Fernweh-Freitag: Schokolade, Seattle und Südafrika

Hier im Blog bin ich schon länger nicht in die Ferne geschweift, dabei tue ich das in Gedanken fast täglich. Diese Woche noch einmal mehr, denn da haben ein paar Events mein Fernweh geschürt. Also, auf geht’s…

…nach Seattle: Bei einem sehr netten Dinner hat sich das Team von Visit Seattle diese Woche in München vorgestellt – und wirklich Lust auf ihre Stadt gemacht. Nicht unwesentlich dazu beigetragen haben auch die fantastischen Weine aus der Region, mitgebracht von Steve Warner, President & CEO von Washington State Wine und das köstliche Essen, das Chefkoch Ethan Stowell mit seinem Team auf den Tisch gebracht hat. Ethan ist in Seattle eine Lokalgröße, führt mit seiner Frau Angela, die auch mit dabei war, insgesamt 12 Restaurants. Das neueste ist die Goldfinch Tavern im Four Seasons, dem einzigen Fünf Sterne-Hotel Seattles. Aber man kann auch Pizza (in der Bar Cotto) oder Pasta (im Tavolàta) à la Ethan essen.

Space Needle & Ferry from Elliott Bay - credit Howard Frisk

Quelle: Howard Frisk für Visit Seattle

Pike Place Market with Ferry & Elliott Bay - credit Howard Frisk

Quelle: Howard Frisk für Visit Seattle

…in die Ferne: Auf dem Visit Seattle-Dinner war auch ein sehr netter Journalisten-Kollege, der das Roadtrip Magazin herausbringt, ein digitales Reisemagazin mit Fernweh-Garantie. Unbedingt mal reinschauen!

…in den Dschungel: Aus Peru, Bolivien, Ecuador, der Dominkanischen Republik, dem Kongo und Indonesien stammen die Kakaobohnen, die zu den köstlichen Tafeln von Original Beans verarbeitet werden. Gründer Philipp Kauffmann stellte sie diese Woche bei einem Schoko-Tasting in München vor und erzählte auch, wie das Unternehmen die edlen und seltenen Kakaosorten für die nachhaltige Schokolade sucht. Bis auf bei der Sorte „Grand Cru Blend No. 1“ werden für die Schokoladen immer nur Bohnen aus einem Anbaugebiet verwendet, zum Beispiel die „Beni Wild Harvest“ aus bolivianischem Wildkakao aus der Beni Savanne. Dazu kommt wenig anderes: Kakaobutter, Zucker und teilweise Milch, keine Zusätze wie Lecithin oder Vanille. Und die Schokoladen sind wirklich fein! Für jede verkaufte Tafel wird ein Baum im Regenwald gepflanzt (mit einem Code auf der Verpackung kann man sehen, in welchem Gebiet), Folie und Verpackung sind kompostierbar. Das rechtfertigt auch den Preis (um 4 Euro). Die Schokoladen sind im ausgewählten Feinkosthandel, in Biofachläden wie Alnatura, basic oder denn’s sowie in Onlineshops wie bosfood.de oder tastybox.de erhältlich.

OBC_Alle Tafeln_DE_moodshot

Quelle: Original Beans


…nach Südafrika:
Eine meiner Lieblingsbands, The Parlotones, kommt nach München, wie ich gerade mit Freude gesehen habe. Sie stammen aus Johannesburg und touren jetzt im Oktober durch Deutschland. Unter anderem auch in Hamburg, Köln und Leipzig treten sie auf. Mehr Info: hier. Ohrwurm-Garantie bei diesem Lied: Fly to the Moon.

…nach Ibiza: Ich bin reif für die Insel! Übernächste Woche geht es los, eine Woche Urlaub auf Ibiza. Ich war noch nie da. Hat jemand Tipps?

 

Quelle Titelbild: Original Beans

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Adventsbäckerei: Nutella-Erdnuss-Kekse

Das Wichtigste zuerst: Alles Gute zum Geburtstag, Mama! Und: Einen schönen Nikolaus-Tag euch allen. Diese Kekse passen heute perfekt. Auch wenn sie nicht übermäßig weihnachtlich sind. Dafür sind sie unglaublich schnell gemacht (wer hat in der Vorweihnachtszeit schon Zeit?) und seeehr lecker. Wer die (kurze) Zutatenliste liest, wird merken: Eigentlich könnte man auch einfach den Löffel in ein Glas Nutella stecken (und dann kurz in die Erdnussbutter) und ihn abschlecken – aber das wäre ja nur der halbe Spaß. Wenn alles zusammengemischt ist (ohne Mehl übrigens – das ist kein Rezeptfehler) und warm und weich aus dem Ofen kommt, weiß man, dass es sich gelohnt hat, eben doch nicht einfach nur den Löffel ins Glas zu stecken. Schönes Wochenende!

NUTELLA-ERDNUSS-KEKSE
Chocolate Hazelnut Crack-Ups
Quelle: Food52
für ca. 24 Stück
Zutaten:
3/4
cup (ca. 225 g) Nutella
1/4 cup (ca. 75 g) Erdnussbutter (ich mag sie gern mit Stücken drin, dann hat man was zum Knuspern)
3/4 cup (ca. 150 g) Zucker
1 TL Backpulver
1 Ei, leicht verquirlt
1/4 TL Salz
1 EL Kakaopulver
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. In einer Rührschüssel alle Zutaten vermischen. Den Teig mit den Händen in ca. 1,5 cm (oder nach Belieben) große Kugeln rollen. (Achtung, die Finger werden davon ziemlich fettig.) Die Bällchen mit reichlich Abstand auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech platzieren. 8 min backen. Kurz auf dem Backblech auskühlen lassen, dann auf ein Gitter zum weiteren Auskühlen geben. Man kann sie warm und weich oder abgekühlt essen (oder beides).

 

Schoko-Avocado-Mousse

Das Schöne an so einem Montag, der irgendwie zu lang war, der der erste Arbeitstag nach dem Urlaub war und eben einfach der erste Tag der Woche, ist doch, dass man sich ruhig mal ein dekadentes Dessert gönnen darf. Finde ich. Vor allem eines, das ja eigentlich gar nicht so dekadent, sondern irgendwie richtig gesund ist: Avocado ist drin, Banane, und Kakao, der ja auch total happy machen soll. Und das Beste: Weil diese Mousse auch ohne Ei auskommt, konnte ich sie schon gestern vorbereiten und mich heute darüber freuen. Perfekt. Das Rezept stammt aus dem hübschen, bunten und Essen-ohne-schlechtes-Gewissen-versprechenden Kochbuch The Art of Eating Well, das ich mir gerade zugelegt habe. Geschrieben haben es die Schwestern Jasmine und Melissa Hemsley (hier ihr Blog). Die beiden Britinnen sind so etwas wie Food-Consultants, sie beraten und bekochen Klienten, damit die gesünder essen und sich besser fühlen. In dem Buch stellen sie ihre Philosophie und ihre Lieblingsrezepte vor. Die sehen auf den Bildern schon mal ziemlich vielversprechend aus, so dass ich hoffentlich bald einige davon nachkochen werde. Einziges Problem: Die Umrechnerei mit Mengenangaben wie Ounces & Co. Nun ja. Dann wird eben nicht schnell, schnell gekocht, sondern mit Bedacht. Auch gut. Die Mousse ging jedoch sehr schnell und schmeckt fantastisch. Nur Bananen-Hasser werden sie nicht mögen, denn die schmeckt man raus. Einen schönen Montagabend euch!

SCHOKO-AVOCADO-MOUSSE
Quelle: Jasmine & Melissa Hemsley: The Art of Eating Well
für vier kleine Gläser voll
Zutaten:
1 geschälte, gefrorene Banane
3 EL Kakaopulver
1 gekühlte Avocado
2 EL Reissirup (im Original: raw honey*)
1 TL Zitronensaft
1 TL Vanilleextrakt
2 EL kaltes Wasser
1 Prise Meersalz
optional: 1-2 TL Amaretto oder etwas Stevia, zum Süßen
etwas Schokopulver oder Schoko- bzw. Kokosraspel zum Dekorieren
Zubereitung:
Alle Zutaten in der Küchenmaschine zu einer cremigen Masse verarbeiten. Nach Geschmack mit etwas Stevia oder Amaretto nachsüßen. Auf vier kleine Tassen oder Gläser verteilen, dekorieren.

*Weiß jemand, was damit gemeint ist? Bedeutet das einfach Bio-Honig?

Donna Hay Brownies

Vor ein paar Wochen hatte ich das Vergnügen, die australische Kochbuch-Queen Donna Hay zu treffen. Für ein Porträt in einem Sommerküche-Extraheft in der Zeitschrift freundin (jetzt am Kiosk) habe ich sie interviewt. Es war ein sehr nettes Gespräch – von dem ich auch hinterher noch etwas hatte. Denn Mrs. Hay drückte mir zum Abschied eine leicht lädierte, aber immer noch vollständige Pappbox mit ihrer Brownie-Fertigbackmischung in die Hand. Die, wie sie mir erzählte, meistverkaufte in ganz Australien. Wobei sie sonst natürlich immer dafür ist, Sachen selber zu machen.
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Aber Donna Hay ist ja eben nicht nur Rezeptentwicklerin und Foodstylistin, sondern auch eine höchst erfolgreiche Unternehmerin. Mit einem Magazin, das ihren Namen trägt, Geschirr- und Küchenutensilien – und eben diesem Brownie-Mix. Der, das weiß ich jetzt, wirklich verdammt gut ist. Warum die Brownies so lecker schmecken, das viele sie ihren Freunden als komplett selbst gebacken unterjubeln: Natürlich, weil wahnsinnig viel Zucker drin ist – aber auch, weil die festen Schokostückchen darin besonders groß sind, was sie von hiesigen Fertig-Brownies unterscheidet. Damit werden sie gleichzeitig fest und weich, saftig und knusprig. Ziemlich verführerisch. Aber jetzt ist die Packung leer, und da ich es wohl so schnell nicht nach Australien schaffen werde, muss ich sie wohl das nächste Mal wieder selbst machen – nach einem dieser Rezepte:

SCHOKOLADEN-BROWNIE
Quelle: Donna Hay: modern classics – süß
Für ca. 16 Stück
Zutaten:
200 g Zartbitterkuvertüre, in Stücke gehackt
250 g Butter, in Stücke geschnitten
350 g brauner Zucker
4 Eier
40 g Kakaopulver, gesiebt
170 g Mehl, gesiebt
1/4 TL Backpulver
Zubereitung:
Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Schokolade und Butter in einem Topf bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren schmelzen. Etwas abkühlen lassen. Zucker, Eier, Kakaopulver, Mehl und Backpulver in einer Schüssel verrühren, dann die warme Butter-Schokoladen-Masse dazugeben und alles gut verrühren. Den Teig in eine flache, mit Backpapier ausgelegte quadratische Form (20 cm Kantenlänge) füllen und 50 Minuten backen, bis der Teig durchgebacken ist. (ich mag es lieber, wenn der Teig noch etwas saftiger ist, deswegen habe ich die Backmischung nur etwa 35-40 min gebacken) In der Form etwas abkühlen lassen, dann in Streifen oder Würfel schneiden. Warm oder kalt servieren.

Andere (etwas gesündere) Brownie-Rezepte, die ich demnächst mal ausprobieren möchte:

Two-Layer Raw Chocolate Brownies von Oh She Glows
Kichererbsen-Brownies, gesehen bei Mary Opfer
Sweet Potato Brownies von Deliciously Ella
Außerdem: Zucchini Brownies von Sarah Wilson aus ihrem „I Quitt Sugar for Life“-Kochbuch

Mehr von Donna Hay bei Frau Lehmann:
Salat mit Feigen, Feta und Granatapfelsirup
Pasta mit Erbsen, Ricotta und Zitrone
Karamellisierte Ananas-Tartes

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Sonntagsbäckerei: Kein Mehl, kein Zucker, kein Problem?

Das Wichtigste zuerst: Frohes (einigermaßen) Neues Jahr! Irgendwie war ich die letzten Tage so beschäftigt mit Ausmisten, Sortieren, Rekalibrieren, dass ich gar nicht zum Bloggen gekommen bin. Außerdem mussten diverse Serien geguckt werden, und die Arbeit forderte auch ihren Tribut. Einige Altpapier-, Altkleider- und Wertstoffhof-Trips später lichtet sich langsam das Chaos, und ich komme wieder zum Durchatmen. Auch wenn mein Schreibtisch immer noch nicht so leer ist, wie ich das gern hätte, kann ich mich jetzt zwischendurch mal wieder angenehmeren Dingen zuwenden. Nach dem Plätzchen-Overkill (vor) Weihnachten habe ich seit Silvester Süßigkeiten-Pause gemacht, aber ganz ohne Sonntagsbacken geht es dann doch nicht, also gestatte ich mir hiermit diese einmal wöchentliche Ausnahme. Diesen Schoko-Kuchen (bei mir in kleine Portionen aufgeteilt) ohne Mehl und Zucker (dafür mit reichlich Datteln, Mandeln und Eiern) wollte ich schon lange mal machen. Er stammt aus der Healthy Desserts-App des vegetarischen Foodblogs Green Kitchen Stories. Ich habe ihn bei Okka von Slomo gesehen, die ihn hier nachgebacken hat (und bei ihr sieht er auch wirklich wie ein Kuchen aus). Er passt gut zu meinem Ausmist-Plan, denn ich konnte unseren Küchenschrank um sämtliche Datteln erleichtern (plus ein paar Trockenpflaumen, weil es dann doch nicht mehr genug Datteln waren), außerdem die Mandeln, die von der Adventsbäckerei noch übrig waren. Und was ich jetzt noch bald ausmisten kann: Meine kleine, geliebte Küchenmaschine. Die gab nämlich, als ich sie mit Mandeln und Datteln füllte, leider nicht mehr artgerechte Geräusche von sich, sondern nur noch ein gequältes Würgen. Dann blieb sie auch immer wieder stehen, und der Geruch von geschmortem Gummi war ebenfalls recht besorgniserregend. Deshalb kam dann unterstützend ein Pürierstab zum Einsatz. Das kann ich allerdings nicht sehr empfehlen, denn der hatte ebenfalls sehr zu kämpfen, und verteilte noch dazu Datteln und Mandeln fröhlich in der Küche. Nunja. Irgendwie ging es dann doch, und was soll ich sagen: Das Ergebnis ist sensationell! Saftig, fruchtig, (nicht zu) süß und schokoladig. Ich mag die kleinen pralinesken Schokoteile, aber als „richtiger“ Kuchen ist er bestimmt auch super. Schönen Sonntag!

SCHOKOLADENKUCHEN
Quelle: Green Kitchen Stories „Healthy Desserts“ App
Zutaten:
250 g gemahlene Mandeln
500 g Datteln (ohne Kerne) (man kann auch einen Teil durch Trockenpflaumen ersetzen)
100 g 85% dunkle Schokolade, grob zerbrochen
6 Eier
1 Bio-Orange, Saft und Schale
1 TL Vanille-Extrakt
3 EL Kakao-Pulver
4 EL Kokosnuss-Öl (auf Raumtemperatur abgekühlt) (oder anderes Öl, ich habe dieses nicht bekommen)
frische Beeren (optional)
Crème fraîche (ebenfalls optional)
Puderzucker (ebenso)
Erforderlich: eine Küchenmaschine
Zubereitung: 
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen.
Die Mandeln mit den Datteln in einer Küchenmaschine klein mixen (erst die eine Hälfte der Datteln und Mandeln, dann die andere). Die Dattel-Mandel-Mischung in eine Schüssel geben und alle restlichen Zutaten unterrühren: die (flüssige) Schokolade, die Eier, den Orangensaft, die Orangenschale, den Kakao und das Kokosnuss-Öl. Den Teig in eine eingefettete 20-cm-Springform geben und für 40-45 Minuten backen lassen (40, wenn man dann Teig noch etwas flüssig haben möchte). Alternativ: Den Teig in Mini-Cupcake- oder Muffinförmchen füllen, entsprechend kürzer backen (die Mini-Cupcakes habe ich ja 10 Minuten gebacken, sie sind herrlich saftig). Den Kuchen abkühlen lassen, aus der Springform lösen und nach Belieben mit Beeren belegen und mit Crème fraîche servieren.

SOTD: Texas Tornados: Little Bit Is Better Than Nada

Adventsbäckerei #19: Minz-Schoko-Tannenbäume

Geht es nur mir so, oder nervt der Begriff „GroKo“ langsam einfach tierisch? Ich denke dabei irgendwie immer an „YOLO“-grölende Bundestagsabgeordnete (oder BILD-Redakteure). Anyway. Eine Große Koalition, die ich dagegen ganz wunderbar finde, ist die aus Schokolade und Minze. In After Eight zum Beispiel, oder in diesen dekorativen Plätzchen-Bäumchen am Stiel (hier habe ich schon mal Plätzchen am Stiel gemacht, die Basic-Variante sozusagen). Positiver Nebeneffekt bei der Herstellung der Tannenbäume: im Krokant und im Guss ist so viel Minzöl, dass die Nebenhöhlen danach garantiert frei sind. Und weil ich gerade so in Plauderlaune bin: Hier ist noch eine hübsche Bilder-Geschichte zum Thema Plätzchenbacken aus dem New York Times Magazine, bei der ich sehr gegrinst habe. Und falls euch meine Adventsbäckerei noch nicht genug ist: bei Bon Appétit gibt es einen Weihnachts-Countdown und jeden Tag ein neues Plätzchenrezept. So viel für heute, lieben Dank fürs Lesen! Und über eure Likes freue ich mich jedes Mal wie ein Schnitzel!

MINZ-SCHOKO-TANNENBÄUME
Quelle: Brigitte Extra Weihnachtsplätzchen (24/2009)
Zutaten:
Teig:
80 g Puderzucker
30 g Kakaopulver
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
1 Prise feines Meersalz
150 g kalte Butter
200 g Mehl
Mehl zum Ausrollen
Krokant:
100 g Zucker
1 TL Pfefferminzöl (aus der Apotheke)
etwas grüne Speisefarbe
Guss:
100 g Puderzucker
5 Tropfen Pfefferminzöl
1 EL Zucker zum Wälzen
etwa 18 gerundete Holzspieße/Kaffeelöffel (etwa 19 cm lang, evtl. im Coffeeshop danach fragen) oder etwa 35 hölzerne Eisstiele
Zubereitung:
Für den Teig: Puderzucker und Kakao zusammensieben und mit Vanillezucker und Salz mischen. Butterwürfel darauf verteilen und kurz mischen. Das Mehl dazugeben und alles zunächst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig halbieren, in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde kalt stellen.
Für den Krokant: Zucker, Pfefferminzöl und Speisefarbe (evtl. mit etwas Wasser vermischen) in einem Topf bei starker Hitze schmelzen lassen. Sofort auf ein Stück Backpapier gießen und fest werden lassen.
Den Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3 vorheizen. Die langen Holzspieße einmal quer halbieren. Teigportionen kurz durchkneten und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 5mm dick ausrollen. Mit einem Ausstecher (etwa 8 cm lang) Tannenbäumchen daraus ausstechen und auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Einen Holzspieß etwa 2-3 cm tief in den breiten Stamm des Tannenbaums stecken. Tannenbäume im Ofen etwa 10-12 Minuten backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.
Für den Guss: Puderzucker, 1 EL Wasser und 5 Tropfen Pfefferminzöl zu einem glatten Guss verrühren. Den grünen Minzkrokant fein hacken und im Zucker wälzen, damit er nicht zusammenklebt und sich gut streuen lässt. Die Bäumchen mit dem Guss bestreichen und den gehackten Krokant darüberstreuen. Den Guss fest werden lassen.

Der Potluck Club, Teil 3: Schokoküchlein mit flüssigem Kern

Kein Dinner ist natürlich komplett ohne Dessert. Das war bei unserem Potluck Dinner diesmal meine Aufgabe. Ich wollte Schokolade, unbedingt. Und, um dem Herbst-Motto gerecht zu werden, noch ein bisschen was Fruchtiges dazu. Also „Schokokuchen mit flüssigem Kern vorbereiten“ gegoogelt und Rezept gefunden. Die Cranberry-Sauce stammt aus der aktuellen essen & trinken, dort wird sie zu Schokoladen-Dampfnudeln serviert – auch eine gute Idee, aber wegen Hefeteig nicht so recht transportabel. Also Schokokuchen. Teig gerührt, in den Kühlschrank gestellt, fertig. Die Förmchen habe ich auch schon vorbereitet: Mit Butter ausgerieben, ein wenig bemehlt und ab ins Eisfach für ein paar Stunden. Das einzig Aufwändige an der ganzen Sache war der Transport. Aber da die guten Freunde ja zum Glück nicht weit entfernt wohnen, war auch das machbar. Etwas nervös war ich dann nur noch, ob das mit dem Timing alles so klappt. Eine Garprobe mit Holzstäbchen ergab nach 12 Minuten, dass wir noch etwas warten sollten, aber drei Minuten später waren die Küchlein perfekt. Fand ich zumindest. Und alle anderen haben brav aufgegessen. Die leichte Säure der Cranberry-Sauce hat mir gefallen, aber irgendwie habe ich mich dann doch nach einer Kugel Vanilleeis gesehnt. Seufz. Beim nächsten Mal vielleicht. Hier die Rezepte:
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SCHOKOKÜCHLEIN MIT FLÜSSIGEM KERN
Quelle: Badische Zeitung
Für 6 Portionen
Zutaten:
200 g Butter
200 g Zartbitter-Kuvertüre
6 Eier
200 g Zucker
100 g Mehl
Zubereitung:
Butter und Zartbitter-Kuvertüre zusammen in einem Topf schmelzen lassen. Die Eier mit dem Zucker verrühren. Dann die Kuvertüre-Butter-Mischung zur Zucker-Ei-Masse geben. Anschließend das Mehl unterheben. Die Masse in Backringe gießen. Diese müssen zuvor mit Backpapier unterlegt werden. Wer möchte, kann stattdessen kleine gebutterte und mit Mehl bestreute Souffleeformen verwenden. Die flüssige Schokolade im Kern kann jedoch bei den Backringen besser auf dem Teller auslaufen. Das sieht gut aus und steigert den Genuss. Die Backringe oder Formen in den Ofen stellen und bei 200 °C 15 Minuten backen. Anschließend sofort servieren.
Gut vorzubereiten! Einfach alles anrühren, dann im Kühlschrank für ein paar Stunden verwahren. Man könnte den Teig wahrscheinlich auch schon in die Förmchen, aber ich fand es so perfekt. Die Küchlein ließen sich sehr gut aus der Form lösen/löffeln, und ich bilde mir ein, dass das daran lag, dass ich die eingefetteten Förmchen vorher im Eisfach gekühlt hatte.

CRANBERRY-SAUCE
Quelle: essen & trinken 11/2013
Für 4-6 Portionen
Zutaten:
100 ml Rotwein (ersatzweise Kirchsaft)
75 g Gelierzucker 2:1
1 Zimtstange
2 Gewürznelken
150 g Cranberrys
Zubereitung:
100 ml Wasser mit Rotwein, Gelierzucker, Zimt und Nelken aufkochen und 2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Cranberrys zugeben und zugedeckt bei mittlerer Hitze 5 Minuten garen. Abkühlen lassen.
Zu den Schokoküchlein servieren. Nach Belieben noch mit einer Kugel Vanilleeis.