Weihnachtsbäckerei: Schoko-Erdnuss-Plätzchen

Woran merkt man, dass man zu viel gearbeitet hat und dass es jetzt wirklich mal Zeit ist für eine kleine Weihnachtspause? Also, ich habe es heute daran gemerkt, dass ich bei dem Versuch, „schnell mal“ die Brezelschnitten von vor zwei Wochen nachzubacken, die flüssige Schokolade und die Brezeln auf dem Shortbread-Teig verteilt habe – ohne ihn vorher zu backen. Argh. Ein Satz mit X also. Zum Ausgleich und weil die so schön einfach sind, habe ich dann nochmal die Honiglebkuchen von vor zwei Jahren gebacken. Die sind gut gelungen, zum Glück. Und diese Plätzchen, die ich dieses Jahr zum ersten Mal gemacht habe, auch.

SCHOKO-ERDNUSS-PLÄTZCHEN
Quelle: essen&trinken Für jeden Tag 12/2015
Für 30 Stück
Zutaten:
175 g Mehl
65 g Kakaopulver
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
120 g weiche Butter
240 g cremige Erdnussbutter
180 g Zucker
1 Ei (Kl. M)
100 g Puderzucker
50 g geröstete und gesalzene Erdnüsse
100 g dunkle Kuchenglasur
Zubereitung:
Mehl, Kakaopulver, Backpulver und Salz mischen. Butter, 60 g Erdnussbutter und den Zucker mit den Quirlen des Handrührers 2 Min. cremig rühren. Das Ei unterrühren. Mehlmischung mit den Knethaken des Handrührers unterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen. In Klarsichtfolie über Nacht kalt stellen. 180 g Puderzucker mit den Quirlen des Handrührers glatt rühren und ebenfalls kalt stellen.
Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Teigrolle in 1 cm dicke Scheiben schneiden und zu Kugeln formen. Kugeln flach drücken, in der Handfläche leicht wölben und mit einer haselnussgroßen Portion der Erdnusscreme füllen. Dabei den Teig um die Erdnusscreme zu verschließen. Gefüllte Kugeln auf mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen, leicht flach drücken. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene 12 Min. backen. Vollständig auf den Blechen abkühlen lassen.
Erdnüsse grob hacken. Dunkle Kuchenglasur nach Packungsanweisung schmelzen. Mit einem Esslöffel streifig über den Plätzchen verteilen. Sofort mit den Erdnüssen bestreuen.

Weihnachtsbäckerei: Brezelschnitten

Wir waren auf Familienbesuch in Hamburg diese Woche, und da sind endlich auch die ersten Weihnachtsplätzchen dieses Jahres entstanden. Gemeinsam mit dem Lieblingsneffen und der Lieblingsnichte habe ich einfache Mürbeteigplätzchen gebacken (die die Kinder dann selbst verziert haben, ein großer Spaß) – und dann noch etwas Neues ausprobiert. Diese süß-salzigen Plätzchen-Quadrate mit dem Shortbread-Boden sind super simpel und lecker, man muss nur genügend Zeit zum Auskühlen einplanen.

BREZELSCHNITTEN
Quelle: essen & trinken für jeden Tag 12/2015
Für ca. 63 Stück
Zutaten:
500 g Mehl
150 g Zucker
1 TL Salz
320 g weiche Butter plus Butter zum Einfetten
300 g Vollmilchkuchenglasur
63 Salzbrezeln (à 2 g)
Zubereitung:
Mehl, Zucker und Salz mischen. Die Butter in kleinen Stücken zugeben und alles mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig auf ein gründlich gefettetes (oder mit Backpapier ausgelegtes) Backblech geben und mit den Händen gleichmäßig bis in die Ecken drücken. 2 Stunden kalt stellen.
Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten hellgelb backen. Vollständig abkühlen lassen.
Die Kuchenglasur nach Packungsanweisung schmelzen und nach und nach mit einem Pinsel auf den Teig streichen. Dabei die noch feuchte Glasur mit den Brezeln belegen, diese leicht andrücken. Den Teig zwischen den Brezeln mit einem Messer (oder einem Pizzaschneider, geht super) zu Rechtecken schneiden und die Plätzchen vom Blech heben.

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Sonntagsbäckerei: Einfache Haferflockenkekse

Das Kochbuch „Deliciously Ella“ von Ella Woodward , das es seit Montag auch auf deutsch gibt, hat es in den Amazon-Verkaufscharts mittlerweile schon auf Platz 1 geschafft – zumindest im Bereich „Vollwertküche“. Dabei sieht es so gar nicht nach Vollwert, sondern sehr instagram-hip aus. Wenn man Elisabeth Raether glauben darf, ist das Werk ja mit Vorsicht zu genießen:  „…lassen Sie das Buch nicht in die Hände Ihrer Teenagertochter geraten, sie wird es als perfekte Anleitung zur Essstörung lesen“, schrieb sie kürzlich im ZEIT Magazin in ihrer „Wochenmarkt“-Kolumne. Die im Buch eingestreuten Testimonials versprechen das genaue Gegenteil: „‚Deliciously Ella‘ hat mein Leben verändert. Jetzt bin ich ausgeglichen, gesund und glücklich und habe Freude beim Essen statt Schuldgefühle“, wird zum Beispiel eine Nicola zitiert.
Nunja. Hype und Heilsversprechen sind mir ein bisschen zu viel („Genial gesundes Essen für ein glückliches Leben“ lautet der Untertitel des Buches), aber neugierig auf die Rezepte bin ich trotzdem. Ich habe noch eines davon ausprobiert, die „Einfachen Haferflockenkekse“. Anders als der Titel verspricht, sind die allerdings gar nicht so einfach zu machen, denn man muss dafür erst einmal (so man sich denn genau an das Rezept halten möchte) ein Mandelmus selbst herstellen. Ist das dann jedoch erstmal geschafft, geht der Rest tatsächlich sehr einfach und schnell. Die Kekse sind ganz lecker, allerdings nicht, wenn man keine Bananen mag, denn die schmeckt man doch sehr durch. Und sie sind auch nichts, wenn man fructosefrei leben will, weil sie nicht nur Bananen, sondern auch Ahornsirup enthalten. Aber vegan sind sie, wie die übrigen Ella-Rezepte auch. Bin ich durch diese Kekse glücklicher? Nicht wirklich, aber das ist ja auch vielleicht gar nicht immer so erstrebenswert.

EINFACHE HAFERFLOCKENKEKSE
Quelle: Deliciously Ella. Genial gesundes Essen für ein glückliches Leben (Bloomsbury Berlin)
für ca. 10 große Kekse
Zutaten:
3 große reife Bananen (ca. 400 g)
4 gehäufte EL Mandelmus (siehe Rezept unten)
1 EL Kokosöl, etwas mehr zum Einfetten
4 EL Ahornsirup (Anmerkung: mir reichten 3)
180 g Haferflocken
Zubereitung:
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen (Umluft 180 Grad). Bananen schälen und in eine große Rührschüssel geben. Mit einer Gabel oder dem Pürierstab zerkleinern, bis eine glatte Masse daraus entsteht. Mandelmus, Kokosöl und Ahornsirup hinzugeben und gut verrühren. Dann die Haferflocken unterziehen. Das ergibt eine zähflüssige, klebrige Masse. Ein Backblech mit Kokosöl einfetten (Anmerkung: Diesen Schritt habe ich ausgelassen, ich habe die Kekse auf Backpapier gebacken). Pro Keks einen gehäuften EL Teig auf das Backblech geben, mit den Händen zu runden, flachen Keksen formen. Je dünner, desto knuspriger werden sie. Ca. 18-20 Minuten backen. Nach dem Herausnehmen ca. 5 Minuten abkühlen lassen. In einem luftdichten Behälter bei Zimmertemperatur aufbewahren.

MANDELMUS
Quelle: Deliciously Ella. Genial gesundes Essen für ein glückliches Leben (Bloomsbury Berlin)
Zutaten:
400 g Mandeln
1 Messerspitze Salz
Zubereitung:
Den Ofen auf 220 g vorheizen (Umluft 180 Grad). Mandeln ca. 10 Minuten rösten (aufpassen, dass sie nicht verbrennen – bei mir waren sie schon grenzwertig). Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Mandeln in eine starke (!) Küchenmaschine geben (mein Nutribullet hat die Aufgabe gut bewältigt) und zusammen mit dem Salz etwa 15 Minuten zerkleinern, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Evtl. zwischendurch ein paar Mal die Masse von den Rändern des Behälters abkratzen. In einem luftdichten Behälter oder einem Schraubglas aufbewahren.

Adventsbäckerei: Haferflockentaler

So ein Adventskalender ist ja wunderbar: Jeden Tag eine kleine Nettigkeit, ein Stück Schoki oder vielleicht auch ein Gedicht (z.B im Kalender Der Andere Advent). So ein Adventskalender ist aber auch ganz furchtbar. Weil er die Zeit beziehungsweise ihr Verstreichen so plastisch macht. Wie, schon 10 Dezembertage rum?! Und nur noch 14 bis Weihnachten? Dann jetzt aber mal schnell. Schnell noch alles erledigen. Oder: Mal schnell die Ansprüche runterschrauben. Jeden Tag ein neues Plätzchenrezept hier im Blog? Dieses Jahr nicht. Festliche Dekoration in der ganzen Wohnung? Nö, geschmückt wird erst Heiligabend der Baum. Bis dahin schmücken wir akustisch: Mit Weihnachtsklassikern von schön bis cheesy, von „Last Christmas“ bis „O Tännenbaum“ (so klingt es, wenn Roger Whittaker „O Tannenbaum“ singt), die bei uns rauf und runter laufen. Aber ein neues Plätzchenrezept gibt es heute dann doch:

HAFERFLOCKENTALER
Quelle: Brigitte Extra „Die schönsten Weihnachts-Plätzchen“ (23/2010)
für 50-80 Stück
Zutaten:
180 g weiche Butter
130 g Puderzucker
2 Päckchen Vanillezucker
1 Prise feines Meersalz
1/2 Bio-Zitrone
150 g Paranusskerne (oder andere Nusskerne – ich habe Mandelstifte genommen, sehr fein)
100 g Mehl
150 g blütenzarte Haferflocken
Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3 vorheizen. Butter, Puderzucker, Vanillezucker und Salz mit den Quirlen des Handrührers cremig rühren. Die Zitrone heiß abspülen, trocken tupfen und die Schale fein abreiben. Nüsse hacken und mit Mehl, Haferflocken und Zitronenschale unter die Butter-Zucker-Creme rühren. Aus dem Teig mit angefeuchteten Händen haselnussgroße (oder größere) Kugeln formen. Auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen, dabei die Kugeln nicht zu eng aneinanderlegen, da sie beim Backen noch verlaufen. (Wenn sie beim Backen nicht verlaufen – so wie bei mir – dann kurz vor Ende der Backzeit mit einem Löffel etwas plattdrücken.) Im Ofen etwa 8 Minuten backen. Vorsichtig vom Backblech lösen und auf Kuchengittern abkühlen lassen.

Adventsbäckerei: Nutella-Erdnuss-Kekse

Das Wichtigste zuerst: Alles Gute zum Geburtstag, Mama! Und: Einen schönen Nikolaus-Tag euch allen. Diese Kekse passen heute perfekt. Auch wenn sie nicht übermäßig weihnachtlich sind. Dafür sind sie unglaublich schnell gemacht (wer hat in der Vorweihnachtszeit schon Zeit?) und seeehr lecker. Wer die (kurze) Zutatenliste liest, wird merken: Eigentlich könnte man auch einfach den Löffel in ein Glas Nutella stecken (und dann kurz in die Erdnussbutter) und ihn abschlecken – aber das wäre ja nur der halbe Spaß. Wenn alles zusammengemischt ist (ohne Mehl übrigens – das ist kein Rezeptfehler) und warm und weich aus dem Ofen kommt, weiß man, dass es sich gelohnt hat, eben doch nicht einfach nur den Löffel ins Glas zu stecken. Schönes Wochenende!

NUTELLA-ERDNUSS-KEKSE
Chocolate Hazelnut Crack-Ups
Quelle: Food52
für ca. 24 Stück
Zutaten:
3/4
cup (ca. 225 g) Nutella
1/4 cup (ca. 75 g) Erdnussbutter (ich mag sie gern mit Stücken drin, dann hat man was zum Knuspern)
3/4 cup (ca. 150 g) Zucker
1 TL Backpulver
1 Ei, leicht verquirlt
1/4 TL Salz
1 EL Kakaopulver
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. In einer Rührschüssel alle Zutaten vermischen. Den Teig mit den Händen in ca. 1,5 cm (oder nach Belieben) große Kugeln rollen. (Achtung, die Finger werden davon ziemlich fettig.) Die Bällchen mit reichlich Abstand auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech platzieren. 8 min backen. Kurz auf dem Backblech auskühlen lassen, dann auf ein Gitter zum weiteren Auskühlen geben. Man kann sie warm und weich oder abgekühlt essen (oder beides).

 

Erster Advent

Wer letztes Jahr schon dabei war, erinnert sich vielleicht: Vom 1. bis zum 24. Dezember gab es hier jeden Tag ein neues Backrezept von mir. Ob ich dieses Jahr in der Adventsbäckerei auch so fleißig sein werde, weiß ich noch nicht, darum sind hier noch einmal die Links zu allen Rezepten vom letzten Jahr. Habt einen schönen, entspannten Ersten Advent. Vielleicht mit einer kleinen Backsession?

Adventsbäckerei 2013:
Honiglebkuchen
Gefüllte Mohnkugeln
Engelsaugen
Haselnuss-Makronen
Dominosteine
Rocky Road Bars
Zitronenherzen mit Orangenfüllung
Weiße Schoko-Walnuss-Cookies
Vanillekipferl (mit Mohn)
Spitzbuben
Kokosmakronen
Engelsaugen mit Erdnuss, Karamell und Konfitüre
Plätzchen am Stiel
Glühwein-Cupcakes
Gefüllte Lakritz-Plätzchen
Mohn-Makronen
Schoko-Orangen-Sterne
Vanilleplätzchen mit Yin und Yang
Minz-Schoko-Tannenbäume
Zimtsterne
Rumkugeln
Mandelhörnchen
Flockentaler
Vanille-Tannenbäume

Adventsbäckerei #23: Flockentaler

Verdammt. Ich dachte wirklich, ich wäre jetzt, nach all der Backerei, gefeit gegen sämtliche Plätzchen-Verlockungen. Ich dachte, ich könnte, ohne mit der Wimper zu zucken, an Rumkugeln, Engelsaugen und Mandelhörnchen vorbeigehen. Könnte Backwaren links liegen lassen, selbst wenn sie sich frech in meiner Küche breit machen. Weit gefehlt. Zumindest in diesem Fall. Bei dieser Ingwer-Haferflocken-Dekadenz konnte ich einfach nicht aufhören zu futtern. Zuerst hatte ich noch eine gute Ausrede: Die erste Ladung war völlig verformt und ineinander gelaufen, die konnte ich auf keinen Fall verschenken. (Merke: Wenn im Rezept steht „Abstand lassen“, dann lass auch Abstand!). Aber beim zweiten, dritten Blech war es dann nicht mehr zu entschuldigen. Das war einfach pure Gier. Was soll ich sagen? Sie sind einfach zu lecker: Süß und knackig, ein bisschen buttrig, dazu hin und wieder ein bisschen bissiger Ingwer (aber nicht zu stark, gerade angenehm)… Einzige Anmerkung – und jetzt kommt ein Satz, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich ihn mal sagen würde – die Schokolade obendrauf hätte es nicht gebraucht. Guten Weihnachtsendspurt!

FLOCKENTALER
Quelle: Zeitschriften-Ausriss (essen & trinken für jeden tag)
für ca. 40 Stück
Zutaten:
50 g kandierter Ingwer
50 g Mehl
2 TL Backpulver
80 g gehackte Mandelkerne
40 g blütenzarte Haferflocken
150 g Zucker
1/2 TL gemahlener Ingwer
1 TL abgeriebene Orangenschale (unbehandelt)
1 Ei (Kl. M)
70 g zimmerwarme Butter
2 EL Orangensaft
50 g weiße Kuvertüre
Zubereitung:
Kandierten Ingwer sehr fein hacken, mit Mehl und Backpulver mischen. Mandelkerne, Haferflocken, Zucker, gemahlenen Ingwer, Orangenschale, Ei und Butter zugeben. Alles mit den Quirlen des Handrührers glattrühren. Orangensaft kurz unterrühren. Teig abgedeckt 30 Minuten kalt stellen. Mit 2 Teelöffeln walnussgroße Häufchen auf Bleche mit Backpapier setzen. Dabei große Abstände lassen. Nacheinander im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) auf der 2. Schiene von unten 12 Minuten backen. Abkühlen lassen. 50 g weiße Kuvertüre hacken, über einem heißen Wasserbad schmelzen, mit einem Löffel über die Kekse sprenkeln, fest werden lassen.

Adventsbäckerei #20: Zimtsterne

Zimtsterne gehören natürlich bei jeder Weihnachtsbäckerei dazu. Ich hatte mich bislang allerdings ein bisschen vor ihnen gedrückt, weil ich sie als umständlich und klebrig in der Herstellung in Erinnerung hatte. War aber gar nicht schlimm! Ich habe sie beim Ausrollen mit Frischhaltefolie bedeckt, unten drunter gemahlene Mandeln, so klebten sie kaum fest. Das Resultat ist prima, saftig und knusprig zugleich. Ob beim Backen oder anderen Gelegenheiten: Ich kann gerade überhaupt nicht genug bekommen von diesem zuckersüßen Song: „You’re golden“ von The Polyphonic Spree. Läuft bei mir rauf und runter und könnte täglich auf meiner SOTD-Liste stehen. Hier gibt es das bittersüße Musikvideo.

ZIMTSTERNE
Quelle: unbeschrifteter Zeitschriftenausriss
für ca. 40-50 Stück
Zutaten:
3 Eiweiß (Eier: Größe M)
1 Prise Salz
250 g Puderzucker
1 1/2 EL gemahlener Zimt
1/2 EL Zitronensaft
ca. 350 g gemahlene Mandeln
Zucker zum Arbeiten
Zubereitung:
Eiweiße mit Salz steif schlagen. Puderzucker zugeben, dabei weiterschlagen. Von der Eiweißmasse 100 ml in einen Messbecher abfüllen, kalt stellen. Rest mit Zimt, Saft, Mandeln mischen. Teig portionsweise auf wenig Zucker (oder auf gemahlenen Mandeln) 7-10 mm dick ausrollen. Dabei immer wieder mit einer Palette von der Arbeitsfläche lösen. Sterne ausstechen. Die Sterne auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit der Eischneeglasur bestreichen und 5-6 Stunden oder über Nacht trocknen lassen. Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Sterne 3-5 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Adventsbäckerei #19: Minz-Schoko-Tannenbäume

Geht es nur mir so, oder nervt der Begriff „GroKo“ langsam einfach tierisch? Ich denke dabei irgendwie immer an „YOLO“-grölende Bundestagsabgeordnete (oder BILD-Redakteure). Anyway. Eine Große Koalition, die ich dagegen ganz wunderbar finde, ist die aus Schokolade und Minze. In After Eight zum Beispiel, oder in diesen dekorativen Plätzchen-Bäumchen am Stiel (hier habe ich schon mal Plätzchen am Stiel gemacht, die Basic-Variante sozusagen). Positiver Nebeneffekt bei der Herstellung der Tannenbäume: im Krokant und im Guss ist so viel Minzöl, dass die Nebenhöhlen danach garantiert frei sind. Und weil ich gerade so in Plauderlaune bin: Hier ist noch eine hübsche Bilder-Geschichte zum Thema Plätzchenbacken aus dem New York Times Magazine, bei der ich sehr gegrinst habe. Und falls euch meine Adventsbäckerei noch nicht genug ist: bei Bon Appétit gibt es einen Weihnachts-Countdown und jeden Tag ein neues Plätzchenrezept. So viel für heute, lieben Dank fürs Lesen! Und über eure Likes freue ich mich jedes Mal wie ein Schnitzel!

MINZ-SCHOKO-TANNENBÄUME
Quelle: Brigitte Extra Weihnachtsplätzchen (24/2009)
Zutaten:
Teig:
80 g Puderzucker
30 g Kakaopulver
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
1 Prise feines Meersalz
150 g kalte Butter
200 g Mehl
Mehl zum Ausrollen
Krokant:
100 g Zucker
1 TL Pfefferminzöl (aus der Apotheke)
etwas grüne Speisefarbe
Guss:
100 g Puderzucker
5 Tropfen Pfefferminzöl
1 EL Zucker zum Wälzen
etwa 18 gerundete Holzspieße/Kaffeelöffel (etwa 19 cm lang, evtl. im Coffeeshop danach fragen) oder etwa 35 hölzerne Eisstiele
Zubereitung:
Für den Teig: Puderzucker und Kakao zusammensieben und mit Vanillezucker und Salz mischen. Butterwürfel darauf verteilen und kurz mischen. Das Mehl dazugeben und alles zunächst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig halbieren, in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde kalt stellen.
Für den Krokant: Zucker, Pfefferminzöl und Speisefarbe (evtl. mit etwas Wasser vermischen) in einem Topf bei starker Hitze schmelzen lassen. Sofort auf ein Stück Backpapier gießen und fest werden lassen.
Den Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3 vorheizen. Die langen Holzspieße einmal quer halbieren. Teigportionen kurz durchkneten und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 5mm dick ausrollen. Mit einem Ausstecher (etwa 8 cm lang) Tannenbäumchen daraus ausstechen und auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Einen Holzspieß etwa 2-3 cm tief in den breiten Stamm des Tannenbaums stecken. Tannenbäume im Ofen etwa 10-12 Minuten backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.
Für den Guss: Puderzucker, 1 EL Wasser und 5 Tropfen Pfefferminzöl zu einem glatten Guss verrühren. Den grünen Minzkrokant fein hacken und im Zucker wälzen, damit er nicht zusammenklebt und sich gut streuen lässt. Die Bäumchen mit dem Guss bestreichen und den gehackten Krokant darüberstreuen. Den Guss fest werden lassen.

Adventsbäckerei #18: Vanilleplätzchen mit Yin und Yang

Wo, bitte, bleibt der Schnee? Irgendwie fehlt er mir erheblich für die Weihnachtsstimmung. Die aktuellen Aussichten für Heiligabend in München sind leider trüb. Beziehungsweise mild. Also wieder keine weißen Weihnachten. Wenn ich ihn mir herbacken könnte, den Schnee, dann würde ich das tun. Nagut, dann müssen halt weiter Zucker und Mehl als Schnee-Ersatz dienen, dazu Weihnachtslieder-Doping. Das Ende der Back-Orgie ist in Sicht (nur noch sechs Mal bis Weihnachten!), und nach leichten Ermüdungserscheinungen zwischendurch macht es mir jetzt wieder richtig Spaß. Zum Beispiel bei diesen Keksen. Sie stehen für das daoistische Prinzip des Yin und Yang, aber von chinesischer Philosophie weiß ich leider zu wenig, um dazu jetzt etwas Schlaues sagen zu können. Ich finde sie vor allem hübsch. Vielleicht können sie mich auch daran erinnern, dass „machen, machen, machen“ ohne gelegentliches „Pause machen“ irgendwie nichts bringt. Kein aktiv ohne passiv. Gegensätze, die zusammengehören, oder so. Bei mir steht jetzt auf jeden Fall der Laptop in der (Wohn-)Küche, so dass ich zwischen Arbeits-E-Mails immer mal wieder eine Ladung Kekse in den Ofen schieben oder mit Zuckerguss bepinseln kann. So lange kein Puderzucker auf meiner Tastatur landet, ist das eine super Kombi, finde ich. So gefällt mir mein Freelancer-Leben!

VANILLEPLÄTZCHEN MIT YIN UND YANG
Quelle: freundin Extra 24/2013
für ca. 50 Stück
Zutaten:
250 g Mehl
100 g Zucker
150 g Butter
einige Tropfen Vanilleextrakt
2 Eigelb
2 EL Kakaopulver
Zubereitung:
Mehl, Zucker, Butter, Vanillearoma und die Eigelbe rasch zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Die Teigmenge halbieren und unter eine Hälfte den Kakao kneten. Bei Teige zu etwa 4 cm dicken Strängen ausrollen. Jeweils in Frischhaltefolie wickeln und etwa 2 Stunden im Kühlschrank kalt stellen. Anschließend einen Kochlöffelstiel längs in die Teigrollen drücken und etwa einen Zentimeter tief hineinrollen, sodass eine Yin-Yang-Hälfte entsteht. Beide Hälften passend ineinandersetzen und leicht rollen, damit beide Teige gut aneinanderhaften. Erneut einwickeln und weitere 30 Minuten kalt stellen. Ofen auf 180 Grad (Oberhitze und Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Vom Teig dünne Scheiben abschneiden, auf das Backblech legen und im Ofen ca. 10 Minuten goldbraun backen. Wer mag, dekoriert sie, wenn sie abgekühlt sind, noch mit weißer und brauner Zuckerschrift.
Haltbarkeit: luftdicht verpackt an einem kühlen Ort ca. 4 Wochen