Sonntagsbäckerei: Kirsch-Mohn-Tarte mit Eierguss

Wer hier öfter vorbeischaut, weiß, dass ich einen leichten Mohn-Fetisch* habe. Kirschen liebe ich auch, und die Kombi Mohn-Kirsche ist natürlich das Größte. Ein Kirsch-Mohn-Kuchen ist also die perfekte Wahl für eine Sonntagsbäckerei nach so langer Abstinenz. Das Backen war etwas eingeschlafen, weil ich in letzter Zeit meinen Zuckerkonsum etwas reduziert habe. Aber irgendwie fehlt mir das Ritual. Und Mr. B fand auch, dass es jetzt wirklich mal wieder an der Zeit sei. Et voilà! Mit dem Mohn habe ich es bei diesem Kuchen etwas zu gut gemeint (der Mohn sackt beim Backen nicht ein, sondern bleibt an der Oberfläche) – das ist zwar lecker, aber nicht ganz so dekorativ. Zweite kleine Anmerkung: Im Rezept stehen Sauerkirschen, die habe ich nicht bekommen, würde sie aber unbedingt empfehlen, denn die geben einen schönen Kontrast zur restlichen Süße.

KIRSCH-MOHN-TARTE MIT EIERGUSS
Quelle: Brigitte 16/2006
Zutaten:
Mürbeteig:
300 g Mehl
1 Ei
150 g kalte Butter
100 g Zucker
1 Prise Salz
Mehl zum Ausrollen
getrocknete Hülsenfrüchte zum Vorbacken
Belag:
600 g Sauerkirschen
350 g Crème fraiche
4 Eier
140 g Zucker
4 EL Mohn
Zubereitung:
Für den Mürbeteig: Alle Zutaten erst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie gewickelt für 1 Stunde kalt stellen. Für den Belag: Kirschen abspülen, trocken topfen und entsteinen. Crème fraiche, Eier und Zucker in einer Schüssel gut verrühren.
Den Backofen auf 200 Grad/Umluft 180 Grad/Gas Stufe 4 vorheizen. Teig auf wenig Mehl ausrollen (ca. 35 cm Durchmesser) und in eine Tarte- oder Kuchenform (ca. 30 cm Durchmesser) legen. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen, mit Backpapier auslegen und bis zum Rand die Hülsenfrüchte daraufgehen. Mürbeteig im Backofen etwa 15 Minuten vorbacken. Hülsenfrüchte und Papier entfernen. Kirschen auf dem Mürbeteig verteilen. Den Guss darüber gießen, mit Mohn bestreuen und weitere 35-40 Minuten im Ofen fertig backen.

*Noch mehr mit Mohn:
Ottolenghi-Gurkensalat mit Mohn
Käse-Kirschkuchen mit Mohn
Kirsch-Ricotta-Kuchen mit Mohn
Erdbeer-Mohn-Torte

Advertisements

Sonntagsbäckerei: Osterzopf

Ostern ist ja nur noch eine Woche hin, da kann man doch schon mal überlegen, wie man das Fest kulinarisch feiern will. Dieser gefüllte Hefezopf aus dem Brigitte-Back-Newsletter könnte sehr gut das Rennen machen: Schön saftig, lecker mit Marzipan, Feigen und Mohn gefüllt, macht er sich auf der Kaffeetafel oder dem Frühstückstisch doch ziemlich gut. Er ist natürlich nicht so lecker wie der, den meine Mama macht, aber ein guter Ersatz, da wir dieses Jahr leider nicht zusammen feiern. Und so schön straff und gleichmäßig geflochten wie Mamas Zopf ist meiner irgendwie auch nicht. Trotz gewissenhaften Ausrollens war bei mir mal wieder ein Teigstrang kürzer als die anderen. Nunja. Und dann bleibt noch die Frage, ob, und wenn ja, wie, man das Herausquellen der Füllung verhindern sollte. Mir ist es diesmal nicht geglückt, aber ich finde es eigentlich auch ganz hübsch so. Beim nächsten Mal würde ich vielleicht noch mehr darauf achten, dass die Nahtstellen der Teigrollen möglichst unten sind, damit nichts aufplatzen kann. Wie dem auch sei: Habt einen schönen Sonntag!

OSTERZOPF
Quelle: Brigitte Back-Newsletter
Zutaten:
Für den Teig:
1/2 Würfel Hefe (21 g) (oder 1 Pk Trockenhefe)
125 ml Milch
100 g Zucker
500 g Mehl (Type 550)
2 Eier
1/2 TL Salz
2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
100 g weiche Butter
Mehl zum Bearbeiten
Für die Füllung:
100 g getrocknete Feigen
100 ml Pflaumenwein oder Traubensaft
2 EL Blaumohn
200 g Marzipan-Rohmasse
1 Ei
2 EL Mandelblättchen
Zubereitung:
Für den Teig: Hefe zerbröseln und mit 4 EL lauwarmer Milch und 1 TL Zucker verrühren. 2 TL Mehl unterrühren. Restliches Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde eindrücken. Hefemischung hineingeben und etwas vom Mehl darüberstreuen. An einem warmen Ort etwa 20 Minuten gehen lassen, bis der Vorteig blasig aufgegangen ist. Restliche lauwarme Milch, restlichen Zucker, Eier, Salz, Vanillezucker und Butter zum Vorteig geben. Alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig nochmals abgedeckt an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Für die Füllung: Inzwischen die Feigen fein hacken und mit dem warmen Pflaumenwein und Mohn mischen. Mischung etwa 20 Minuten ziehen lassen. Marzipan in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen. Den Teig mit den Händen nochmals auf wenig Mehl kurz durchkneten. Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (etwa 40 x 50 cm Größe) ausrollen. Teig längs dritteln. Mittig auf jeden Streifen der Länge nach Feigenmischung geben. Marzipanwürfel darüberstreuen.
Jeden Streifen zu einem langen Teigstrang aufrollen. Teigstränge zu einem Zopf flechten. Den Osterzopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Etwa 40 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3) vorheizen. Osterzopf mit verquirltem Ei bestreichen und die Mandelblättchen darüberstreuen. Im Ofen auf der unteren Schiene insgesamt etwa 30-35 Minuten goldbraun backen, nach 10 Minuten Backzeit mit Backpapier abdecken. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Sonntagsbäckerei: Kirsch-Ricotta-Kuchen mit Mohn

Draußen vor dem Fenster wirbeln Schneeflocken, über Nacht sind tatsächlich jetzt mal ein paar liegengeblieben. Im Ofen backt neben unseren Sonntagsbrötchen ein Kuchen, und Mr. B und ich blinzeln noch etwas verschlafen in die Gegend. Kein Wunder, ist ja gestern auch spät geworden. Aber so ein schöner Abend! Die Band eines ehemaligen Kollegen, Radiostar, spielte in einem Irish Pub mächtig auf – und wir grölten fleißig mit („taaaake oooon meeeeee….“). Ein großer Spaß. Aber zurück zum heutigen Hauptdarsteller, dem Kuchen, der mittlerweile fertig ist: „Mach doch mal was mit Kirschen und Mohn“, hatte Mr. B neulich gesagt. Unterwegs auf einer seiner vielen Bayern-Touren mit Touristen hatte er nämlich ein solches Wunderwerk gegessen und war hin und weg. Vermutlich im Café-Restaurant Wanninger in Oberammergau, so ganz sicher ist er sich nicht mehr. Also habe ich ein wenig herumexperimentiert. Das Ergebnis: siehe oben. So ganz wie sein Original ist meine Variante wohl nicht geworden – aber sie fand begeisterte Zustimmung. Ich bin auch sehr angetan. Ein schöner, simpler Sonntagskuchen, saftig und fruchtig. Und für Mohn-Fans wie mich natürlich sowieso passend. Bei manchen Bissen schmeckt man sogar den milden, leicht säuerlichen Ricotta, bilde ich mir ein. Wer lieber einen richtigen Käse-Kirschkuchen (mit Mohn) will: So einen habe ich hier schon mal gebacken.

KIRSCH-RICOTTA-KUCHEN MIT MOHN
Frau Lehmann
Für eine Kastenform
Zutaten:
3 Eier
150 g Butter
50 ml Milch
1 TL Vanilleextrakt
1 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale
100 g Mehl
50 g Stärke
150 g Zucker
1 TL Backpulver
1 Messerspitze Salz
70 g Mohn
250 g Ricotta
1 Glas Schattenmorellen (Abtropfgewicht 350 g), abgetropft
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 g vorheizen. Eine Kastenform einfetten und leicht mit Mehl bestäuben. Eier, Butter, Milch, Vanilleextrakt und Zitronenschale mit dem Mixer verquirlen. In einer anderen Schüssel Mehl. Stärke, Backpulver, Salz und Mohn mischen, dann portionsweise unter die Eier-Mischung heben und mit dem Mixer verrühren. Den Ricotta zuerst in der Packung mit einer Gabel leicht auflockern, dann je einen Esslöffel unter den Teig heben, auf niedriger Stufe unterrühren, wiederholen. Zum Schluss die abgetropften Kirschen unter den Teig geben, in die Kastenform füllen und auf der zweiten Schiene von unten ca. 50 bis 55 Minuten backen. Evtl. nach der Hälfte der Zeit mit Backpapier abdecken, wenn der Kuchen zu dunkel wird. Garprobe machen. In der Form komplett auskühlen lassen, dann herausnehmen.

Adventsbäckerei #16: Mohn-Makronen

Sagte ich schon, wie sehr ich Mohn mag? Achja, zum Beispiel hier (herzhaft) und hier (süß), und auch schon in der Adventsbäckerei habe ich ihn schon verwendet (hier und hier). Nunja, ich finde, von Mohn kann man gar nicht genug kriegen. Weil erstens hübsch und zweitens lecker. Wie danach das Gebiss aussieht, ist eine andere Frage (say cheese!)… Diese Makronen sind fix gemacht und (wenn man Mohn mag) sehr lecker. Marzipan und Walnüsse sind auch drin. Sollte ich mich jemals entscheiden müssen, in meinem Leben nur noch eine Sorte Makronen zu machen, dann wäre es wohl diese.

MOHN-MAKRONEN
Quelle: Zeitschriften-Ausriss, leider nicht beschriftet (shame on me!)
für ca. 35 Stück
Zutaten:
200 g Walnusskerne
100 g Marzipanrohmasse
4 Eiweiß
1 TL Zitronensaft
120 g Zucker
80 g gemahlener Mohn
35 Backoblaten (50 mm Durchmesser)
Zubereitung: 
120 g Walnusskerne fein hacken. Die Marzipanrohmasse mit einer Reibe grob raspeln (evtl. vorher kurz ins Gefrierfach legen, dann geht es leichter). Eiweiß, Zitronensaft und 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers steif schlagen, 120 g Zucker einrieseln lassen und 5 Minuten weiterschlagen. Walnüsse, Marzipan und Mohn unterrühren (nach Belieben auch etwas abgeriebene Orangenschale). Backbleche mit Backoblaten belegen. Masse mit 2 Teelöffeln als kleine Häufchen auf die Oblaten setzen. Mit je 1 Walnusshälfte belegen. Nacheinander im vorgeheizten Ofen bei 150 Grad (Gas 1, Umluft bei 120 Grad) auf der untersten Schiene 20 Minuten (oder etwas kürzer, wenn man sie saftiger haben will) trocknen lassen.

Adventsbäckerei #9: Vanillekipferl

Hin und wieder frage ich mich ja, ob das nicht eine total dämliche Idee war, hier anzukündigen, dass ich bis Weihnachten jeden Tag ein Plätzchenrezept veröffentlichen werde. Leichte Ermüdungs- und Überzuckerungserscheinungen stellen sich schon ein. Gestern habe ich auch dummerweise ganz vergessen, unseren Gästen nach dem (nachgeholten) Thanksgiving-Essen (schön war’s!) Kekstüten in die Hände zu drücken! Dabei brauche ich doch dringend Ess-Hilfe! Aber irgendwie bin ich auch immer noch neugierig und habe weiterhin Lust, neue Rezepte auszuprobieren. Also: weiter geht’s! Und ich bin wohl nicht die einzige, die zur Zeit wie verrückt backt: Am Samstag habe ich in vier verschiedenen Supermärkten vergeblich nach gemahlenen Mandeln Ausschau gehalten – ausverkauft! Zum Glück konnte ich mir behelfen, indem ich zwei Packungen Mandelstifte, die ich noch hatte, durch die Küchenmaschine gejagt habe. Denn diesen Klassiker wollte ich doch unbedingt noch in meiner Back-Parade haben. Hier hat er einen schönen Twist, abgeguckt aus einem anderen Plätzchen-Sonderheft der freundin: Mohn und Orangenabrieb im Zuckermantel – sehr fein, I like! Song of the Day: Amy Winehouse: Rehab VANILLEKIPFERL/VANILLEHÖRNCHEN Quelle: freundin Booklet „Köstliche Plätzchenrezepte“ (24/2003) für ca. 65 Stück Zutaten: 250 g weiche Butter 100 g Puderzucker 1 Prise Salz 3 TL gemahlene Vanille (z.B. von Rapunzel, Bioladen) oder das Mark einer Vanilleschote 1 Ei (M) 300 g Mehl 150 g Mandeln (gemahlen) 100 g feinster Zucker 1 EL Orangenschale, abgerieben 1 EL Mohn Zubereitung: Butter, Puderzucker, Salz und 2 TL Vanille schön hell-cremig verrühren. Dann das Ei untermischen. Zum Schluss mit Mehl und Mandeln rasch zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Teig portionsweise zu ca. 2 cm dicken Rollen formen, diese wiederum in ca. 1,5 cm lange Stücke schneiden. Die Teigstücke auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Fingerspitzen in eine längliche, spitz zulaufende Form rollen, zu Hörnchen formen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im Ofen auf der mittleren Schiene ca. 12 Minuten backen. Herausnehmen und ca. 5 Minuten abkühlen lassen (sie brechen sonst leicht). 100 g feinsten Zucker mit (wer mag: 1 TL gemahlener Vanille oder:) Mohn und Orangenabrieb mischen. Die Kekse noch warm vorsichtig in der Zuckermischung wenden und auf Kuchengittern ganz abkühlen lassen.

Adventsbäckerei #2: Gefüllte Mohnkugeln

Ich hab da mal was vorbereitet… Tatsächlich habe ich mein „sturmfreies“ Wochenende genutzt, um ordentlich in der Küche herumzuwirbeln. Größtenteils will ich ja die Klassiker (Engelsaugen, Vanillekipferl & Co) backen – aber hier war die Kombi einfach zu verlockend: süß und Mohn. Diese gepimpten Bethmännchen sehen auch einfach hübsch aus und sind super zum Verschenken. Happy Monday!

GEFÜLLTE MOHNKUGELN
Quelle: essen & trinken, November 2013
Für ca. 50 Stück
Zutaten:
Teig:
250 g Marzipanrohmasse
1 Eiweiß (Kl. M)
80 g Puderzucker (gesiebt)
50 g gemahlene Mohnsaat
50 g Mehl
Füllung:
120 g getrocknete Soft-Aprikosen
100 ml Orangensaft
2 EL Zitronensaft
1/4 TL Zimtpulver
Verzierung:
1 Eigelb (Kl. M)
50 g geschälte Mandeln
Zubereitung:
Marzipan grob raspeln und mit Eiweiß, Puderzucker, Mohn und Mehl in eine Schüssel geben. Mit den Knethaken des Handrührers zu einer glatten Masse verarbeiten. Mit den Händen zu einer 30 cm langen Rolle formen und in Klarsichtfolie wickeln. Mindestens 1 Stunde kalt stellen. Aprikosen in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden. Mit Orangen- und Zitronensaft und Zimt in einem kleinen Topf aufkochen. Bei mittlerer Hitze so lange kochen, bis die Flüssigkeit fast vollständig eingekocht ist. Vollständig abkühlen lassen. Mohnrolle in 5 mm dicke Scheiben schneiden (das Messer dabei ab und zu abwischen). Scheiben mittig mit je 1-2 Aprikosenstücken belegen und um die Aprikosen herum verschließen. Teig zu Kugeln formen, auf 2 mit Backpapier belegte Bleche setzen. Eigelb mit 1 TL Wasser verquirlen. Je 1 geschälte Mandel auf die Mohnkugeln drücken und diese mit dem Eigelb dünn bepinseln. Im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad (Gas 1, Umluft 130 Grad) auf der 2. Schiene von unten 20-25 Minuten hellbraun backen. Auf den Blechen abkühlen lassen. Haltbarkeit: ca. 3 Wochen.

Sonntagsbäckerei: Erdbeer-Mohn-Torte

So langsam ist die Hitze auch in unsere normalerweise angenehm kühle Wohnung hineingekrochen und macht sich breit. Puh! Ich merke schon, wie träge ich davon werde. Damit aber zumindest der Geist nicht lahmt, lese ich gerade viel, zum Beispiel Die Macht der Gewohnheit von Wissenschaftsjournalist Charles Duhigg. Tolles Buch, super geschrieben und echt informativ. Dabei gelernt: Erstens: Gewohnheiten sind deswegen so zäh, weil sie dem Gehirn die Arbeit erleichtern. Je fester verankert ein Ritual ist, desto weniger strengt es den Kopf an, und desto weniger wehrt man sich dagegen. Zweitens: Will man eine Gewohnheit loswerden, muss man zuerst ihren Auslöser und die „Belohnung“, die man sich davon erwartet, erkennen, und sie dann durch eine andere Gewohnheit mit ähnlichem Resultat ersetzen.
Nach mehreren Wochen Regelmäßigkeit ist mir auch die Sonntagsbäckerei eine – schöne! – Gewohnheit geworden, die ich nicht mehr missen möchte. Diesmal hatte ich ein Rezept aus dem Reise-Journal des Stern ausgerissen. Die Kollegen kombinieren immer Reisetipps (in diesem Fall für die Ostsee) mit einem Rezept ihrer Protagonisten (in diesem Fall Nancy Fleischmann vom Kiek in Café und Kultur im Ostseebad Prerow). Die Torte ist leicht zu machen, ein Biskuitboden mit einer Creme und Erdbeeren drauf und auch ganz lecker. Ich fand nur den Boden ein wenig zu dick, was vielleicht daran lag, dass sich der Teig bei mir nicht gleichmäßig in der Form ausgebreitet hat (wegen des Backpapiers, das ich nicht eingeklemmt, sondern hineingelegt hatte, so dass es sich ziemlich breit machte). Und beim nächsten Mal würde ich den Boden nicht so lange backen, denn er war doch ein wenig trocken. Aber ansonsten, frisch aus dem Kühlschrank, eine nette sommerliche Erfrischung. Ich mache mich jetzt auf ins Schwimmbad. Habt einen schönen Sonntag!

ERDBEER-MOHN-TORTE
Quelle: Nancy Fleischmann im Stern vom 20.6.2013
8-12 Stücke
Zutaten:
150 g Mehl
1 TL Backpulver
150 g Blaumohn (trocken, nicht Mohnback!)
4 Eier, getrennt (Größe M)
150 g feinster Zucker plus 2 EL für den Guss
250 g Speisequark (40% Fett)
250 g Mascarpone
2 Tüten Vanillezucker
1-2 EL Schlagsahne
600-700g geputzte Erdbeeren
1 Tüte roter Tortenguss
Minzeblättchen zum Garnieren
Zubereitung:
Eine Springform (26 cm Ø) mit Backpapier auslegen (in den Rand einklemmen, den Rand einfetten). Mehl mit Backpulver und Mohn mischen. Ofen auf 170 Grad (Umluft) vorheizen. Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen. In einer Rührschüssel Eigelb mit Zucker schaumig schlagen. Mehlmischung unter die Eigelbmasse rühren, Eischnee unterheben. Teig in die Form geben, glatt streichen und 30 Minuten (oder weniger) backen. Aus der Form lösen und kalt werden lassen.
Quark, Mascarpone, Vanillezucker und Sahne cremig rühren. (Wer es gern süß mag: lieber noch ein Tütchen mehr Vanillezucker nehmen). Den Mohnbiskuit auf eine Platte legen und mit dem Tortenring umschließen. Mascarponecreme auf der Oberfläche verstreichen und mit Erdbeeren belegen. Den Tortenguss nach Gebrauchsanweisung herstellen (dabei evtl. Wasser durch dunklen Saft, z.B. Johannisbeer oder Kirsche ersetzen, gibt eine schöne Farbe), über die Erdbeeren verteilen, fest werden lassen. Die Torte im Kühlschrank 2-4 Stunden durchziehen lassen. Zum Servieren mit Minze garnieren.