New Pizz On The Block

Hurra, morgen geht es endlich mal wieder nach Italien. Zwar nur für eine Woche, aber ich will nicht meckern. Hoffe nur, dass das Wetter am Comer See auch mitspielt. Aber wenn nicht: auch nicht schlimm. Kann ich ja immer noch den ganzen Tag Cappuccino in mich hineinschütten (obwohl man das ja eigentlich nicht tut, Cappuccino ist ja nach italienischem Selbstverständnis nur etwas für morgens) und Pizza und Pasta essen. Und damit wären wir auch schon beim Thema: Schon seit einer Weile wollte ich etwas über den netten Italiener schreiben, der bei uns um die Ecke in Neuhausen (am Romanplatz) eröffnet hat. Also, los geht’s. Die Bilder stammen noch vom ersten Besuch, als wir draußen sitzen konnten.

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Mittlerweile waren noch drei weitere Male dort und fanden den ersten Eindruck immer wieder bestätigt: Echt lecker und echt nett hier. Spezialität ist – wie der Name ja schon sagt – Mozzarella in verschiedenen Varianten, dafür gibt es sogar eine eigene Doppelseite auf der Speisekarte. Super auch für den kleinen Hunger: Man kann sich einfach eine Kugel Mozzarella mit beliebigem Topping (z.B. gegrilltes Gemüse, Artischocken oder Aufschnitt wie gekochter Schinken) bestellen.
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Ich hatte den lustig verknoteten Burrata, mit Artischocke. Prima!IMG_4020
Noch eine leckere Vorspeise: Garnelen- und Zucchini-Würfel auf Rote Bete-Carpaccio.
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Die Spaghetti Aglio e Olio – auch sehr fein! Es gibt natürlich noch jede Menge, auch aufregendere, Pasta-Gerichte. Auf der Tageskarte auch immer schöne Abweichungen von den üblichen Arrabiata-Bolognese-Carbonara-Nummern, die man sonst so beim Italiener bekommt.
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Und die Pizza: Hammer!
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In der offenen Küche kann man zusehen, wie sie gemacht wird.IMG_4052
Hier noch ein Blick ins Innere, leider ein wenig verschwommen.IMG_4053
Die Atmosphäre: sehr nett und herzlich, wir hatten jedes Mal Top-Service. Gefällt!

MOZZAMO
Gaßnerstraße 1, München. Neuhausen-Nymphenburg
mozzamo.de
Öffnungszeiten: Montag – Sonntag 11-24 Uhr

Es tut sich was in unserer Ecke in Neuhausen. Nicht nur das Mozzamo ist (relativ) neu, im Neubau-Einkaufsviertel um die Ecke hat auch ein cooler (nicht ganz so schneller, aber leckerer) Fastfood-Mexikaner eröffnet. Dazu bei Gelegenheit mehr.

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Meatfree Monday: Pasta mit Erbsen, Ricotta und Zitrone

Ricotta ist, finde ich, eine ziemlich tolle Sache. Saftig, sahnig, elegant in weiß – und dazu noch dieser großartige Geschmack. Ich benutze ihn viel zu selten, habe ich festgestellt. Heute kommt er in einer schnellen Pasta zum Einsatz, gefunden im Donna Hay-Kochbuch Schnelle Küche für Gäste, das ich für die Planung des Potluck-Dinners am Wochenende herausgekramt hatte (dafür wurde ich auch fündig, dazu demnächst mehr). Weitere Akteure sind hübsch in grün die Erbsen und Minzeblätter, die dem Ganzen einen schönen frischen Twist geben. Lecker, und in der Tat schnell gemacht.

PASTA MIT ERBSEN, RICOTTA UND ZITRONE
für 4 Personen
Quelle: Donna Hay: Schnelle Küche für Gäste
Zutaten:
400 g Papardelle (wir haben Gemelli genommen)
60 ml Zitronensaft
170 g Erbsen, gekocht (lieber mehr! wir hatten diese Menge für 2 Personen, es darf also ruhig für 4 eine 300 g-TK-Packung sein)
20 g Minzeblätter, in Streifen geschnitten
Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
500 g Ricotta, grob gewürfelt
geriebener Parmesan als Garnitur
Zubereitung:
Die Pasta in kochendem Salzwasser 10 bis 12 Minuten bissfest garen. Abgießen und in den Topf zurückschütten. Zitronensaft, Öl, Erbsen und Minze daruntermischen, salzen und pfeffern. Zuletzt den Ricotta unterheben. Die Pasta auf Teller verteilen und mit geriebenem Parmesan bestreuen.

Zucchininudeln mit Spinatsauce

So ganz habe ich die Sache mit dem (Food-)Bloggen wohl immer noch nicht raus. Hätte ich sonst das köstliche Essen gestern Abend im Upper Eatside unfotografiert gelassen? Saibling-Pflanzerl! Ochsen-Stroganoff! Desssertvariation von Schoko, Kokos, Ananas!  Aber ich konnte einfach nicht. Es ging nicht. Wahrscheinlich, weil mir immer noch die Kolumne von Stefanie Hentschel aus der aktuellen Brigitte im Kopf herumspukte, in der sie fragt „Muss man wirklich jedes Gericht fotografieren?“ (ihre Antwort: nein), und auf den Blog Pictures of Hipsters Taking Pictures of Food verweist. Nachdem ich da reingeschaut hatte, wollte ich wirklich keine Bilder von Essen in der Öffentlichkeit mehr schießen. Dabei sieht man nämlich leider meistens ziemlich albern aus. Also, muss man jedes Gericht fotografieren? Nee, muss man natürlich nicht. Wahrscheinlich wären meine Bilder in dem angenehm weichen Licht des Restaurants auch gar nicht gut geworden. Aber das Essen war so hübsch! Und so gut! Stimmt. Aber das bleibt mir auch so in Erinnerung, und – das war der eigentliche Grund für meine Foto-Faulheit – der Abend mit der lange nicht gesehenen Freundin war viel zu kostbar, um ihn durch ständige Foodografie zu unterbrechen. Das Smartphone (ihres) wurde nur ganz zum Schluss gezückt, als sie (auf meine Bitte hin) Bilder von ihren entzückenden Kinder zeigte. Danke, Miss S! So, nachdem das geklärt ist, habe ich, um eine Blogger-Ehre zu retten, natürlich trotzdem ein Foto für euch. Eines, das vor ein paar Tagen in der Sicherheit der eigenen vier Wände entstanden ist. Es wird dem Essen, das es abbildet, vielleicht nicht ganz gerecht, denn das war noch leckerer, als mein amateurhafter Versuch das hier wiedergibt. Pasta und Zucchininudeln in einer leichten Joghurtsoße mit selbstbewusster Knoblauchnote, die die Zitrone frech pariert. Ein schönes, leichtes Feierabendessen. Sieht vielleicht nicht umwerfend aus, schmeckt aber toll. Und das war doch der Grund, warum wir Fotos von Essen machen, oder?

ZUCCHININUDELN MIT SPINATSAUCE
Quelle: essen & trinken Für jeden Tag 11/2013
Für 2 Portionen
Zutaten:
150 g Bandnudeln
4 kleine Zucchini
10 g Pinienkerne
100 g TK-Blattspinat (aufgetaut)
1 Knoblauchzehe
300 ml kalte Gemüsebrühe
150 g Vollmilchjoghurt (3,5% Fett)
1 TL Mehl
1 TL fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Zucchini putzen und mithilfe eines Sparschälers rund um die Kerne in Streifen schneiden (ich habe sie stattdessen durch den Spirelli-Schneider gedreht, dadurch sehen sie mehr wie Spaghetti statt wie Bandnudeln aus). Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten, aus der Pfanne nehmen und grob hacken. Den aufgetauten Blattspinat gut ausdrücken. Mit der Knoblauchzehe, Gemüsebrühe, Joghurt und Mehl in ein hohes Gefäß geben und mit dem Schneidstab fein pürieren. In der Pfanne erhitzen, mit Salz, Pfeffer und der Zitronenschale würzen. Inzwischen das kochende Wasser salzen und die Bandnudeln darin nach Packungsanweisung garen. 1 Minute vor Ende der Garzeit die Zucchinistreifen zugeben. Alles abgießen und unter die Spinatsauce mischen. Mit den Pinienkernen bestreut servieren.

UPPER EATSIDE
Werinherstraße 15, München-Obergiesing
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 18 bis 0 Uhr
uppereatside.de

Feierabendessen bei Freunden

Ich weiß gar nicht, was ich schöner finde: Gute Freunde bekochen – oder von ihnen bekocht werden. Gestern Abend eindeutig Letzteres: Da durfte ich bei meiner Freundin K und ihrer Familie mitessen. Sie hatte Pasta gekocht, ihr Mann schenkte Wein ein, die kleine Tochter flitzte fröhlich in der Küche herum. Warm, unkompliziert, gemütlich. Schön, wenn man auch mal ohne großen Anlass, ohne spezielle Vorbereitung, zu Gast sein darf. Nudeln und Salat, perfekt für einen Donnerstagabend. Die Pastasoße, nach einem Rezept von Jamie Oliver, kommt bei ihnen öfter auf den Tisch – das beweisen die Soßenspritzer an der entsprechenden Stelle in Genial kochen mit Jamie Oliver. Lustig, da fällt mir ein, dass ich schon einmal bei Freunden bei einem spontanen Feierabendbesuch mit einem Jamie Oliver-Gericht beglückt worden bin. Damals war es ein fantastisches Curry – das Rezept muss ich mir auch mal geben lassen. Aber jetzt erst mal dieses:

SPAGHETTI MIT SALAMI, FENCHEL UND TOMATEN
Quelle: Genial kochen mit Jamie Oliver
Zutaten für 4 Portionen:
natives Olivenöl extra
140 g pikante italienische Salami, in Scheiben geschnitten
2 Knoblauchzehen, geschält und fein geschnitten
1 TL Fenchelsamen
1 Fenchelknolle, halbiert und in feine Scheiben geschnitten, das Fenchelgrün gehackt
2 Dosen Tomaten (je 400 g)
nach Belieben 1 getrocknete Chilischote, zerbröselt
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
450 g Spaghetti oder Linguine
2 Handvoll Brotbrösel
nach Belieben 1 Zweig frischer Rosmarin
Zubereitung:
Zwei gute Spritzer Olivenöl in eine Pfanne geben. Salami und geschnittene Knoblauchzehen zufügen. Die Fenchelsamen im Mörser oder mit dem Messer leicht zerdrücken und ebenfalls in die Pfanne geben. Eine Minute bei schwacher Hitze anbraten – das Fett sollte aus der Salami austreten und diese leicht knusprig werden. Die Fenchelscheiben zugeben, umrühren, die Pfanne zudecken und die Temperatur auf mittlere Hitze erhöhen. Fünf Minuten lang dünsten, dann die Tomaten aus der Dose und nach Belieben etwas getrockneten Chili einstreuen. 25 Minuten schwach kochen, bis die Mischung eingedickt ist. Nach Belieben würzen. Die Pasta in einem großen Topf mit siedendem Salzwasser al dente kochen. In der Zwischenzeit stelle ich (also Jamie Oliver) die knusprigen Brotbrösel (Pangritata) her, die diesem Gericht Struktur und Biss verleihen: Ich schneide die Krusten von altem Brot ab und zerkleinere sie im Mixer, bis sie bröselig sind. Die Brösel mit 4 oder 5 EL Olivenöl knusprig rösten. Manchmal gebe ich auch ein paar Rosmarinzweige dazu – das gibt ein würziges Aroma. Wenn die Pasta gar ist, abgießen und sofort mit der Tomatensoße vermischen. In einer großen Schüssel servieren und mit dem Fenchelgrün und den knusprig-goldenen Bröseln bestreuen. Sofort essen und dazu ein Glas guten Rotwein trinken. Haben wir gemacht! Dazu gab es einen bunten Salat. Danke, ihr Lieben!

Isch abe gar kein‘ Ofen

Normalerweise gehe ich nicht (gern) auf Partys, bei denen ich den Gastgeber nicht kenne. Letzte Woche habe ich zum Glück eine Ausnahme gemacht. Da war die Book-Release-Party von Bruno „Isch abe gar kein Auto“ Maccallini. Der Cappuccino-Mann, ihr erinnert euch? Sein Kochbuch Für die italienischen Momente in der Küche erscheint heute, er hatte vorab schon mal ein wenig daraus gekocht (und kochen lassen). Und wie fast immer bewahrheitete sich die Erkenntnis, dass die besten Partys in der Küche stattfinden. In diesem Fall war die ganze Location (die Kochgarage in München) eine einzige Küche, und es wurde fröhlich geknetet, gebrutzelt und ausgeschenkt. Bruno hatte seine Tochter dabei, Freunde und Lebensgefährtin Jutta (Speidel) waren auch dabei, dazwischen wuselten wir Journalisten. Sorry für die verwaschenen Bilder, meine Kamera war dem Event wohl nicht gewachsen…

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Lecker: Trofie mit Petersilien-Pesto
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Pizza in der Pfanne
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Brunos Tochter Martina liest mit entzückendem italienischen Akzent das Tiramisu-Rezept vor.
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Das Tiramisu. Mir war ein wenig zu viel Kakaopulver drauf, aber lecker war es.

Erkenntnis eins: Jutta macht –  laut Bruno – ein hervorragendes „Knochenloch“ (Ossobuco). Erkenntnis zwei: Pesto kann man auch mit Kartoffelbrei zubereiten (das werde ich bald mal nachkochen). Und Erkenntnis drei: Zum Pizzabacken braucht man keinen Ofen. Bruno servierte uns nämlich köstliche Pizzen aus der Pfanne, eine Idee, die er sich von Sophia Loren im Film Das Gold von Neapel abgeguckt hat. Köstlich! Ich verrate euch das Rezept:

GRUNDREZEPT FÜR PIZZA
Quelle: Bruno Maccallini: Für die italienischen Momente in der Küche
(für 6 mittelgroße Pizzas)
Zutaten:
800 g Mehl
200 g Hartweizengrieß
2 EL Meersalz
1 EL Zucker
14 g Trockenhefe (oder 42 g Frischhefe)
600 ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl
Zubereitung:
Dauer: 45 Minuten plus mindestens 2 Stunden Ruhezeit für den Teig
Mehl, Grieß, Salz, Zucker und Hefe in einer Schüssel vermengen. In die Mitte eine Mulde drücken und Wasser und Olivenöl dazugießen. Zunächst mit einer Gabel zu einem Teig verrühren und dann auf einem bemehlten Backbrett mit den Händen weiterkneten. So lange kneten, bis der Teig weich und elastisch ist (10-15 Minuten). Falls er zu feucht ist, noch etwas Mehl hinzufügen; falls er zu trocken ist, noch etwas lauwarmes Wasser zugeben. Den Teig 1/2-1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu kreisrunden Pizzas ausrollen.

PIZZA IN DER PFANNE
Quelle: Bruno Maccallini: Für die italienischen Momente in der Küche
Pizzateig nach dem Grundrezept herstellen.
Den Teig zu kreisrunden Pizzas formen, die größenmäßig auf die Pfanne zugeschnitten sind, die Ihnen zur Verfügung steht. In der beschichteten Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen und den Pizza-Fladen darin auf der unteren Seite kurz goldbraun anrösten. Wenden. Mit Zutaten Ihrer Wahl belegen. (bei Bruno gab es eine sehr schmackhafte Tomatensoße, Kirschtomaten, Mozzarella – schlicht, aber köstlich). Einen Deckel auf die Pfanne setzen und den Pizza-Fladen so lange goldbraun braten, bis der Teig gar und der Mozzarella (den Sie ja sicherlich draufgelegt haben) geschmolzen ist. Zum Servieren eventuell mit weiteren frischen Zutaten, wie Basilikum, Schinken oder Rucola, belegen.

Draußen sitzen: Salò

Ist der Gardasee viel zu deutsch, oder immer noch die schönste Möglichkeit, schnell mal Italien-Flair zu tanken? Darüber kann man geteilter Meinung sein. Einig waren waren jedoch meine Freundin Irene und ich uns darin, dass wir gestern mit der Pizzeria/Bar Salò in der Schraudolphstraße, benannt nach einem Ort am Gardasee, die perfekte Location gefunden hatten, um nett zu sitzen und zu plaudern. Ich habe mich mit einer sehr anständigen, schön dünnen und knusprigen Pizza Bufala (9,80 €) vergnügt und, glaube ich, meinen neuen Lieblingsdrink gefunden: Crodino Spritz (5,80 €). Wenn man es gern bitter mag – wie ich – ist das Gemisch aus Prosecco, dem alkoholfreien, leicht bitteren Crodino, und Grapefruit eine leckere Sommererfrischung.

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Auf der Facebook-Seite des Salò habe ich übrigens dieses nette und simple Rezept für Spaghetti à la Sophia Loren gefunden:
– Zwiebeln in Olivenöl anbraten
– Geschnittene Tomatenscheiben dazugeben
– Einkochen und immer wieder etwas Wasser dazugeben
– Keine Kräuter oder Knoblauch!
– In einer Schale Sardellenbutter (normale Butter und Sardellen geht auch) mit halber Zitrone wie ein paar Anchovis vermischen und mit Gabel zerdrücken.
– Nudeln in Topf mit Sauce vermengen
– Parmesan drauf
Buon Appetito!
Salo2
SALÒ
Schraudolphstraße 44, München Maxvorstadt
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag  11.30 – 0 Uhr, Samstag und Sonntag 19 – 1 Uhr
www.salomuenchen.de