10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Puh, was für eine Woche, und was für ein Wochenende! Wir haben gerade erst die Koffer wieder in die Wohnung gerollt, zurück von einem fantastischen Kurztrip nach Wien, der deswegen auch als erstes genannt werden muss auf der Liste der Glücklichmacher der Woche:

  • Wien. Viel zu lange nicht da gewesen und gleich wieder verliebt in diese lässige, leiwande Stadt. Melange getrunken (zum Beispiel im Kleinen Café, Franziskanerplatz 3 und im phil), Schnitzel gegessen (im Concordia Schlössl) und das weltbeste Schnittlauchbrot (im Kaffee Alt Wien), lecker gefrühstückt im Wirr und endlich den Unterschied zwischen Krügl, Seidl und Pfiff gelernt (Biergrößen von groß nach klein). Und dazu noch die super Begleitung, eine lustige, entspannte Truppe von Freunden, mit denen der Trip einfach unvergesslich wurde.
  • Meute. Die Techno-Brass Band aus Hamburg spielte beim Mimamusch-Festival in Wien auf – und heizte richtig ein. Unmöglich, da die Füße stillzuhalten. Was für ein Spaß! Hier ist ihre Facebook-Seite.
  • Lesestoff I. Man soll ja seine Bücher nicht nach dem Einband aussuchen. Aber bei Stephanie Danlers Sweetbitter ist sowohl das Cover sexy als auch das, was drinsteckt. Die Coming-of-Age-Geschichte einer jungen Frau, die nach New York kommt und einen Job in einem Szene-Restaurant ergattert. Sex, Drugs & Restaurantgeheimnisse – eine fesselnde Kombination, toll geschrieben.
  • Lesestoff II. Eigentlich nicht aus dieser Woche, aber hey, es ist ein tolles Buch und ich will es empfehlen: Töchter einer neuen Zeit von Carmen Korn beginnt nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und endet nach dem Zweiten. Und spielt noch dazu in Hamburg, um die Ecke von Orten, an denen ich groß geworden bin. Gekonnt verwebt Carmen Korn die Geschichten von vier jungen Frauen, die in dieser wilden Zeit erwachsen werden. So detailreich und süffig habe ich lange nicht(s) Historisches gelesen. Und zwei weitere „Jahrhundert-Romane“ sollen folgen!
  • Bayrisch essen. Sehr schön auf den Geburtstag einer lieben Freundin angestoßen haben wir am Dienstag beim Weinbauer (Fendstraße 5), und dazu gab’s Knödel und Schnitzel. Urig, aber lässig, zwischen Hirschgeweih, Kini-Bildern und Holzvertäfelung.
  • Asiatisch essen. In der Müllerstraße 51 konnte man bis vor kurzem im Corso ein verdammt gutes Tatar essen, darum fand ich es sehr schade, als der Laden dichtmachte. Aber das ist jetzt vergessen, denn mittlerweile hat an gleicher Stelle The Drunken Dragon aufgemacht, wo man köstliche Dumplings naschen kann und an BBQ Pork Ribs in perfekter Hoisin-Knoblauch-Marinade knabbern, die im Mund schmelzen. Noch besser, wenn man sich (wie ich) einladen lässt, denn ganz billig ist der Spaß nicht. Vielen Dank, J & G, ein tolles Geburtstagsgeschenk!
  • Ein Kino um die Ecke. In München Neuhausen, wo ich wohne, wohnt man eigentlich ganz wunderbar, aber eines hat bislang immer gefehlt: Ein richtiges Kino. Das ist jetzt anders, weil vor kurzem das Neue Maxim eröffnet hat. An gleicher Stelle war auch früher schon ein Kino, aber das Programm dort so speziell, dass es mich dort nie hingezogen hat. Jetzt laufen Filme wie Tschick oder Welcome to Norway, und Popcorn gibt es auch. Ich war bislang noch nicht dort, habe mir aber beim Dumpling-Abend im Drunken Dragon sagen lassen, dass ich das bald ändern sollte.
  • Groundhog Day alias „Und täglich grüßt das Murmeltier“ ist einer meiner Lieblingsfilme. Darum habe ich mich sehr gefreut, dass eQuinoxe Europe dessen Drehbuchautor Danny Rubin nach Stuttgart eingeladen hat. Bei einer Masterclass am Montag beschrieb er den Entstehungsprozess des Films – und des Groundhog Day-Musicals, das im Sommer in London uraufgeführt wurde. Oh, das hätte ich gern gesehen, ist aber leider bereits abgespielt.
  • Ein Film, auf den ich mich freue. Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent Mark Duplass, einer meiner absoluten Heroes, hat wieder einen neuen Film gemacht: Blue Jay ist Oh Boy-mäßig in schwarz-weiß gehalten und erzählt von einem Mann und einer Frau, die in der Highschool ein Paar waren und sich jetzt, mittelalt und mittelglücklich, zufällig im Supermarkt wiedertreffen. Auf Amazon Prime kann man ihn streamen, und in der New York Times schreibt Mark Duplass über seine erste große Liebe.
  • Frisches Neulinger-Brot. Für einen Artikel im Magazin Echt Bayern hatte ich vor einer Weile das Vergnügen, den entzückenden Bio-Bäcker Ludwig Neulinger zu interviewen. Seit unserem Gespräch über das Aussterben der Münchner Brotzeitsemmeln und die Pest der Zusatzstoffe in Industriebrot kaufe ich mein Roggen-Vollkornbrot mit noch mehr Enthusiasmus in einer seiner Filialen in der Volkartstraße (Nr. 11 und Nr. 48, er hat noch zwei weitere, u.a. in Haidhausen).

 

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Das Brot, das ich eigentlich heute hier vorstellen wollte, ist noch nicht fertig, deswegen also erst mal ein bisschen was anderes. Meine Gute Laune-Momente der Woche:

  • Ein Kurztrip nach Dresden. Unter anderem mit einer Fahrt in der ältesten Schwebebahn der Welt, Senf-Shopping (Bautzner Straße 79), einem Spaziergang durch die Neustadt und echt leckerem Mittagstisch im hippen Speisewerk (Bautzner Straße 71).
  • Eine Lobhymne auf München. Beziehungsweise gleich mehrere, im aktuellen ZEIT Magazin, das dazu einlädt, München neu zu entdecken. Ja, schon schön hier in meiner Wahlheimat! Siehe auch:
  • Abendbrot im Biergarten. Genervt und unschlüssig standen Mr. B und ich gestern im Supermarkt, konnten nicht entscheiden, was es zu essen geben sollte und kauften dann halbherzig ein paar Vorräte ein. Seine rettende Idee: Lass uns in den Hirschgarten gehen. Das Wetter war noch so herrlich am Abend, das musste man ausnutzen. Wir luden also unsere Vorräte auf die Räder, kauften vor Ort noch ein Radler, und hatten wenig später ein wunderbares Abendbrot am Biertisch unter Kastanien in den letzten Strahlen der Abendsonne.
  • Ein Abend beim Stammitaliener. Draußen sitzen, Teil 2: Mit ein bisschen Fantasie fühlt man sich an den Tischen auf dem Bürgersteig vorm Piacere Nuovo (Donnersberger Straße 54) wie auf einer italienischen Piazza. Wenn Wirt Adrian(o) mit einem Lächeln und einem „Buona sera!“ dann Spritz und Antipasti-Teller serviert, ist die Illusion perfekt. So geht Feierabend.
  • Ein Underground Restaurant. Ein Like, das ich von User „Como en Casa“ für eins meiner Instagram-Bilder bekam, machte mich neugierig. Was ist Como en Casa? Ich habe mich schlau gemacht: Dahinter verbirgt sich eines der wenigen „Underground Restaurants“ in München, also Privatmenschen, die zum Essen bei sich zu Hause einladen. Aktuell gibt es keine neuen Termine (sie sollen bald verkündet werden), aber hier hat Foodfotografin Vivi D’Angelo schon von einem Como en Casa-Abend geschwärmt. Ich will auch!
  • Ein „Soulfood-Diner“: Schon lange wollte ich mal im Little Wolf (Pestalozzistraße 9) vorbeischauen, dem Restaurant, das meine liebe Ex-Kollegin Corinna Götz und ihr Mann Wolfgang nicht weit entfernt von ihrer Blues & Bourbon-Bar „Zum Wolf“ (Pestalozzistraße 22) eröffnet haben. Diese Woche hat es endlich geklappt. Im „Little Wolf“ wird, wohl einmalig in München, das Fleisch schonend im Smoker gegart, bekommt also einen fein rauchigen Geschmack wie bei einem amerikanischen Barbecue. Dazu gibt es ebenfalls typisch amerikanische Beilagen wie Cornbread, Coleslaw oder Mashed Potatoes. Und statt Apfelschorle trinkt man selbst gemachte Waldmeister-Limo.
  • Mein Lieblings-Schreibwarenladen: Nur einen Katzensprung von meinem Büro entfernt und mit fantastischer Auswahl: Beim Weber (Westermühlstraße 1 + 1a) kaufe ich meine Post-its, Briefumschläge und Ordner am liebsten. Eine Postfiliale haben sie auch, und wenn man Glück hat, wird, während man in der Schlange steht, gerade ein zukünftiges Schulkind beim Ranzen-Kauf beraten. Zauberhaft.
  • Die Abschieds-Tournee: Ich gebe zu, ich war ziemlich geknickt, als ich las, dass eine meiner Lieblings-Serien, die Country Music-Saga „Nashville“, nicht verlängert wird. Umso mehr genieße ich jetzt die letzten Folgen von Staffel 4 (bei Amazon Prime). Seufz.
  • Eine Liebschaft: Nachschub für den Serien-Junkie in mir liefert zur Zeit The Affair (ebenfalls bei Amazon Prime), das die Geschichte einer verhängnisvollen Affäre aus zwei Perspektiven erzählt.
  • Noch mehr Podcasts: Im Moment habe ich gern was im Ohr, wenn ich spazierengehe. Ich entdecke immer neue Podcasts (meistens englisch), die mir Spaß machen. Aktuell etwa der Scriptnotes Podcast, in dem Hollywood-Autoren John August und Craig Mazin launig übers Drehbuchschreiben plaudern, die von Schauspielern vorgelesenen Modern Love-Geschichten aus der New York Times und die Wissenschafts-Show Radiolab.

 

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

  • Dieser Song: Adam Cohen: We Go Home.
  • Und dass im Radio gerade ein altes Lieblingslied kam, Liebes Lied von Absolute Beginner (heute heißen sie nur noch Beginner).
  • Tulpen auf dem Tisch. Frühling, yeah!
  • Passend dazu: Die Sonne, die sich heute Nachmittag endlich zeigt. Nächstes Mal will ich sie auch im Freien genießen, zum Beispiel vor dem Tabula Rasa.
  • Zu Fuß in die Arbeit laufen. Eigentlich nur eine Verlegenheitslösung, weil mein Fahrrad einen Platten hatte, aber jetzt habe ich so viel Spaß daran, dass ich es fast jeden Tag mache.
  • Elke Heidenreich lesen. Ihre Kolumne in der Brigitte früher habe ich sehr gemocht, jetzt habe ich zum ersten Mal etwas Längeres von ihr gelesen, den bitter-süßen Erzählband Kolonien der Liebe. Und auf dem Nachttisch liegt schon das nächste Buch, Der Welt den Rücken bereit.
  • Interviews führen. Ich mag meinen Job, manchmal sogar sehr. Vor allem, wenn ich Gespräche mit so klugen und interessanten Menschen führen darf wie diese Woche. Ein großes Vergnügen. Und eine Expertin erwähnte lustiger Weise auch Elke Heidenreich.
  • Good Girls Revolt auf Amazon Prime gucken. Die Serie handelt von einer Gruppe junger Frauen, die in der US-Nachrichtenwelt der 60er/70er Jahre darum kämpft, fair behandelt zu werden. Männer sind Reporter, Frauen nur Rechercheurinnen? Von wegen! Bislang ist nur die erste Folge zu sehen – guter Bingewatching-Schutz, so hält die Freunde länger.
  • Post bekommen. Viele neue spannende Newsletter landen bald in meiner Inbox, dank der Tipps hier. Und ein Oster-Päckchen von Mama gab es auch.
  • Besuch bekommen. Mein Papa hat sich angekündigt. Ich freue mich.

Bild: Ein Ausschnitt aus einer Wandmalerei von @fuzeillear, entdeckt in einer öffentlichen Toilette in Surfer’s Paradise, Australien

10 Dinge, die mich diese Woche glücklich machen

Ich bin ein wenig aus der Übung, was das Bloggen angeht, es war doch eine ganze Weile still hier. Darum groove ich mich jetzt erstmal mit einer kleinen Liste wieder ein. Here you go: 10 Dinge, die mich, gerade happy machen.

  • Nachfreude. Fast so schön wie Vorfreude. Am vergangenen Samstag haben Mr. B und ich uns noch einmal das Ja-Wort gegeben, diesmal nicht allein zu zweit am Strand, sondern in der Kirche und mit lieben Freunden und Verwandten bei einer verrückten, fröhlichen Feier (im Waldhaus Deininger Weiher, sehr schön!). Daran denke ich jetzt oft beglückt zurück.
  • Die Event Booth als Party-Spaß. Danke an Matt & Rob, die diese lustige Fotokiste und jede Menge Verkleidungsutensilien bei unserer Hochzeitsfeier aufgestellt hatten! Die Ergebnisse der Fotosessions bringen mich immer noch zum Grinsen.
  • Der Hirschgarten. Den Park in meiner „Hood“, Neuhausen, habe ich diese Woche mal wieder ziemlich oft genutzt: Für einen schönen Biergarten-Abend mit unseren südafrikanischen Freunden, für eine everfits-Bootcamp-Session und beim Yoga für einen guten Zweck (Kreative Hilfe für Flüchtlinge).
  • Blumen. Als überraschendes Geschenk von einer lieben Kollegin und als wundervolle Hochzeits-Deko. Die Lady von der Blumenwerkstatt am Josephsplatz hat toll gezaubert!
  • Eis essen. In der Patisserie Lehmann in der Holzstraße gibt es traumhaftes Mango-Sorbet, weiße Schokolade-Eis mit Brownies, und, und, und. Herrlich!
  • Die Therme Erding. Allein wäre ich nie auf die Idee gekommen, dorthin zu fahren, aber um unseren südafrikanischen Besuch zu erfreuen, sind wir in diesen „Waterpark“ gefahren – und es war ein großer Spaß. Wie herrlich, sich auf der Poolnoodle in den Wellen treiben zu lassen, im Gummireifen die Rutsche hinunterzusausen oder an der Poolbar im Wasser auf einem Barhocker zu flätzen. Urlaub zu Hause – sollte man viel öfter machen.
  • Noch mehr Wasser. Eine weitere Lektion aus dem Unterwegs-sein-mit-Touristen: Bei diesem heißen Wetter immer mal wieder in die Isar oder in den Eisbach im Englischen Garten zu springen, macht irre Spaß. Auch wenn man, wie ich, nur zuschaut. Zum Baden in Münchner Gewässern hat übrigens auch Irene vom Maxvorstadtblog ein paar Tipps.
  • Radfahren. Schlicht und einfach die beste Fortbewegungsart der Welt.
  • Abends draußen sitzen. Zum Beispiel wieder mal bei meinem Lieblingsgriechen, dem Kyklos.
  • Vorfreude. Auf den nächsten Urlaub. Der „große“ soll im Februar wieder nach Südafrika gehen, die Heimat von Mr. B, aber vielleicht kombinieren wir ihn auch noch mit einem Abstecher nach Namibia. Jetzt, wo es keine Hochzeit mehr zu planen gibt, kann ich ja wieder Reisepläne schmieden.

 

10 Gründe, warum ich München liebe

Dies ist kein normaler Post. Er ist vielmehr eine Art „Happy Birthday to us“. Ich bin Mitglied der Ironblogger München. Deren Motto lautet: „Mia san Blogger und mia meng Bier.“ Jawoll. Weintrinker wie ich werden aber auch toleriert, sie müssen bloß – wie alle anderen – jede Woche einen Blogpost schreiben – oder andernfalls in die Gemeinschaftskasse zahlen. Die wird dann irgendwann verflüssigt (in besagtes Bier oder Wein). Anlässlich unseres zweijährigen Bestehens haben wir eine Blogparade gestartet. Jeden Tag im Juli schreibt ein anderer Ironblogger über das Thema „München“. Wie man das Thema auslegt, bleibt jedem selbst überlassen.
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Gestern hatte Nicole von revvet Sieben Tipps für Münchner Tierfreunde. Morgen geht das Staffelholz weiter an Irene vom maxvorstadtblog. Und ich nähere mich heute meiner Wahlheimat in Form einer meiner 10er-Listen an. Manchmal ist es ja eine Hassliebe, dieses München und ich. Manchmal finde ich es hier zu piefig, zu sauber, zu teuer, zu vorhersehbar. Wünsche mir die Abgefucktheit von Berlin, den kreativen Spirit von Kapstadt oder die Internationalität von London – und dann wieder denke ich: Ach, München. Was für eine tolle Stadt. Wie gut ich es hier doch habe. 10 Gründe, warum ich München mog, äh, mag:

DIE ISAR. Städte mit Wasser sind einfach gut. Siehe die Elbe zu Hamburg, die Themse in London – und eben München mit der Isar. In der kann man schwimmen, an ihr entlangradeln oder laufen, man kann an ihr auf den Stufen unter der Wittelsbacherbrücke oder unter der Reichenbachbrücke sitzen und die Beine ins Wasser halten, oder am Flaucher grillen. Ein ziemlich toller Fluss, der verdammt viel Lebensqualität schenkt.

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MEINE HOOD: Zu Anfang meiner München-Zeit, als ich aus Hamburg zum Studium hierherkam, bin ich fast alle zwei Jahre umgezogen. Habe so das Westend, Schwabing, Sendling, die Maxvorstadt und die Au kennengelernt. Dann bin ich zu meinem Freund gezogen, der in Neuhausen wohnte – und geblieben. Sechs Jahre sind es mittlerweile. Der Freund ist inzwischen mein Mann, Mr. B. Und mag es hier, sogar sehr. Weil ich auf einen Plausch mit der Marktfrau am Rotkreuzplatz stehenbleiben kann, beim Garibaldi in der Nymphenburger Straße meinen Lieblingswein aus Südafrika bekomme und in der Stadtbibliothek ziemlich viele coole Serien und Bücher. Und weil es eine ganze Reihe toller Cafés und Restaurants hier gibt, in denen ich gerne meine Zeit verbringe: Der Grieche Kyklos (Wilderich-Lang-Straße 10), die Italo-Bar Piacere (Donnersbergerstraße 54), das Café der Hollabusch (ehemals Café Kiki, Schulstraße 34), das tolle Kaffee mit dem etwas sperrigen Namen Kaffee, Espresso & Barista (Schlörstraße 11), die Wohnküche (Lachnerstraße 1) mit ihrer feinen Weinauswahl und herrlichen Käseplatte, und, und, und.

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DAS FILMFEST: Okay, das Filmfest München ist nicht die Berlinale, aber doch eine echte Schau! Das diesjährige Festival ist gerade wieder rum, nächstes Jahr kann man wieder vom 23.6. bis 2.7. 2016 dabeisein. Jede Menge tolle Filme haben wir auch immer hier, und der ein oder andere Promi lässt sich ebenfalls blicken. Dieses Jahr zum Beispiel Viggo Mortensen! Ich habe ihn leider verpasst. Aber seinen Film Den Menschen so fern sehr gemocht. Ein bildgewaltiges Epos aus dem Algerienkrieg 1954, ruhig, langsam, aber fesselnd (läuft jetzt im Kino). Sehr charmant fand ich A Royal Night – Ein königliches Vergnügen (soll am 1.10. im Kino anlaufen), der erzählt, wie die zukünftige Queen Elizabeth und ihre Schwester Margaret aus dem engen Protokoll des Palastes ausbüxen, um mit den ganz normalen Menschen auf der Straße das Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 zu feiern. Die HBO-Serie Togetherness, von der zwei Folgen gezeigt wurden, will ich unbedingt bald im Ganzen sehen (in Deutschland läuft sie bei Sky): schräg, witzig und einfach gute Unterhaltung aus der Feder der Duplass-Brüder. Eine deutsche Indie-Tragikomödie, in Kanada gedreht, ist Coconut Hero (ab 13.8. im Kino). Sehr toll! Das Drehbuch von Elena von Saucen entstand in der Drehbuchwerkstatt München, bei der ich auch Stipendiatin war. Zwei Fernsehproduktionen, die ich empfehlen kann: Sarah Stein – Shalom Berlin, demnächst als neue Krimireihe in der ARD zu sehen, und Der Äthiopier mit Jürgen Vogel, eine Adaption einer Ferdinand von Schirach-Geschichte, vermutlich Anfang 2016 im ZDF. Und das Herz ging mir auf bei Meet Me in Montenegro, einer Independent Produktion eines norwegisch-amerikanischen Pärchens, das ganz, ganz viel Herzblut hineingesteckt hat (dass Rupert Friend mitspielt, schadet natürlich auch nicht). Anders, als der Titel glauben lässt, spielt der Film übrigens zum Großteil in Berlin. Hier die Webseite.

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MIKE’S BIKE TOURS: Auf ihren gemütlichen Cruiser-Rädern sieht man sie regelmäßig über den Odeonsplatz, durch den Hofgarten oder den Englischen Garten radeln: Die Tourguides von Mike’s Bike Tours mit ihren Touri-Gruppen, meistens amerikanische oder australische Touristen. Ich bin großer Fan dieses „Familienunternehmens“ (Gründer Mike ist immer noch dabei). Weil ich über MBT meinen Mann kennengelernt habe, und weil die bunte Crew aus Engländern, Australiern, Kanadiern, US-Amerikanern einen tollen Spirit hat.

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DAS PRINZIP BIERGARTEN: Getrunken wird, was der Wirt verkauft – und essen darf man, was man mag und mitgebracht hat: Diese alte Biergartenregel finde ich einfach super. Ich setze sie gern im Hirschgarten, im Taxisgarten, am Chinesischen Turm oder im Biergarten am Flaucher um. Karin von Wallygusto hatte kürzlich bei ihren Biergarten-Empfehlungen in und um München noch ein paar dabei, die ich nicht kannte. Müssen gleich ausprobiert werden! Immer bringe ich mein Essen übrigens auch nicht mit; vor allem, wenn es leckeren Obatzda zu kaufen gibt, nehme ich auch gern den.

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WEIL MÜNCHEN EINE MEDIENSTADT IST: Ich mag die kleinen Zeitungskästen, die an allerlei Ecken herumstehen und zum Kaufen einladen. Sie sagen: Print lebt! Und ich lebe auch von Print. Trotz allerlei Sparmaßnahmen: In München sind viele der Zeitschriften und Verlage zuhause, für die ich regelmäßig arbeiten darf. Ein Grund mehr, sich hier wohlzufühlen.

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DIE BERG-NÄHE: Als Kind von der Küste (ich bin in Hamburg geboren), ist mir das Meer naturgemäß näher und lieber als die Berge. Aber das weicht so langsam auf. Mittlerweile finde ich es ziemlich schön, im Alpenvorland zu leben und die Berge in der Nähe zu haben. Auch wenn ich davon längst nicht so viel Gebrauch mache wie Stefanie vom Bergblog Gipfelglück (auch eine Ironbloggerin).

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DIE RADLBARKEIT: Auch wenn sich Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer nicht immer grün sind, und auch wenn ich auf dem Fahrrad regelmäßig Touristen vom „Radlweg“ wegklingeln muss: In keiner anderen Stadt macht mir das Radfahren so viel Spaß wie in München. Weil fast jede Ecke in Raddistanz liegt und weil die Radwege hier so zahlreich und gut ausgebaut sind. Aber besser geht es natürlich immer – erst kürzlich wurde demonstriert für einen fahrradfreundlichen Ausbau der Rosenheimer Straße. Im Nymphenburger Schlosspark darf man übrigens nicht radeln, aber vor dem Schloss macht sich so ein Rad doch ganz dekorativ, oder?

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DAS ITALO-FLAIR: München sei die nördlichste Stadt Italiens, heißt es ja. Stimmt. Und zwar nicht nur, weil seit einer Weile auf dem Mittelkanal im Schlosspark von Schloss Nymphenburg eine venezianische Gondel fährt. Ich meine natürlich vor allem das italienische Flair der zahlreichen Restaurants und Cafés. Kulinarisch genieße ich die italienische Atmosphäre am liebsten hier: einen schnellen Cappucino am Morgen oder einen Spritz zum Feierabend in der Bar Centrale (Ledererstraße 23, ab 7.30 Uhr). Den leckersten San Daniele-Schinken (der Rolls Royce unter den Parmaschinken, wie eine Bekannte neulich sagte) und köstlichen saftigen Mozzarella bei Dal Cavaliere am Rosenheimer Platz (Weißenburgerstraße 3), Piazza-Atmosphäre und super Pizza in der Pizzeria Grano am St. Jakobs-Platz (Sebastiansplatz 3). Ebenfalls top für Pizza und mehr: Mozzamo am Romanplatz (Gaßnerstraße 1). Ach, die Liste ließe sich (fast) endlos fortsetzen…

Piacere

MÜNCHNER UND ZUAGROASTE: Last, but not least, liebe ich München natürlich auch wegen der vielen tollen Menschen hier. Nicht alle, aber viele meiner Lieblingsmenschen leben hier und machen das Leben hier so schön. Habt einen schönen Sonntag!

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Der neue Guide Michelin Deutschland 2015

Seit heute ist er im Handel, der neue Guide Michelin Deutschland 2015. Die Foodie-Bibel verzeichnet jetzt 282 Sterne-Restaurants in Deutschland, ein neuer Höchststand (und 25 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren). Nach Frankreich hat Deutschland die meisten 3-Sterne-Adressen in Europa. Deren Zahl ist konstant geblieben –  11 3-Sterne-Restaurants sind und bleiben es. 38 2-Sterne-Restaurants gibt es (3 neue) und 233 1-Sterne-Restaurants – davon 31 neue.
Gestern wurde der Hotel- und Gastronomieführer mit einer Pressekonferenz und anschließendem Essen in Berlin gefeiert. Ich war auch dabei. Die Location: Tim Raues La Soupe Populaire, darauf hatte ich mich besonders gefreut, denn das coole Restaurant in einer ehemaligen Brauerei wollte ich schon lange mal sehen.DSC04557
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Copyright: Bernd Brundert/Michelin
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Copyright: Bernd Brundert/Michelin

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Das Wort hatte unter anderem Michael Ellis, internationaler Direktor des Guide Michelin (der erste Amerikaner auf diesem Posten):
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Copyright: Bernd Brundert/Michelin

Einige der neu-ausgezeichneten Küchenchefs sowie 3-Sterne-Altmeister Harald Wohlfahrt (viele seiner Schüler sind jetzt selbst Sterneköche) waren auch da, hier versammelt zum offiziellen Gruppenbild:
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Copyright: Bernd Brundert/Michelin

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Oben: Zwei frischgebackene 2-Sterne-Köche: Peter Hagen (links) vom ammolite – The Lighthouse Restaurant in Rust und Paul Stradner vom Brenners Park-Restaurant, Baden-Baden. Was mich besonders freut: Auch in München gesellt sich ein neues Zwei-Sterne-Restaurant zu den Klassikern Dallmayer und Tantris hinzu, das EssZimmer in der BMW-Welt (Küchenchef Bobby Bräuer war zur Präsentation leider nicht da). Wer es genauer wissen will: Bei den Kochfreunden gibt es eine komplette Liste der 2015er Sterne-Restaurants.
Mehr in meiner Preisklasse liegen allerdings eher die sog. „Bib Gourmand“-Restaurants, also vom Guide empfohlene Restaurants, in denen man ein 3-Gänge-Menü bereits für 35 Euro bekommt, in Berlin z.B. neu die Brasserie Lamazère und das Kochu Karu, das spanisch-koreanische Fusion-Küche serviert.DSC04538
Nach der Pressekonferenz gab es ein gemeinsames Essen im oberen Bereich des Restaurants.DSC04540DSC04544DSC04550
Die Vorspeise: Berliner Senfei mit Kaviar. Sehr lecker, aber schon reichlich sättigend. Zum Hauptgang gab es Königsberger Klopse mit Kartoffelbrei und rote Bete (mein Foto war leider unscharf und nicht so appetitlich wie das Essen selbst, deshalb hier nur ein Schmalzbrot).
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Die Krönung allerdings kam ganz zum Schluss: „Bienenstich“, aber was für einer! Fluffiger Teig, darauf eine Schicht köstliches Aprikoseneis und eine luftig-vanillige Creme, obenauf ein knuspriger Mandel-Karamell-Deckel – zum Niederknien. Und ist sie nicht süß, die Deko-Marzipan-Biene?DSC04555
Insgesamt eine sehr charmante Veranstaltung, die mir natürlich sehr Lust gemacht hat, mehr in die Welt des Fine Dining hineinzuschnuppern bzw. zu -kosten. Ich werde berichten!

 

Titelfoto: Bernd Brundert/Michelin
Dank an den Guide Michelin für die Einladung.

 

„Vegan Daily“ von und mit Surdham Göb

Drei Kochücher in anderthalb Jahren – das ist die stolze Bilanz von Vegan-Koch Surdham Göb. Bei einem Termin in München präsentierte er vergangene Woche sein aktuellstes Werk – und sein neues Kochstudio, Surdham’s Kitchen, gleich mit. Wer ihn (wie ich vor diesem Termin) noch nicht kennt:SurdhamGöb
Er hat fast 30 Jahre Kocherfahrung und ist seit langem auf die vegane Küche spezialisiert, die er unter anderem als Chefkoch im „Zerwirk Restaurant“ und im „Tushita“ hier in München auf den Tisch brachte. Dazu ist er, wie man an dem Abend sofort merkte, super nett, mit Leidenschaft bei der Sache und absolut authentisch. Seine ersten beiden Bücher, Meine vegane Küche und Vegane Superfoods, waren bereits sehr erfolgreich. Und jetzt also dieses hier:
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Vegan Daily. Vegane Küche für jeden Tag. Wie schon die beiden Vorgänger, wunderschön fotografiert von Oliver Brachat und erschienen im AT Verlag. Mit genauen Wochenplänen, Einkaufslisten und Vorbereitungstipps will Surdham es auch Einsteigern leicht machen, die vegane Küche in den Alltag zu integrieren.
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Das neue Kochstudio befindet sich in einem auf den ersten Blick ziemlich seelenlosen Gebäude an der viel befahrenen Landsberger Straße. Aber in der Küche ist es hell und freundlich und man kann sich gut vorstellen, dass hier bald viele fröhliche Koch-Events stattfinden werden. Zusammen mit seiner Freundin Judith bietet Surdham auch Kurse mit Yoga und Kochen an, „Soul Food“. Die nächsten Termine.
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Ein paar Kostproben der Rezepte aus dem Buch gab es natürlich auch. Alle sehr lecker!IMG_9174
Zum Beispiel die vietnamesischen Glücksrollen mit scharfer Soße, die ich bestimmt bald mal nachkoche
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Oder die „Kartoffelpaddies“:
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Zucchinisalat, Couscous, und, und, und…
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Der Hammer: die veganen Nachtische und Kuchen.Dessert_vegan
Was mir sehr gefallen hat: Surdhams Philosophie: Er will keine „Fleisch-Ersatzküche“ machen, sondern die „Leichtigkeit, Freude und Vielfalt“ zeigen, die in der veganen Küche steckt. Und vor allem: Es soll schmecken. Das tut es!
Am 6.10. gibt es übrigens die „Vegan Daily“-Buchpräsentation noch einmal in der Markthalle Neun in Berlin.

 

 

10 Dinge, die mich gerade glücklich machen

Heute ist das Wetter mies. So richtig schlechte-Laune-mies. Dagegen helfen: gute Erinnerungen und gute Vorsätze. Was mich gerade glücklich macht:

  • Kreativität: Das Theaterstück Helen Lawrence in der Spielhalle der Münchner Kammerspiele. Mr. B hat mich am Wochenende hineingeschleift, und eigentlich hatte ich gar keine Lust, weil ich viel zu müde war. Aber dann hat mich der kurzweilige Krimi von Video-, Film- und Installationskünstler Stan Douglas total gefesselt. Das Stück ist ein Mix aus Live-Schauspiel und Kino: Hinter einer Leinwand agieren die Schauspieler, die dabei gefilmt und in schwarz-weiß im Stil des Film noir auf die Leinwand projiziert werden. Das Bühnenbild wurde als 3D-Animation gebaut. Das Haus der Kunst zeigt auch gerade die Ausstellung „Stan Douglas: Mise en scène“. Am 26.6. wird das Gastspiel zum letzten Mal gegeben.
  • Kontinuität: 12 Jahre hat Regisseur Richard Linklater gebraucht, um den Film Boyhood fertigzustellen. Die Darsteller werden nicht einfach älter geschminkt, sondern man schaut ihnen beim Leben und Altern zu. Faszinierend.
  • Kulinarik: Das neue DelikatEssen Magazin ist gerade herausgekommen. Gastro-Tipps für München, alle anonym getestet. Ich war auch wieder unterwegs.
  • Klänge: Den Ohrwurm „At Least I Wrote a Song About It“ von Junior kriege ich einfach nicht weg. Das minimalistische Video dazu ist auch sehr witzig.
  • Keine Kohle: Ich binge-watche gerade die Sitcom Two Broke Girls, in der es um zwei sehr unterschiedliche Kellnerinnen geht, die pleite sind und sich den Traum vom eigenen Cupcake-Business zusammensparen. Um zwei Mädels, die pleite sind, geht es auch in der Web-Serie Cost of Living, die die Regisseurin Shannon Bowen mittels Crowdfunding auf die Beine gestellt hat. Die Darstellerinnen sind manchmal noch etwas steif, und der Sound nicht richtig ausgesteuert, trotzdem macht es Spaß zuzugucken. Hier kann man die ersten zwei Folgen sehen (und für weitere spenden).
  • Kopeken: Das Buch „Fünf Kopeken“ von Sarah Stricker, das ich gerade angefangen habe, liest sich super.
  • Komik: Am Wochenende habe ich das Seminar „Die lustige Welt des Comedy-Schreibens“ von Dirk Stiller besucht – und viel gelernt.
  • Kino: Ich freue mich auf das Filmfest München, das dieses Wochenende wieder losgeht.
  • Kulinarik II: Obazda im Biergarten essen. Immer wieder gnadenlos gut. Gute-Laune-Garant.
  • KGemüse: Diesen simplen Zucchini-Salat mache ich zur Zeit ständig: 2-3 Zucchinis raspeln (oder durch die Küchenmaschine jagen), in einem Sieb abtropfen lassen, dann aus Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette mischen (Kräuter der Provence passen auch gut dazu) und damit vermischen. Nach Belieben etwas Feta darüber krümeln und – sensationell – mit frischer Minze anrichten.

 

Draußen sitzen: Taverne Kyklos

In letzter Zeit blieb die Küche oft kalt. Zum einen, weil wir an den warmen Tagen oft Salate gegessen haben, und zum anderen, weil es sich an den Abenden einfach so herrlich draußen sitzen ließ. Immer wieder gern beim „Griechen um die Ecke“, dem Kyklos in Neuhausen, der von sich behauptet, „die älteste griechische Taverne Münchens“ zu sein. Weiß nicht, ob das stimmt, ist auch egal. Auf jeden Fall machen Wirt Vassili und sein Team tolles Essen, und im Sommer sitzt man im Biergarten herrlich unter Kastanien und Rosensträuchern. Im Winter nur drinnen, aber das macht nichts, obwohl das Restaurant ein fensterloses Kellerlokal ist: Es wurde kürzlich renoviert, die weißen Wände und das schlichte Mobiliar sind einladend und wecken Urlaubserinnerungen. Einen Kamin gibt es auch. Aber das interessiert hier und jetzt natürlich niemanden. Jetzt wollen wir draußen sitzen, den Kies unter den Füßen knarzen hören, mit Freunden Geschichten erzählen und nach Hause gehen, wenn es noch hell ist (nicht „schon hell“).
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Kürzlich waren Mr. B und ich mit Freunden dort, die das Kyklos noch nicht kannten. Da waren wir vorher nervös, denn die zwei hatten erst ein paar Tage zuvor einen Katastrophen-Griechen besucht, von dem sie empört erzählten. Nicht, dass sie auch unseren Lieblingsgriechen verreißen… Aber die Geschichte ging gut aus, sehr gut sogar: Der Grieche gefiel – und Mr. B und ich wurden durch die Begleitung animiert, mal von unserer typischen Bestellroutine abzuweichen. Normalerweise gibt es immer „einmal-kalte-Vorspeisen-mit-Pita-Brot-und-den-Grillteller-für-eine-Person-aber-mit-zwei-Tellern“, dazu eine Flasche Wasser und einen halben Liter Hauswein – Standardzutaten für einen guten Abend.
Diesmal waren wir ein wenig abenteuerlustiger und konnten zudem noch ab und zu auf den Tellern der Freunde picken. Große Überraschung: Kalte Vorspeisen sind immer gut – aber die Artischockenherzen, die meine Freundin bestellt hatte, waren der Hammer! Sanft gegrillt, dazu ein Schuss Zitrone – der Stoff, aus dem Legenden sind. Ich machte mich über einen Gemüseteller her und Mr. B verputzte eine Fischplatte.
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Fazit: Man nehme einen lauen Sommerabend, richte ihn in einem griechischen Biergarten an und serviere ihn mit jeder Menge guter griechischer Küche. Wenn es dann zum Abschluss noch griechischen Joghurt mit Walnüssen und Honig gibt, bleiben keine Wünsche offen. Καλι νυχτα! (kali nichta, gute Nacht).

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TAVERNE KYKLOS
www.taverne-kyklos.de
Wilderich-Lang-Straße 10
München – Neuhausen
Öffnungszeiten: Mo-Fr 11.30-14.30 Uhr und 16-24 Uhr; Sa 16-24 Uhr; So/Feiertag 11.30-24 Uhr

Wie lieb(st)!

Na sowas –  da dachte ich gerade neulich erst, ich müsste mal ein bisschen besser netzwerken und mich in der Blogosphäre herumtreiben – da plumpst mir das hier vor die Füße: Die liebe Frau Plauscher hat mich für den “Liebster Award” nominiert. Dankeschön! Und was heißt das jetzt? Auf der Suche nach dem Ursprung dieses „Award“, der ja schon eine Weile im Web umherwandert, bin ich nicht fündig geworden. Wer hat ihn sich ausgedacht, wie lange läuft das noch? Ich weiß es nicht. Aber auch wenn (mir) der Urheber zwar unbekannt ist, und es mehr ein Blogstöckchen als ein Award zu sein scheint, kommt die Botschaft doch deutlich rüber: Blogger, vernetzt euch! Da bin ich gern dabei. Und so läuft das:
Liebster Award
Was ist der “Liebster Award”?
Der Liebster Award dient dazu, neue Blogs kennenzulernen und Blogs bekannter zu machen, die noch nicht so viele Leser haben.

Wie funktioniert das?
*Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
*Beantworte die elf Fragen, die die Person dir gestellt hat.
*Suche dir elf Blogger aus, die – wenn möglich – nicht mehr als 200 Follower haben und nominiere sie.
*Überlege dir elf neue Fragen (findet ihr am Ende des Posts) für deine elf Nominierten.

Hier also die Fragen, die Frau Plauscher mir gestellt hat, und meine Antworten darauf:

  1. Was machst du an einem Sonntagmorgen am liebsten?
    Kuchen backen, Sonntagszeitung(en) lesen, Kaffee trinken.
  2. Pauschalreise mit allen Sicherheiten oder Rucksackreise mit einer Portion Abenteuer?
    Pauschal mache ich nicht, ich will lieber selbst bestimmen, wie und wo ich meine Zeit verbringe. Aber ganz ins Blaue, das kann ich nicht, und statt Rucksack habe ich doch lieber einen Koffer dabei. Ich weiß also schon immer ungefähr, was mich erwartet. Stelle aber immer wieder fest, dass Reisen genau dann am schönsten ist, wenn etwas passiert, das nicht auf der To-Do-Liste stand, wenn man Unerwartetes erlebt und erfährt. Nichtsdestotrotz machen die Vorbereitung, das Pläneschmieden und To-Do-Listen-Schreiben ja auch Spaß.
  3. Dein Lieblingsgericht als Kind war…
    Pfannkuchen – das hatte irgendwie Event-Charakter. Außerdem: Wenn meine Mama keine Lust hatte zu kochen, gab es immer Miracoli Spaghetti – die liebe ich bis heute noch, ein echter Comfort Food für mich.
  4. Welchen Song könntest du immer hören?
    Das variiert. Meistens laufen bei mir mehrere Songs so lange in Dauerschleife, bis ich sie nicht mehr hören kann und dann eine Weile pausieren muss. Im Moment diese drei:
    A Fine Frenzy: What I Wouldn’t Do
    Brett Dennen: Annie’s Song
    Edward Sharpe & The Magnetic Zeros: Man On Fire
  5. Dinge, die du immer in deiner Handtasche hast
    Da musste ich doch jetzt glatt erst mal nachgucken. Außer den obligatorischen Kugelschreiberminen, zerknüllten Taschentüchern und dem Handy aka Smartphone noch gefunden: Meinen Kindle, ein Notizbuch, Labello, Haarbürste, Sonnenbrille und Fahrradlichter zum Anklemmen.
  6. Beim Sport auspowern oder gemütlich vor dem Fernseher relaxen?
    Am Liebsten morgens Sport (Joggen, Yoga oder „Kiesern“) und abends eine DVD gucken. Wirklich „fernsehen“ nur noch Sonntagabends, den Tatort, das „letzte Lagerfeuer der Nation“.
  7. Welches Buch liest du gerade?
    „How to Be a Woman“ von Caitlin Moran – sehr lustig, sehr schlau. Viele gute (feministische) Gedanken dazu, was es heute bedeutet, eine Frau zu sein.
  8. Kindle oder Buch aus Papier?
    So sehr ich meine Bücher und Bücherregale liebe: Mittlerweile trage ich – vor allem auf Reisen – lieber alles auf dem Kindle mit mir herum. Die richtig tollen Sachen werden dann noch zum Anfassen und ins-Bücherregal-Stellen gekauft.
  9. Deine Lieblingsstadt in Europa (außerhalb Deutschlands) ist…
    London. Aber Wien ist auch toll. Und Amsterdam. Oder Dublin. Oder… ach!
  10. Wo gehst du am liebsten Shoppen?
    Ich gehe eigentlich überhaupt nicht gern Shoppen. Nur Bücher und Musik kaufe ich eigentlich ständig – aber das war nicht gemeint, oder? Meistens wird ein großer Haufen (Klamotten) im Internet geordert, dann verzweifelt anprobiert und 90% zurückgeschickt. Nur im Urlaub (wie kürzlich in Südafrika) finde ich in echten, nicht-virtuellen Geschäften auf einmal ganz viele tolle Dinge, die ich gern hätte…
  11. Ein Wort, das dir beim Gedanken an ein sonniges Wochenende sofort in den Sinn kommt ist…
    Piacere Nuovo (zwei Worte, sorry). So heißt mein Stammcafé (in München), bei dem man wunderbar draußen in der Sonne sitzen kann.

Soviel zu mir, jetzt zu euch. Dann nominiere ich also mal los… Ich reiche das Staffelholz also weiter an:
die fernsehfreundin
Nina von bettentdecker
Stefanie vom Gipfelglück
Carolin von Esel unterwegs
Sabrina von Ein H(a)eppchen Glück
Eleanor, die Wahlmünchnerin
Natalie von Essen und L(i)eben
Elisabeth von vienna fashion waltz
Tina von Dedicated to
Marina von Zitronen und Olivenöl

Falls ihr schon mehr als 200 Follower habt und nur ich der irrigen Meinung bin, ihr wärt noch nicht bekannt genug: bitte nicht böse sein!

Und hier meine Fragen an euch:
1. Eine typische Redewendung von dir?
2. Der beste Rat, den du je bekommen hast?
3. Dein nächstes Reiseziel?
4. Frühaufsteher oder Nachteule?
5. Kopf oder Bauch?
6. Was nervt dich?
7. Was macht dich glücklich?
8. Was verstehst du nicht?
9. Was würdest du gern können/lernen?
10. Was liest/guckst/hörst du gerade?
11. Was wolltest du schon immer mal sagen?