Osterbäckerei: Mamas Hefezopf

Ostern ist nicht Ostern ohne etwas Gebackenes, finde ich. Wer meinem kleinen Blog schon ein Weilchen folgt, wird das bereits festgestellt haben.Denn ich habe hier schon Osterkränze, ein Osterlämmchen, einen gefüllten österlichen Hefezopf und einen (fast) zuckerfreien Osterkuchen vorgestellt (der leider geschmacklich nur so lala war). Und des öfteren mit Tulpen im Bild, wie ich gerade feststelle. Hach, aber ich mag sie einfach. Diesmal gibt es wieder einen klassischen, simplen Hefezopf. Nach dem Rezept meiner Mama, die am anderen Ende von Deutschland auch einen gebacken hat. Frohe Ostern allerseits!

HEFEZOPF
Zutaten:
500 g Mehl und Mehl zum Arbeiten
1 Packung Trockenhefe (oder 1 Würfel frische Hefe)
150-200 ml lauwarme Milch
3-4 EL Zucker
50 g Butter, Zimmertemperatur
1 Ei
Salz
Zum Bestreichen:
1 Eigelb und/oder
etwas Milch
Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, Hefe hineingeben und mit lauwarmer Milch verkneten. Dann die Butter zerlassen, mit Ei, 1 Prise Salz und Zucker vermischen und  zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Teig auf einer leichten bemehlten Arbeitsfläche in drei gleich große Portionen teilen. Daraus je ca. 40 cm lange Stränge formen. Aus den Strängen einen Zopf flechten. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Eigelb mit Milch verrühren (oder nur Milch nehmen), den Zopf damit einpinseln und ca. 20-25 Minuten backen.

Werbeanzeigen

Frohe Ostern!

Ostern ist für mich nicht Ostern ohne einen Hefezopf. Weich und leicht süß, mit ein bisschen Butter drauf – gibt es etwas Besseres zum Frühstück (oder Kaffee)? Kaum. Den besten macht natürlich meine Mama, aber da die einige hundert Kilometer entfernt ist, habe ich mir selbst einen gebacken. Nein, zwei diesmal. Ich hatte Lust auf diese hübschen mit einem Ei gefüllten Nester. Denn in dieser Form kamen sie auch beim Osterfrühstück in unserer Gemeinde immer auf den Tisch, nach dem Ostergottesdienst am frühen Morgen. Als Konfirmanden haben wir die Nacht davor durchgewacht. Eine Tradition, die, wie ich heute morgen festgestellt habe, auch hier in München gepflegt wird. Als ich heute Morgen (um 5.30 Uhr) zum Gottesdienst kam, standen die Konfirmanden in der Dunkelheit vor der Kirche um ein kleines Osterfeuer herum. Der Gottesdienst begann in der dunklen Kirche, die dann erst nach und nach erleuchtet und geschmückt wurde. Schön, danach in den gerade erwachenden Tag hinauszutreten. Die Sonne scheint. Und jetzt der Hefezopf. Herrlich. Habt einen schönen Tag!

HEFEZOPF
für 1 großen Zopf oder 2 Osternester
Zutaten:
500 g Mehl und Mehl zum Arbeiten
1 Packung Trockenhefe (oder 1 Würfel frische Hefe)
150 ml lauwarme Milch
75 g Zucker
100 g Butter
1 Ei
Salz
Zum Bestreichen:
1 Eigelb
1 EL Milch
Zusätzlich:
2 gekochte, gefärbte Eier
Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, Hefe hineingeben und mit 50 ml Milch, 1 EL Zucker und etwas Mehl vom Rand verrühren. Noch nicht verkneten! Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen. Dann die Butter zerlassen, mit Ei, restlicher Milch, 1 Prise Salz und restlichem Zucker vermischen und mit dem Vorteig zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort 15 Minuten gehen lassen. Backofen auf 175 Grad vorheizen. Für die Nester: Teig auf einer leichten bemehlten Arbeitsfläche in zwei gleich große Portionen teilen, diese dann wiederum in je drei Portionen. Daraus je ca. 30 cm lange Stränge formen. Aus den Strängen einen Zopf flechten. Diesen um das gekochte, gefärbte Ei legen und die Enden verbinden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit einem Küchentuch abdecken und weitere 15 Minuten gehen lassen. Eigelb mit Milch verrühren, die Nester  damit einpinseln und im Ofen bei 175 Grad ca. 20 Minuten backen (wer nur 1 Zopf backt: ca. 30 Minuten).

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Wenn ich bei diesem stürmischen, regnerischen Wetter aus dem Fenster schaue, ist die Gefahr groß, dass die Laune in den Keller sinkt. Darum erinnere ich mich schnell an all die tollen Sachen, die gerade meine Stimmung heben. Vielleicht ist ja auch eine Idee für euch dabei?

*Ein Abend im Bräustüberl von Giesinger Bräu: Dort kann man für 4,20 Euro „Die kleine Bierprobe“ machen und drei verschiedene Biersorten der coolen Brauerei à la jeweils 0,1 l probieren. Super Idee. Ich mochte vor allem die „Giesinger Erhellung“ und den „Superbock“, äh, „Jubiläumsbock“. Auch fein: der Schweinebraten.
*Anderen zeigen, wie schön München ist: Wenn Gäste zu Besuch sind, gebe ich ihnen gern meine persönliche Stadtführung. Für Neckermann Reisen habe ich jetzt aufgeschrieben, was da alles auf dem Programm steht.
*“Chicago Fire“ gucken. Mr. B hat mal wieder eine Serie aufgetrieben, nach der wir süchtig werden könnten. Er hat schon die erste Staffel geguckt, ich bin erst bei Season 2 rund um Leben und Lieben auf einer Feuerwache in Chicago eingestiegen. Dramen, Rauch und Flammen – was braucht man mehr?!
*Das Buch „Single, Carefree, Mellow“, Kurzgeschichten von Katherine Heiny. Anders als der Titel vermuten lässt, geht es gar nicht nur um Singles. Aber immer sind es Frauen (auch verheiratete), die im Mittelpunkt ihrer Geschichten stehen. Lena Dunham lobte Heinys Erstling mit den Worten: „Katherine Heiny’s work does something magical: elevates the mundane so that it has the stakes of a mystery novel, gives women’s interior lives the gravity they so richly deserve – and makes you laugh along the way.“
*Und noch ein Buch: Da bin ich gerade mittendrin: Gretchen Rubins „Better than before“ (kommt bestimmt auch bald auf deutsch heraus). Die Autorin hat es ja schon mit ihrem Buch „Das Happiness-Projekt“ zu einiger Berühmtheit gebracht, ihrem Bericht über den Versuch, ein Jahr lang alles mögliche auszuprobieren, was Studien als Glücksbringer eruiert haben (hier habe ich darüber geschrieben). Jetzt nimmt sie sich das Thema „Gewohnheiten“ vor. Sie untersucht, wie man es schafft, mehr gute Gewohnheiten ins Leben zu integrieren. Spannend! Zum Thema Gewohnheiten hat mir auch das Buch von Journalist Charles Duhigg sehr gut gefallen.
*Instagram. Ich bin gerade süchtig nach dem Foto-Dienst und all den schönen, inspirierenden Bildern, die da gepostet werden. Ich mag die tollen Food-Fotos von @imfleur, die Aquarellzeichnungen von @roxje und die Vielfalt von @iquitsugar. Hin und wieder veröffentliche ich auch selbst ein Bild dort.
*Mittagspausen. Mit Kolleginnen. Reden und essen, eine gute Kombination.
*Essensplanung. Reichlich spät, aber gerade habe ich richtig Spaß daran, mir zu überlegen, was ich über die Feiertage kochen und backen mag. Vielleicht mal einen Key Lime Pie? Oder wieder Verenas Osterlamm?
*Eine skurrile Mischung: Wie anders ein „Harry Potter“-Trailer wirken kann, wenn man ihn mit der Titelmelodie der Serie Friends unterlegt (eine meiner absoluten Lieblingsserien), sieht man hier. I’ll be there for you…
*Briefe. Oder auch Postkarten. Auf jeden Fall handgeschrieben, mit Liebe. Wenn die im Briefkasten landen, ist das immer ein Grund, sich zu freuen. Danke!

Sonntagsbäckerei: Frohe Ostern!

Wenn es nach mir ginge, könnte das hier eine alljährliche Tradition werden: Am Oster-, nein Karsamstag mit einer lieben Freundin in der Küche rumwurschteln, ratschen, lachen – und zwei wunderbare Osterlämmer backen. Weil die Hefeteige anfangs nicht so wollten, wie wir das gerne hätten, und auch, weil das Rezept ziemlich aufwändig ist, dauerte das ganze mehrere Stunden. Aber wir hatten tierisch (ha,ha) Spaß dabei. Die Schneckchen, aus denen das Hefe-Lamm besteht, sind mit einer Zimtzucker-Mischung, Butterflöckchen und Rosinen gefüllt. Beste Handarbeit, Shortcuts nicht möglich. Um das Aufgehen des Teiges zu garantieren (auch wenn schließlich im Ofen noch alles gut wurde), würde ich es nächstes Mal das Prozedere wie beim Osterzopf anwenden, im Rezept habe ich es bereits so eingefügt. Das Resultat unserer Backorgie schmeckte wunderbar zum Osterfrühstück: Lecker, buttrig, süß. Frohe Ostern!

VERENAS OSTERLAMM
Zutaten:
Für den Teig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe bzw. 1 Packung Trockenhefe
100 g Zucker
1 Prise Salz
ca. 250 ml lauwarme Milch
1 Ei
125 g weiche Butter
Für die Füllung:
60 g Zucker
1-2 TL Zimt
60 g Rosinen
50 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
Zum Bestreichen:
1 Eigelb
Zubereitung:
Hefe zerbröseln und mit 4 EL lauwarmer Milch und 1 TL Zucker verrühren. 2 TL Mehl unterrühren. Restliches Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Hefemischung hineingeben und etwas vom Mehl darüberstreuen. An einem warmen Ort etwa 20 Minuten gehen lassen, bis der Vorteig blasig aufgegangen ist. Restlichen Zucker, Ei, Salz und Butter zum Vorteig geben, dann nach und nach die Milch, soweit nötig. Alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig nochmals abgedeckt an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Vom Teig ein etwa eigroßes Stück abnehmen, zu einer etwa 20 Zentimeter langen Wurst rollen. Die Wurst auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Finger aufzupfen, so dass sie ca. 3 cm breit und flach ist. Für die Füllung Zucker und Zimt vermischen, etwa 1 TL davon in die Mitte des Teigfladens geben. Die Zimtzucker-Spur mit abwechselnd Rosinen und kleinen Butterwürfeln belegen. Den Teig um die Füllung schlagen, verschließen. Von einem Ende her auf der Naht zu einer Schnecke aufrollen. Die Schnecke auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Weitere Schnecken formen, insgesamt ca. 10 Stück. Aus dem restlichen Teig Beine, Kopf, Schwanz und Ohr des Lamms formen (nach Belieben auch jeweils mit Zimtzucker füllen. Eine Rosine als Auge hineindrücken. Mit Eigelb bepinseln. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 20-25 Minuten backen, bis das Lamm goldbraun ist, dabei nach zehn Minuten mit Backpapier bedecken. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

So sieht das, in unscharfen Fotos, in etwa aus:
Osterlamm-Collage2

Sonntagsbäckerei: Osterzopf

Ostern ist ja nur noch eine Woche hin, da kann man doch schon mal überlegen, wie man das Fest kulinarisch feiern will. Dieser gefüllte Hefezopf aus dem Brigitte-Back-Newsletter könnte sehr gut das Rennen machen: Schön saftig, lecker mit Marzipan, Feigen und Mohn gefüllt, macht er sich auf der Kaffeetafel oder dem Frühstückstisch doch ziemlich gut. Er ist natürlich nicht so lecker wie der, den meine Mama macht, aber ein guter Ersatz, da wir dieses Jahr leider nicht zusammen feiern. Und so schön straff und gleichmäßig geflochten wie Mamas Zopf ist meiner irgendwie auch nicht. Trotz gewissenhaften Ausrollens war bei mir mal wieder ein Teigstrang kürzer als die anderen. Nunja. Und dann bleibt noch die Frage, ob, und wenn ja, wie, man das Herausquellen der Füllung verhindern sollte. Mir ist es diesmal nicht geglückt, aber ich finde es eigentlich auch ganz hübsch so. Beim nächsten Mal würde ich vielleicht noch mehr darauf achten, dass die Nahtstellen der Teigrollen möglichst unten sind, damit nichts aufplatzen kann. Wie dem auch sei: Habt einen schönen Sonntag!

OSTERZOPF
Quelle: Brigitte Back-Newsletter
Zutaten:
Für den Teig:
1/2 Würfel Hefe (21 g) (oder 1 Pk Trockenhefe)
125 ml Milch
100 g Zucker
500 g Mehl (Type 550)
2 Eier
1/2 TL Salz
2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
100 g weiche Butter
Mehl zum Bearbeiten
Für die Füllung:
100 g getrocknete Feigen
100 ml Pflaumenwein oder Traubensaft
2 EL Blaumohn
200 g Marzipan-Rohmasse
1 Ei
2 EL Mandelblättchen
Zubereitung:
Für den Teig: Hefe zerbröseln und mit 4 EL lauwarmer Milch und 1 TL Zucker verrühren. 2 TL Mehl unterrühren. Restliches Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde eindrücken. Hefemischung hineingeben und etwas vom Mehl darüberstreuen. An einem warmen Ort etwa 20 Minuten gehen lassen, bis der Vorteig blasig aufgegangen ist. Restliche lauwarme Milch, restlichen Zucker, Eier, Salz, Vanillezucker und Butter zum Vorteig geben. Alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig nochmals abgedeckt an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Für die Füllung: Inzwischen die Feigen fein hacken und mit dem warmen Pflaumenwein und Mohn mischen. Mischung etwa 20 Minuten ziehen lassen. Marzipan in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen. Den Teig mit den Händen nochmals auf wenig Mehl kurz durchkneten. Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (etwa 40 x 50 cm Größe) ausrollen. Teig längs dritteln. Mittig auf jeden Streifen der Länge nach Feigenmischung geben. Marzipanwürfel darüberstreuen.
Jeden Streifen zu einem langen Teigstrang aufrollen. Teigstränge zu einem Zopf flechten. Den Osterzopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Etwa 40 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3) vorheizen. Osterzopf mit verquirltem Ei bestreichen und die Mandelblättchen darüberstreuen. Im Ofen auf der unteren Schiene insgesamt etwa 30-35 Minuten goldbraun backen, nach 10 Minuten Backzeit mit Backpapier abdecken. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Sonntagsbäckerei: Ein (fast) zuckerfreier Oster-Kuchen

Süß sieht er aus, oder? Der Eindruck täuscht. Dieser Kuchen ist ein Biest! Er hat mich gestern, als ich ihn gemacht habe, an den Rand der Verzweiflung gebracht. So sehr, dass ich am Schluss geschummelt habe, um ihn fertigzustellen. Aber von Anfang an: Ich wollte schon mal ein bisschen was Österliches ausprobieren, und da kamen mir die Gutes Gewissen-Rezepte aus dem Kochbuch I Quit Sugar For Life von Sarah Wilson gerade recht. Hier habe ich schon mal von ihrem ersten Buch mit zuckerfreien Rezepten erzählt, dies ist quasi die Fortsetzung. Und der Pimp-My-Sponge Easter Cake sah auch wirklich süß aus. Und gar nicht zu kompliziert. Ist er vielleicht auch nicht. Aber, und dies ist Problem Nummer 1: Man muss außer diesem einen Rezept noch zwei weitere Rezepte machen, um alle Zutaten beisammen zu haben. Und das dauert. Problem 2: Ich hasse Stevia! Vielleicht ist es nur die Marke/Version, die ich habe, aber sie schmeckt fürchterlich künstlich und lakritzig (und ich liebe normalerweise Lakritz). Das Biskuit-Stückchen, das ich frisch aus dem Ofen probiert habe, schmeckte auf jeden Fall grauenhaft. Vielleicht stimmte die Menge auch nicht, denn Sarah Wilson verwendet „granulierten“ Stevia, der ist wohl etwas gröber als der feine, den ich habe, so dass die Mengen nicht ganz stimmen. Problem 3: Die Mengen. Ach. Die Umrechnerei. Beziehungsweise habe ich gar nicht umgerechnet, sondern meistens mit den cup-Maßeinheiten gearbeitet. Aber das ist schrecklich umständlich, vor allem, wenn man klebrigen Sirup erst in einen Messbecher hineingießt, um ihn abzumessen, und dann versucht, ihn wieder herauszubekommen. Problem 4: Das „self-raising flour“, also Mehl, das bereits Backpulver enthält, hatte ich natürlich nicht, und habe deswegen vermutlich das Backpulver etwas überdosiert. Die Folge: in der Mitte des Kuchens schob sich eine Art Deckel hoch, den ich dann absäbeln musste (und ergo probieren). Vielleicht lag es aber auch am Backen mit Umluft? Ist das vielleicht bei Biskuit nicht empfehlenswert? Weiß das jemand? Nicht, dass ich das bei meinem Ofen ändern könnte, der ist standardmäßig umluftig – aber es wäre mal interessant zu wissen. Problem 5: Kakaobutter. Wird im Rezept verlangt, ist aber nirgends zu finden. Zumindest nicht in den Geschäften, die ich frequentiere. Außer in der Drogerie, da ist ja in jeder zweiten Bodylotion „echte Kakaobutter“ drin… Im Internet kann man die essbare Kakaobutter – natürlich – bestellen, habe ich jetzt gesehen, aber das war mir a) zu zeitaufwändig und b) zu teuer. Womit wir bei Problem 6 wären: Teuer ist dieser Kuchen auch: Kokosöl, Reissirup – alles sehr viel happiger als normales Öl und böser herkömmlicher Zucker. Problem 7: Die Schokolade will nicht so, wie ich will. Ich weiß nicht, woran es lag, vielleicht an der fehlenden Kakaobutter, die ich dann durch Kokosöl ersetzt habe. Auf jeden Fall wollte meine Schokolade in den Eierschalen keine appetitlich aussehende schokoladige Oberfläche bilden, sondern wurde weiß (wie Kokosöl) und sah ranzig aus. Bäh. Die schöne Schokolade war nur darunter. Was ihr auf dem Foto seht, ist daher auch leider nicht die vegane Schokolade aus dem Rezept, sondern – geschummelt! – geschmolzene Zartbitterschokolade. Und in der Sahne, die die Glasur um und auf dem Kuchen bildet, ist auch kein(e?) Stevia drin, sondern – ha! – Vanillezucker. Und die letzte Beichte für heute, Problem 8: Das Kokos-Quinoa-Nest, in dem die Eierschalen liegen, ist mir total zerbröselt. Vielleicht nicht lange genug gebacken (es war aber schon gebräunt), vielleicht nicht kalt genug aufbewahrt? Nunja, zumindest schmeckt dieser Teil des Kuchens sehr lecker, wie ich anhand der Brösel feststellen kann. Habe ich mit meiner Jammerei jetzt abgeschreckt? Ich hoffe nicht! Denn es ist doch wirklich süß, dieses Oster-Biest, oder? So sieht es bei Sarah Wilson aus:

Oster-Kuchen2

ZUCKERFREIER OSTER-KUCHEN
PIMP-MY-SPONGE EASTER CAKE
Quelle: Sarah Wilson: I Quit Sugar For Life
für 8 Stücke
Zutaten:
Nest:
3 Eiweiß
75 ml Reissirup
115 g Kokosraspeln
200 ml gekochter Quinoa
eine Prise Meersalz
Biskuit:
200 g Butter, plus extra zum Einfetten der Form
50 ml Reissirup
4 Eier (die Schalen für die Deko aufheben)
200 g Mehl (im Original „self-raising“, also bereits inklusive Backpulver. Ich habe 2 TL Backpulver genommen, das war zu viel, besser nur 1)
2 EL granulierter Stevia (ich habe Pulver genommen, davon nur 1 EL)
Deko:
1 Portion Basic Raw Chocolate (Rezept siehe unten)
1/2 Portion zuckerfreie Erdbeer Marmelade (Rezept siehe unten)
250 ml Sahne
1 TL Stevia (im Rezept: granuliert, also vom feinen Pulver auch weniger)
Osterküken/Nester als Deko
Zubereitung: 
Für das Nest Eiweiß und Sirup verrühren, dann Kokosraspeln, Quinoa und Salz unterrühren. Für eine Stunde kalt stellen. Für den Biskuit den Ofen auf 170 Grad vorheizen. Den Rand einer 20cm-Kuchenform einfetten, mit Mehl abpudern, den Boden mit Backpapier auslegen. Butter und Sirup in einem kleinen Topf bei geringer Hitze schmelzen lassen – nicht kochen! Zum Abkühlen beiseite stellen. Die Eier aufschlagen, bis die Masse leicht und fluffig ist. Das Mehl (plus Backpulver) in eine große Schüssel sieben, dann Stevia hinzufügen, dann die Butter-Sirup-Flüssigkeit. Gut vermischen. Dann die Eier unterheben. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und auf der mittleren Schiene 30-35 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form, dann auf einem Gitter abkühlen lassen.
Die Eierschalenhälften gründlich unter laufendem warmem Wasser ausspülen, dabei auch die inneren Häutchen entfernen. Mit einem Küchentuch vorsichtig innen und außen abtrocknen. Die Eierschalen zurück in den Karton setzen, mit der flüssigen Schokolade (siehe Rezept unten) füllen. Im Kühlschrank oder Eisfach kühlen, bis die Masse fest ist.
Die Nest-Mischung aus dem Kühlschrank holen, ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Mischung auf das Backpapier häufen, so dass ein Häufchen von ca. 15 cm Durchmesser entsteht (etwas zusammenpressen, damit es hinterher nicht – wie bei mir – auseinanderfällt). Im Ofen für 20 Minuten oder so lange, bis es goldbraun ist, backen. Zum Abkühlen beiseite stellen, dann bis zum Servieren des Kuchens im Kühlschrank aufbewahren. Den abgekühlten Biskuit horizontal in der Mitte halbieren, die obere Hälfte abnehmen. Auf der unteren Hälfte die zuckerfreie Erdbeere-Marmelade (Rezept siehe unten) verteilen, dann die obere Hälfte wieder draufsetzen. Die Schlagsahne mit dem (der?) Stevia steifschlagen, dann den Kuchen damit verkleiden. Das Nest auf den Kuchen setzen, die Schoko-Eier darauf verteilen. Mit Deko-Küken dekorieren.

VEGANE SCHOKOLADE
I Quit Sugar For Life: BASIC RAW CHOCOLATE
Zutaten:
1/2 cup (ca. 100 ml) reine Kakaobutter (habe ich nirgends bekommen. Ersatzweise: 1/2 cup Kokosöl)
1/2 cup (ca. 100 ml) Kokosöl, weich
1/3 cup Kakaopulver (ohne Zucker)
1-2 EL Reissirup oder 1-2 TL granuliertes Stevia
2 Prisen Meersalz
Zubereitung:
Papierförmchen leicht einfetten oder einen großen Teller mit Backpapier auslegen (für das Rezept oben nur die Eierschalen in einen Karton setzen). In einem Topf bei geringer Hitze die Kakaobutter schmelzen, dabei gelegentlich umrühren. Vom Herd nehmen und die restlichen Zutaten einrühren, bis alles gut vermischt und eine glatte Masse ist. (Ich habe auch das Kokosöl erhitzt – vielleicht war das der Fehler?) Auf das Backpapier oder in die Förmchen gießen und im Kühlschrank oder Eisfach aufbewahren. Auch danach im Kühlschrank oder Eisfach aufbewahren, weil die Schokolade ab 22 Grad schmilzt. Wenn man die Schokolade auf Backpapier gemacht hat, einfach kleine Stücke zum Essen abbrechen.
Als Variation kann man noch Früchte, Nüsse etc. in die flüssige Schokolade geben.
In diesem Dessert-Rezept von Sarah Wilson hat das mit der Schokolade übrigens super funktioniert, das kann ich sehr empfehlen.

ZUCKERFREIE ERDBEER-MARMELADE
I Quit Sugar For Life: STRAWBERRY JAM
Zutaten:
1 cup (ca. 250 ml) Erdbeeren, frisch oder tiefgekühlt (ich habe eine 300 g-Packung Tiefkühl-Erdbeeren genommen, dann muss man aber die Mengen der anderen Zutaten auch leicht erhöhen)
1 cup Wasser (die gleiche Menge wie die Erdbeeren)
2 EL Reissirup
1 EL Chia Samen oder Marantastärke (engl. arrowroot, noch nie gehört)
Zubereitung:
Alle Zutaten in einen Standmixer geben und pürieren. Die Masse in einen Topf füllen und erhitzen, bis sie Blasen bildet. Dann die Hitze reduzieren und 3-5 Minuten einkochen, dabei ständig rühren, bis die Masse fester wird. In 1-2 Marmeladengläser abfüllen. Von diesem Rezept benötigt man die Hälfte für den Kuchen.