10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Das Brot, das ich eigentlich heute hier vorstellen wollte, ist noch nicht fertig, deswegen also erst mal ein bisschen was anderes. Meine Gute Laune-Momente der Woche:

  • Ein Kurztrip nach Dresden. Unter anderem mit einer Fahrt in der ältesten Schwebebahn der Welt, Senf-Shopping (Bautzner Straße 79), einem Spaziergang durch die Neustadt und echt leckerem Mittagstisch im hippen Speisewerk (Bautzner Straße 71).
  • Eine Lobhymne auf München. Beziehungsweise gleich mehrere, im aktuellen ZEIT Magazin, das dazu einlädt, München neu zu entdecken. Ja, schon schön hier in meiner Wahlheimat! Siehe auch:
  • Abendbrot im Biergarten. Genervt und unschlüssig standen Mr. B und ich gestern im Supermarkt, konnten nicht entscheiden, was es zu essen geben sollte und kauften dann halbherzig ein paar Vorräte ein. Seine rettende Idee: Lass uns in den Hirschgarten gehen. Das Wetter war noch so herrlich am Abend, das musste man ausnutzen. Wir luden also unsere Vorräte auf die Räder, kauften vor Ort noch ein Radler, und hatten wenig später ein wunderbares Abendbrot am Biertisch unter Kastanien in den letzten Strahlen der Abendsonne.
  • Ein Abend beim Stammitaliener. Draußen sitzen, Teil 2: Mit ein bisschen Fantasie fühlt man sich an den Tischen auf dem Bürgersteig vorm Piacere Nuovo (Donnersberger Straße 54) wie auf einer italienischen Piazza. Wenn Wirt Adrian(o) mit einem Lächeln und einem „Buona sera!“ dann Spritz und Antipasti-Teller serviert, ist die Illusion perfekt. So geht Feierabend.
  • Ein Underground Restaurant. Ein Like, das ich von User „Como en Casa“ für eins meiner Instagram-Bilder bekam, machte mich neugierig. Was ist Como en Casa? Ich habe mich schlau gemacht: Dahinter verbirgt sich eines der wenigen „Underground Restaurants“ in München, also Privatmenschen, die zum Essen bei sich zu Hause einladen. Aktuell gibt es keine neuen Termine (sie sollen bald verkündet werden), aber hier hat Foodfotografin Vivi D’Angelo schon von einem Como en Casa-Abend geschwärmt. Ich will auch!
  • Ein „Soulfood-Diner“: Schon lange wollte ich mal im Little Wolf (Pestalozzistraße 9) vorbeischauen, dem Restaurant, das meine liebe Ex-Kollegin Corinna Götz und ihr Mann Wolfgang nicht weit entfernt von ihrer Blues & Bourbon-Bar „Zum Wolf“ (Pestalozzistraße 22) eröffnet haben. Diese Woche hat es endlich geklappt. Im „Little Wolf“ wird, wohl einmalig in München, das Fleisch schonend im Smoker gegart, bekommt also einen fein rauchigen Geschmack wie bei einem amerikanischen Barbecue. Dazu gibt es ebenfalls typisch amerikanische Beilagen wie Cornbread, Coleslaw oder Mashed Potatoes. Und statt Apfelschorle trinkt man selbst gemachte Waldmeister-Limo.
  • Mein Lieblings-Schreibwarenladen: Nur einen Katzensprung von meinem Büro entfernt und mit fantastischer Auswahl: Beim Weber (Westermühlstraße 1 + 1a) kaufe ich meine Post-its, Briefumschläge und Ordner am liebsten. Eine Postfiliale haben sie auch, und wenn man Glück hat, wird, während man in der Schlange steht, gerade ein zukünftiges Schulkind beim Ranzen-Kauf beraten. Zauberhaft.
  • Die Abschieds-Tournee: Ich gebe zu, ich war ziemlich geknickt, als ich las, dass eine meiner Lieblings-Serien, die Country Music-Saga „Nashville“, nicht verlängert wird. Umso mehr genieße ich jetzt die letzten Folgen von Staffel 4 (bei Amazon Prime). Seufz.
  • Eine Liebschaft: Nachschub für den Serien-Junkie in mir liefert zur Zeit The Affair (ebenfalls bei Amazon Prime), das die Geschichte einer verhängnisvollen Affäre aus zwei Perspektiven erzählt.
  • Noch mehr Podcasts: Im Moment habe ich gern was im Ohr, wenn ich spazierengehe. Ich entdecke immer neue Podcasts (meistens englisch), die mir Spaß machen. Aktuell etwa der Scriptnotes Podcast, in dem Hollywood-Autoren John August und Craig Mazin launig übers Drehbuchschreiben plaudern, die von Schauspielern vorgelesenen Modern Love-Geschichten aus der New York Times und die Wissenschafts-Show Radiolab.

 

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Fernweh-Freitag

Die Deutschen kaufen so viele Reiseführer wie noch nie, sagt Media Control. Fernweh, anyone? Ich hätte da ein paar Vorschläge:

  • Ab dem 7. September finden in Hamburg wieder kostenlose Film(vor)Führungen statt. Unter dem Motto A Wall Is A Screen laufen den Teilnehmer von einem Kurzfilm zum nächsten durch die Stadt. Die Filme unterschiedlichster Genre werden an Hauswände projiziert. Die Tour dauert rund anderthalb Stunden, eine tolle Mischung aus Stadtführung und Filmfestival. Alle Termine hier.
  • Der 12hrs Blog, gestaltet von einer Deutschen, Anna Peuckert, und einem Dänen, Søren Jepsen, widmet sich nach East London diesmal ganz London: Ein klasse ratzfatz Reiseführer. Ich will unbedingt bald mal wieder hin! Wo wir gerade auf der Insel sind: Visit Britain hat jetzt eine neue, hübsche Website, die LoveWall.
  • Merian nimmt uns mit in die Weite von Saskatchewan in Kanada. Da liegt auch Saskatoon, und da muss ich sofort an Saskatoon Tonight denken, einen meiner Lieblings- Ohrwürmer der kanadischen Country-Sängerin Carolyn Mark & NQ Arbuckle. Unten könnt ihr ihn euch anhören!
  • Am 23. August feiert die Kleine Meerjungfrau, also die Bronzestatue in Kopenhagen, ihren 100. Geburtstag. GetyourGuide empfiehlt passend dazu eine Joggingtour durch die Stadt: 8 Kilometer mit einem durch Kopenhagen laufen. Alternativ: Eine kulinarische Tour, das klingt auch nicht schlecht! Ebenfalls am 23. August gibt es übrigens noch einen Grund zu feiern: Da startet nämlich wieder das Foodfestival Copenhagen Cooking (bis 1. September). Und wenn man schon mal da ist, kann man ja ein wenig einkaufen gehen (am besten vor dem Essen). Journelles hat dafür einen Shopping Guide.
  • Nein, in den USA gibt es nicht nur Fastfood – sondern auch richtig gutes Essen. Das Food Magazin bon appétit hat jetzt die Best New Restaurants in America 2013 gewählt. Die Sieger sind zum Beispiel in Los Angeles, Nashville und Portland.
  • Einen Blick hinter Schleier und Klischees wirft das Buchprojekt Iranian Living Room, organisiert von Fabrica, dem Zentrum für Kommunikationsforschung der Benetton Group. Verschiedene junge Fotografen haben Menschen im Iran in ihren Wohnungen porträtiert. Spannend! Das Kunstmagazin Monopol berichtet darüber, hier auch die Welt am Sonntag.
  • Über Nelson Mandela habe ich ja schon hier geschrieben. Jetzt ehrt ihn eine ganz besondere Ausstellung, das Mandela Poster Project. Künstler aus aller Welt waren aufgerufen, ein Plakat zu Mandela zu entwerfen, 700 Entwürfe gab es, von denen 95 (so alt ist Mandela jetzt) ausgewählt wurden. Im Juli wurden sie bereits in Pretoria gezeigt, jetzt wandern sie nach Kapstadt, wo sie vom 23. bis 31. August im Rahmen von Design is for All-Ausstellung zu sehen ist.

Habt einen guten Freitag und ein wunderbares Wochenende!
Hier noch der versprochene Ohrwurm: