschickt, habe ich erfahren, dass Gründonnerstag (2. April) der „Tag der Spitzengastronomie“ ist. Dazu richtet das Facil, ein 2 Sterne-Restaurant in Berlin, ein 5-Gänge-Menü aus, das auch an Sterne-Neulinge anlocken soll: Rote Bete an Sauerklee, Kabeljau in Champagnersauce, Steckrübe mit Sichuanpfeffer und Linumer Kalbsfilet zu Kohlrabi und Meerrettich. Das Ganze für 98 Euro. Das wäre doch mal was.

Und jetzt: Habt ein schönes Wochenende!

 

Foto: The Kitchen @ Maison, Franschhoek, Südafrika (by Mr. B)

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Sehnsucht nach Sonne

Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber mir geht dieses nasskalte, trübe Wetter ziemlich auf die Nerven. Damit die schlechte Laune nicht chronisch wird, hier ein paar Gute-Laune-Macher aus dem Netz:

  • Eine kleine Dosis Fernweh: In Kooperation mit Neckermann Reisen habe ich einen Blogpost über Mallorca geschrieben mit Tipps zum Südosten der Insel. (In der Leiste links, unter „Geheimtipps unserer Reiseblogger“.)
  • Bewegung ist ja immer gut gegen miese Stimmung. Ich bin gerade ganz wild auf Fitness- und Yoga-Videos aus dem Netz, zu denen man zuhause mitturnen kann. Vor allem diese drei Damen mag ich sehr: Adriene von Yoga with Adriene, eine charmante Schauspielerin und Yoga-Lehrerin aus Texas. Allein schon die Country Music-Töne ihrer Eröffnungssequenz bringen mich zum Grinsen. Bärbel von Yogamour hat jede Menge kurze Yogaclips für alle Könnerstufen, liebevoll gefilmt an immer neuen Orten. Jetzt auch mit Yin Yoga, dem sanften Faszien-Training. I like! Bei US-Fitnesstrainerin Jessica von Jessica Smith TV gibt es jede Woche neue Clips. Sie ist vor allem Spezialistin fürs Bauch-Training. Und gelegentlich wackelt ihr Hund Peanut durchs Bild.
  • Dieser schöne Song und das Video machen mich froh:
    Edward Sharpe & The Magnetic Zeros: Man On Fire 
  • Und wenn gar nichts mehr hilft: Bei der Kay One-Parodie von Oliver Kalkofe muss ich mich immer wieder schlapplachen.

Und hier noch ein paar Sonnenbilder aus Mallorca:

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3 tolle Bücher für Menschen, die wenig Zeit haben

Diese Überschrift stimmt eigentlich nicht ganz. Denn obwohl sich alle diese Bücher schön häppchenweise lesen lassen, fällt es schwer, sie wegzulegen. Aber zumindest theoretisch könnte man sie in Etappen lesen, wenn man hier und dort mal ein paar Minuten Zeit hat (und keine Lust hat, aufs Smartphone zu starren):

Lena Dunham: Not That Kind of Girl
Dieses Buch hat mir im Mallorca-Urlaub den Schlaf geraubt (oder mir zumindest eine schlaflose Nacht verkürzt), so gut war es. An „Girls“-Autorin, -Regisseurin und -Hauptdarstellerin Lena Dunham kommt man ja, wenn man hin und wieder eine Zeitschrift oder Zeitung aufschlägt, nicht vorbei, so präsent ist sie. Zu Recht, finde ich. Allein ihr Twitter-Account ist schon beste Unterhaltung – witzig, intelligent, meinungsstark. Darum war ich auch sehr neugierig auf ihr neues, erstes Buch (das auch auf deutsch erschienen ist). Sie schreibt damit so etwas wie ihre Memoiren, zwischendrin gibt es auch immer wieder kurze Listen à la „10 Dinge, die ich von meiner Mutter gelernt habe“ etc. Der rote Faden: Zu schildern, was sie über das Leben (bislang) gelernt hat. Sie lässt die Hosen runter – von Panikattacken, Periode und jede Menge Sex-Anekdoten ist alles dabei – entwaffnend ehrlich, dabei aber immer auch wieder wahnsinnig lustig und selbstironisch.

Cheryl Strayed: Tiny beautiful things
Von diesem Buch habe ich ja schon hier geschwärmt, aber ich tue es jetzt einfach nochmal, so fantastisch ist es. Darin gesammelt sind die besten der Ratgeber-Kolumnen, die die Autorin von „Der große Trip“ (gerade mit Reese Witherspoon verfilmt) als „Sugar“ auf der Website The Rumpus geschrieben hat. So viel Herzenswärme und Lebensklugheit habe ich selten in einem Buch gefunden. Und auch wenn man nur Zeit für ein Kapitel bzw. eine Frage und die dazugehörige Antwort hat, ist man danach immer schlauer, nachdenklicher und berührt.

Karen Köhler: Wir haben Raketen geangelt
Irgendwie lande ich ja meistens bei englischen oder amerikanischen Büchern, wenn ich meinen Lesestoff auswähle. Darum war ich froh, als ich endlich mal wieder ein deutsches Buch gefunden hatte, bei dem ich sofort das Gefühl hatte „Das muss! ich lesen“. Die Besprechung in der ZEIT zu Karen Köhlers Erzählungsband war so hymnisch, dass ich neugierig wurde. In den Geschichten geht es emotional ans Eingemachte, sie sind oft melancholisch bis traurig, manchmal auch schockierend oder seltsam – aber immer fesselnd, und in einer wunderschönen, poetischen Sprache geschrieben.

 

10 Dinge, die mich diese Woche (auf Mallorca) glücklich machen

Ziemlich vergrippt bin ich am Freitag mit Mr. B in den Flieger nach Mallorca gestiegen. Nach ein paar Tagen auf der Insel schwirrt mir jetzt zwar der Kopf von all den Eindrücken, aber die Erkältung ist viel besser. Noch mehr Gründe für gute Laune:

*Feste feiern. Der Anlass für den Urlaub hier: Eine Geburtstagsfeier. War nicht schwer, uns zu überreden, dabei zu sein. Happy Birthday, liebe Denise!
*Beifahrer sein. Ich gebe die Route vor, und Mr. B chauffiert kreuz und quer über die Insel. So geht Urlaub.
*Dieser Song.
*Ein fantastisches Essen im Restaurant Ca Na TonetaCa Na TonetaCa Na Toneta1 Ca Na Toneta 2
*Rätsel lösen: Warum stehen hier eigentlich überall große Wasserkanister an den Häuserecken?, haben wir uns gefragt. Die nette Kellnerin im Ca Na Toneta klärte uns auf: Die verhindern, dass die Hunde dort hinpinkeln. Life Hacks.
*Virtuelle Reisen: Gerade waren meine Gasteltern aus den USA bei uns in München zu Besuch (noch ein dicker Grund, glücklich zu sein!), jetzt haben wir per WhatsApp teil an ihrem weiteren Trip durch Europa: Foto vom Dom in Mailand, vom Hotelzimmer in Nizza – cool. Und meine Mama schickt Bilder aus Oberstdorf. Schön, wie klein und groß die Welt manchmal ist.
*Sangria-Dekadenz. An der Beach Bar am Es Trenc-Strand gibt es weißen Sangria, aufgefüllt mit Champagner. Ui!
*Morgens am Meer joggen. In Colònia de Sant Jordi, wo wir im Hotel sind, gibt es einen tollen Jogger/Walker-Pfad (halb) rund um den Ort am Wasser entlang.
*Überhaupt: Das Meer. Immer wieder schön.
*Different shades of Grün. Auf Mallorca ist meine Lieblingsfarbe überall präsent:
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Jetzt also erstmal ein bisschen Urlaub. Und dann hoffentlich bald wieder frische Food- und Reise-Posts. Habt eine schöne Woche!