Osterbäckerei: Mamas Hefezopf

Ostern ist nicht Ostern ohne etwas Gebackenes, finde ich. Wer meinem kleinen Blog schon ein Weilchen folgt, wird das bereits festgestellt haben.Denn ich habe hier schon Osterkränze, ein Osterlämmchen, einen gefüllten österlichen Hefezopf und einen (fast) zuckerfreien Osterkuchen vorgestellt (der leider geschmacklich nur so lala war). Und des öfteren mit Tulpen im Bild, wie ich gerade feststelle. Hach, aber ich mag sie einfach. Diesmal gibt es wieder einen klassischen, simplen Hefezopf. Nach dem Rezept meiner Mama, die am anderen Ende von Deutschland auch einen gebacken hat. Frohe Ostern allerseits!

HEFEZOPF
Zutaten:
500 g Mehl und Mehl zum Arbeiten
1 Packung Trockenhefe (oder 1 Würfel frische Hefe)
150-200 ml lauwarme Milch
3-4 EL Zucker
50 g Butter, Zimmertemperatur
1 Ei
Salz
Zum Bestreichen:
1 Eigelb und/oder
etwas Milch
Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, Hefe hineingeben und mit lauwarmer Milch verkneten. Dann die Butter zerlassen, mit Ei, 1 Prise Salz und Zucker vermischen und  zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Teig auf einer leichten bemehlten Arbeitsfläche in drei gleich große Portionen teilen. Daraus je ca. 40 cm lange Stränge formen. Aus den Strängen einen Zopf flechten. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Eigelb mit Milch verrühren (oder nur Milch nehmen), den Zopf damit einpinseln und ca. 20-25 Minuten backen.

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Frohe Ostern!

Ostern ist für mich nicht Ostern ohne einen Hefezopf. Weich und leicht süß, mit ein bisschen Butter drauf – gibt es etwas Besseres zum Frühstück (oder Kaffee)? Kaum. Den besten macht natürlich meine Mama, aber da die einige hundert Kilometer entfernt ist, habe ich mir selbst einen gebacken. Nein, zwei diesmal. Ich hatte Lust auf diese hübschen mit einem Ei gefüllten Nester. Denn in dieser Form kamen sie auch beim Osterfrühstück in unserer Gemeinde immer auf den Tisch, nach dem Ostergottesdienst am frühen Morgen. Als Konfirmanden haben wir die Nacht davor durchgewacht. Eine Tradition, die, wie ich heute morgen festgestellt habe, auch hier in München gepflegt wird. Als ich heute Morgen (um 5.30 Uhr) zum Gottesdienst kam, standen die Konfirmanden in der Dunkelheit vor der Kirche um ein kleines Osterfeuer herum. Der Gottesdienst begann in der dunklen Kirche, die dann erst nach und nach erleuchtet und geschmückt wurde. Schön, danach in den gerade erwachenden Tag hinauszutreten. Die Sonne scheint. Und jetzt der Hefezopf. Herrlich. Habt einen schönen Tag!

HEFEZOPF
für 1 großen Zopf oder 2 Osternester
Zutaten:
500 g Mehl und Mehl zum Arbeiten
1 Packung Trockenhefe (oder 1 Würfel frische Hefe)
150 ml lauwarme Milch
75 g Zucker
100 g Butter
1 Ei
Salz
Zum Bestreichen:
1 Eigelb
1 EL Milch
Zusätzlich:
2 gekochte, gefärbte Eier
Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, Hefe hineingeben und mit 50 ml Milch, 1 EL Zucker und etwas Mehl vom Rand verrühren. Noch nicht verkneten! Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen. Dann die Butter zerlassen, mit Ei, restlicher Milch, 1 Prise Salz und restlichem Zucker vermischen und mit dem Vorteig zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort 15 Minuten gehen lassen. Backofen auf 175 Grad vorheizen. Für die Nester: Teig auf einer leichten bemehlten Arbeitsfläche in zwei gleich große Portionen teilen, diese dann wiederum in je drei Portionen. Daraus je ca. 30 cm lange Stränge formen. Aus den Strängen einen Zopf flechten. Diesen um das gekochte, gefärbte Ei legen und die Enden verbinden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit einem Küchentuch abdecken und weitere 15 Minuten gehen lassen. Eigelb mit Milch verrühren, die Nester  damit einpinseln und im Ofen bei 175 Grad ca. 20 Minuten backen (wer nur 1 Zopf backt: ca. 30 Minuten).

Sonntagsbäckerei: Frohe Ostern!

Wenn es nach mir ginge, könnte das hier eine alljährliche Tradition werden: Am Oster-, nein Karsamstag mit einer lieben Freundin in der Küche rumwurschteln, ratschen, lachen – und zwei wunderbare Osterlämmer backen. Weil die Hefeteige anfangs nicht so wollten, wie wir das gerne hätten, und auch, weil das Rezept ziemlich aufwändig ist, dauerte das ganze mehrere Stunden. Aber wir hatten tierisch (ha,ha) Spaß dabei. Die Schneckchen, aus denen das Hefe-Lamm besteht, sind mit einer Zimtzucker-Mischung, Butterflöckchen und Rosinen gefüllt. Beste Handarbeit, Shortcuts nicht möglich. Um das Aufgehen des Teiges zu garantieren (auch wenn schließlich im Ofen noch alles gut wurde), würde ich es nächstes Mal das Prozedere wie beim Osterzopf anwenden, im Rezept habe ich es bereits so eingefügt. Das Resultat unserer Backorgie schmeckte wunderbar zum Osterfrühstück: Lecker, buttrig, süß. Frohe Ostern!

VERENAS OSTERLAMM
Zutaten:
Für den Teig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe bzw. 1 Packung Trockenhefe
100 g Zucker
1 Prise Salz
ca. 250 ml lauwarme Milch
1 Ei
125 g weiche Butter
Für die Füllung:
60 g Zucker
1-2 TL Zimt
60 g Rosinen
50 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
Zum Bestreichen:
1 Eigelb
Zubereitung:
Hefe zerbröseln und mit 4 EL lauwarmer Milch und 1 TL Zucker verrühren. 2 TL Mehl unterrühren. Restliches Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Hefemischung hineingeben und etwas vom Mehl darüberstreuen. An einem warmen Ort etwa 20 Minuten gehen lassen, bis der Vorteig blasig aufgegangen ist. Restlichen Zucker, Ei, Salz und Butter zum Vorteig geben, dann nach und nach die Milch, soweit nötig. Alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig nochmals abgedeckt an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Vom Teig ein etwa eigroßes Stück abnehmen, zu einer etwa 20 Zentimeter langen Wurst rollen. Die Wurst auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Finger aufzupfen, so dass sie ca. 3 cm breit und flach ist. Für die Füllung Zucker und Zimt vermischen, etwa 1 TL davon in die Mitte des Teigfladens geben. Die Zimtzucker-Spur mit abwechselnd Rosinen und kleinen Butterwürfeln belegen. Den Teig um die Füllung schlagen, verschließen. Von einem Ende her auf der Naht zu einer Schnecke aufrollen. Die Schnecke auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Weitere Schnecken formen, insgesamt ca. 10 Stück. Aus dem restlichen Teig Beine, Kopf, Schwanz und Ohr des Lamms formen (nach Belieben auch jeweils mit Zimtzucker füllen. Eine Rosine als Auge hineindrücken. Mit Eigelb bepinseln. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 20-25 Minuten backen, bis das Lamm goldbraun ist, dabei nach zehn Minuten mit Backpapier bedecken. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

So sieht das, in unscharfen Fotos, in etwa aus:
Osterlamm-Collage2

Sonntagsbäckerei: Osterzopf

Ostern ist ja nur noch eine Woche hin, da kann man doch schon mal überlegen, wie man das Fest kulinarisch feiern will. Dieser gefüllte Hefezopf aus dem Brigitte-Back-Newsletter könnte sehr gut das Rennen machen: Schön saftig, lecker mit Marzipan, Feigen und Mohn gefüllt, macht er sich auf der Kaffeetafel oder dem Frühstückstisch doch ziemlich gut. Er ist natürlich nicht so lecker wie der, den meine Mama macht, aber ein guter Ersatz, da wir dieses Jahr leider nicht zusammen feiern. Und so schön straff und gleichmäßig geflochten wie Mamas Zopf ist meiner irgendwie auch nicht. Trotz gewissenhaften Ausrollens war bei mir mal wieder ein Teigstrang kürzer als die anderen. Nunja. Und dann bleibt noch die Frage, ob, und wenn ja, wie, man das Herausquellen der Füllung verhindern sollte. Mir ist es diesmal nicht geglückt, aber ich finde es eigentlich auch ganz hübsch so. Beim nächsten Mal würde ich vielleicht noch mehr darauf achten, dass die Nahtstellen der Teigrollen möglichst unten sind, damit nichts aufplatzen kann. Wie dem auch sei: Habt einen schönen Sonntag!

OSTERZOPF
Quelle: Brigitte Back-Newsletter
Zutaten:
Für den Teig:
1/2 Würfel Hefe (21 g) (oder 1 Pk Trockenhefe)
125 ml Milch
100 g Zucker
500 g Mehl (Type 550)
2 Eier
1/2 TL Salz
2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
100 g weiche Butter
Mehl zum Bearbeiten
Für die Füllung:
100 g getrocknete Feigen
100 ml Pflaumenwein oder Traubensaft
2 EL Blaumohn
200 g Marzipan-Rohmasse
1 Ei
2 EL Mandelblättchen
Zubereitung:
Für den Teig: Hefe zerbröseln und mit 4 EL lauwarmer Milch und 1 TL Zucker verrühren. 2 TL Mehl unterrühren. Restliches Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde eindrücken. Hefemischung hineingeben und etwas vom Mehl darüberstreuen. An einem warmen Ort etwa 20 Minuten gehen lassen, bis der Vorteig blasig aufgegangen ist. Restliche lauwarme Milch, restlichen Zucker, Eier, Salz, Vanillezucker und Butter zum Vorteig geben. Alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig nochmals abgedeckt an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Für die Füllung: Inzwischen die Feigen fein hacken und mit dem warmen Pflaumenwein und Mohn mischen. Mischung etwa 20 Minuten ziehen lassen. Marzipan in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen. Den Teig mit den Händen nochmals auf wenig Mehl kurz durchkneten. Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (etwa 40 x 50 cm Größe) ausrollen. Teig längs dritteln. Mittig auf jeden Streifen der Länge nach Feigenmischung geben. Marzipanwürfel darüberstreuen.
Jeden Streifen zu einem langen Teigstrang aufrollen. Teigstränge zu einem Zopf flechten. Den Osterzopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Etwa 40 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3) vorheizen. Osterzopf mit verquirltem Ei bestreichen und die Mandelblättchen darüberstreuen. Im Ofen auf der unteren Schiene insgesamt etwa 30-35 Minuten goldbraun backen, nach 10 Minuten Backzeit mit Backpapier abdecken. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.